Antibiotika gegen Erkältung?

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Beitrag von am0606 05.05.11 - 13:49 Uhr

Hallo,

mein Sohn (9. Monate) hat jetzt schon seit fest 2 Monaten eine Erkältung, er hat Schnupfen und Husten. Wir haben schon „richtige“ Nasentropfen und Hustenlöser verschrieben bekommen, aber irgendwie will es nicht helfen. Nachts hängen wir immer nasse Tücher auf und aufgeschnittene Zwiebeln haben wir auch schon versucht.

Habt ihr eine Idee was wir noch machen könnten bzw. was hilft? Antibiotika will ich ihm nicht verschreiben lassen.

Kann sich die Erkältung auch auf die Lunge legen?

LG Mandy mit Tim im Schlafland

Beitrag von daisy80 05.05.11 - 14:04 Uhr

Naja, bevor sich die Erkältung auf die Bronchien legt (dann darfst Du monatelang bis dauerhaft Kortison inhalieren lassen - ich weiß wovon ich erzähle), wäre es mir persönlich lieber, einmal ein Antibiotikum zu geben. Sofern es sich um eine bakterielle Infektion handelt.

Wenn etwas so hartnäckig ist, finde ich es nicht gut, dauerhaft mit Hausmittelchen "rumzudoktern".
Notfalls erstmal eine zweite Meinung von einem anderen Arzt einholen.

Beitrag von miau2 05.05.11 - 14:21 Uhr

Hi,
"auf die Lunge legen" ist ziemlich umgangssprachlich.

Eine Erkältung ist ja nicht eine fest definierte Erkrankung, sondern die Folge von einem Infekt mit viren oder Bakterien, da gibt es sehr viele verschiedene, die das auslösen können. Und Viren und Bakterien können durchaus Bronchien bzw. die Lunge angreifen. Eine verschleppte "Erkältung" kann durchaus zu einer Bronchitis oder Lungenentzündung werden.

Also: ja, das kann passieren.

Monatelanges herumdoktoren bei einem Baby kann ich nicht so ganz verstehen. Es sollte einfach mal überprüft werden, ob Bakterien im Spiel sind.

Nur dann braucht man überhaupt über Antibiotika nachzudenken, ansonsten bringen die eh nichts. Bei einem nachgewiesenen bakteriellen Infekt können AB dagegen durchaus genau das richtige sein.

Abgesehen davon ist es schon ziemliche Panikmache, dass "auf die Bronchien legen" automatisch zu monatelangem oder dauerhaftem Kortison-Inhalieren führt.

Ich denke, mit den 17 Bronchitiden bei unserem Kleinen (sein Auslöser für die Überempfindlichkeit war eine RSV-Infektion mit viraler Lungenentzündung als er erst 2 Monate alt war) haben wir da auch gewisse Erfahrungen - und dauerhaftes Kortison-Inhalieren gehört definitiv nicht dazu.

Wobei das Risiko, dass eine Erkrankung der Bronchien oder Lunge durchaus schwer verlaufen kann natürlich besteht. Ausgeschlossen ist so ein Verlauf nicht - aber zum Glück nicht das normale.

Was unternimmt dein arzt denn? Ihr werdet ja wohl kaum seit 2 Monaten Nasentropfen (abschwellende) benutzen, oder?

Was bei uns bei erkälteten Kindern prima hilft ist Inhalieren mit Kochsalzlösung. das ist harmlos, nebenwirkungsfrei, und es hilft, den Schleim zu lösen, und feuchte Schleimhäute sind einfach wiederstandsfähiger.

Und dann sollte bei Euch jetzt langsam mal die Ursachenforschung vertieft werden. Auch eine hartnäckige virale Erkältung sollte halt irgendwann mal besser werden. Aber es kann ja auch andere Ursachen geben.

viele Grüße
Miau2