Schuluntersuchung "Kann" Kind - event. Hochbegabung??? *lang*

Archiv des urbia-Forums Kids & Schule.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Kids & Schule

Kleine Kinder, kleine Sorgen - große Kinder, große Sorgen? Schulschwierigkeiten oder anstrengender Streit ums Aufräumen: Lest und diskutiert mit. Und da die Vorbereitung der Einschulung ansteht: Hier begleitet urbia-TV Vater und Tochter beim Schulranzenkauf.

Beitrag von mami05-08 05.05.11 - 20:21 Uhr

Hallo,

ich habe ein anliegen vielleicht können mir 1-2 Muttis etwas weiter helfen.#schwitz

Ich war heute mit meiner Tochter zur Schulreife Untersuchung.
Meine Tochter ist ein "Kann" Kind und wird erst im Dez. 6.
Viele machten uns verrückt (Kinderarzt, Familie und Co) das wir sie dieses Jahr unbedingt Einschulen sollten. Wir waren uns bis heute eigentlich nicht wirklich sicher ob wir ihr das Jahr nehmen sollten.
Ich hatte sie dennoch im Jan. bei der Schule angemeldet, um entscheiden kann man sich ja immer noch.
Heute waren wir dann bei der Untersuchung, die dauerte etwas über 1 Stunde.
Eigentlich hatte ich gehofft das mir die Entscheidung etwas leichte gemacht wird, indem die Ärztin sagt ich sollte doch noch ein Jahr warten.
Leider ist genau das gegen teil und schlimmer, eingetreten. #schock

Laut Ärztin ist sie voll Schulreif, es gäbe keine Gründe dies nicht zu belegen. Als sie das alter meiner Tochter sah, gab es natürlich vor urteile das sie auf keinen Fall so früh ein Kind empfehlen wird.
Naja dann lief so der Test und am Ende guckte sie mich an und meint es gibt nix was sie negativ beanstanden kann, hinzu kommt noch das meine Tochter den Test besser gemacht hat als die meisten "Pflicht" Kinder.
Gut soweit hab ich das wohl verdaut, danach aber die Frage ob wir schon mal einen IQ Test haben machen lassen, was wir nicht haben.
Viele Sachen würde dafür Sprechen und sie würde uns dringend dazu raten. Ich bekam dann ein Haufen unterlagen von einer Beratungsstelle für Hochbegabtendiagnostik #schock und sollte dort nun einen Termin machen, dies auch noch möglichst vor der Einschulung.
Sie erzählte mir noch das es in den 6 Jahren in denen sie die Tests durchführt bisher nur ein einziges Kind in meiner Tochter ihrem alter als Schulreif einstufte und sie als Ärztin sagt vom Bauchgefühl her, meine Tochter ist dieses Jahr ein Schulkind.

Heute Nachmittag hatte ich dann per Kurier auch schon ein Brief von der Schule im Briefkasten, mit einer Einladung zum schnupper Tag in der ersten Klasse nächste Woche für 2 Stunden.

Tja, nun Sitz ich hier und weiß weder vor noch zurück :-)
Irgendwie bin ich mit der momentanen Situation etwas überfordert.#gruebel
Vielleicht gibt es Muttis denen es ähnlich ging und mir berichten können??!


#danke
LG #winke

Beitrag von manavgat 05.05.11 - 20:31 Uhr

Eine Hochbegabung ist ein Wert wie die Körpergröße, die Schuhgröße etc.

So wie Du passende Schuhe kaufen würdest, so passt Du die Schulsituation dem Kind an. (Meistens ist es ja leider umgekehrt....)

Ich rate Dir allerdings dringend davon ab, Außenstehenden irgendwas von Hochbegabung zu erzählen - das schürt Neid. Leider gibt es auch Lehrer, die damit oft nicht umgehen können. Mach den Termin, wie empfohlen und schick das Kind in die Schule.

Gute Infos bekommst Du hier: www.dghk.de

Gruß

Manavgat

Beitrag von 3erclan 05.05.11 - 20:32 Uhr

Hallo

eine evtl. Hochbegabung heißt aber nicht dass sie in der Schule gut klar kommt.Auch wäre ich vorsichtig dass gleich in der Schule bekannt zu machen,musste es bei einer Freundin miterleben wie sie dann nieder gemacht wurde wenn sie nicht die Leistung erbracht hat.

Ich lasse meinen HB Sohn sogar zürckstellen weil nicht nur der Kopf in der schule zählt.Meine große geht in die 3.Klasse und ich sehe was sie später fordern und wenn ein Kind immer jünger ist wie andere kann es vermehrt zu Probleme führen.

Wie ist ihr Sozialverhalten?
Wie ist ihre Ausdauer ??
usw.

lg

Beitrag von mami05-08 05.05.11 - 20:35 Uhr

Das Sozialverhalten ist sehr gut, sie hat nie Probleme sich irgendwo anzuschließen ist sehr offen und aufgeweckt.

Die Ausdauer, klappt auch gut. Nur ist sie noch für ihre natürlich 5 recht verspielt was ja auch normal ist.


LG

Beitrag von 3erclan 05.05.11 - 20:38 Uhr

Hallo

was sagt sie selber dazu??
Genau das verspielte ist für das Alter noch normal aber dann ist Schluss mit vormittags spielen.Klar kann man sein Kind wieder rausnehmen aber wie frustrierend muss das sein für ein Kind.

lg

Beitrag von mami05-08 05.05.11 - 20:45 Uhr

Natürlich möchte sie selber gerne in die Schule gehen, zumal ihre Beste Freundin auch dieses Jahr zur Schule kommt.

Die Ärtzin meint natürlich auch wenn sich die Hochbegabung bestätigen würde dann brauch sie etwas für den Kopf, ich muss sie dann fördern. Sie geht nun auch seid einem Jahr einmal die Woche zum Englisch Unterricht und Spricht schon sehr gut Englisch. Sollte ich sie noch ein Jahr lassen so riet sie mir, das ich den Unterricht auf 3 mal die Woche ausweite, oder sie anders fördre (sie nannte unter anderem auch Schach #schock)

Genau das ganze Paket ist es ja, ich weiß nicht was richtig und was falsch ist. Natürlich denke ich auch dran was wird später sein, sie wird immer die jüngste sein, das ist mir auch bewusst. Nur was hat sie selber noch groß davon wenn sie noch weiter ein Jahr in den Kiga geht? Es wäre ab August dann das 4. Kindergartenjahr.

Beitrag von 3erclan 05.05.11 - 20:49 Uhr

Hallo

meiner geht auch dann das 4.Jahre.

ER spielt mittlerweile SChach,Mastermin,Avalanche,Fits,Majjong,liest die Uhr,schreibt und rechnet usw..

Er geht noch Basketball,Kinder und Jugendfarm,SChwimmverein jeweils einmal die Woche.

Was wir uns jetzt mal anschauen ist die Montessoriwerkstatt.

lg

Beitrag von binnurich 05.05.11 - 22:05 Uhr

ich schließe mich 3erclan an, man kann auch außerhalb des Kigas gut fördern
- Instrument - meine hat Noten lesen gelernt
- Englisch weiter klar - dazu vielleicht noch andere Möglichkeiten die Sprache zu lernen
- entsprechende Spiele (Schach - spielt meine seit sie 4 ist und gewinnt gegen ihren Vater)
- lernen von Liedern oder Gedichten
........

Ich denke auch, so ein wenig älter sein und nicht nur geistig sondern auch körperlich und im Verhalten fit zu sein ist sicher kein Fehler

was macht man mit einem Kind, was mit 5 in die Schule kommt dann vielleicht noch gelegentlich mal eine Klasse überspringt - 12 Jahre später Abi - dann ist sie 17....es ist ja nicht nur, dass das Kind jetzt in die SChule geht

schwere Entscheidung, kann ich mir vorstellen

Beitrag von beckybecky 05.05.11 - 20:50 Uhr

Hallo mamio5-08,

ich muss richtig schmunzeln. Fast so ähnlich war das bei uns auch. Unser Großer ist in der Vorschule aufgefallen und uns haben sie auch gebeten noch vor der Einschulung einen Test machen zu lassen.

Nach dem Test haben sie uns dann geraten es aber nicht "an die große Glocke zu hängen". Und den Lehrer am Besten selbst drauf kommen lassen.

Wir haben es aber leichter als ihr, da unser Großer regulär eingeschult wird. Er wird im Sommer 6.

In unserem Bundesland würde Deine Tochter übrigens ganz regulär eingeschult werden, weil sie 2005 geboren wurde.

Aus meiner Sicht ist das also nicht so dramatisch mit der "früheren" Einschulung.

Geht sie denn ungerne in den Kindergarten?

Ich meine irgendwie musst Du ja auf die Idee gekommen sein, sie jetzt schon für die Schule anzumelden. Was waren denn die Argumente vom Kindergarten, Freunden etc. die für die "frühe" Einschulung sprachen?

Ist sie bei Euch ein Kann-Kind?

Ganz liebe Grüße
beckybecky

Beitrag von mami05-08 05.05.11 - 21:00 Uhr

Danke für deine Antwort.

Ja sie ist in Schleswig-Holstein ein Kann Kind, der Stichtag liget am 31.06 des Jahres.

Dem Kindergarten und unser Kinderarzt kamen mit der Begründung das sie für ihr alter einfach zu viel weiß. Sie will auch alles wissen, hinterfragt alles und saugt alles wie ein Schwamm auf. Sie bringt im Kiga manchmal antworten wo selbst den Erzieherin der Mund offen bleibt (so sagten sie es). Hinzu kommt eben noch das sie schon sehr gut mit Zahlen und Buchstaben jonglieren kann. Kleine rechnen Aufgaben sind kein Problem und Knobeln und Rätseln ist ihre Welt. In Memory Spielen zockt sie meist sogar die Eltern ab #rofl
Für mich war das alles ganz normal.
Sie hat mittlerweile schon den Zahnwechsel (zwei sind schon raus),
Sie hat mit 1,5 schon gequatscht wie eine große, war mit 2 Trocken.
Danach wurde ich heute auch gefragt und das sind eben wohl auch Anhaltspunkte auf eine Hochbegaung.

Also das sind alles Sachen die mir beim Einzelgespräch im Kiga gesagt wurde.
Bei der U9 glänzte sie natürlich noch mit unaufgeforderten Englischen Liedern, Zahlen Farben und co..

Wie schon eben geschrieben sie ist eben auch sehr offen und aufgeschlossen, kennt kaum scheu und geht auf jeden zu.


LG

Beitrag von kokrobite 05.05.11 - 21:31 Uhr

Witzig, dass macht mein Sohn nun mit drei...also englisch sprechen und die Leute mit seinem Wissen beeindrucken. Alphabet sitzt schon lange, er fängt gerade an zu lesen und zählen kann er dreisprachig. Er hat ebenfalls mit 1.5 wie ein großer gesprochen, war mit zwei Tag und Nacht trocken und kann seit er 2.5 ist schwimmen.

Mal sehen was mich da noch erwartet :) Da er aber im April Geburtstag hat, wird er auf jedenfall normal eingeschult.

Beitrag von bluehorse 05.05.11 - 21:37 Uhr

Hallo,

mein Sohn geht seit September zur Schule und wurde erst im Januar 6. Über Hochbegabung haben wir aber bei der vorzeitigen Einschulung nicht nachgedacht. Er war einfach aus unserer Sicht bereit für die Schule. Dort hatte man Bedenken wegen seines Alters, sie haben ihn aber dann doch eingeschult. Schulisch ist er sehr gut (hatten wir auch erwartet, sonst hätten wir es nicht gemacht, er war immer schon sehr lernbegierig). Aber auch in anderen Bereichen (Sozial-, Arbeitsverhalten) gibt es keine Probleme. Seine Lehrerin war auch skeptisch, ist aber nun von ihm begeistert, wie gut er alles macht. Mein Sohn ist glücklich, dass er in die Schule gehen darf. Er braucht die Herausforderung. Zum Spielen hat er immer noch genügend Zeit, er ist ja zwischen 11.30 und 12.30 Uhr wieder daheim. Und Ferien hat er nun auch. Im Kindergarten hat er sich das letzte Jahr schon gelangweilt und ging nicht mehr gerne hin.
Wenn nichts gegen die Einschulung spricht und deine Tochter auch zur Schule möchte (2 Stunden schnuppern finde ich da wenig, mein Sohn durfte letztes Jahr eine Woche in die Schule) dann macht das.

LG bluehorse

Beitrag von lena10 05.05.11 - 23:00 Uhr

Hallo,

mein Sohn ist letztes Jahr zur Schule gekommen und wurde dieses Jahr (Ende Februar) erst 6 Jahre alt.

Inzwischen wurde er auch getestet - es liegt eine Hochbegabung vor.

In der Schule kommt er in jeder Hinsicht prima klar.

Wenn du Fragen hast, kannst du dich gerne per pn melden.

Gruß, Lena

Beitrag von zanadu01 06.05.11 - 07:45 Uhr

Hallo, wenn deine Tochter schulreif ist, warum nicht?
Hochbegabung hat aber nichts mit schulreife zutun. Wir hatten in unserem Kindergarten eine Gruppe für Hochbegabe Kinder , die sind meißt ganz normal eingeschult worden.
Meine Neffen wollte der Kindergarten und die Schule sogar schon ein halbesjahr vorher einschulen. Das hat mein Brusder aber abgelehnt, weil der Kleine sehr ängstlich ist.
Er geht jetzt in die zweiten Klasse und es geht im gut.

Beitrag von golm1512 06.05.11 - 08:30 Uhr

Hallo!

Hier in Berlin wäre deine Tochter schulpflichtig, weil hier in dem Jahr eingeschult wird, in dem die Kinder sechs Jahre alt werden. Mein Dezemberkind bleibt noch ein jahr länger im Kindergarten, aber dafür gibt es einen Grund.

Wenn dir jetzt so viele Leute, die mit deiner tochter zutun haben, sagen, dass sie schulreif wäre, dann würde ich sie einschulen. vor allem, wenn sie das selber will.

Das mit der Hochbegabung sehe ich kritischer. Was bedeutet das denn? Was hat man davon, wenn man es weiß? Ich würde erst einmal abwarten. Wenn sich Schwierigkeiten irgendwelcher Art ergeben, würde ich überlegen, ob es was damit zu tun haben könnte. so lange alles rund läuft ist es doch völlig egal, ob ein Kind hoch- oder tiefbegabt ist. Wenn sie aber gleich mit diesem "Stempel" in die Schule geht, ist der Erwartungsdruck ja auch gleich viel höher. sie wäre gleich in einer Schublade drin u nd du weißt nicht, ob sie diesen Erwartungen gerecht werden kann oder will.
Ich denke, es laufen ganz viele hochbegabte Kinder durch die Gegend, die nicht getestet sind. Die kommen auch klar. Ich glaube, mein Mann war so einer. Der ging durch die Schule wie Butter mit lauter Einsen. Einmal hatte er eine Drei und hat sich darüber sehr aufgeregt. Er, nicht seine Eltern. Dafür war er vielleicht sozial ein bisschen hinterher (Ich habe ihn trotzdem genommen!), aber im Münsterland lief er in seinem Dorf halt irgendwie mit.

Bei meinem älteren Sohn möchte ich eine "Hochbegabung" auch nicht ausschließen, aber da er gern zur Schule geht, keine Schwierigkeiten mit dem Lernen hat und außerdem -trotz Einschränkungen seinerseits- sehr beliebt ist, brauche ich dafür keine Bestätigung. Es ist mir auch egal, weil es für mich keinerlei Bedeutung hätte. Hochbegabung bedeutet nicht erfolgreich sein für den Rest des Lebens. Dazu gehören viele Dinge mehr.

Freu dich, dass deine Tochter so fix und flott ist, schul sie ein und lass dich von dem Rest nicht irre machen. Ich würde mir undihr den Stress, noch weitere Tests mit weiteren unbekannten Personen nicht antun.

Gruß
Susanne

Beitrag von mami05-08 06.05.11 - 08:49 Uhr

Danke euch allen erstmals für eure Antworten.

Vorweg möchte ich aber noch klar Stellen das ich mir eine Hochbegabung keines falls für mein Kind wünschen würde.
Ich wäre selber auch nie auf den Gedanken gekommen, für mich ist sie und so wie es ist alles recht normal.
Ich denke auch nicht das sie es leichter haben wird als HB Kind, eher im gegen teil.
Auch wollte ich hier nicht Prahlen, Angeben oder ähnlich sondern einfach nur einen Rat in einer für mich sehr ungewohnten Position. Ich weiß selber nicht recht wie ich damit umgehen soll und muss auch ehrlich sagen das mich der Gedanke daran schon recht überfordert.

Einige haben hier geschrieben das eine HB nichts mit Schulreife zu tun hat, das mag natürlich gut sein. Es wurde aber nun gestern beides im Zusammenhang festgestellt, deshalb stellte ich im gleichen Atemzug die Frage.

Natürlich weiß ich bisher ja auch nichts genaueres, die Frau die das mutmaßte ist Kinderärztin und sie wird sicher "normale" und "HB" Kinder kennen und versteht von der These bestimmt mehr als ich. Vorerst müsste ich es deshalb ja in Betracht ziehen, werde es deshalb natürlich nicht "an die große Glocke hängen" und auch mein Kind nicht anders behandeln als vorher.

Uns geht es nun in erster Linie, generell die richtige Entscheidung für die Einschulung zu finden ganz gleich ob mit oder ohne HB.

So, vielleicht gibt es ja noch weitere Mamis die mir etwas weiter helfen können und auch Mamis die mir von einer vorzeitigen Einschulung berichten können.

Beitrag von natalia73 06.05.11 - 10:48 Uhr

Ich würde folgendes machen:
sie einschulen lassen (es scheint wirklich so zu sein, dass sie so weit ist) und dann abwarten. Sollte alles glatt laufen, dann braucht ihr sowieso keine HB-Test. Wenn es anders läuft und sie irgenwann "auffällig" wird (wie auch immer: Unterforderung und keine Lust, z.B.), dann würde ich sie testen lassen und gucken, wie ich ihr helfen kann.
Ich bin z.B. fest überzeugt, dass mein Bruder HB ist. Warum? Er konnte mit 3,5 fliessen lesen (hat er sich selber beigebracht), wusste immer überalles Bescheid, hat ein 1er Abi ohne je was dafür getan zu haben, danach kam ein 1er Chemiestudium (hier hat er ein kleines bisschen was gelernt, aber nicht wirklich viel) und war mit 27 Doktor in Chemie (Summa Cum Laude versteht sich). Tja, er wurde nie getestet (warum auch? Er war immer glücklich mit seinem Leben, so wie es war)
LG,
Natalia

Beitrag von juki 06.05.11 - 10:03 Uhr

hallo...

ich würde sie einschulen, aber keinen Test machen lassen!!Für was? Sie ist klug und fertig!!
Kim ist auch mit 5 in die Schule gekommen, aber ich habe vorher keinen IQ-Test machen lassen...es hätte eh nichts an der Situation geändert!! Da sie auf Grund anderer Ursachen bei einem Psychologen ist haben wir mittlerweile einen Test gemacht und die sie ist Hb!! Geändert hat dieses Wissen nichts und in der Schule/im Umfeld weiß dies auch kaum einer!!Aber nicht weil ich mich dessen schämen würde oder so, sondern weil viele Leute oft seltsam reagieren bei solchen Themen und die Kinder oft unsicher werden, weil höhere Erwartungen an sie gesetzt werden!!!

LG

Beitrag von isaolemerle 06.05.11 - 13:26 Uhr

Huhu,
noch ein Aspekt zum Bedenken:
Probleme gibt es oft erst in den höheren Klassen.

Ich fände es z.B. doof, wenn mein Sohn mit neuneinhalb aufs Gymnasium käme, nicht wegen des Stoffs, sondern wegen des ganzen organisatorischen Drumherums - Fachlehrerprinzip, Anfahrt usw.
Abi mit 17 fände ich auch nicht so prickelnd...

Meine Schwägerin (Gymn.lehrerin) hat jetzt einen zwölfjährigen unter lauter vierzehnjährigen Schülern in Englisch, er soll sich mit Themen wie "Erste Liebe" beschäftigen... ist noch nicht ganz so passend, egal wie intelligent der Kerl ist, und gibt ziemliche Probleme.

Aus diesem und anderen Gründen wird mein Sohn erst mit sechseinhalb eingeschult (Schulreifetest hätte er wahrscheinlich schon mit vier bestanden). Es mag Kinder geben, die damit gut klarkommen, aber wenn nicht absolute Langeweile und Unterforderung im Kiga vorliegen, was aber dann auf einen schlechten Kiga hindeutet, finde ich spätere Einschulung sinnvoll.

Anders, wenn man auf eine schlechte Grundschule trifft, bei der alle dann im Gleichschritt wochenlang Schwungübungen machen müssen. Hier dagegen wird in der 1. Klasse sowohl auf Kinder eingegangen, die noch keinen einzigen Buchstaben kennen, als auch auf die, die schon fließend lesen können. Gute Lehrer in nicht zu großen Klassen schaffen das. Sprich doch mal mit Eltern von Grundschülern wie das bei euch so ist.

LG Isa

Beitrag von jono 06.05.11 - 14:12 Uhr

Hallo,

warum sollte sie dann nicht gehen? Meine Tochter wird auch erst im Dezember 6 und wird dieses Jahr eingeschult, auch sie wurde als schulreif angesehen, kann sich bestens konzentrieren und hat ein sehr gutes Sozialverhalten. Sie macht 3 mal die Woche Sport (um sie auszupowern), spielt seit geraumer Zeit Schach und lernt Klavier. neuerdings fängt sie die ersten kurzen Sätze an zu lesen. Es ist also Zeit für die Schule.

In Berlin wäre sie bspw. ein Musskind. Also, was spricht dagegen, probiert es aus.

LG
Jono

Beitrag von trullala2011 06.05.11 - 17:20 Uhr

Hallo,

dann schicke sie doch zur Schule - es spricht doch alles dafür - besonders, wenn ihre Freundin auch hingeht, das war bei uns leider nicht so!

Mit dem Test würde ich noch warten, das reicht auch, wenn sie in der Schule ist - oder soll sie etwa eine Klasse überspringen? Ansonsten wäre es nur noch interessant, wie man sie besonders fördern kann, es gibt auch viele Organisationen wie z.B. Mensa oder andere in deiner Nähe - einfach mal googlen, die sich um solche Kinder kümmern.

Wenn die Lehrkraft kompetent ist, wird sie die HB merken - bei uns war es jedenfalls so, wir wurden von ihr darauf hingewiesen und der Test war positiv.

Aber wir sprechen da NIEMALS mit anderen Eltern (auch nicht im Vertrauen) drüber, deren Kinder nicht "betroffen" sind, denn das würde nur noch mehr Neid etc. hervorrufen, denn dass unser Kind anders und schneller ist als andere, merken die anderen Kids schon selber und wir wurden darauf auch schon von Eltern angesprochen, haben aber nichts von HB oder so erwähnt, da muss man nicht noch drauf hinweisen.

Würde es an deiner Stelle auch so machen - plump gesagt: Klappe halten -auch nicht vom Verdacht sprechen und dein Kind genießen!!!

Bei Fragen kannst du mich gerne anschreiben!

Gruß
Tri Tra Trullala

Beitrag von zickentwins 06.05.11 - 18:46 Uhr

Hallo!

Die Geschichte deiner Tochter hört sich ähnlich an wie bei meiner damals.

Wichtig ist vor allem: Was will deine Tochter?

Damals sagten auch alle schule sie vorzeitig ein, die ist doch so schlau. Sie wollte nicht.

Im letzten Kindergartenjahr brachte sie sich selbst lesen und schreiben bei, war aber nie unglücklich darüber noch im Kindergarten zu sein, weil man sie dort gut förderte und weil sie dort z.B. den Kleinen, die Bilderbücher vorlesen konnte.

Im 1. Schuljahr schlief sie dann vor Langeweile im Unterricht ein paar mal ein (siehe auch Beitrag weiter unten). Die Klassenlehrerin schlug vor, sie auf Probe ins 2. Schuljahr springen zu lassen. Sie war 2 Tage dort, dann stand fest für sie, dass sie lieber im 1. Schuljahr bleiben wollte. Sie bekam Zusatzaufgaben und durfte eigene Bücher lesen und das Probleme hatte sich erstmal erledigt.

Im Sommer ist sie ins 5. Schuljahr gekommen. Nach zwei Monaten meinte sie, mir ist so langweilig, ich möchte ins 6..Sie ist jetzt seit Anfang Dezember im 6., sie musste den fehlenden Stoff zu Hause aufholen (je nach Fach eine Sache von ein paar Tagen bis zu 3 Wochen) und schrieb auf Anhieb nur 1en und 2en.

Ich habe den Eindruck, sie kommt gut klar dort und fühlt sich wohl und es war ihre ureigene Entscheidung.

Ich finde zwar manchmal, dass sie aufgrund des Umgangs mit ausschließlich älteren Kindern, schneller in die Pubertät kommt als es für mich sein müsste. Das ist aber mein Problem.

Ob sie hochbegabt ist oder nicht, weiss ich übrigens bis heute nicht offiziell. Bin zwar schon von mehreren Seiten darauf angesprochen worden, dass ich sie doch mal testen lassen sollte, aber was hätte sie denn de facto davon. Meines Erachtens, nichts.

Wenn deine Tochter so ähnlich wie meine ist, dann wird sie ihren Weg machen, egal ob sie vorzeitig eingeschult wird oder nicht.

Gruss,
zickentwins

Beitrag von sacoma 07.05.11 - 23:29 Uhr

Hallo,

leider muss ich dir sagen, dass eine Hochbeganung nichts aber rein gar nichts zu bedeuten hat. Meine große Tochter ist 7 Jahre und hat eine IQ von 139, das kam beim Hochbegabtentest raus...

Leider kommt sie in der Schule nicht gut klar, sie braucht viel Unterstützung, ist eher ein Einzelgänger, leidet sehr unter dem Schulstress ist sehr sensibel, wird schnell aus der Bahn geworfen und ist sehr kontrollbedürftig.

Es ist schön, dass deine Tochter, die ein "kann" Kind ist, so toll abgeschnitten hat aber ich rate dir ab, lass dein Kind noch ein Jahr Kind sein, das Leben wird noch zeitig genug beginnen. Wenn sie unterfordert ist, versuche mit Lernspielen ihren Wissensdurst zu stillen.
Ich würde nichts überstürzen!

Meine Tochter geht ab nächsten Schuljahr in eine besondere Schule, für hochbegabte Kinder, die aber eine psycho-soziale Anpassungsstörung haben. Wir hoffen, dass sie so den Druck besser aushalten kann und ihre ganze Intelligenz entfalten kann.

Sie ist mathematisch- musikalisch Hochbegabt. Deutsch fällt ihr hingegen schwer. Leider bedeutet eine Hochbegabung nicht, dass es dein Kind leicht haben und später ein Professor werden wird.
Meist haben Hochbegabte andere Probleme, meist auf sozialer Seite.

Ich wünsche Dir und deiner Tochter alles Gute!