Studium geschmissen. nun Aushilfsarbeiter. Sorry lang?

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Forum: Finanzen & Beruf

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Beitrag von crazycurly8 05.05.11 - 15:52 Uhr

hallo

ich fand es immer gut, dass mein Partner noch Student war. Er hat neben dem Studium gearbeitet und somit zu unseren Haushaltseinkommen beigetragen und trotzdem hat er immer genug Zeit für unsere Tochter gehabt.

So konnte ich immer Vollzeit arbeiten gehen. Wir sind mit dem Geld immer ausgekommen mussten auf nichts verzichten.

er hat mir immer erzählt das er bald fertig sei mit dem Studium und nur noch einen Schein braucht und dann sein Diplom schreibt.

Und nun hat er von heut auf morgen sein Studium geschmissen und eine Vollzeitstelle angenommen. Er ist jetzt so einer Art "Aushilfsarbeiter" .

Er hat dies mit mir nicht besprochen. Er hat mich einfach vor vollendete Tatsachen gestellt.

Wir haben jetzt zwar mehr Geld zur Verfügung aber was ist wenn er dort gekündigt wird? Er kann dann doch nix aufweisen. Keine Ausbildung kein Studium nix. Nur sein Abi. Und wie sieht das im Lebenslauf aus? Wer stellt denn jemanden ein der sein Abi nach zich Jahren abbricht.?

Mir kommt das gerade so vor als wenn er sein/unser ganzes Leben wegschmeissen würde.

Wir hatten Pläne für die Zukunft. Wir wollten uns bald ein Haus kaufen. Aber so? Da bekommen wir doch von der Bank keinen Kredit? Und was wird aus ihm wenn er die Arbeit wieder verliert? Er kann doch nicht immer nur Aushilfsarbeiter sein. Dass ist doch keine Zukunft.?

Sorry lang und irgendwie ohne genau Frage. Bin momentan nur wütend und enttäuscht.

Beitrag von vwpassat 05.05.11 - 17:05 Uhr

Liebst Du Deinen Partner denn nicht mehr, nur weil er Hilfsarbeiter ist?

Teilte er die Träume, die Du von der Zukunft hast, ebenso?

Beitrag von bettem 05.05.11 - 17:06 Uhr

Ich denke, da gibt es von uns im Forum GAR nichts beizutragen.

Das musst du mit deinem Freund besprechen.
Welche Gründe er dafür hatte.
Warum er dich nicht einbezieht.
Wie er sich sein weiteres Leben vorstellt.
Ob er vielleicht Sorgen/Ängste/Probleme hat.
Was sein Traum ist, was er beruflich machen möchte, welche Möglichkeiten (Umschulung, Ausbildung, etc) gibt.

Ich weiß, dass es einige Studienabbrecher kurz vor Schluss gibt, die sich gequält haben, die den Beruf gar nicht wollen, die sich nutzlos/wertlos fühlen und auch Depressionen haben. Vielleicht ist es das. Dann braucht er deine Hilfe statt Vorwürfe.
Vielleicht ist er auch nur unbedarft, egoistisch, etc.

WIR kennen deinen Freund nicht, du musst das rausfinden, klären, für dich einordnen.

IHR müsst ganz viel reden.

Viel Glück und viel Kraft.

Beitrag von vwpassat 05.05.11 - 17:11 Uhr

Meinst Du, nur weil man ein abgeschlossenes Studium hat, ist man unkündbar?

Beitrag von ayshe 06.05.11 - 08:41 Uhr

Es kommt vllt darauf an, was er studiert hat.
Ich kenne auch Abbrecher, die seit vielen Jahren trotzdem viel Geld verdienen und gute Jobs haben.

Beitrag von crazycurly8 06.05.11 - 09:48 Uhr

Also ich kannte bis dato noch keinen Abrecher und ich kenne einige Studenten. Auch viele Langzeit-Studenten.

Ich finde sowas momentan einfach nur hirnrissig und weggeschmissene Zeit. Da studiert man fast 10 Jahre und hat nichts. Dass kann es doch nicht sein?

Nun ja es ist nicht meine Entscheidung aber leben muss ich mit ihr...

Ist wahrscheinlich nur einer Frage der Zeit bis man sich daran gewöhnt hat und der Tagesablauf wieder normal läuft.

Beitrag von ayshe 06.05.11 - 10:24 Uhr

Es sind nicht viele, die ich kenne, aber aus dem Freundeskreis aus meiner Studienzeit.

Sie wurden auch zu Langzeitstudenten und wurden dann quasi von den Studienreformen überrollt.
Wenn man dann versucht, immer wieder neu zu sortieren und sieht, daß manche Klausur dann nur noch ein Plus-Minuschein ist, vor allem aber bisherige Plus-Minusscheine nun als Klausur nochmal gemacht werden müssen und nochmal Neues dazukommt, kann man wohl verzweifeln.
So habe ich mir das jedenfalls angesehen.

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Ich finde sowas momentan einfach nur hirnrissig und weggeschmissene Zeit. Da studiert man fast 10 Jahre und hat nichts. Dass kann es doch nicht sein?
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So gesehen ja, aber wie beschrieben, ich weiß, daß es bei den Leuten die Reformen waren. Es spitzte sich langsam zu. Einer wurde nach dem Grundstudium einberufen und konnte nichts dagegen machen und dann nach der langen Zeit, gab es wieder ein Loch für ihn.

Das Beste und eigentlich auch das Einfachste ist eben, nie zurückzuhängen und immer zeitlich gut dabei zu sein.


Ich weiß ja nicht, wie es bei deinem Partner war und wie es dazu kam.
Es gibt auch Leute, die aus verschiedenen Gründen einen Hänger haben oder auch Angst vor irgendetwas und dann zu lange Klausuren rauszögern bis sie den Faden verloren haben.


Im Prinzip kann ich jedenfalls manche verstehen, die abbrechen.

Beitrag von ayshe 06.05.11 - 10:27 Uhr

Was will er denn jetzt überhaupt machen?

Er kann ja auch eine Ausbildung machen, sollte aber wissen, welche Richtung er denn will.