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Forum: Finanzen & Beruf

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Beitrag von tatlesina 05.05.11 - 18:12 Uhr

Hallo,
ich werde am langsam echt traurig.
Nächste Woche schreib ich Prüfung und im August bin ich dann mit meiner Ausbildung als Verwaltungsfachangestellte fertig.

Nun such ich schon bei verschiedenen Plattformen wo ich mich bewerben könnte. Aber es gibt fast nichts.

ich würde ja auch als Bürokauffrau etc. arbeiten gehen.

In meinem Beruf habe ich 1 Stellenausschreibung gefunden. Dort passe ich zwar nicht 100% aber ich schreib trotzdem ne Bewerbung.

Ich möchte eben in Ostsachsen bleiben, da mein Mann hier arbeitet.



Und die Agentur für Arbeit habe ich auch schon wieder gefressen...hab mich online arbeitssuchend gemeldet...und jetzt soll ich dort anrufen...ist ja bloß ne kostenpflichtige Nummer.


So ein Mist das alles!

Beitrag von traumkinder 05.05.11 - 18:14 Uhr

hör mir auf mit der agentur :-[




www.xing.de kann ich dir wärmstens ans herz legen!!


ansonsten würde ich an deiner stelle eine stellenanzeige in die zeitung setzen, im netz wo du nur kannst und alle stellenbörsen abklappern, sowie initiativbewerbungen versenden an größere und kleinere unternehmen (vorher kurz anrufen und den chef verlangen kann auch sehr nützlich sein!!)


viel erfolg!!

Beitrag von hedda.gabler 05.05.11 - 18:48 Uhr

Hallo.

Xing ist ein hervorragendes Business-Netzwerk, aber für eine Verwaltungsfachangestellte weniger geeignet.

Gruß von der Hedda.

Beitrag von hedda.gabler 05.05.11 - 18:50 Uhr

Hallo.

Warum bewirbst Du Dich nicht direkt bei den JobCentern Deiner Region oder der ARGE ... das ist doch der Bereich, neben dem öffentlichen Dienst, bei dem Verwaltungsfachangestellte die besten Chancen haben.
In der freien Wirtschaft werden ja eher andere Profile gesucht.

Gruß von der Hedda.

Beitrag von witch71 05.05.11 - 19:14 Uhr

DER Tipp: Bewirb Dich bei Deinen Lieblingsunternehmen initiativ (-> Initiativbewerbung googlen) und biete Dich dort gleichzeitig als Praktikantin an.
Schreib, Du möchtest Erfahrung sammeln und in die Arbeitswelt schnuppern. Drück das natürlich besser aus, als ich jetzt. ;-) Hör Dich auch vorher noch um und lass Dich bei den Bewerbungen professionell unterstützen. Die Arge unterstützt hier mit "Gutscheinen", frag direkt danach. Wichtig ist aber, dass Du jemanden findest, der das wirklich drauf hat.

Du wärst nicht die Erste, die durch ein Praktikum an eine Stelle kommt, weil die Firma merkt, hier gewinnt sie eine hochmotivierte Arbeitskraft. Und selbst wenn Dich erst mal keiner fest einstellt zeigt Dein Lebenslauf bei jeder weiteren Bewerbung, dass Du unbedingt arbeiten willst.

Beitrag von tatlesina 06.05.11 - 09:35 Uhr

Vielleicht sehe ich das zu eng, aber ich habe eine 3jährige Ausbildung als Verwaltungsfachangestellte gemacht (kein leichter Beruf) und sehe eigentlich nicht ein, wieso ich unbezahlt als Praktikantin irgendwo arbeiten gehen sollte, zumal wir es uns einfach nicht leisten können.



Das ist doch das Problem in Deutschland: Wir bitten unsere Arbeitskraft für lau oder zumindest sehr wenig Geld an.

Wofür hab ich dann eine Ausbildung gemacht??

Ich will arbeiten, aber ich will auch ordentlich dafür bezahlt werden. Das ist doch nicht zu viel verlangt!

Beitrag von nane75 06.05.11 - 09:42 Uhr

Warum übernimmt Dich Dein Ausbildungsbetrieb denn nicht?
Wenn Deine Leistungen sehr gut waren, müssen Sie doch Interesse an Deiner Arbeitskraft haben.

Zw.einer gelernten Bürokauffrau und einer Verwaltungsfachangestellten ist der Leistungsunterschied nicht sehr groß.
In der Wirtschaft werden Bürokauffrauen bevorzugt, wegen Ihrer Praxiserfahrung.

Ich würde mich im öfftl.Dienst bewerben.

Auch nach 3 J.Lehrzeit muss man weiter gelehrt werden, unsere
MA bekommen nach Ausbildungsende 1800.-€ brutto /40 Std.Wo. und das finde ich ok und gerecht.

Beitrag von tatlesina 06.05.11 - 13:04 Uhr

Ob mich mein Ausbildungsbetrieb übernimmt steht in den Sternen. Darauf will ich mich nicht verlassen.

Ich werde mich weiter im öffentl. Dienst bewerben, aber da gibt es hier nicht so viele Stellen, also bleibt mir nichts anderes übrig als mich in der Privatwirtschaft zu bewerben.


Es ist echt fies, ich will doch "nur" eine unbefristete Vollzeitarbeit, damit mein Mann seinen Meister machen kann und wir uns danach endlich ein Haus kaufen können und Kinder bekommen.

Ich möchte etwas gegen den demografischen Wandel tun und nicht aus dem Osten auswandern. Ich lebe gerne hier.


Aber hierzulande ist das wahrscheinlich zu viel verlangt.

Ach übrigens: 1800 € als Einstiegsgehalt finde ich auch ok.

Beitrag von lena1309 06.05.11 - 13:37 Uhr

Zitat: ich will doch "nur" eine unbefristete Vollzeitarbeit

Und da ist der springende Punkt, das wollen ganz viele und jeder mit mehr Berufsjahren kickt dich raus.
Darum wurde dir das Praktikum ans Herz gelegt, weil du da wenigstens weiter Erfahrungen sammeln kannst. Und es ist bei einem längeren Praktikum nicht unmöglich, auch ein geringes Entgelt zu bekommen.

Du kommst frisch aus der Ausbildung, da ist man selten schon in der Position bis ins letzte zu verhandeln und viele Ansprüche zu stellen.

Meine Meinung
M.

Beitrag von tatlesina 06.05.11 - 14:14 Uhr

Ansprüche... ich nehme auch eine Teilzeitstelle die befristet ist.

Aber eine unbezahlte oder gering bezahlte Praktikastelle kann und will ich mir nicht leisten!

Hier ist genau das zu sehen, was den deutschen Arbeitnehmern den Hals bricht.

Ich muss mich doch nicht mit allem zufrieden geben.
Darauf verlassen sich doch die meisten Arbeitgeber, irgendwelche Dummen die ein Vollzeitarbeitsstelle als Praktikum machen.

Vor allem in Bundesministerien ist das Gang und Gebe.

Ich will eine ordentlich bezahlte Arbeit! Eigentlich ist das nicht zu viel verlangt!

Beitrag von lena1309 06.05.11 - 15:23 Uhr

Es ist auf jeden Fall eine sehr hohe Forderung, wenn man deine Region betrachtet, in der du wohnst.
Und es war ein Vorschlag.

Ich wollte nach meiner Elternzeit wieder arbeiten und musste für mich auch sehen, welche Abstriche ich machen kann/muss/will, um eine Stelle zu finden.
Und ich habe eben auch ohne Gehalt für 3 Wochen zur Probe gearbeitet. Und was ist, mein Chef hat mir einen Vertrag in die Hand gedrückt und mir die Probezeit nachträglich bezahlt. Dafür habe ich auf die erste Zeit auf den Tariflohn verzichtet, da das Arbeitsfeld neu für mich ist. Lohnerhöhung ist aber auch schon vor der Verlängerung des Vertrages möglich und wahrscheinlich.

Man muss eben auch was einsetzen, um sich aus der Masse zu heben, besonders wenn der Stellenmarkt nicht viel hergibt.

Beitrag von litalia 06.05.11 - 15:37 Uhr

ich sehe das auch so.

wenn ich das schon höre, PRAKTIKUM.

wenn alle fleißig praktikum machen würden wieso sollte man dann noch leute für ihre arbeit bezahlen?

ich würde nie ein praktikum machen, das wäre ja noch schöner. wieso sollte ich irgendwo kostenlos arbeiten?
probetage etc sind ja in ordnung aber PRAKTIKUM ist für schüler etc um in berufe reinzuschnuppern aber nicht für ausgelernte leute.

lieber würde ich zuhause bleiben als irgendwo ein praktikum zu machen.

Beitrag von litalia 06.05.11 - 15:40 Uhr

"und biete Dich dort gleichzeitig als Praktikantin an.
Schreib, Du möchtest Erfahrung sammeln und in die Arbeitswelt schnuppern"

meines erachtens ist ein PRAKTIKUM für schüler etc um in berufe rein zu schnuppern aber nicht für jemand der ausgelernt ist.
warum sollte sie sich als praktikantin anbieten und UMSONST arbeiten?
sehr praktisch wenn das jeder so macht! für was sollte man dann überhaupt noch arbeitskräfte bezahlen wenn es auch leute gibt die umsonst arbeiten.

Beitrag von tatlesina 06.05.11 - 17:43 Uhr

genau das denke ich ja auch.

Ich bin ja nicht faul und suche mir ja auch Arbeit.

Dann musste ich heute auch noch bei der Arbeitsagentur anrufen (kostet 3,9 ct/min.) Wieso sollte man mich nicht auch gleich zum Sachbearbeiter durchstellen...im Endeffekt habe ich denen das selbe erzählt was ich in meiner Online-Arbeitssuchend-Meldung geschrieben hatte.

Es nervt einfach nur.

Hatte mich vor 2 Monaten schon mal arbeitssuchend gemeldet, wegen den Bewerbungskosten, da wurde mir gesagt...nein geht nicht, erst 3 Monate vorher...also müssten die doch alles wissen.

Beitrag von koji 07.05.11 - 01:30 Uhr

Hi! Ich bin in einer ähnlichen Situation, nur dass ich noch gut ein Jahr bis Studiumsende habe, aber auch in einem anderen Berufsfeld.

Ich muss mich mal für's Praktikum in deiner Situation aussprechen, aus mehreren Gründen.

Du bist - nehme ich an, nach drei Jahren Ausbildung direkt nach der Pflichtschulzeit - ziemlich jung, das heisst wenig Lebenserfahrung, die oftmals die sogenannten "soft skills" also, "weiche Fähigkeiten", wie Durchhaltevermögen, Verhalten unter Stress, Eingliederung in der Gruppe, Organisation und anderes beeinflussen.
Du hast eine Ausbildung in einem Betrieb gemacht und hast damit auch keine weitreichende Erfahrung von verschiedenen Betriebsstrukturen? Korrigieren mich, wenn ich falsch liege. Und letztendlich bist du nach Beendigung der Ausbildung einfach mal erst ein Anfänger, da kannst du noch so gut sein.

Ich finde gezielte Praktika gut, weil du entweder dich in deinem Arbeitsfeld vertiefen kannst oder weitere verwandte Fähigkeiten, die in deinem Beruf wichtig sind, aufbauen kannst. Weiterhin lernst du einen anderen Alltag und Struktur kennen, du baust ein Netzwerk auf und im Idealfall wirst du übernommen. Studenten haben oftmals das Glück im Studium Praktika zu machen, so, dass ein Einblick ins richtige Berufsleben schon vor dem Beenden der Ausbildung stattgefunden hat und ich finde den wichtig. Damit du nicht völlig umsonst arbeitest, kannst du fragen, ob sie entweder Transportkosten oder - wenn es weiter weg, Ausland kommt oft gut und hilft bei Sprachen - Unterkunft, Verpflegung bezahlen können. Du musst ein Praktikum auch nicht sehr lange machen, damit es dich finanziell nicht zu stark belastet.

Wenn es dir absolut zuwider ist, bei den lokalen Zeitungen Annoncen aufgeben und anschauen und persönlich bei interessanten Firmen anrufen, durchstellen lassen und wenigstens den Lebenslauf andrehen. Und im Bekanntenkreis fragen und eventuell auch eine temporäre Entfernung vom Freund in Betracht ziehen.

Beitrag von tatlesina 07.05.11 - 13:03 Uhr

also ok...

Punkt 1: Ich habe eine duale Ausbildung (also Praxis+Berufsschule) in einem Landratsamt mit 1000 Mitarbeitern gemacht. Ich habe fast alle Abteilungen und Referate durchlaufen und habe somit Berufserfahrung, da ich dort als vollständige Sachbearbeiterin gearbeitet habe.

Punkt 2: Nach einer 3jährigen Ausbildung sehe ich nicht ein für lau arbeiten zu gehen.

Punkt 3: nicht Freund sondern EHEMANN und eigener Hausstand. Wir wollen uns ein Haus kaufen und Kinder kriegen. Da zieh ich bestimmt nicht weg. Schließlich hat er Arbeit hier.


Praktikas (außer als Schüler und während des Studiums) sind der Untergang von normalen Arbeitern.