Zu-Bett-Geh-Problematik

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von lenesiegel 05.05.11 - 20:03 Uhr

Hallo ...
... ich hoffe jemand kann mir einen Gedankenanstoß bringen ;-)

Im Moment läuft das Zu-Bett-Gehen garnicht gut.
Mein Sohn ist 4,5 Jahre und könnte vom Müdigkeitsgrad her sicher schon 17:30h ins Bett gehen. Was er aber verständlicher Weise absolut verweigert. Je später, desto knietschiger wird er natürlich und man bekommt das Gefühl ihm nichts mehr recht machen zu können.
Wir versuchen die Vorbereitungen also Umziehen, Waschen, Zähneputzen in Ruhe zu erledigen. Dann wird noch ein Buch gelesen. Aber kaum kommt das Bett näher muß noch dies oder jenes getan oder gesagt werden (am Liebsten würd er noch spielen oder fernsehen).... gefühlt zieht sich das endlos so hin. Ich bin wahrscheinlich auch schon in so negativer Erwartungshaltung, daß sich daraus eine Spirale zu drehen scheint. Jedenfalls reagiere ich schon auf das erste "aber ..." sehr gereizt.
Entweder jemand gibt mir nen Tipp, wie ich das ändern kann - weil es ja unn wirklcih nicht zweckdienlich ist. Oder jemand hat eine Idee, wie man das Zu-Bett-Gehen an sich anders organisieren könnte. Ich bin grad total überfragt - #schmoll

Danke im Vorraus geknickte Grüße, Lene

Beitrag von jenny133 05.05.11 - 20:16 Uhr

Hallo Lene

ich weiss nicht ob dir mein Tipp gefällt.
Nico will auch nicht wahr haben, das er müde ist. Wenn er keinen Mittagsschlaf gemacht hat (kommt nur noch vor wenn wir in der Zeit Autofahren) muss er um sieben im Bett liegen.
Anders als ihr gestalten wir das umziehen nicht in Ruhe. Ich sage ihm eine viertelstunde vorher (also so um 1/2 sieben) das er in 15 Minuten bettfertig gemacht wird und um 3/4 ziehen wir das zügig durch.

Sobald er im Bett liegt wird verdunkelt. Bei uns wirds halt so gemacht, das wir ihm die Hand halten bis er schläft oder zumindest die ersten 15 Minuten. Wenn er noch irgendwas will oder fragt oder erzählt oder singt sag ich ganz bestimmt, das er nun schlafenszeit hat und morgen das alles wieder machen kann. Ich reagiere gar nicht mehr drauf was er sagt indem ich eine Antwort gebe sondern sage nur, das er jetzt nichts mehr machen kann und es sich für morgen merken soll.

Bei uns klappt das ganz gut. Vielleicht lasst ihr ihm im Moment zuviel Freiraum für Verzögerungstaktiken??

LG
Melanie mit Nico (3,5 Jahre)

Beitrag von lenesiegel 05.05.11 - 20:36 Uhr

Vielleicht ja, das Problem ist - er wird bitterböse, wenn ich ihn ignoriere. Oder versuche seine Verzögerungstaktiken zu unterbinden.

Er braucht es aber mit Sicherheit noch seinen Tag zu rekapitulieren, leider findet er halt derzeit kein Ende. Ich habe das mal mit nem Kurzzeitwecker gut in den Griff bekommen - das werd ich wohl wieder einführen #gruebel

Ich bin grad dabei einen Weg für uns zu finden. Wenn er schreit, sage ich derzeit immer, daß meine Ohren leider verklebt sind, wenn er schreit und sie erst wieder hören können, wenn er eine verträgliche Lautstärke anwenden kann. Ich hoffe es wird bald besser. #augen
Ich hab ja nichtmal was dagegen, wenn er im Bett noch mit seinen Kuscheltieren erzählt oder singt - ich find es sogar süß. Hauptsache ich kann dabei außerhalb seines Zimmer verbringen ;-)

Danke in jedem Fall für Deine Antwort und Du hast mich wieder auf den Kurzzeitwecker gebracht, der schonmal gute Resultate erzielte.

Viele Grüße :-)

Beitrag von dodo0405 05.05.11 - 20:34 Uhr

Ich würde ihn liebevoll zu Bett bringen, aber konsequent. Bei uns ist es mittlerweile so, dass meine Tochter die Uhr kennt und weiß, wenn auf ihrem Wecker der kleine Zeiger bei Schneewittchens Nase angelangt ist, dann geht es zu Bett.
Immer um die gleiche Zeit, immer ganz konsequenz. Eine feste Uhrzeit macht es zumindest MIR bei der Argumentation leichter. Zumal ich festgestellt habe, dass nur eine halbe Stunde länger wach zu bleiben das Einschlafen wesentlich verkompliziert - wohl weil wir den richtigen Moment verpasst haben.

Anfangs habe ich ihr einen Küchenwecker gestellt und gesagt, wenn der läutet, dann ab ins Bad, Zähneputzen, Waschen, Umziehen. Dann ins Bett, Geschichte, Licht aus in einem Zeitrahmen von maximal 10-15 Minuten.

lg

Beitrag von lenesiegel 05.05.11 - 20:41 Uhr


Ich denke auch, daß eine feste Uhrzeit hilfreich ist.
Vielleicht sollte ich das wirklich mal in Angriff nehmen - leider kommt der Papa sehr unregelmäßig und ich fänd es schade, würden die Jungs ihn nur am WE sehen #schmoll

Kurzzeitwecker hat bei uns auch schon super funktioniert - das werd ich wieder einführen :-)

Danke für Deine Antwort :-)

Beitrag von dodo0405 05.05.11 - 20:45 Uhr

Ja es hilft nicht, wir hatten jetzt in den Osterferien auch manchmal so schöne Tage wo ich dachte, Mensch, ist noch so schön warm, lass sie doch noch...

Das war halt dann ein Drama und die Müdigkeit hing ihr 3 Tage später noch nach. Und ich mag es nicht, nachmittags ab 15 Uhr ein knatschiges Kind zu haben :-)

Beitrag von almura 06.05.11 - 11:06 Uhr

Hallo!

Wir haben auch so eine Nachteule...

Bei uns hat das Buch 'Ich will noch nicht ins Bett' von Astrid Lindgren gute Denkanstöße bei unserer Tochter gegeben.

Unsere Maus darf jeden Abend noch ruhig im Zimmer spielen bis es 20 Uhr ist - dann wird das Licht ausgemacht.
Damit kann ich locken beim Zähneputzen etc. Sie braucht das zum 'Runterkommen' und ich habe weniger Aufregung.

Als es phasenweise sehr rummelig war abends, haben wir einen Kalender gekauft, in den sie für jeden 'guiten' Abend eine Sonne reinmalen darf und ich für jeden Abend mit Affentheater eine Gewitterwolke mit Blitz.
Hat sie eine Reihe (Woche) voll, bekommt sie eine kleine Belohnung.
Mit fast vier hat sie das Prinzip verstanden, wir haben einen harmonischen Abend und müssen uns nicht mehr ankeifen vor dem Schlafen.

Liebe Grüße
Almura

Beitrag von lenesiegel 06.05.11 - 11:31 Uhr

Klingt auch nach einer Möglichkeit.
was spielt Eure Kleine denn ? Richard spielt halt zum größten Teil Rollenspiele und da muß dann immer jemand mitmachen - hab ich aber nach nem langen Tag wirklich keine Lust mehr dazu.
Brettspiele haben wir schon probiert, aber immer wenn es ans Ende geht - gibts Theater. Aber das ist vielleicht auch "hausgemacht" - vielleicht ist es für ihn zu unübersichtlich, wenn ich sage noch eine Runde. Ich nehme am Besten tatsächlich den Kurzzeitwecker wieder zur Hand. Wenn er klingelt, dann die Runde noch zu Ende.... :-)
Ich hoffe sehr er läßt sich darauf ein. #schwitz

Mal sehen, wie es heute läuft - zumindest ist er shconmal mit blendender Laune aufgestanden, das läßt auf einen harmonischen Tag und Abend hoffen ;-) #sonne

Danke für Deinen Beitrag

Beitrag von almura 06.05.11 - 11:40 Uhr

Hi,

sie 'darf' nur noch ruhig und alleine spielen.
Auf jeden Fall sucht sie noch die Kleider für die puppe raus für den nächsten tag.
Dann spielt sie meist noch nit Kuscheltieren oder 'liest' noch ein Buch oder spielt mit Autos auf der Puzzlematten-Straße oder kramt noch herum.
Dabei kann man prima 'runterkommen'.

Gesellschaftsspiele wären mir abends kurz vor dem Schlafen zu aufreibend.
Vielleicht fragst Du Deinen kleinen, mit was er abends noch in Ruhe spielen würde und kaufst es. Bringt allen nur Vorteile!

Lieben gruß

Almura

PS. Das Buch ist wirklich niedlich!