Kater hat Diabetes

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Forum: Mein Tier & ich

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Beitrag von freyjain 05.05.11 - 21:27 Uhr

Hallo zusammen!

Ich bräuchte mal eure Meinungen...

Unsere Katzen leben seit einem Jahr bei meinen Eltern, weil wir umgezogen sind und sie leider in der neuen Wohnung nicht halten durften. Da wir aber alle sehr tierlieb sind, haben meine Eltern die Katzen übernommen.

Nun wurde bei dem 13jährigen Kater Diabetes festgestellt. Die Tierärztin rät nun zu einer Insulinbehandlung. Der Kater müsste morgens und abends je eine Spritze bekommen und der Blutzucker müsste täglich gemessen werden.

Mein Vater kann die Spritzen nicht geben, weil er Blutverdünner nimmt und somit Bluter ist und meine Mutter rennt schon, wenn sie nur eine Spritze sieht. Ich würde das gerne übernehmen, aber das wird nicht zu bewerkstelligen sein. Kann nicht zwei Mal täglich zu meinen Eltern gehen und das Tier versorgen... :-(

Nun hat die Tierärztin vorgeschlagen, dass sie den Kater im Tierheim aufnehmen könnten.

Allerdings fragen wir uns da auch, ob das so schön für den Kater wäre. Würde ein diabeteskranker, alter Kater -der obendrein Fremden gegenüber extrem scheu ist- noch ein neues Zuhause finden? Würde er nicht bei den vielen anderen Katzen zugrunde gehen? Er kennt doch keine anderen Katzen, außer seiner Katzendame...

Was würde denn die Folge sein, wenn man den Diabetes unbehandelt läßt? Bisher zeigt er keinerlei Symptome, außer dass er stumpfes Fell hat und ein wenig abgenommen hat. Könnte man die Krankheit nicht auch mit Tabletten oder einer Diät behandeln?

Sind da wirklich in einer Zwickmühle... :-(

Beitrag von freyjain 05.05.11 - 21:29 Uhr

Sorry, wollte eigentlich noch einen Gruß untersetzen.

Bin grade bissel durch den Wind...

Lieben Gruß, freyjain

Beitrag von kbstoertchen 05.05.11 - 23:37 Uhr

hallo,

also ins tierheim würde ich den kater nicht schaffen, auch wenn die sich dort liebevolö drum kümmern, aber versetz dich mal in die lage des tieres :-(

ich würde es vielleicht erstmal versuchen ob du es und wie du es hinbekommst und vielleicht kannst du ja deine mutter dazu holen und ihr es zeigen und vielleicht gewöhnt sie sich dran und macht es doch irgendwann mal von selbst und wenn sie genauso so tierlieb ist, vielleicht kann sie sich überwinden!...

oder vielleicht haben deine eltern nachbarn/bekannt die sich damit auskenn und es machen würden und die zeit haben!

versucht es erstmal, bevor ihr den kater weg geben tut
so hat es meine tante mit ihre katze gemacht!!

lg

Beitrag von ungeheuerlich 06.05.11 - 08:46 Uhr

Hallo,

was passiert sollte Dein Vater o. Deine Mutter an Diabetes erkranken? Kommt dann einer von beiden ins Pflegeheim?
Sorry, das Tier ist krank, ja.
Beim Menschen gibt es 2 Arten von Diabetes, Typ 1 und 2. Typ 2 kann man mit Tabletten und Diät behandeln, Typ 1 nur mit Insulintherapie. Inwieweit das bei Katzen gilt weiß ich nicht, dafür gibt es ja Google.
So, un jetzt kommt meine gaaanz ehrliche Meinung und ihr könnt mich auch gerne dafür erschlagen.
Das Tier hatte 13 vermutlich wunderschöne Jahre, mehr als manch andere Katzen.
Sollte das Tier tatsächlich 2 mal am Tag gespritzt werden müssen und nochmal gestochen um Blutzucker zu messen, hat es in meinen Augen einfach kein Tierwertes Leben mehr. Das ist eine Quälerei für Tier und Mensch. Ich denke, ich würde ihn erlösen.
Was soll er in einem TH, still vor sich hin leben/leiden? Vermittlungschance gleich null.
Entweder ihr und vor allem das Tier kommt damit klar, oder ich würde ihn gehen lassen.

LG

Kerstin

Beitrag von eva_1984 06.05.11 - 10:23 Uhr

Hallo,

mein Kater hat nun schon seit 2 Jahren Diabetes. Und auch er muss 2 mal am Tag seine Insulin-Dosis gespritzt kriegen. Anfangs dachte ich auch, ich und Spritzen, niemals. Aber nach einer kurzen Eingewöhnungszeit ist es normal und völlig harmlos geworden.
Diabetes ist kein Grund eine Katze ins Tierheim zu geben. Denn mit dem Diabetes wird er noch schlechtere Chancen haben, jemals vermittelt zu werden. Und ihn zu "erlösen", weil er kein tierwertes Leben mehr hat, ist auch Quatsch.
Mein Kater hat sich gut damit angefreundet. Er wartet geduldig darauf sich messen zu lassen, bekommt danach Futter und dann kriegt er seine Spritze. Fertig ist er. Und alles ohne Fauchen, Kratzen, Beißen.

Übrigens habe ich mich in den 2 Jahren tatsächlich einmal selbst in den Finger gestochen mit der Spritze. Man muss halt nur ein wenig vorsichtig sein.

Wenn du noch Fragen hast, kannst du mir gerne schreiben.

Lg Eva

Beitrag von rala70 06.05.11 - 16:20 Uhr

Das Tierheim ist keine gute Lösung. Der Kater wäre schon ohne Diabetes aufgrund seines Alters kaum noch zu vermitteln und eine alte Diabeteskatze wird sich wohl kaum jemand ans Bein binden. Und mal ganz ehrlich, eine Diabetes ist kein Grund ein Tier ins TH abzuschieben. Du würdest Deine Eltern doch wohl auch nicht ins Altenheim bringen, wenn sie an Diabetes erkranken.

Das Spritzen ist wirklich kein Problem (ich habe auch eine Diabetes Katze und spritze 2x täglich und mache auch Hometesting). Man muß sich nur einmal überwinden und dann klappt es auch. Für Katzen ist spritzen sogar weniger stressig als der Kampf ihnen eine Tablette reinzuschieben. Ich halte meine Katze nicht einmal fest, wenn ich sie spritze oder das Blut abnehme.

Einen Teil der Folge einer unbehandelten Diabetes habt Ihr schon. Der Kater hat abgenommen. Ohne Insulin kann die Katze das Futter nicht mehr verarbeiten. Sie frißt und frißt und verhungert dabei....grausam.... Zudem geht die Diabtes auf die Nieren, die Leber und die Katze erblindet. Es kann auch zu motorischen Ausfällen kommen. Also, keine gute Idee das Tier unbehandelt zu lassen.

Mit Insulin haben die Tiere übrigens ein ganz normale Lebensqualität. Mein Zuckermaus ist putzmunter und kein Mensch käme auf die Idee, dass sie krank sein könnte.

LG
Rala

Beitrag von katze-diabetes 07.05.11 - 08:03 Uhr

Hallo!

Ich hatte auch einen Kater mit Diabetes, gestorben ist er an Krebs. Mit Diabetes kann eine Katze sehr gut leben, trotz Insulinspritzen und Kontrolle des Blutzuckerwertes. Deswegen ein Tier zu erlösen, ist Unsinn.

Ich kann dir sehr das Forum www.katzendiabetes.de empfehlen. Dort findest du sehr gute Informationen und Forumsmitglieder und Moderatorinnen, die sehr gut beraten. Ich würde mich freuen, von dir dort zu lesen.

Liebe Grüße
Angelika#winke

Beitrag von freyjain 07.05.11 - 20:38 Uhr

Hallo ihr Lieben!

Vielen Dank für eure Antworten.

Meine Eltern mussten sich jetzt leider doch dafür entscheiden den Kater ins Tierheim zu geben. Es fiel ihnen absolut nicht leicht, aber das mit den Spritzen hätten sie nicht hinbekommen.

Mein Vater muss wegen einer künstlichen Herzklappe Blutverdünner nehmen und ist deshalb Bluter. Für ihn ist es ein zu hohes Risiko, da unser Pepe sich leider nicht gerne anfassen läßt und dann schon mal kratzen kann. Und meine Mutter läuft schon weg, wenn mein Vater sein Blut testen muss. Sie hat mich sogar als kleines Kind beim Blut abnehmen allein gelassen, weil sie so eine Panik vor Spritzen hat.

Naja, uns allen ist diese Entscheidung nicht leicht gefallen. Jetzt wird er erst Mal von den Tierärzten richtig eingestellt und kann dann bald in die Vermittlung gehen. Ich hoffe, dass er für seine letzten Lebensjahre noch ein schönes Zuhause finden wird. Glücklicherweise ist er ein reiner Wohnungskater und die werden doch schon eher vermittelt. Und wegen seiner Krankheit würden die neuen Halter einen Pflegevertrag bekommen. Dann scheuen sich dich potenziellen neuen Halter vielleicht auch weniger einen kranken Kater zu nehmen...

Liebe Grüße, freyjain

Beitrag von katze-diabetes 08.05.11 - 08:29 Uhr

Hallo!

Und wieder ein Diabetiker mehr im Tierheim. Wenn du möchtest, gib mir Bescheid in welchem Tierheim der Kater ist. In dem von mir erwähnten Forum gibt es ein Tread "Zuhause gesucht" http://429958.forumromanum.com/member/forum/forum.php?action=ubb_tindex&USER=user_429958&threadid=1187770571, in dem Diabetikerkatzen, die in einem Tierheim sitzen, bekannt gegeben werden. Einige finden dann doch ein Zuhause. Allerdings muss ich mit der Bekanntgabe dann warten, bis er vom Tierheim zur Vermittlung frei gegeben wird.

LG, Angelika