Kindergartenbeitrag

Archiv des urbia-Forums Finanzen & Beruf.

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Forum: Finanzen & Beruf

Dieses Forum bietet Platz für alle Fragen und Antworten rund ums liebe Geld und die Absicherung der Familie - egal ob ALGII, Haushaltsgeld, Baufinanzierung oder Altersvorsorge. Auch Themen wie ElterngeldKindergeld sowie der Wiedereinstieg in den Beruf sind hier richtig.

Beitrag von ellalisa 05.05.11 - 20:31 Uhr

Hallo;)

Unsere Kleine kommt ab diesen Sommer in der Kindergarten!
Jetzt geht es darum,dass wir unser Einkommen angeben müssen,damit der Beitragssatz berechnet werden kann!

Jetzt wäre meine Frage,ob ich MEINEN Unterhalt,den mein Vater mir zahlt,da ich noch im Studium bin, als Einkommen angeben muss?

In den Unterlagen des Kindergartens steht dazu nichts geschrieben und im Netz habe ich bis jetzt auch keine aussagekräftige Antworten finden können.

Dankeschön;)

Beitrag von hedda.gabler 05.05.11 - 20:41 Uhr

Hallo.

Bei uns wird das komplette Haushaltseinkommen zur Berechnung des Elternbeitrages herangezogen ... demnach würde auch Dein Unterhalt, da es Dein Einkommen ist, herangezogen werden.

Gruß von der Hedda.

Beitrag von anyca 05.05.11 - 20:45 Uhr

Bei uns zählt nur das Erwerbseinkommen, also z.B. auch kein Elterngeld, kein Stipendium.

Beitrag von sandrinchen85 06.05.11 - 10:38 Uhr

bei uns zählt das Elterngeld schon...ist ja auch eine Lohnersatzleistung.

Beitrag von loonis 06.05.11 - 08:39 Uhr




Hier muss alles an EINKOMMEN angegeben werden ,auch Unterhalt ...

LG Kerstin

Beitrag von zwiebelchen1977 06.05.11 - 09:56 Uhr

Hallo

Hier muss auch alles an Einkommen angegeben werden. Ausser Kindergeld.

BIanca

Beitrag von bettem 06.05.11 - 10:35 Uhr

Wenn dein Vater dir Unterhalt zahlt, nehme ich mal an, dass du alleinerziehend bist?
In NRW muss man meines Wissens als Alleinerziehender GAR keinen Kindergartenbeitrag zahlen.

Als Studentin mit Kind musst du auch keinen Studienbeitrag zahlen, aber der fällt in NRW ja zum Wintersemester sowieso weg.

Beitrag von sandrinchen85 06.05.11 - 10:40 Uhr

das ist doch quatsch!
natürlich muss man als studentin mit kind auch studienbeitrag zahlen!bzw das hängt von der uni ab!
bochum verlangt keine studiengebühren,meine Uni (wuppertal)schon!

und nur weil sie alleinerziehend ist(wenn sie es denn ist)so hat das kind ja trotzdem einen vater der anteilig die gebühren bezahlen muss/müsste.
es kommt halt auf das einkommen an,dass der familie zur verfügung steht.

Beitrag von bettem 06.05.11 - 15:32 Uhr

Geht es auch freundlich?

Befreiung von der Gebührenpflicht / Erlass
(§ 8 Absatz 2 und 3 Studienbeitrags- und Hochschulabgabengesetz)
(...)
1.Studierende mit minderjährigen Kind(er)
Im Gesetz heißt es "höchstens jedoch für drei Semester der Beitragspflicht in Höhe bis zum vollen Studienbeitrag"
http://www.studis-online.de/StudInfo/Gebuehren/nrw_befreiung.php

Beitrag von bettem 06.05.11 - 15:34 Uhr

PS: In NRW zählt bei Getrenntlebenden nur das Einkommen des Betreuungselternteiles.

So.

Beitrag von sandrinchen85 06.05.11 - 21:10 Uhr

Sie hat ja nirgends geschrieben,dass sie ohne den partner lebt ;)

und unfreundlich ist anders :)

Beitrag von bettem 06.05.11 - 22:29 Uhr

Ich habe ja auch nur nachgefragt, ob sie evtl. alleinerziehend ist.

Beitrag von eisflocke 06.05.11 - 20:53 Uhr

Hääähh.. jetzt bin ich aber baff... ich gehe sehr wohl davon aus, dass man als Alleinerziehender Kiga-Beiträge zahlen MUSS, wenn das Einkommen dementsprechend ist. ;-)

Beitrag von bettem 06.05.11 - 22:28 Uhr

jaaa, aber sie ist ja studentin.

Beitrag von sandrinchen85 06.05.11 - 10:37 Uhr

Ich denke schon...wenn du Bafög bekommen würdest,müsstest du das ja auch angeben.Der Unterhalt deines Vaters ist ja im Grunde nur Bafög Ersatz.
Lg

Sandra

Beitrag von watru123 06.05.11 - 23:45 Uhr

Die rechtliche Grundlage dafür findet sich in § 90 SGB VIII:

§ 90
Erhebung von Teilnahmebeiträgen
(1) Für die Inanspruchnahme von Angeboten
(...)
3. der Förderung von Kindern in Tageseinrichtungen nach den §§ 22, 24

können Teilnahmebeiträge oder Gebühren festgesetzt werden. Landesrecht kann eine Staffelung der Teilnahmebeiträge und Gebühren, die für die Inanspruchnahme der Tageseinrichtungen für Kinder zu entrichten sind, nach Einkommensgruppen und Kinderzahl oder der Zahl der Familienangehörigen vorschreiben oder selbst entsprechend gestaffelte Beträge festsetzen.
(...)

(3) Im Fall des Absatzes 1 Nr. 3 soll der Teilnahmebeitrag oder die Gebühr auf Antrag ganz oder teilweise erlassen oder vom Träger der öffentlichen Jugendhilfe übernommen werden, wenn die Belastung den Eltern und dem Kind nicht zuzumuten ist. Lebt das Kind oder der Jugendliche nur mit einem Elternteil zusammen, so tritt dieser an die Stelle der Eltern.

(4) Für die Feststellung der zumutbaren Belastung gelten die §§ 76 bis 79, 84 und 85 des Bundessozialhilfegesetzes entsprechend, soweit nicht Landesrecht eine andere Regelung trifft.

Soweit der Gesetzgeber.
Im Klartext: Das kann jedes Bundesland für sich regeln. Für den Begriff "Einkommen" gibt es dabei auch keine einheitliche Definition. Manche halten sich dabei an die steuerliche Definition ("Gesamtbetrag der Einkünfte" aus der Steuererklärung des vorvergangenen Jahres, tlw. auch Bruttoeinkommen minus Pauschbetrag), andere sehen sehen diesen Begriff losgelöst von der steuerlichen Beurteilung als Summe aller nichtnegativen Einkünfte. Wenn Ihr beide Studenten seid, sollten für Euch unbeachtet dieser Feinheiten die Regelungen der Absätze (3) und (4) zutreffen. In München z.B. liegt die Grenze bei 15.000€, unter der man gar nichts zahlen muß.