Sorgerecht, geteilt-nicht geteilt?

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Beitrag von seinelady 06.05.11 - 10:07 Uhr

Guten Morgen ihr Lieben,

erstmal ein#tasse

Also ich habe da mal eine Frage, mein Partner und ich machen die Vaterschaftsanerkennung schon in der Schwangerschaft, auch klären wir dann gleich die Sorgerechtsfrage.
Wir wollen geteiltes Sorgerecht, stand für uns von Anfang an fest.
Aber egal wem ich das erzähle, da bekomm ich immer antworten wie "Nee sowas würd ich nie machen" und "Also ich habe das alleinige Sorgerecht, mach du das mal lieber auch"
Aber was ist denn so schlimm dran?
Wie macht ihr das?

Lieben Gruß Tiny mit Merle Elea im Bauch

Beitrag von chaoskitty 06.05.11 - 10:10 Uhr

Hey,

da hat jeder eine andere Ansichtssache.
Wir haben auch die Anerkennung während der SS gemacht und haben das gemeinsame Sorgerecht und dazu trägt mein Sohn auch noch den Nachnamen seines Vaters. Wir leben gut damit. Ich selber könnte es mit mir gar nicht vereinbaren, alles "allein" zu haben. Der Papa gehört dazu finde ich.
LG

Beitrag von wunschkiind 06.05.11 - 10:12 Uhr

Es gibt doch jetzt nen neues gesetzt , dass Sorgerecht muss geteilt werden.

Es jibt ausnahmen zbsp. der Vater ist Drogenabhängig,gewalttätig,sitzt im Knast oder anderer gleiche dinge dann bekommt man das Alleinige.

Das gesetzt dazu steht auch im Net.

Alles Liebe ..

Beitrag von kiri23 06.05.11 - 10:13 Uhr

schau an! das ist mir auch neu..danke für die info:-)

Beitrag von juliz85 06.05.11 - 10:53 Uhr

ne, das bvg will dadurch die rechte der väter stärken, auch wenn man nicht verheiratet ist oder war, aber ich geh davon aus, dass es in der umsetzung noch zu einigen problemen kommen wird. wer soll denn die ganzen klagen bearbeiten? so schnell wird das nicht gehen!

Beitrag von juliz85 06.05.11 - 10:22 Uhr

naja, das gesetz wurde so eingeführt, die umsetzung ist aber eher fraglich und derzeit wird es meiner meinung nach noch nicht richtig praktiziert.

Beitrag von meandco 06.05.11 - 10:50 Uhr

dachte das gilt nur bei scheidungen? #gruebel

lg
me

Beitrag von kiri23 06.05.11 - 10:12 Uhr

hmm..gute frage!
wir machen die vaterschaftsanerkennung auch schon bald,damit der kleine den nachnamen meines freundes bekommen kann...

das mit dem sorgerecht muss man dann auch schon angeben nech?

ich glaube du machst am besten dass was ihr beide für richtig haltet...lass dir da nicht reinreden...
es kann immer passieren dass man sich trennt usw...muss ja aber nicht sein:-)

lg

Beitrag von chaoskitty 06.05.11 - 20:47 Uhr

Hey,

wir haben in der SS auch nur die Anerkennung gemacht. Mir wurde gesagt, damit kann er dann auch den Nachnamen des Papas haben. Das ist aber verkehrt. Der Papa muss nämlich auch das Sorgerecht haben, damit das mit dem Namen geht. Das hatte uns keiner gesagt und wir sind nach der Geburt noch ewig hin und her gelaufen mit Geburtsurkunde umschreiben etc. Also auch schon vorher machen :)

LG

Beitrag von tf-87 06.05.11 - 10:13 Uhr

Hallo Tiny,

also ich kann dir nur sagen, bei meiner ersten Tochter waren wir noch auch nicht verheiratet und ich habe auch gesagt wir machen das geteilte Sorgerecht und es hat keiner was dagegen gesagt bei uns. Sind also zum Amt mussten beide was unterschreiben und die Tante da meinte auch zu mir sind Sie sicher das sie das möchten, darauf habe ich nur gesagt ja ich möchte das sonst würde ich hier nicht sitzen und das unterschreiben. Ich bereue es kein stück und nun sind wir morgen auch schon 1 Jahr Verheiratet und unsere Tochter ist 2 Jahre 4 Monate alt!

Ich finde du musst es entscheiden und wenn du es möchtest und dein Partner auch, dann geht diesen Schritt, es gibt schließlcih für nichts eine Garantie im Leben!

LG Tanja

Beitrag von verdania 06.05.11 - 10:13 Uhr

Hey,
wir haben auch geteiltes Sorgerecht. Stand für uns auch von Anfang an fest.
Der Nachteil daran ist, wenn ihr euch mal trennt und das Kind bleibt bei dir, dann brauchst du für alles eine Unterschirft von ihm. Zum Beispiel: Einschulung, Klassenfahrten...usw.
Ihr müsste dies selbst entscheiden und lasst euch nicht von anderen reinreden. Du kannst dich aber auch beim Jugendamt erkundigen, was das dann genau bedeutet.
Lg Verdania 36.ssw

Beitrag von welle82 06.05.11 - 10:14 Uhr

hi

lol das hat "mein Beamter" auch gesagt. Er wies immer drauf hin wenn dann der Mann weg sind dann steht mann allein da u.s.w.
WIr haben uns nun so geeinigt das wir es gleich nach der Geburt machen. Er könne es schon jetzt mitmachen jedoch steht vom Kind kein Namen drin nur das zu erwartende Kind von Fr....... und das wollten wir auch nicht.
lg andrea

Beitrag von bomimi 06.05.11 - 11:49 Uhr

? #kratz häää?

wenn der mann dann weg ist stehst du so und so allein da, ob ihr das sorgerecht geteilt habt oder nicht!
und das mit dem namen verstehe ich nicht, wo soll der dann noch gleich drin stehn? und ist das nicht piepe? oder willst du den wisch einrahmen?
der nette beamte wollte wohl an euch verdienen, denn nach der geburt ist der spass nicht mehr kostenlos#aha
dem würde ich nochmal nen besuch abstatten!

lg bomimi

Beitrag von bianca-1981 06.05.11 - 10:15 Uhr

bei un ist es egal da wir eh vor der Geburt noch Heiraten , aber bei meiner ersten Tochter haben wir auch direkt nach der Geburt das gemeinsame Sorgerecht bei dem Jugendamt beantragt , ich bin der Meinung das der Vater die gleichen rechte hat wie ich als Mutter auch und das auch im Falle einer Trennung .


Liebe Grüße #winke

Beitrag von juliz85 06.05.11 - 10:20 Uhr

huhu!
ich bin sozialpädagogin und hab deshalb beruflich viel mit alleinerziehenden ... zu tun und war echt negativ vorgeprägt. wenn es zur trennung kommt und man hat geteiltes sorgerecht und versteht sich nicht, is es echt schwirig, weil ja beide alles wichtige zusammen entscheiden müssen: aufenthalt, also, wo wohnt das kind, konto, kita, schule, ops.... reisen.
hat mich sehr viel überwindung gekostet, gemeinsames sorgerecht machen zu lassen eben wegen den negativen beispielen, die ich aus meinem beruf kenne. heiraten wär ne bessere idee gewesen ;-) (einfach wegen der sicherheit und so für dich selbst) aber sowas muss man sich dann eben vorm kindermachen überlegen. aber wenn du deinen partner liebst, vertraust und das auch in zukunft vor hast, ist es ok und eigentlich ja auch fair, da es ja ebenso sein kind ist, auch wenn sie bisher ja nicht so viel dafür getan haben ;-)
aber so eine sorgerechtsentscheidung kannst du nie nie zurück nehmen (es sei denn, dein partner gefährdet dein kind)! also, gut überlegen!

Beitrag von meandco 06.05.11 - 10:29 Uhr

ich hab alleiniges sorgerecht #cool würd ich auch nicht anders machen.

solange wir zusammen sind entscheiden wir ohnehin gemeinsam. sollten wir heiraten bekommt er automatisch sorgerecht.
trennen wir uns ist das weitere prozedere klar und wir brauchen uns nicht drüber zu streiten ...

lg
me

Beitrag von bomimi 06.05.11 - 11:53 Uhr

ja das geht gut, wenn man einen partner hat der sich das gefallen lässt. also im prinzip heisst das er heiratet dich oder hat eben pech gehabt.

Beitrag von juliz85 06.05.11 - 12:02 Uhr

im moment gehts mir auch so, dass ich sage, vor dem nächsten kind (mein freund will am liebsten gleich weiter machen) heiratest du mich! dafür, dass ich seit ss beginn finanzielle einbußen habe für eigentlich immer (bin ja auch die, die daheim bleibt, kürzer tritt..... für die nächsten jahre, rente... blabla), möchte ich doch etwas mehr sicherheit!
finde das eigentlich nur gerecht,. aber wie gesagt, hätte ich mir auch vor der ersten ss überlegen können. jetzt hat er das sorgerecht (mit etwas bauchschmerzen bei der entscheidung bzw abwägung), weil ich es fair so finde und ihm vertraue.

Beitrag von rieke79 06.05.11 - 10:30 Uhr

Im Endeffekt ist das eine Frage des Vertrauens. #schein

Geteiltes Sorgerecht bedeutet ja nix anderes als das ihr euch im Falle einer Trennung beide um das Kind kümmern wollt. Egal wie die Trennung gelaufen verlaufen ist, wer Schuld dran hat usw.
Du musst dir die Frage stellen, ob du auch noch mit deinem Expartner erziehungstechnisch "zusammenarbeiten" willst (oder kannst) nach einer Trennung oder nicht?!
Willst du z.B. umziehen (weiter weg) , brauchst du sein Einverständnis.

Alleiniges Sorgerecht schließt den Einbezug des Vaters aus. Er hat weder ein Mitspracherecht bei der Auswahl des Wohnortes noch der Schulwahl o.ä.

#pro Ich persönlich würde mich immer für das geteilte Sorgerecht entscheiden. Denn Väter haben auch Rechte!! #pro

LG Rieke#klee

Beitrag von elladavid2011 06.05.11 - 10:33 Uhr

Ich finde deine Einstellung löblich.Lass dich nicht irritieren. Wenn ein Kind in einer stabilen Beziehung gezeugt wird und beide für das Kind da sein wollen,gehört das Sorgerecht geteilt.Und dass man sich im Falle einer Trennung über wichtige Entscheidungen streiten kann ist ja wohl kein Argument.Verheiratete Eltern sind gewiß auch nicht immer einer Meinung. Und wenn wir alle Väter wollen,die sich liebevoll um ihre Kinder kümmern,müssen wir ihnen auch Rechte zugestehen! Auch wenn ich nicht verheiratet wäre,stünde das für mich nicht zur Diskussion. Mit jemandem,von dem ich denke,dass wir in Erziehungsfragen und grundsätzlichen Ansichten zu weit auseinandergehen und uns nach einer Trennung nicht einigen könnten,würde ich auch keine Kinder zeugen.

Beitrag von steffken80 06.05.11 - 10:38 Uhr

Hallo,

vielleicht erzähl ich dir mal meine Geschichte.

Nach 8 Jahren Beziehung habe ich und mein Partner uns entschlossen ein Kind zu bekommen (war eine relativ gut Beziehung, ganz normal, ohne viel Streit oder Probleme). Wir haben damals auch eine Vaterschaftsanerkennung gemacht und wollten auch dass Sorgerecht gleich mit machen. Die Standesbeamtin sagte damals zu uns, wir sollen doch erstmal Vaterschaftsanerkennung machen und dann später noch mal Sorgerecht. Haben wir dann auch ohne uns noch gross gedanken drüber zu machen getan.

Unsere Beziehung verschlechter sich gegen Ende der SS immer mehr und es kam soweit, dass wir uns als meine Tochter 8 Wochen alt war getrennt haben. Ich bekam heraus, dass er mich seit 5 Monaten mit einer Anderen betrog. (Hätte ich und auch unser Umfeld niemals mit gerechnet)

Und dann fängt es nämlich an. Du möchtest ein Sparbuch fürs Kind eröffnen und brauchst die Einwilligung von beiden Sorgeberechigten. Du meldest sie dein Kind in der Kita an, wollen ne Einwilligung. Schulanmeldung, Einwilligung. Und es gibt noch nen haufen andere Sachen, wo die immer beide Unterschriften haben wollen.

Ich habe jetzt einen neuen Mann kennen gelernt. Nach 3 Jahren Fernbeziehung (250 km) haben wir uns entschlossen zu ihm zu ziehen. Im Februar haben wir geheiratet und meine Tochter (hatte vorher meinen Nachnamen) hat seinen Namen mit angenommen (fanden es stimmiger und einfacher fürs Kind, wenn alle Familienmitglieder den gleichen Nachnamen tragen, da wir in 6 Wochen ja auch noch unser 2 Kind bekommen).

Das wäre alles nicht gegangen, wenn der KV das geteilte Sorgerecht bekommen hätte. Wir haben kein gutes Verhältnis mehr und er hätte sicher ständig Theater gemacht. Ausserdem dauern Kleinigkeiten wie zB einen Sparbucheröffnung ewig lange, weil der KV ja erst mal unterschreiben muss.

Ich bin der Standesbeamtin immer noch dankbar dafür, dass sie uns damals abgeraten hat.

Natürlich glaubt und hofft man nie, dass eine Familie so in die Brüche geht. Aber es kann passieren und dann stehst du mit alleinigen Sorgerecht auf jeden Fall besser da.

Und wenn alles gut läuft, was ich natürlich für euch hoffe, dann entscheidet ihr doch auch ohne geteilten Sorgerecht alles zusammen.

Ist natürlich deine eigene Sache, aber ich bin froh, dass ich es nicht gemacht habe. Man weiss nie was kommt.

LG Steffken

Beitrag von juliz85 06.05.11 - 10:44 Uhr

auch, wenn du bestimmt gleich kloppe bekommst, kann ich gut nachvollziehen und würde es auch so sehen! diese meinung würden sicher 85 % der Alleinerziehenden vertreten!

Beitrag von elladavid2011 06.05.11 - 10:53 Uhr

Naja,das ist ja auch nicht verwunderlich. Wenn ich in dem Langzeit-Kinderwunschforum lese, habe ich auch das Gefühl,dass es unmöglich ist überhaupt schwanger zu werden.Kommt halt immer drauf an,wen man fragt. ;-) Wenn nach dem für die Mutter einfachereren Weg gefragt ist,dann ist alleiniges Sorgerecht bestimmt bequemer.Aber es geht ja um den richtigen Weg. Und da muss ich sagen,ich kann schon verstehen,wenn ein Vater zB nicht mitspielt wenn man mit den Kindern weit von ihm weg zieht.Wenn die Kinder bei den Vätern groß würden,dann würden die Mütter das auch nicht zulassen wollen. Das ist doch nur verständlich. Nur weil Frauen die Kinder austragen,sollten sie nicht mehr Rechte an ihren Kindern haben. Auch wenn das im Einzelfall für eine Frau unbequem sein kann.

Beitrag von meandco 06.05.11 - 10:57 Uhr

alles richtig ...

aber wie in dem fall du willst weiter wegziehen zu deinem neuen partner, bekommst nur da einen beruf etc etc
und du kannst aber nicht, weil du noch immer von deinem ex abhängig bist und der sich querlegt???

auch nicht schön oder? immerhin ist dein leben ja auch mitbetroffen ...

und ganz so einfach ist das auch nicht mit alleinigem sorgerecht - der vater hat nämlich vetorecht. somit kann er immer noch einwirken und du musst dich mit ihm auseinandersetzen und eine lösung finden die für alle passt ...

wie gesagt: ich bin dafür dass die kinder den vater sehen, den brauchen sie und beiden seiten steht das zu. ich lasse meine tochter ja auch zur schwimu auch wenn ich sie an die wand nageln könnte für ihre ansichten :-[ aber auch sie hat ein recht sie zu sehen und die kleine auch #cool

aber ich will mein leben leben können und nicht mich noch nach jahren von einem mann terrorisieren lassen mit dem ich sonst nix mehr zu tun haben möchte #cool

lg
me

Beitrag von steffken80 06.05.11 - 11:19 Uhr

#pro

Ganz genau. Es ist nämlich ganz oft so, dass die KV aus gekränkter Eitelkeit nach ihrer Nase entscheiden und nicht nach dem was fürs Kind wirklich gut ist.

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