Schlechtes Verhältnis zur Mutter, wie kommt ihr klar!?

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Forum: Familienleben

Die Oma füttert die Kinder übermäßig mit Süßigkeiten, Probleme mit der Schwiegermutter, Tipps zum Feiern der Taufe: Hier ist Platz für alle Themen rund um die Familie.

Beitrag von trixie04 05.05.11 - 09:04 Uhr

Hallo....

es ist total doof und ich finde es auch sehr traurig, weil ich hoffe, dass ich nie so zu meinen kindern sein werde, aber leider verschlechtert sich das verhältnis zu meiner mutter immer mehr und mehr.....
in meiner teenie-zeit hat es angefangen, mit 18 1/2 bin ich dann ausgezogen, wohn seitdem nicht mehr daheim und komm nur 1x im halben jahr für ein paar tage nach hause. wenn es mehr wie 4 tage werden, dann kommt es ganz bald zu einem heftigen streit.
jetzt war meine mama über ostern bei uns zu besuch, 10 tage, ab dem 6 tag wurde es immer, immer schlimmer, ich will net sagen, dass es alleine an ihr liegt, aber sie akzeptiert bestimmte sachen in unsrem haus einfach nicht und ist immer nur am nörgeln...irgendwann nervt es mich dann auch!
wir hatten dann einen gaaaanz heftigen streit, sie ist weinend davon gelaufen und hat sich dann nimmer bei mir gemeldet, bis sie abgereist ist. daheim hat sie gleich alles meinem bruder erzählt und da kamen heftige sachen ans tageslicht....
ich habe eigentlich keine lust, mich wieder bei ihr zu melden und leg auch keinen wert darauf, dass sie sich wieder bei mir meldet, ich leb viel ruhiger ohne sie, auch wenns total traurig ist, wie es ist.....

hat noch jemand ein schlechtes verhältnis zu seiner mutter und kann gut damit leben!?

LG und vielen Dank.....Trixie

Beitrag von silbermond65 05.05.11 - 09:18 Uhr

ich habe eigentlich keine lust, mich wieder bei ihr zu melden und leg auch keinen wert darauf, dass sie sich wieder bei mir meldet, ich leb viel ruhiger ohne sie, auch wenns total traurig ist, wie es ist.....

Sieht bei mir genauso aus.Seit einem knappen Jahr ist jetzt Funkstille und es ist gut so, wie es ist.
Ich kann auf alle Fälle sehr gut damit leben.

Beitrag von berry26 05.05.11 - 09:33 Uhr

Hi,

ich würde nicht sagen das ich ein schlechtes Verhältnis zu meiner Mutter habe. Ich habe einfach gar kein Verhältnis zu ihr. Mit ihr gesprochen habe ich das letzte Mal vor 2 Jahren. Sie hat immer lieber mit meinem Mann telefoniert. Seit einem halben Jahr ist aber auch da Funkstille.

Die Gründe dafür sind aber komplett andere als die die du anführst.

Ich kann dir sagen das es uns damit besser geht, da vor allem ich psychisch sehr darunter gelitten habe. Trotzdem hätte ich es gern anders...

LG

Judith

Beitrag von miss-bennett 05.05.11 - 10:24 Uhr

Guten Morgen!

Mein Verhältnis zu meiner Mutter ist komplex... Meine Schwester kann gar nicht mit ihr und so fühle ich mich für sie verantwortlich (schon mein ganzes Leben lang). Mittlerweile ist sie von uns finanziell abhängig und das macht ihr zu schaffen, da sie immer unabhängig war, obwohl wir daraus kein Thema machen.

Mit ihr viel reden kann man nicht, alles was nicht dem entspricht, was und wie sie sich es vorstellt, ist blöd und unnötig. Sie ist sehr darauf bedacht, den äusseren Schein zu währen und alles was nicht in das Muster passt ist schlecht. Also, wenn sie bei uns ist, flippt sie regelmäßig aus, da wir eine Großfamilie sind und ganz, ganz oft die 5 gerade sein lassen.

Sie ist nicht meine beste Freundin, das war sie auch nie, aber irgendwie tut sie mir leid. Dazu hat sie noch diverse Krankheiten und Gebrechen und ich denke, wenn ich sie jetzt auch noch fallen lasse und sie deswegen früher stirbt (blöder Gedanke, ich weiss, aber der ist da) und ich sie nie wieder sehe - wie soll ich denn dann mit diesen Gedanken leben? Könnte ich es mir verzeihen? Jedes Mal, wenn ich sie zum Flughafen bringe, bricht es mir das Herz, wenn ich sie so klein und traurig hinter der Absperrung verschwinden sehe... :-(

So versuche ich ein gesundes Gleichgewicht zu finden und mit ihr zurecht zu kommen

Und wie Du es sagtest, auch ich hoffe, dass meine Kinder nicht so von mir denken werden

LG

Beitrag von sweety03 05.05.11 - 12:39 Uhr

Hallo,

ich habe gar kein Verhältnis zu meiner Mutter, allerdings sind die Gründe gänzlich andere als Deine (Suchtproblematik bei ihr, Alkohol...).
Ich habe seit ich denken kann ein schlechtes Verhältnis zu ihr gehabt, habe dann 2007 eine Therapie begonnen und 2009 den Kontakt komplett abgebrochen.
Vor einem Jahr hatte sie einen sehr schweren Unfall, bei dem es 2 Wochen auf der Kippe stand.
Ich habe sie im KH besucht und habe mich danach bemüht, den Kontakt ein wenig aufzubauen, aber sie hat weder an mir noch an meiner Familie Interesse.
Jetzt habe ich den Kontakt nach einem erneuten Alkoholrückfall wieder auf 0 geschraubt und fühle mich damit wesentlich besser.
Dumm ist nur, dass mein Papa, an dem ich sehr hänge, leider immer noch mit ihr verheiratet ist und mit ihr zusammen lebt.
Wir haben es so gelöst, dass er uns alle 14 Tage besucht und bei Bedarf treffen wir uns extern.

Sweety

Beitrag von nele27 05.05.11 - 12:45 Uhr

Hi!

Ich hatte immer ein schlechtes Verhältnis zu meiner Mutter. Sie ist ein durch und durch egoistischer Mensch (ich meine wirklich krankhaft egoistisch). Sie selbst und ihr jeweiliger Partner standen immer an erster Stelle, die Kinder und ihre Bedürfnisse wurden nicht weiter beachtet, sie mussten hintenanstehen. Ich geh da jetzt lieber nicht näher ins Detail :-)

Seit April 2008 habe ich den Kontakt endgültig abgebrochen (nach einem letzten Versuch, als mein Sohn geboren wurde) und ich muss Dir sagen, mir gehts viiiiiiiiiiiiiel besser damit.

Ich kann nur jedem raten, sich nicht den Kontakt aufzuzwingen, wenn er einem nicht gut tut.

LG, Nele

Beitrag von snoopster 05.05.11 - 13:05 Uhr

Hallo,

ich habe auch ein super schlechtes Verhältnis zu meiner Mutter.
Mir gehts auch irgendwie gar nicht gut damit. Ich will nicht so sein wie sie, auf keinen Fall, ich willa uch nicht, dass meine Kinder mal so über mich reden und so zu mir sind, wie ich zu meiner Mutter. Aber ab und an erwische ich mich total dabei, dass ich wie sie bin. Natürlich nicht ganz so krass, aber wenn ich was sage, denke ich oft, oh, so hätte das meine Mutter jetzt auch gesagt.

Meine Eltern sind auch noch verheiratet und mein Vater ist mir wichtig. Daher sehen wir uns schon noch, wenn auch nicht zu oft.
Außerdem hat sie es ja immer so hingedreht, dass ich die böse bin, wenn ich jetzt weiter gehen würde und sagen würde, dass ich keinen Kontakt mehr will, geht das wieder weiter, die ganze Familie wär dann wieder gegen mich, so wies schon immer war, weil sie macht ja keine Fehler, nur ich, weil ich nicht zu 100% das tue, was sie will und unterwürfig bin und ihr huldige, weil Mütter ehrt man ja, sein Leben lang....

Mein Vater ist dazu noch schwerbehindert und älter als sie. Ich sehe, wie er langsam abbaut und irgendwie wär es logisch, wenn er vor ihr geht. Davor graust mir schon auch total. DAnn hat sie niemanden mehr und wird sich automatisch auf mich und die Kinder stürzen... Ja, solche Gedanken sollte ich mir erst machen, wenns soweit ist, aber sie war am Montag erst da, und das ganze Mutter-Verhältnis und drum rum ist grad sehr aktuell in meinem Kopf.

Auch wenn ich mir sicher bin, dass sie eigentlich in Therapie gehört überlege ich oft, ob ich nicht eine machen soll, damit ich mal gedanklich abschließen kann und etwas Distanz gewinne...wir werden sehen.

Alles Gute und LG Karin

Beitrag von umsche 05.05.11 - 15:22 Uhr

Das Verhältnis zu meiner Mutter war sehr kompliziert. Als kleines Kind habe ich sehr an ihr gehangen. Ca. als ich im Schulalter war, begann meine Mutter an Depressionen zu leiden und ich habe mir ständig Sorgen um sie gemacht und fühlte mich für sie verantwortlich. Schon als kleines Kind bis zum Schluss Sie hat das auch ausgenutzt: wenn ich "frech" war bzw. nicht so wollte, wie sie, hat sie ihre "Krankheit" mir gegenüber als Druckmittel benutzt.

Meine Mutter ging mir schnell auf die Nerven und ich habe mich viel über sie geärgert, aber weil ich ihr nie weh tun wollte, habe ich das meistens unterdrückt. Ich glaube, von meiner Seite aus war das so eine Art Hass-Liebe zu ihr. Aber klar geworden ist mir das erst als sie schon verstorben war. Ich habe oft andere Kinder/erwachsene Frauen um ihre unkomplizierten Mütter beneidet. Aber bei allem - niemals hätte ich den Kontakt zu ihr abgebrochen. Dafür habe ich mich viel zu verantwortlich für sie gefühlt. Komisch oder?

Beitrag von alpenbaby711 05.05.11 - 19:44 Uhr

Also ich kann verstehen das nun in deinem Leben ohne Mutter mehr Ruhe herrscht. Auch bei mir gabs sehr viele Vorfälle zwischen mir und den Eltern muß ich sagen. Da haben wir seit fast 8 Jahren keinen Kontakt mehr. Endlich lebe ich ruhiger. Leids tuts mir nicht muß ich sagen dazu ist zuviel gewesen. Was die Zukunft bringt weiß ich auch nicht also mach ich mir darüber auch keine Gedanken. Aber Fakt ist wenn ihr nicht gerade Grillfeuerchen ( ich weiß blödes Beispiel) auf der Toilette macht hat sie über euer LEben eigentlich kaum zu meckern. Euer Haus eure Regeln. Wenn sie damit nicht leben kann soll sie kürzer kommen oder ne andere Lösung finden.
Ela