1. Schwangerschaft, Fehlgeburt in Woche 8

Archiv des urbia-Forums Frühes Ende.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Frühes Ende

Manche Schwangerschaft geht leider vorzeitig zu Ende. Es kann helfen, sich hier mit anderen über das Erlebte auszutauschen; aber auch Fragen zu medizinischen Themen sind willkommen. Hilfreich können auch diese urbia-Artikel sein: Fehlgeburt und Sternenkinder.

Beitrag von mocaro 06.05.11 - 10:09 Uhr

Guten Morgen!
Ich habe gestern in der 8. (fast 9.) Schwangerschaftswoche mein Baby verloren.
Es kam mir bereits ein wenig komisch vor, dass der Arzt mir bei der Untersuchung vor 4 Tagen sagte, ich sei höchstens in der 4. Woche, wenn man sich das Ei anschaue, aber nach allen möglichen Berechnungen (online) hinsichtlich meiner letzten Regel, war ich wirklich schon in der 8. Woche. Das war ggf. auch schon das Problem: Keine richtige Entwicklung, zu klein (gestern direkt eingebeult...).
Ich habe also vorgestern Abend ordentliche Krämpfe im Unterleib gehabt, gestern früh einen rosa Fleck im Höschen, gestern Mittag etwas mehr, allerdings braun, gestern Nachmittag ordentlich viel, dann bereits mit richtig roten Blutspuren (entschuldigt bitte diese deutliche Beschreibung, aber ich weiss wirklich nicht mehr, wo ich mir noch Rat suchen soll).
Ich rief also meinen FA an, der gerade bei einer Entbindung war, beschrieb seiner Kollegin den Fall. Sie sagte, sie würde sich kümmern, mit ihm reden und mich zurückrufen, was jedoch nicht geschah... Okay, in einem KH gibt es halt viel zu tun, und der Arzt ist wirklich gut.
Ich fuhr also gestern Abend hin und bekam die erschütternde Nachricht (nachdem ich noch einmal untersucht wurde), dass ich mir keine Hoffnung machen könne, ich wäre gerade bei einer Fehlgeburt.
Mein Problem ist nun Folgendes: Mit meinem Lebensgefährten, der 57 Jahre jung ist, haben wir nun seit 2 Jahren versucht, ein Baby zu bekommen. Der Frauenarzt, den ich vorher besuchte, sagte uns nach einer Spermaanalyse, dies sei nur unter "Anreicherung" seines Spermas möglich (er hat aber bereits 4 Kinder aus einer anderen Ehe).
Jetzt waren wir natürlich oberglücklich, dass es doch auf ganz natürlichem Wege geklappt hat, wenn auch mit einiger Verzögerung. Aber ich mache mir Sorgen, dass dies eine einmalige Chance war, die nicht wiederkommt.
Hat jemand von Euch ähnliche Erfahrungen gemacht?
Meine Güte, es tut mir wirklich Leid, dass ich Euch hier so volltexte, aber es ist wirklich nicht einfach für uns, mit dieser Situation klar zu kommen.
Ich danke bereits all denen, die sich die Zeit nehmen, dies zu lesen und mir ggf. auch antworten.
Danke!

Beitrag von dydnam 06.05.11 - 10:41 Uhr

Dein Partner ist 57 alt? Ohne dir jetzt irgendwie reinreden zu wollen, aber habt ihr euch das wirklich, wirklich gut überlegt? Ich meine in Bezug auf das Verhältnis des Kindes zum Vater? Auch in Bezug auf die verbleibenden Jahre? (das klingt jetzt vielleicht echt pietätlos, aber für mich wäre das ein echtes Thema) Mögliche Hänseleien, die das Kind später vielleicht erdulden muss?
Natürlich verstehe ich einen Kinderwunsch, gerade wenn der Partner schon Kinder hat (mein Männe hatte auch schon 2 Kinder aus erster Ehe, da war meine FG bei der ersten SS um so bitterer), aber ich denke es ist nicht verkehrt, dass die Zeit des Kinderkriegens durch Mutter Natur eingeschränkt ist, sowohl bei der Frau, als auch beim Mann. Soviel zu meinem moralischen Standpunkt, das mag aber jeder anders sehen (und nimm meine Kritik bitte nicht persönlich #herzlich). ;-)

Wenn ihr aber ganz fest hinter eurem Wunsch steht (wovon ich ausgehe), dann solltet ihr natürlich nicht aufgeben. Leider wird es wohl gerade aufgrund des gehobenen Alters deines Lebensgefährten wohl nicht mehr so einfach sein, gerade bei der Diagnose, die euch mitgeteilt wurde. Aber ausgeschlossen ist doch wirklich nichts. Es hat einmal bei euch geklappt, warum sollte es nicht wieder klappen? #liebdrueck So vielen Paaren wurde eine Schwangerschaft auf normalen Wege abgesprochen (wegen schlechtem Spermiogramm etc), und doch klappt es dann so häufig doch ganz plötzlich.

Ich würde den Kopf nicht in den Sand stecken.

Käme denn diese "Anreicherung" für euch in Frage?


Liebe Grüße

Mandy mit
Silas (*06.12.08) und Tamino (*12.06.10) an der Hand und 3 #stern (Okt. 2007, April 2009, Februar 2011) im Herzen

Beitrag von xanadoo 06.05.11 - 11:14 Uhr

#augen

Also sorry...deinen oberen Absatz hättest dir klemmen können...

Das ist doch gar nicht das Thema und warum soll das ein Problem sein??? Man man...

Beitrag von dydnam 06.05.11 - 12:01 Uhr

Hätte mir ja klar sein müssen, dass jemand darauf anspringt... :-)

Ich habe lediglich meine Gedanken zu dem Thema mitgeteilt, weil es leider nun mal der Wahrheit entspricht. Meine Mutter wurde mit 42 noch mal schwanger, und musste sich selbst in dem Alter so einige Sprüche gefallen lassen. Dessen ist man sich manchmal gar nicht so bewusst.

Aber natürlich hast du recht. Mit dem Ausgangsproblem hat das nichts zu tun. Ich hoffe die TE kann darüber hinwegschauen.

Beitrag von syldine 06.05.11 - 14:10 Uhr

dann hast du mit mir gleich die zweite, die darauf anspringt. Ich denke, manche Gedanken kann man zu bestimmten Anlässen für sich behalten, und dies ist einer davon! Hier ist ein Frühes Ende Forum und sie fragte nicht, ob hier irgendjemand es für richtig oder falsch hält, wie alt der zukünftige Vater ist. Außerdem dürften sie sich das sehr genau überlegt haben - ich weiß gar nicht, warum dauernd Leute meinen, zu solchen Entscheidungen ihren Senf dazu geben zu müssen ohne gefragt zu werden. Übrigens: meine Ma ist auch mit Ü40 nochmal schwanger geworden: in ihrem Fall gab es überhaupt keine Sprüche bezügl. des Alters, obendrein ist das ja sogar heute schon fast "normal".

Beitrag von alice2004 06.05.11 - 22:07 Uhr

denke ich genauso wie du thema doch nicht das alter des patners #klatsch....... tsss man man

Beitrag von tauchmaus2005 06.05.11 - 11:23 Uhr

Also erstmal möchte ich Dir sagen, das es mir sehr Leid tut, das Dein Kleines zu den #sterngehen mußte! Ich wünsche Dir viel Kraft für die nächste Zeit!

Ich möchte mich Mandys Worten allerdings anschließen! Überlegt Euch das gut mit dem Kinderwunsch, denn das Kind hat es mit Sicherheit nicht einfach, wenn Dein Mann dann über 60Jahre ist und Euer Kind von der Schule abholt und alle Kinder zu ihm sagen, gucke mal da kommt Dein Opa!
Obwohl es natürlich kein megagravierender Grund ist kein Kind mehr zu bekommen! Überlegt Euch das und dann werdet ihr schon richtig entscheiden und Eurem Kind dann hoffentlich so viel Selbstbewußtsein vermitteln, das es dann es dann über solchen Sprüchen hoffentlich drüber steht!

Erstmal aber viel Kraft für die nächste Zeit!

Lg Anja mit Lara :-D und 3 #stern

Beitrag von dydnam 06.05.11 - 11:55 Uhr

Genauso habe ich das auch gemeint. :-)

Beitrag von mocaro 06.05.11 - 13:40 Uhr

Hallo Mandy,
erst einmal vielen, vielen Dank für Deine Antwort!
In der Tat haben wir auch über diesen Altersunterschied nachgedacht und über die Folgen, die dies auch für das Kind in Bezug auf Hänseleien etc. haben könnte. Im Endeffekt haben wir jedoch festgestellt, dass viele Eltern immer "älter" werden (auch junge Mamas haben es heut zu Tage nicht mehr so leicht), und somit hat uns das Alter meines Lebensgefährten irgendwann nicht mehr als Hindernis im Wege gestanden.
Nach dem Abbruch gestern war unser erster Gedanke genau der, den Du auch beschrieben hast: Es hat einmal geklappt, warum sollte es nicht auch ein zweites Mal klappen? Die Frage ist nur: Dauert es jetzt auch wieder über ein Jahr, bis ich wieder auf natürlichem Wege schwanger werde? Mein Uhr tickt ja auch (ich bin 35)...
Eine Anreicherung kommt für uns demnach auch nur in Frage, wenn wir "zeitnah" sehen, dass wir nicht auf natürlichem Wege weiterkommen.
By the way: Jetzt (also heute ganz deutlich) habe ich eine ordentliche Blutung. Sicherlich muss alles das, was sich in den letzten Wochen "aufgebaut" hat, jetzt wieder heraus. Dauert das lange?
Mensch, Mensch...
Vielen Dank noch einmal für Deine Meinung, wir halten durch!
Liebe Grüße

Beitrag von peppalein82 06.05.11 - 12:38 Uhr

Hallo,

ich bin gerade in der gleichen Situation.
Laut KiWu-Klinik ist es aufgrund des Spermiogrammes meines Freundes eher ausgeschlossen auf natürlichem Weg SS zu werden. Nun hat es aber nach 1,5 Jahren doch geklappt und wir sind/waren schwanger und überglücklich.
Leider wird diese SS nächste Woche mit einer AS beendet, da kein Embryo gefunden wurde.

Ich kann dich und deine Sorgen voll und ganz verstehen! meine größte Sorge ist nun auch, dass ich so schnell nicht mehr schwanger werde! und nocheinmal 1,5 Jahre auf so ein Wunder warten....das halte ich nicht durch, diese ewige Hibbelei....

Wir haben nun für uns entschieden, es für ca. ein halbes Jahr normal zu probieren und dann die KiWu-Klinik in Anspruch zu nehmen.
Allerdings spielt bei euch ja das Alter deines Mannes eine wesentliche Rolle! Vielleicht verarbeitet ihr auch erstmal die FG und probiert ein paar ÜZ wieder SS zu werden und dann würde ich schon nachhelfen lassen....

ich weiß, viel weiterhelfen konnte ich dir sicher nicht, aber ich wünsche euch viel Glück beim SS werden! auf dass wir bald wieder in´s SS-Forum wechseln können!

LG Peppalein

Beitrag von mocaro 06.05.11 - 13:47 Uhr

Hallo Peppalein,
Danke für Deine Antwort!!!
Da ich in Frankreich lebe, läuft das hier ein wenig anders. Eine KiWu-Klinik habe ich noch nicht gefunden, allerdings stellte mir mein FA vorher ja die Möglichkeit der Anreicherung vor, die dann ja auch ziemlich teuer wird. Daran soll es aber im Grunde genommen nicht scheitern.
Schau, bei mir hat er bei der ersten Untersuchung am Montag (also vor vier Tagen) auch keinen Embryo gesehen. Er sagte jedoch, dass dies aufgrund der minimalen Größe des Eis kein Wunder sei. Wenn es aber bei Dir auch so war, dann frage ich mich, ob es überhaupt einen kleinen Embryo im Ei gegeben hat. Gut, die Natur hat hier selbst eingegriffen und aussortiert.
Wir schauen jetzt erst einmal (auch so lang wie möglich und so kurz wie nötig), ob wir noch einmal auf natürlichem Wege schwanger werden (also ich), ansonsten werden wir uns sicherlich helfen lassen.
Da ich Spanierin bin, würde ich auch nicht davor zurückschrecken, mir in Spanien helfen zu lassen, denn ich habe bereits mehrere Reportagen gesehen, dass es in Barcelona eine darauf spezialisierte Klinik gibt. Mal schauen, was die Zeit so bringt.
Danke nochmal für Deine Worte, vielen, vielen Dank & liebe Grüße
Mocaro

Beitrag von singa07 06.05.11 - 12:56 Uhr

Hi!

Was du durchmachst, ist das Grausamste, was einer Frau passieren kann. Es tut mir schrecklich leid für dich.

Du brauchst jetzt sicher erst einmal Zeit, aber ich würde dir raten, dich baldmöglichst an eine KiWuKlinik zu wenden - wenn ihr schon so lange probiert, dann sollte man vllt. weitere Schritte einleiten.

Deine Partnerwahl und dein Kinderwunsch gehen hier niemanden etwas an, außer dir! IMHO.

#liebdrueck
Singa

Beitrag von mocaro 06.05.11 - 13:53 Uhr

Liebe Singa,
beim Lesen Deiner Nachricht sind mir wieder die Tränen in die Augen geschossen.
Es ist wirklich nicht einfach, mit dieser Situation zu leben. Ich bin ein echter Familienmensch, und immer dann, wenn wir mit der Familie oder mit Freunden zusammen sind, dann kommen alle Kinder zu mir, um mit mir zu spielen oder mir irgendetwas zu zeigen oder zu erklären. Das liegt scheinbar bei uns in der Familie, denn mein Bruder ist auch ein "Kindernarr".
Ich habe am 17. wieder einen Termin in der Klinik und denke, dass die Blutungen bis dahin aufgehört haben werden. Wenn dem so ist, werde ich direkt fragen, was ich bzw. wir tun können, um den Prozess zu beschleunigen, denn wir haben es jetzt sooo lange versucht und hatten uns sooo gefreut...
Vielleicht muss bei mir ja auch erst einmal "sauber gemacht" werden? Bei meiner Mama war das damals auch der Grund, weshalb sie so lange auf mich warten musste.
Es ist wirklich lieb von Dir, dass Du solchen Anteil an meinem Fall nimmst, danke nochmals & liebe Grüße

Beitrag von hope.2012 06.05.11 - 13:35 Uhr

Also erstmal muss ich sagen, dass ich jegliche Kritik am Kinderwunsch der beiden völlig unangebracht finde, das gehört hier absolut nicht hin!

Es tut mir leid, dass Du diese schlimme Erfahrung machen musst... #liebdrueck
Leider kann ich Dir bezüglich Spermiogramm, Aufbereitung etc... nicht weiter helfen, da ich relativ schnell schwanger wurde. Die Angst, dass es nun nach der FG nicht mehr klappt, ist allerdings trotzdem da.
Ich wünsche Dir viel Kraft alles Gute! #klee


Beitrag von mocaro 06.05.11 - 13:59 Uhr

Liebe Hope,
ich kann verstehen, dass andere Frauen, die dem natürlich objektiv gegenüber stehen, erst einmal die Fakten sehen, und Fakten sind oft grausam, so auch das Alter meines Partners...
Dein Zuspruch sowie der der anderen Forumteilnehmerinnen hilft mir sehr. Im Grunde ist es vielleicht genau das, was man nach einer Fehlgeburt braucht: Reden und zuhören von beiden Seiten.
Mein Partner ist auch sehr, sehr traurig. Wir haben gestern beide versucht, "stark" zu sein, aber es ist, denke ich, ganz normal, wenn man dann doch irgendwann "zusammenbricht". Wir standen minutenlang im Hausflur und haben uns im Arm gehalten und geweint.
Unsere Hoffnung ist es nun, dass wir trotz aller negativer Prognosen und dieser erlebten Fehlgeburt doch noch irgendwann ein kleiner Mensch in mir heranwachsen darf. Wir glauben ganz fest daran, und vielleicht haben wir mit der ersten Schwangerschaft den Weg für eine weitere geebnet.
Positiv denken...
Nochmals danke, liebe Hope & viele Grüße