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Forum: Schwangerschaft

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Beitrag von ophelia79 06.05.11 - 19:29 Uhr

Hallo,

ich sitz gerade echt in der Klemme! Ich bin in der 9. Woche schwanger und jetzt seit Anfang Mai arbeitslos, da meine Elternzeit nun ausgelaufen ist. Nun hatte ich gestern ein Vorstellungsgespräch als Biologielaborantin bei einer Firma, befristet auf 6 Monate.
Heute kam jetzt ein Anruf, dass ich wohl nach Abschluss aller Gespräche sehr gute Karten habe. Allerdings wurde gleichzeitig die Frage gestellt, ob ich Probleme hätte mit potentiell cytotoxischen Substanzen zu arbeiten. Habe erst einmal verneint, da ich mir das alles noch mal durch den Kopf gehen lassen wollte.
Ich kann doch aber nicht mein Ungeborenes gefährden. Das wäre mir letzten Endes doch zu heikel. Ich schwanke jetzt zwischen der Mitteilung, dass ich gerade erst positiv getestet habe und doch einfach nichts zu sagen, bis nach der Vertragsunterzeichnung.
Was würdet ihr denn machen? Ich bekomme den Job sicher nicht, wenn ich offenbare, dass ich schwanger bin. Wäre dann also noch bis zu Beginn der Elternzeit arbeitslos. Andererseits ist die Stelle ja sowieso nur auf 6 Monate befristet und so hatte ich bisher eigentlich nicht so große Probleme damit, nichts zu sagen. #schwitz

Bitte schreibt eure Meinungen dazu!

ophelia79

Beitrag von j.d. 06.05.11 - 19:40 Uhr

mmh, also ich kenne mich zwar mit diesen Substanzen nicht aus #kratz
aber wenn klar ist, dass du eh nicht arbeiten kannst in diesem Job wegen der Gefährdung des Kindes würde ich den Job nicht annehmen. Das fände ich sonst schon sehr krass...
Wenn du arbeiten kannst/ darfst trotz SS würde ich den Job annehmen.

LG

Beitrag von dnj 06.05.11 - 19:47 Uhr

Ich würde den Job nicht annehmen aufgrund der toxischen Substanzen! Da wäre mir das ungeborene zu sehr in Gefahr! Wenn es ein anderer Job wäre wie z. B. Büroarbeit oder so hätte ich gesagt ok nehm den Job an aber nicht in so einem Job! #nanana wäre für mich echt ein no go! Alles gute lg nathalie mit Justin (7) #verliebt und #baby Girl Inside ET-15

Beitrag von bjerla 06.05.11 - 19:54 Uhr

Scheinbar suchen die ja speziell für den Bereich. Da wäre es "unfair" den Vertrag zu unterschreiben, wenn du eh schon weißt, dass du den Anforderungen definitiv nicht gerecht werden kannst. Würde den Job dann also ablehnen.

LG

Beitrag von feroza 06.05.11 - 20:17 Uhr

NICHT annehmen. Gäbe gar keine Diskusion für mich, aufgrund der Arbeit mit toxischen Substanzen.

Lass Dich beim A-Amt weiter vermitteln, damit Du ne Chance auf Elterngeld bekommst.

Beitrag von axaline 06.05.11 - 20:17 Uhr

Natürlich bist Du nicht verpflichtet den Arbeitgeber von der SS zu erzählen, jedoch könnte ich es nicht mit meinem Gewissen vereinbaren, einen Arbeitsvertrag einzugehen wohlwissentlich, daß ich ihn nicht erfüllen kann !

LG axaline

Beitrag von osterglocke 06.05.11 - 20:42 Uhr

Hallo #winke,
das ist ja wirklich schwierig #augen. Allerdings habe ich eine andere Auffassung als die anderen. Vermutlich würde ich den Job annehmen und ihnen dann sehr schnell sagen, dass Du schwanger bist. Sie müssen sich ja dann an die Mutterschutzrichtlinien halten und Dich und Dein Wurm schützen. Ich hätte auch ein schlechtes Gewissen und würde mich für die Vorgehensweise entschuldigen, aber sonst hast Du vermutlich in der ganzen Zeit halt gar keinen Job.

Vielleicht haben sie ja eine andere Einsatzstelle für Dich als mit toxischen Mitteln zu arbeiten. Ansonsten bekommst Du halt ein Berufsverbot und der Arbeitgeber das Geld für Dich dann von der Krankenkasse #gruebel.

Ich wünsche Dir eine gute Entscheidung...

LG
Osterglocke

Beitrag von ewwi 06.05.11 - 21:41 Uhr

Das stimmt nicht so ganz, nicht bei einem befristeten Vertrag. Genauso kann man einer Schwangeren in der Prozeit kuendigen.
Ich wuerde nicht unterschreiben. Wenn die keine alternative Arbeit mit nichttoxischen Zubstanzen fuer Dich anbieten koennen, kann der Arbeitgeber, sobald er von der SS erfaehrt, aus dem Vertrag zuruecktreten, leider.
Wenn Du also glaubst, die Firma haette fuer die 6 Monate auch Arbeit, die nicht gefaehrlich ist, musst Du denen bescheid geben und dann abreitest Du eben auf einem anderen Gebiet.

LG, ewi

Beitrag von windsbraut69 07.05.11 - 00:09 Uhr

Was stimmt nicht?

Der Kündigungsschutz lt. Mutterschutzgesetz gilt übrigens natürlich auch in der Probezeit!

Gruß,

W

Beitrag von ewwi 07.05.11 - 02:53 Uhr

In der normalen Probezeit bei unbefristeten Vertraegen gilt der Kuendigungschutz lt. MuSchG, aber nicht wenn ein befristeter Vertrag vorliegt, selbst der kann ja eine Probezeit beinhalten. D.h, der Arbeitgeber kann sich schnell von Dir trennen, daher waere ja mein Rat, den Arbeitgeber davon zu unterrichten und nach einem nichttoxischen Arbeitsplatz zu fragen.
LG

Beitrag von marienkaefer1985 07.05.11 - 08:08 Uhr

Sorry, aber deine Aussage ist falsch.

Auch bei einem befristeten Vertrag steht man lt. Mutterschutzgesetz unter Kündigungsschutz!

Ich selbst habe nämlich auch einen befristeten Vertrag und kenne mich von daher mit dem Thema sehr gut aus. Der Arbeitgeber hat 4 Monate nach der Geburt die Möglichkeit einen zu kündigen - bei einem Vertrag. Vorher geht gar nichts.

Im Fall der Themenerstellerin würde der Vertrag dann allerdings während der Schwangerschaft einfach auslaufen, da er ja nur auf 6 Monate befristet ist.




An die Themenerstellerin: Ob du den Job annehmen willst, kannst nur du entscheiden. Ich würde da auf die finanzielle Sicht mit einbeziehen. Ich denke, ich würde unterschreiben und dann kurzfristig sagen, dass du schwanger bist und dann bekommst du aller Voraussicht nach ja eh ein Beschäftigungsverbot. Dein Gehalt sollte dir dann ja trotzdem zustehen!? Der Arbeitgeber muss es dir zwar erstmal auszahlen, bekommt es aber von der KK zurück. D. h. er hat dadurch keinen finanziellen Schaden. Und das wird dir auf das Elterngeld angerechnet. Man muss auch finanziell sehen, dass man in der Elternzeit über die Runden kommt.

Aber ich würde wegen dieser Mittel tatsächlich nicht lange dort arbeiten wollen...

Beitrag von ewwi 07.05.11 - 17:01 Uhr

Sorry, du hast da unrecht, vielleicht wars in deinem Fall anders, laut Gesetzlage, kann der Arbeitgeber bei einem befristeten Vertrag, gerade, wenn er nur auf 6 Monate befristet ist, von dem Vertrag zuruecktreten, dazu gibt es Urteile.
Glaub der Juristin einfach mal.
Ewi

Beitrag von kitty0306 07.05.11 - 08:00 Uhr

Hallo,

leg die Karten auf den Tisch.
Mir ging es genau wie dir, nur das ich aus dem Gastgewerbe kommen. Mir fehlen noch 6 wochen um vom AMS in den Mutterschutz rüberzurutschen.
1. Bewerbung-vorstellungsgespräch am selben Tag "obwohl ich am Telefon schon von Kids und erneuter Schwangerschaft berichtet habe."
Und nu bin ich bis Mitte - Ende Juli angestellt.

es gibt auch noch Arbeitgeber, die Frauen unterstützen.#ole

Aber bring dein Kind nicht in Gefahr, es gibt sicher noch was anderes.

Drück dir die Daumen und wünsch dir alles Gute

Kathi mit#klee#blume und#ei (10.SSW)