Wer von euch ist SS und arbeitet im Ambulanten.......

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Forum: Schwangerschaft

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Beitrag von petra2105 05.05.11 - 06:52 Uhr

Hallo

Ich hab da mal eine frage :
Ich bin SS und Arbeite im Ambulanten Pflegedienst

Was darf ich jetzt alles nicht mehr machen?

Man hört so viel und ich bin mir so unsicher.

Will ja nicht haben das meine Chefin mich ausnutzt.


Es wäre toll wenn ihr mir helfen könntet.


Gruss Petra

Beitrag von christiane2501 05.05.11 - 06:56 Uhr

Hallo,
ich arbeite zwar nicht im Pflegedienst, aber hab schon von einigen gehört das die vom Arbeitgeber ein Beschäftigungsverbot bekommen haben, weil es einfach zu schwer Arbeit ist, die sie da machen müssen, zwecks schwer heben und wegen manchen Krankheiten die die Patienten haben könnten!!!
Weiß nicht ob du mit deinem Arbeitgeber reden kannst, ansonsten stellt das glaub ich auch der Frauenazrt aus, wenn du ne zu schwere Abreit hast!!!

Lg und viel Glück für dich!!!#klee

Beitrag von feroza 05.05.11 - 07:00 Uhr

Ich bin bis vor kurzem Pflegedienstleitung in einem PD gewesen.

Natürlich ist es besser, wenn Du Dich schonst, grade weil Du durch KiWu Behandlung SS geworden bist.

Das MuSchuG sagt, das Du keine Nachtarbeit (in der Pflege von 22 bis 6 Uhr) machen darfst.

Grundsätzlich würde ICH persönlich etwas abwarten es zu verkünden, wenn Du nicht grade Patienten auf der Tour hast mit z.B. appalischem Syndrom ect., da Du ja Hochziehen usw allein machen musst.
Heben ist echt schlecht, vielleicht kannst Du ja mit Kollegen die schwere Tour tauschen, wenns geht, ohne zu sagen, warum. Lass Dir was einfallen.
Ansonsten warte noch bis mindestens zur 8-10. SSW, wenn Dir Dein Job lieb ist, und Du dort weiterhin nach der SS arbeiten willst.
Ist es Dir egal, dann lass Dich besser AU schreiben... (vom HA, und nicht von der KiWu Klinik

Beitrag von anni.k 05.05.11 - 07:10 Uhr

hey!

also ich hab auch im amb. pflegedienst gearbeitet.
muss kurz korrigieren, was über mir steht: du darfst schon ab 20h nicht mehr arbeiten, nicht erst ab 22h!
dann nicht mehr als 5kg heben und auch nicht mithilfe eines lifters dieses gewicht bewegen.
man sollte auch nicht mit urin und anderen ausscheidungen in kontakt kommen, was natürlich v.a. in der amb. pflege nicht sonderlich einfach ist.

ich hab meinem AG schon um die 6.ssw von der schwangerschaft erzählt, da ich zum teil auch nachtdienste bei intensivpatienten gemacht habe und auch generell ziemlich lange touren gefahren bin, da ich im monat 168h gemacht habe.
hab dann eigentlich ziemlich seit beginn ein teilweises beschäftigungsverbot von meinem AG bekommen und hab meist nur um die 4-5h gearbeitet und hatte in der regel noch einen schüler oder zivi bei mir zur unterstützung. ab der 20.woche war ich dann komplett zu hause, da ich zuletzt nur bei kindern unter 3 jahren eingesetzt war und keine AK gegen zytomegalie hatte. sonst hätte ich vielleicht noch etwas länger gearbeitet...

was einfach wichtig ist: sag deiner chefin, wenn dir irgendwelche aufgaben zu schwer sind!! manchmal sind die so in ihrem tourenplanen drin und vergessen (so dumm es ist) schon mal leicht, dass man aufgrund der ss manche patienten vielleicht nicht mehr pflegen kann.

ich habe die erfahrung gemacht, dass wenn man in ruhe mit den chefs redet, eigentlich sehr gut auf einen eingegangen wird..aber das ist natürlich überall anders.

viel glück und weiterhin eine schöne ss!
glg

Beitrag von diekleine0780 05.05.11 - 07:13 Uhr

Hi Petra,

ich arbeite in einem ambulanten Pflegedienst. Ich habe einen sehr guten Draht zu meiner Chefin, hat mir die Sache vielleicht etwas einfacher gemacht....

Ich war die ersten 3 Wochen als ich erfuhr das ich schwanger bin krank, hatte einen Lungenentzündung. Danach habe ich gleich mit meiner Chefin gesprochen, da wir auch sehr viele " schwere " Patienten in den Touren haben.

Seit sie weiß das ich schwanger bin, darf ich diese Touren nicht mehr fahren. Sie teilt mich bei Patienten zu Hauswirtschaften ein, einkaufen, Arztgänge, Beschäftigungsangebote etc. Alles was sonst noch so anfällt. Weiß ja nicht ob euer Unternehmen den Kunden sowas auch anbietet.?
Wir haben auch mehrere Häuser, wo wir betreutes Wohnen anbieten. Dort bin ich dann im Haus für Kaffee und Kuchen, Abendessen und so verantwortlich. Pflegen tu ich nur noch Patienten mit PS 1.

Trotz allem mache ich weiter Medis, BZ, Insulin usw. Sehe darin für mich auch nicht das Problem. Meine Kollegen wissen nun auch bescheid und nehmen alle viel Rücksicht.
Sonntags arbeite ich auch, liegt aber daran, dass ich in der Woche 2-3 Tage frei habe.... So ist das wohl auch erlaubt meint meine Chefin.

Wünsche dir alles Gute... und das alles gut klappt.
Sonst geh zum Arzt und schildere ihm deine Probleme. In meiner ersten SS bin ich im Pflegeheim voll mitgelaufen,,,, da hat keiner Rücksicht genommen. Mir ging es schlecht damit und ich bekam sofort ein BV.
Jetzt fühle ich mich super und fahre weiter gern zur Arbeit. Die meißten älteren Damen finden das eh ganz klasse,,,, das da was kleines kommt :-)


Also, wünsche dir alles liebe
Nicole

Beitrag von sabrina17082011 05.05.11 - 08:54 Uhr

Hey,

Ich arbeite auch beim Pflegedienst und hab direkt nach dem Attest meiner FÄ ein Beschäftigungsverbot vom Arbeitgeber ausgesprochen bekommen. Ich musste ans Ministerium mehrere Unterlagen schicken und bekomme seither jeden Monat mein Gehalt. Es gibt da einen Fragebogen vom Ministerium der dir genau sagt ob du unter das Beschäftigungsverbot fällst....wir können ja keine Pausen machen, müssen Auto fahren und haben Kontakt zu Ausscheidungen und ansteckenden Krankheiten....Ich find es prima das es sowas gibt und bin sehr dankbar das ich meine SS jetzt so genießen kann ohne morgens um halb 5 aufstehn zu müssen....wenn du dir unsicher bist erkundige dich im zuständigen Ministerium....

ggglg Sabrina + Ben 26SSW#winke

Beitrag von tuctuc 05.05.11 - 08:54 Uhr

Huhu,

ich bin damals von meinem Arbeitgeber direkt in ein Beschäftigungsverbot gepackt worden und jetzt in der SS auch wieder, da sie die Verantwortung schon alleine im Straßenverkehr nicht übernehmen wollten. Wenn da was passiert wäre...

Du solltest es deinem Arbeitgeber sofort sagen. Entweder sollen sie dir dann leichte Arbeit möglichst an einem Standort geben (weiß ja nicht ob ihr noch ein Heim oder WG`S habt) oder dich aus dem Dienst nehmen. Du kannst natürlich die erste Zeit auch mit einer Krankschreibung überbrücken, diese aber möglichst nicht vom Gyn.

Du darfst nach 20 Uhr nicht mehr arbeiten bis 6 Uhr früh, an Feiertagen und Sonntagen gar nicht, Heben über 5kg ist verboten, Kontakt mit Ausscheidungen (Urin, Kot, Sputum) , Blut, Spritzen ist verboten und naja, da bleibt quasi nicht mehr viel übrig, was du machen kannst.

LG

Beitrag von danimaus110 05.05.11 - 09:04 Uhr

guten morgen;)
ich arbeite auch im ambulaten pflegedienst.
bzw hab es... weil ich von meiner chefin,als ich es ihr gesagt habe ,ein sofortiges berufsverbot bekommen habe...
meine chefin sieht das so,dass es einfach zu gefährlich ist. bei uns haben wir sehr viele schwerst pflegen,infektiöse patienten usw.
also ich weiß das man nur zwischen 6:00 und 20:00 arbeiten darf, nicht mehr als 5 kg heben sollte und eigentlich auch nicht mehr mit urin und stuhlgang in berührung kommen soll. und medikamenten,spritzen...ect..

hoffe ich hab nichts falsches geschrieben:-)

lg
daniela

Beitrag von nikol 05.05.11 - 11:03 Uhr

ich arbeite im betreuten Wohnen, ambulant. Muss weiterhin transfers machen, spritzen etc. das einzige was ich nicht machen muss, ist nach 20 uhr arbeiten. Aber da ist das letzte Wort noch nicht gesprochen.

Beitrag von tuctuc 05.05.11 - 12:14 Uhr

Bei sowas würd ich sofort zum Gyn gehen und mich ausser Gefecht setzen lassen.

Der Arbeitgeber ist verpflichtet sich an das Mutterschutzgesetz zu halten, ansonsten kann es arge Strafen hageln wenn das gemeldet wird.

Ich sollte bei meinem jetzigen Arbeitgeber auch noch geimpft werden wegen internen Vorschriften, da hat mein Gyn nur den Vogel gezeigt und mich sofort ausser Gefecht gesetzt.

LG