wunderbare geburt meiner tochter emily am 24.03.2011

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Forum: Geburtsberichte

Herzlichen Glückwunsch zur Geburt! Egal ob spontan, mit Einleitung oder Kaiserschnitt, im Wasser oder in der Hocke - hier sind alle Geburtsberichte willkommen!

Beitrag von jennily 06.05.11 - 14:34 Uhr

Hallo,

nun möchte auch ich meinen geburtsbericht hier veröffentlichen.

Ich habe mir gerade die letzten wochen vor der Geburt immer wieder Geburtsberichte hier durchgelesen, um zu wissen, was auf mich zu kommt.

Und jeder der totale Angst vor der Geburt hat, das braucht ihr wirklich nicht. Lasst es einfach auf euch zu kommen.

Also, es fing alles am Mittwoch, den 23.03.2011 an. Am Vormittag habe ich noch meiner Mutter geholfen, Post zu verteilen. (Sie ist Briefträgerin). Ich dachte mir naja, schaden kann es ja nicht wenn ich mich bissl bewege und da ich mich eh schon wie ein Wal gefühlt habe, war ich froh, wenn die Schwangerschaft endlich rum ist.
Dabei habe ich schon immer wieder ein Spannen und leichte Wehen gemerkt. Bin aber von Übungswehen ausgegangen.

Anschließend hatte ich um 11.30 Uhr einen Termin im Krankenhaus zum Geburtsplanungsgespräch. Dabei konnte ich gottseidank noch einige Fragen stellen, wie z.B. wo muss ich hin, wenn es los geht.
Nach dem Termin holte meine Mutter mich ab und auf dem Weg zum Auto erzählte ich ihr davon, dass ich nun wüsste, wo ich dann hin müsste. Sie meinte noch, naja das hat noch ein paar Tage Zeit. Ich meinte nur, naja warten wir es mal ab. Wusste zu dem Zeitpunkt aber nicht, dass ich wirklich in ein paar stunden wieder im krankenhaus sein würde.

Wir sind dann noch gemütlich einkaufen gegangen und bei meiner Mutter angekommen habe ich mich erst einmal ausgeruht und darauf gewartet, dass sich mein Freund meldet. Der ist aus beruflichen Gründen alle paar Wochen von Montag bis Freitag in Thüringen (von uns ca. 350 km entfernt).
Aus diesem Grund war ich auch, wenn er in Thüringen war, bei meiner Mutter, um wenn es wirklich los geht, nicht allein sein zu müssen, da wir von meiner Mutter ca. 40 km entfernt wohnen.

Gegen 14.30 Uhr saß ich auf der Couch und merkte nur, wie es auf einmal leicht nass wurde in der Hose. Ich bin also auf die Toilette, weil ich dachte, dass mal wieder die Blase drückt.
Wie ich von der Toilette kam, bemerkte ich trotzdem wie es alle 15-20 min immer wieder leicht nass wurde in der Hose. Dies erzählte ich meiner Mutter, doch die meinte nur, naja wirst es mal nicht auf Toilette geschafft haben oder die Kleine tritt dir gegen die Blase.
Sie meinte ich solle erstmal abwarten. Ich wurde jedoch immer unruhiger und rief dann meine Hebamme an, die dann meinte ich solle vorsichtshalber ins Krankenhaus fahren, denn es hört sich nach Blasensprung an.

Ich also meine Tasche gepackt und in dem Moment rief mein Freund an. Er hatte so eine komische Vorahnung und ist schon früher nach Hause gefahren (normal hätte er bis freitag in Thüringen bleiben müssen). Ich erzählte ihm alles und er war natürlich gleich total aufgeregt und wollte es noch gar nicht so richtig glauben, dass es los geht. Er machte sich dann auf den Weg zu meiner Mutter und ich wartete.

Wie er dann da war fuhren wir ins Krankenhaus. Dort angekommen ging ich direkt in den Kreissaal und meinte nur zur Schwester: "Ich glaube ich hatte einen Blasensprung." Sie nahm mich dann ganz freundlich mit ins Zimmer und untersuchte mich. Der 1. Teststreifen war negativ. Sie wollte mich schon fast wieder nach Hause schicken, da zeigte das CTG Wehen an und sie machte noch einen Test, der dann leicht positiv war. Daraufhin meinte sie zu mir: "ok, also ohne Kind lasse ich Sie hier nicht mehr raus." Und dann bin ich ein wenig in Panik verfallen und habe meinem Freund tausend Sachen aufgezählt, was noch gemacht werden muss und was er noch alles mitbringen muss. Der hat natürlich davon nichts behalten.

Also sind wir dann aufs Zimmer geschickt worden, wobei ich liegen bleiben musste, da das Köpfchen von der Maus noch nicht richtig im Becken war. Also wurde ich mit dem Bett in den engen Fahrstuhl geschoben. Auf dem Weg nach oben, machte ich mich noch darüber lustig, wie toll es wäre, mal durch die gegend geschoben zu werden.

Auf dem Zimmer bekam ich noch was zu essen. Gegen 22 Uhr wurden die Wehen dann immer regelmäßiger und auch sehr schmerzhaft. Ich rief eine Schwester und die schickte mich dann gleich wieder runter in den Kreissaal (wieder liegend). Dort wurde ich erneut untersucht und der Muttermund war gerade mal 2 cm auf.
Ich bekam noch ein Schmerzmittel und dann hieß es wieder warten und die Wehen veratmen.

Mein Freund war die ganze Zeit bei mir und kämpfte mit der müdigkeit. Um 1.30 uhr kam dann wieder die Hebamme und untersuchte mich erneut. Es hatte sich gar nichts mehr am Muttermund getan, also wurde ich wieder aufs Zimmer geschickt. Mittlerweile durfte ich aber wieder aufstehen, da der Kopf zumindest tief ins Becken gerutscht ist.

Auf dem Zimmer sah ich dann, dass ich nun doch eine Zimmernachbarin bekam. Sie hatte ebenfalls einen Blasensprung abends gehabt und lag nun auch in den Wehen.
Meinen Freund schickte ich dann zu meiner Mutter, die ca. 10 min vom Krankenhaus entfernt wohnt, damit zumindest er ein bisschen schlafen konnte.

In der Nacht wehten meine Zimmernachbarin und ich um die Wette. Meine Wehen kamen mittlerweile alle 3-4 min. da ich jedoch total müde war, schlief ich zwischendrin immer wieder ein. und wenn ich gerade keine wehe hatte, dann hatte meine zimmernachbarin eine. Darüber amüsierten wir uns jedoch ziemlich.

Um 6 uhr morgens wurden wir dann zusammen in den Kreissaal geschickt, da es bei uns beiden immer schlimmer geworden ist.
Ich schickte meiner Mutter noch kurz eine sms und daraufhin stand 5 min später mein freund wieder vor mir.

Im Kreissaal wurde dann erstmal CTG geschrieben, was die Hölle war, da ich lieber herum laufen wollte. nach dem CTG ging ich dann im Raum nur noch umher. So merkte ich die Wehen kaum noch und musste sie nur noch selten veratmen.
Um 8 Uhr kam dann meinte Mutter in Arbeitsklamotten von der Post direkt von der arbeit in den Kreissaal :-). Ihc wollte sie unbedingt bei der Geburt dabei haben. Also klärte sie das mit ihren Kollegen und ihrer Chefin ab, dass sie zwischendrin zu mir kommen darf.

Ich unterhielt mich dann über alles mögliche mit ihnen um mich abzulenken und wanderte dabei durch den Kreissaal. Aber alle anderen waren viel nervöser wie ich. Ich sah das alles total entspannt und locker.

Gegen 9 uhr fingen dann die Presswehen an. Die musste ich noch bis ca. 10 uhr veratmen. dann sagte mir die Hebamme, dass ich nun pressen dürfte. Also presste ich. Jedoch waren die Wehen zu kurz und nach unendlichen Presswehen hätte ich dann den Kopf meiner Maus spüren können. Die Hebamme meinte zu mir: "packen sie mal Ihre Hand hier runter, dann spüren Sie den KOpf." ich meinte jedoch nur total genervt zurück: "Ich will das nicht. Sie soll endlich rauskommen, dann spür ich den kopf noch oft genug." Da fing dann die Phase an, dass ich alle Leute nur noch anmaulte und genervt war.

Nachdem das Pressen nichts mehr geholfen hatte, kam eine Ärztin und schmiß sich regelrecht bei mir auf den Bauch und nach zwei Wehen war die kleine maus endlich um 10.24 Uhr auf der Welt. Mein freund schnitt noch die Nabelschnur durch und ich war einfach heil froh, dass alles vorbei war. Meine Mutter stand neben mir und heulte nur noch. Sie ist dann nach ca. 10 min als glückliche Oma wieder zurück auf Arbeit gefahren.

Als ich dann jedoch um meine Kleine auf den Bauch gelegt bekam war es das schönste gefühl überhaupt. Ich war so glücklich und alles vorher war vergessen.

Leider bin ich gerissen und musste dann noch ca. 30 min genäht werden und verlor sehr viel Blut. Beim Aufstehen sah ich mich im Zimmer um und bekam erst einmal einen Schreck, wie das da aussah. Mein Freund meinte nur: "Das sieht aus als hätte Freddy Krüger gewütet"

Meine Kleine wurde noch untersucht und dann konnten wir in einem separaten Zimmer die zeit zu dritt genießen, bevor wir nach 2 stunden aufs Zimmer zurück geschoben wurden.

Die Daten meiner Kleinen:
53 cm
3440 gramm
35 cm kopfumfang

Die Geburt an sich war zwar sehr langwierig (19 Stunden) aber wenn man dann als Entschädigung das kleine Wesen in den armen halten darf ist alles vergessen. Es war der wunderbarste Tag in meinem Leben. Und die Schmerzen sind auch alle auszuhalten. Man weiß ja schließlich, wofür man das alles durchmacht.

nach 7 tagen in der klinik durften wir dann endlich nach Hause und nun genießne wir jeden moment mit unserer Maus.




lg jennily und emily (6 wochen mittlerweile)

Beitrag von tamara234 07.05.11 - 00:30 Uhr

#pro Klingt ja nach einer Aufregenden Geburt #huepf

Dann noch HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH :-D#freu

was mich noch interessieren würde ... wann deine Zimmernachbarin entbunden hat?? #rofl

Naja, wünsche euch alles gute & eine schöne Zeit #schein

#winke tamara (13ssw)