Hausgeburt?? viele Gedanken...

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Forum: Geburt & Wochenbett

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Beitrag von pregnafix 05.05.11 - 19:38 Uhr

Hallo zusammen :-)

Ich werd wohl jetzt n bissel mehr schreiben, ich hoffe, ihr haltet durch.
Eigentlich ist es bekloppt mir jetzt schon Gedanken zu machen, aber mich lässt das Thema nicht los.

Meine Tochter hat in knapp 3 Wochen ihren 1. Geburtstag und mein Mann und ich möchte gerne Ende 2011 / Anfang 2012 nochmal schwanger werden.
Wie schnell es klappt, wird man dann sehen, wir machen uns da keinen Stress. Bei unserer Tochter Miriam hat es damals DIREKT geklappt, also abwarten....

Miriam wurde per KS geboren, da sie in BEL lag und ich eine komplizierte Schwangerschaft (10.-16. Woche alle paar Tage Sturzblutungen, ab 17. Woche Vorwehen. Ich lag dann bis zur Entbindung fast nur noch).
Ich hab die Eröffnungsphase allerdings beinahe komplett miterlebt, da Miriam sich schon 6 Tage vor dem eigentlichen KS-Termin auf den Weg gemacht hat und die Eröffnungsphase bei mir sehr kurz war (ca. 3 Stunden, wenn ich ab den "richtigen" Wehen rechne).

Das nächste Kind möchte ich gerne spontan entbinden und hoffe, dass das so klappt... Und irgendwie... ich verspüre immer mehr den Wunsch das zu hause zu erleben.
Vorher war für mich immer klar, dass ich ins Krankenhaus will, zuviel Angst vor Komplikationen, außerdem kann ich mich da noch n paar Tage ausruhen etc.
Aber nach Miriams Geburt ging es mir im KH gar nicht gut. Das Personal war zwar super, das Essen auch und die KS-Schmerzen fand ich auch nicht so schlimm, aber ich hab mich einfach nicht wohlgefühlt.

Ich tendiere also beim zweiten Kind zu einer Hausgeburt.
Nun frag ich mich aber, was ich mache, wenn es nachts losgeht? Ich hab ja noch ein Kleinkind zuhause. Ich kann sie ja schlecht wecken und abholen lassen. Ich möchte aber auch nicht, dass sie wach wird und das miterlebt.
Viele sagen "ach, wenn es losgeht hast du noch genug zeit", ja aber wenn nicht? Bei Miriam ging es ja auch ganz fix!
Das wäre natürlich einfacher, wenn ich einfach ins KH fahren würde, dann könnte ich n Babysitter organisieren und Miriam würde gar nichts mitkriegen.
Also evtl mit ner Beleghebamme ins KH, ne ambulante Entbindung. Find ich aber auch doof. Ich will mich danach nicht direkt wieder ordentlich machen und nach hause laufen, bzw mit dem Auto fahren (sind nur ca. 10min zu fuß).
Ich finde die Vorstellung einfach schön mein Kind in unserem Wohnzimmer zu gebären und dann einfach dort liegen bleiben zu können oder eben duschen oder was weiß ich. Aber wie ich will, ZUHAUSE!!!

...

Aber neben dem Problem mit Miriam, hab ich noch ein anderes.
Wir hatten nämlich bei Miriam eine ganz tolle Nachsorgehebamme, die ich beim zweiten Kind unbedingt wieder haben möchte. Am liebsten auch zur Vorsorge, aber das macht sie leider nicht. Und Geburten auch nicht :-(

Die Hebamme, die unsere Geburt begleitet, sollte dann wohl auch die Vorsorge bei uns machen, damit wir sie besser kennenlernen. Ist das nicht blöd dann für die Nachsorge ne andere zu nehmen?

Und wie teuer ist das eigentlich ungefähr? Die Krankenkassen zahlen das ja leider nicht mehr, oder?

... sooooviele Gedanken. Könnt ihr mir helfen??

LG Pregna mit Miriam Naemi (fast 1 Jahr) #verliebt

Beitrag von anarchie 05.05.11 - 20:36 Uhr

Hallo!

Ich hatte 4 Hausgeburten...

Es wird schwer sein, eine hebamme zu finden, die nach der sectio eine Hausgeburt betreut...aber nicht unmöglich;-)

Meine Großen habe ich bei Wehenbeginn zu meiner Mutter gebracht..

wenn du eine hg-hebamme hast sollte diese umbedingt die Vorsorge machen!
Nur so kann sie dich gut einschätzen, nur so könnt ihr eine Beziehung aufbauen..
Und besser auch die Nachsorge.
ich glaube aiuch nicht, dass das eine mitmachen würde, nur die Geburt.

Die kk zahlen Vorsorge, Geburt undNachsorge- nur die Rufbereitschaft muss frau meisst selber zahlen - meist zwischen 200und 450EUR - was nicht viel ist, dafür, dass sie 5 Wochen NICHTS ohne telefon tun kann und Tag und Nacht bereit steht.
Einige kk zahlen das aber, ist auch verhandlungssache...

wenn du noch fragen hast., her damit!

ich back nur gerade broot und stille, daher etwas anarchistisch geschrieben;-)

lg

melanie

Beitrag von pregnafix 06.05.11 - 08:58 Uhr

Danke für deine Antwort :-)

Also mir ist natürlich auch wichtig die Hebamme vorher gut kennenzulernen, deshalb sollte sie selbstverständlich auch die Vorsorge machen.
Aber für die Nachsorge hätte ich wirklich gerne die Hebamme, die wir schon bei Miriam hatten. Sieht dann blöd aus, oder?

Wenn es sich auf die Kosten für die Rufsbereitschaft beschränkt, sollte das kein Problem darstellen.

LG Pregna :-)

Beitrag von goldengirl2009 05.05.11 - 20:43 Uhr

Hallo,

zum Thema Krankenkasse, google Dir mal die Securvita, diese übernehmen 250 € der Rufbereitschaft.

Zum anderen,bei uns ist es das 3. Kind und wird wenn alles gut geht als erstes Kind zu Hause geboren werden.

Zum Thema Hebamme,schau mal auf Hebammensuche.de oder frage Deine ehemalige Hebamme.
Ich mach bei "Meiner" Hebamme auch die Vorsorge,so können wir schon vorher ein Vertruensverhältniss aufbauen was man so im Krankenhaus nicht hat.
Bisher ist es mit unseren Kindern wie folgt geplant,wir haben im Hintergrund eine sehr gute Freundin die kommen würde,allerdings äusserte unsere große Tochter schon den Wunsch das sie dabei sein möchte,unsere Hebamme hat da auch nichts gegen,vorrausgesetzt unsere Tochter ist gut darauf vorbereitet und hat jederzeit die Möglichkeit zu gehen.
Beides wird gegeben sein.

Schau Dich z.B, mal auf Privatgeburt.de um, dort sind auch eine Menge Mütter die nach einer Sectio spontan zu Hause geboren haben.

Gruß

Beitrag von pregnafix 06.05.11 - 09:01 Uhr

Danke für die lieben Tipps :-)

Die KK möchte ich deshalb nicht extra wechseln. Wir würden dann selbst für die Kosten aufkommen (wenn wir uns denn dazu entscheiden).

Bei uns ist es definitiv KEINE Option, dass meine Tochter bei der Geburt dabei ist. Sie wird zu dem Zeitpunkt erst 2-2,5 Jahre sein (wenn es denn schnell klappt), das möchte ich nicht. Sie kann das dann noch gar nicht verstehen und es ist sicher schlimm für sie ihre Mama so zu sehen und mich würde es auch total ablenken.

Evtl müssen wir deshalb dann doch auf eine ambulante Entbindung im KH mit Beleghebamme zurückgreifen. Mal schauen.

Werd mich im Internet umschauen. Danke! :-)

Beitrag von qrupa 05.05.11 - 21:21 Uhr

Ich hab 2008 unsre erste Tochter auch per KS bekommen udn vor genau 4 Monaten unsere zweite zu Hause. Und ich hab festgestellt, es ist gar nicht so schwer eine Hebamme zu finden, die nach Ks HG betreut. Ich hätte sogar Auswahl gehabt.

Bei mir gingen die Wehen abends um 22:00 Uhr los. Da schließ die Große natürlich. Ich bin die halbe nacht durch die Wohnung getiegrt udn sie ist auch mal wach geworden. morgens beim Früchstück war ich schon kräftig am tönen, aber das hat sie ziemlich gelassen gesehen. Wir haben aber auch viele Bücher zum Thema angeuckt und die erklärung das Baby will jetzt aus dem bauch kommen hat ihr ausgereicht

Beitrag von pregnafix 06.05.11 - 09:04 Uhr

Naja, wenns tagsüber passiert ist das ja kein Problem, dann würden wir Miriam abholen lassen, aber nachts geht das nicht und wenn es so schnell geht wie letztes mal, dann haben wir keine Zeit bis zum Frühstück ;-)

Ich möchte auch nicht irgendeine Hebamme, sie muss ja auch zu uns passen, damit ich mich fallen lassen kann.
Ich werd mir nochmal Gedanken machen!

Vielen Dank! :-)

Beitrag von majetta 05.05.11 - 22:08 Uhr

Ich hatte auch nach einen KS 2 Hausgeburten.

Es war sehr schwer eine Hebamme zufinden, ich hab mir echt einen Wolf gesucht.
Meine Grossen Kinder wurden bei Wehenbeginn von meiner SM abgeholt.

Die 2 HG hab ich dann ohne Hebamme durchgezogen;-)

Beitrag von widowwadman 06.05.11 - 07:12 Uhr

So ganz ohne Hebamme oder sonstige fachliche Hilfe? Hast du das so geplant oder ging's so schnell dass es vorbei war bevor Hilfe kam?

Beitrag von majetta 06.05.11 - 15:04 Uhr

Erste ging zu schnell, zweite hab ich gleich alleine gemacht;-)

Beitrag von aylin80 06.05.11 - 09:04 Uhr

Da kann frau deinem Baby ja nur gratulieren, dass trotz der verantwortungslosen und egoistischen Mutter nichts passiert ist.#klatsch

Beitrag von majetta 06.05.11 - 15:03 Uhr

Man sieht, das du keine Ahnung hast.

Eine Geburt ist keine Sache um ins KH zu Fahren#aha

Bei den ersten 2 Kindern bin ich noch ins KH, und was wurde gemacht? Zwei unnötige Kaiserschnitte,weils den Herrschaften nach 22 Stunden zulange gedauert hat#augen

Beitrag von pregnafix 06.05.11 - 09:05 Uhr

Ohne Hebamme geht für mich gar nicht!!!
Und wenn die zweite Schwangerschaft ähnlich verläuft wie die erste, dann geh ich wohl eh mit Beleghebamme ins KH...
Mal sehen...

Dankeschön :-) Find ich echt mutig, dass du das "alleine" durchgezogen hast!

Beitrag von anarchie 06.05.11 - 11:05 Uhr

Hallo!

War das eine geplante Alleingeburt?:-)

lg

melanie

Beitrag von majetta 06.05.11 - 15:01 Uhr

Die erste war keine geplante allein geburt, die Blöde Hebamme kam erst 1,5 Stunden nach dem ich sie angerufen habe, das die Wehen begonnen haben.

Tja da wars zuspät#aerger Dabei hatte die Tusse nicht mal 10 km von mir weit weg gewohnt.

Die Zweite HG hab ich dann einfach alleine gemacht.
Nächsten Tag bin ich dann mal zum Kinderarzt und habs Baby Checken lassen und mir ordentlich Anschiss abgeholt#rofl

Beitrag von aylin80 06.05.11 - 16:37 Uhr

Schön, dass du da noch lachen kannst, bei soviel Verantwortungslosigkeit und vernachlässigter Sorgfaltspflicht deinem Kind gegenüber. Allerdings wage ich jetzt mal zu behaupten, dass das eh nicht stimmen kann.

Beitrag von majetta 06.05.11 - 19:38 Uhr

Schön, das du auch keine Ahnung hast#gruebel

Beitrag von golm1512 06.05.11 - 08:40 Uhr

Hallo!

Erstens finde auch ich wichtig, dass die Hebamme, die die Hausgeburt mit dir macht, auch die Vorsorgen durchführt. Sie muss dich kennen, wenn es so weit ist. Und du sie.
Dann weißt du sicher, dass es "Auflagen" gibt, damit eine Hausgeburt stattfinden kann. wenn der nächste Schwangerschaftsverlauf wieder komplizierter wird, wird dir wahrscheinlich auch die Hausgeburt nicht gelingen.

Ich habe mein zweites Kind zuhause bekommen. Das Versorgungsproblem des ersten Kindes hatten wir auch. Ich habe dann eine Tag- und eine Nachtschicht organisiert, wenn ich das so sagen darf. Im Haus wohnte unsere Babysitterin, die damals um die 16 Jahre alt war. Die hätte unseren großen Sohn nachts bzw. gleich nach dem Aufwachen einfach nach oben geholt. Die Tagschicht hat eine Freundin übernommen. Letztendlich war es dann vollkommen einfach. Es ging morgens um 7.30 Uhr los. Sohn 1 wurde abgeholt und los ging's.

Die erste Geburt fing damals eigentlich genauso "praktisch" an. Mein Mann war an dem wochenende vorher unterwegs, da wir ja eigentlich noch zwei Wochen Zeit gehabt hätten. Sohn 1 machte sich aber erst auf den Weg als alle wieder an Bord waren. Irgendwie glaube ich, dass das ein bisschen "gesteuert" wird. War bei mir jedenfalls so.

Gruß
Susanne

Beitrag von pregnafix 06.05.11 - 09:10 Uhr

Danke, für deine Antwort :-)

Ja, ich möchte die Vorsorge auch auf jeden Fall bei der gleichen Hebamme haben, man muss ja eine Vertrauensbasis haben bei der Geburt.
Aber mich möchte eben zur Nachsorge die Hebamme haben, die ich schon bei Miriam hatte. Sieht blöd aus, oder?

Wenn die zweite Schwangerschaft wieder kompliziert wird, werd ich mich auch nicht trauen zuhause zu entbinden. Dann kann ich mir eher vorstellen ambulant ins KH zu gehen, wenn möglich mit Beleghebamme.

Miriams Geburt ging zwar superschnell und ich habs grad so in den OP geschafft, aber gleichzeitig auch wunderschön. Mein Mann war dabei und das war das allerwichtigste (neben Miriams Gesundheit natürlich!)...

Erstmal muss ich ja auch schwanger werden ;-)

Beitrag von ulmerspatz37 07.05.11 - 08:16 Uhr

Hallo,

ich kann keinen sinnvollen Beitrag dazu schreiben. Nur: Ich habe wahnsinnigen Respekt vor Frauen, die zu Hause gebären. Ich hätte viel zu große Angst, dass irgendeine unvorhersehbare Komplikation eintritt.

Liebe Grüße und ich hoffe, es wird alles so, wie Du es Dir wünschst

Beitrag von golm1512 07.05.11 - 18:24 Uhr

Na, das kann dir im Krankenhaus aber doch auch passieren.

In Regel findet eine Hausgeburt ja nicht "einfach so " statt. Man muss eine Hebamme finden, die sich dazu bereit erklärt, die Erfahrung hat und die auch die Vorsoge macht. Sobald während der Schwangerschaft irgendwas nicht rund läuft bzw. die Wehen vor der vollendeten 38. (?) SSW einsetzen, wird die Hausgeburt abgeblasen.
Die meisten "Komplikationen" sind nicht von der Art, dass plötzlich Panik auftritt, sondern man hat Zeit in Ruhe ins Krankenhaus zu fahren. Weder hier noch im richtigen Leben habe ich je gelesen oder gehört, dass etwas völlig dramatisch aus dem Ruder gelaufen wäre. von Klinikgeburten habe ich das öfter gehört.... (Gut, gibt ja auch mehr davon.)

Bei meiner Hausgeburt hatte ich zwei Hebammen ganz für mich allein.
Die waren die ganze Zeit da. So einen Personalschlüssel hast du in keiner Klinik. Außerdem haben ihr ganzes Zeugs mitgebracht. Für Not- und Zwischenfälle waren die wohl gerüstet.

Mein Anliegen ist nicht, jede Frau zur hausgeburt zu zwingen. Jede muss sehen, wo sie sich am sichersten fühlt. Ich fühle mich, nachdem ich 15 Jahre im Krankenhaus gearbeitet, dort nicht sicherer als zuhause. Das bedeutet nicht, dass dort grundsätzlich schlechte Arbeit geleistet wird, aber dass auch dort stressbedingt oder weil alle Angst vor irgendwelchen Gerichtsprozessen haben alles sehr unindividuell läuft und viele Probleme hausgemacht sind.

Gruß
Susanne

Beitrag von goldengirl2009 07.05.11 - 19:00 Uhr

Hu Hu,

ich selber habe auch mal so gedacht,nun nach vielem lesen,Gesprächen ect. denke ich anders.
Ich würde bei einer normal verlaufenden Schwangerschaft in keine Klinik mehr gehen.
Du schreibst Du hättest Angst vor Komplikationen,diese werden in diversen Kliniken häufig selber verschuldet indem völlig unnötig in den Geburtsverlauf eingegriffen wird.
Nicht umsonst entbinden auch viele Hebammen zu Hause und eben nicht im Krankenhaus.

Gruß