3. Kind

Archiv des urbia-Forums Ungeplant schwanger.

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Forum: Ungeplant schwanger

Was ist, wenn eine Schwangerschaft überraschend und ungeplant kommt? Hier kannst du fragen, wie andere diese Situation bewältigt haben. Grundsatz-Diskussionen um das Thema Schwangerschafts-Abbruch sind allerdings besser im Forum "Allgemeines" aufgehoben.

Beitrag von schlechtermensch 06.05.11 - 21:59 Uhr

Hallo,

wie der Betreff vermuten lässt bin ich mit meinem dritten Kind schwanger, 15.Woche, ungeplant. Ja, ich kenne die Geschichte von den Bienchen und den Blümchen, selber schuld.

Nach dem ersten Schock und dem dritten positiven Test hab ich mich tatsächlich ein paar Tage lang gefreut, trotz Zweifeln, die konnte ich erfolgreich beiseite schieben. Ziemlich schnell hat sich das gelegt. In mir regt sich nicht mal ein Hauch von Freude. Im Gegenteil.

Heute war ich beim Arzt, das Baby hat gezappelt und sogar gewunken, der Arzt hat mir das Händchen und die einzelnen Finger, sogar den Daumen gezeigt, alles was ich gedacht hab, war: Meine Güte, musst du jetzt auch noch so perfekt da rumhoppeln?? Der Rest war Gleichgültigkeit. Letzte Woche hatte ich ein Muskelzucken im Bauch (ich bin mir sicher das es nicht das Baby war), und ganz unwillkürlich hab ich gedacht: Gib bloss Ruhe du Ding.

DU DING!!!#schock#heul
Wo gibts denn sowas?? Meine Mädchen waren absolute Wunschkinder, jede Sekunde meiner SS hab ich (trotz gelegentlicher Zipperlein) ausgiebig genossen und jetzt? Ich kotze mir jeden Tag die Seele aus dem Leib, ich hab sogar abgenommen statt zugenommen. In jeder wachen Sekunde ist mir übel, ohne Vomex geht mittlerweile nichts mehr. Ja, kein Wunder, es ist ja auch zum Kotzen.

Mein Freund ist total begeistert. Er findet den Altersabstand genau richtig (die Kleine wird im August 2). Allerdings ist er nie da. Er arbeitet immerzu, hat ein kleines Ausflugslokal das per Pachtvertrag Mo-So von 10-18 Uhr geöffnet sein muss, zuviel Personal kann er sich nicht leisten. Wir sehen uns nur am Wochenende und dann auch nur abends.

Ich kann mir einfach nicht vorstellen zwei kleine Kinder zu haben. Meine Mädels sind 10 Jahre auseinander, das war gar kein Problem, zumal die Kleine geradezu unverschämt pflegeleicht war als Baby. Ich schaff das einfach nicht. Nach ein paar Monaten hatte ich schwere Depressionen, musste Medikamente nehmen (die ich jetzt natürlich abgesetzt habe). Es gibt absolut niemanden der mir hilft, der die Kinder mal nimmt. Ich hab Angst das ich nicht damit zurecht komme. Das ich wieder Depressionen bekomme und es monatelang nicht schaffe was zu sagen. Das das Kind ständig brüllt, was mach ich dann mit meiner Tochter?

Ich will dieses Kind nicht. Dieses Kind, das in mir wächst und nichts dafür kann das seine Mutter einen Hau hat. Was wenn es nicht besser wird? Was wenn dieses Kind zur Welt kommt und ich es nicht lieben kann? Was wenn es weiss das ich es nicht will und sich entschliesst zu gehen? Das könnte ich mir nie verzeihen.

Ich werde hier noch wahnsinnig.

Beitrag von wartemama 06.05.11 - 22:40 Uhr

Es ist ganz furchtbar, Deinen Beitrag zu lesen.... es ist für mich nicht vorstellbar, daß eine Frau, die schon Kinder hat und diese liebt, solche Hassgefühle (?) einem weiteren, ungeborenen Kind (wenn es auch ungeplant ist) entgegenbringt.

Ich würde Dir ganz dringend raten, das Gespräch mit Deinem Frauenarzt zu suchen. Du brauchst Hilfe in dieser Situation.

LG wartemama

Beitrag von meandco 07.05.11 - 11:34 Uhr

na, dann wünsch ich dir mal dass du nie in die situation kommst ... ist leider nicht so selten wie man gerne hätte :-(

lg

Beitrag von kyra97 06.05.11 - 22:59 Uhr

hallo du,
dein erzählen berührt mich sehr und es ist gut, dass du das alles aussprichst (ausschreibst ;-)) - und du musst dich überhaupt nicht schlecht fühlen, denn es hat ja gründe, dass du dich nicht freuen kannst, sondern eher ängste hast. im moment hast du für dich selbst keine gute perspektive.
aber ich bin mir sicher, dass du dein kleines liebst! - du könntest es dir nie verzeihen, wenn ihm jetzt was geschieht, weil es deine not spürt. schau, lass gerade diese sorge als allererstes los: deinem baby geht es jetzt sehr gut bei dir - es hat eine prima schutzhülle und zehrt offensichtlich von dir.... #liebdrueck
für dich ist vieles bedrückend: die wenige zeit mit deinem mann, die schlimmen erfahrungen nach der letzten geburt und dann deine übelkeit - da ist man einfach kein "normaler" mensch. die kraft geht völlig weg und wenn du das in der verlängerung denkst, dann kann ich deine panik gut verstehen.
hoffentlich endet die übelkeit bald! damit du wenigstens eine kurze "mittlere" schwangerschaftszeit hast, bevor alles wieder beschwerlich wird.
wie ist es denn mit deiner großen tochter. freut die sich auf das kleine? macht sie auch gern was mit der zweijährigen?
am wichtigsten ist es jetzt, dass du für dich selbst sorgst und auch andere darum bittest. du darfst jetzt für dich beanspruchen, was du brauchst, damit es dir wieder besser geht. überleg mal, was das sein könnte, wonach du dich am meisten sehnst, was dich freuen würde .... oder würde dich ganz praktische hilfe erleichtern?
und such dir einen verständnisvollen menschen, am besten auch eine mutter, die sich zeit für dich nimmt und dich nicht fertigmacht, sondern bei der du so sein kannst, wie du bist, und die dich ein bisschen bemuttert. fällt dir da jemand ein?
vergiss nicht: du leistest gerade allergrößtes - du bringst einen kleinen menschen in die welt. das ist keine kleinigkeit. es kostet viel kraft. und das verdient anerkennung - meine hast du! und ich wünsch dir, dass es dir in kleinen schritten besser geht.
das mit einer beratung wäre zu überlegen, wenn du nicht mal kraft hast, etwas für dich zu tun - dann brauchst du wirklich professionelle hilfe. meld dich einfach!
ich grüß dich ganz herzlich und wünsch dir ein erholsames wochenende, momente, die dich freuen und dir kraft geben!
kyra

Beitrag von fühldichgedrückt 06.05.11 - 23:37 Uhr

Ich finde es gut, das du so klare Worte für deine Gefühle findest.
Und nicht jede Frau kommt mit einer ungepanten Schwangerschaft klar, es heisst noch lange nicht, nur weil du das Baby jetzt im Moment noch nicht liebst, und keinen Bezug dazu hast, das es sich nicht ändert, wenn du es siehst, wenn es da ist, die Hormone geben da ja auch nur einiges dazu.

Es gab schon Frauen , die haben sich sehnlichst ein Kind gewünscht, während der Schwangerschaft waren sie total glücklich und dann nach der Geburt sind sie in ein Loch gefallen.
Du hast doch keinen Hau, meine dritte Tochter war auch nicht geplant und ich hatte einige Höhen und Tiefen in der Schwangerschaft.
Wenn es sich nach der Geburt wirklich nicht bessert, dann such dir Hilfe #herzlich
Es gibt von den katholischen Frauen aus ehrenamtliche Helferinnen die 2 mal in der Woche kommen, mal das Baby ausfahren , und untestützen, vielleicht wäre das was für dich?

VG

Beitrag von kanojak2011 07.05.11 - 02:49 Uhr

Hi,
so über ein Kind zu sprechen ist bei einer normalen ungewollten Schwangerschaft normal. Dass du so Wahnsinnig wirst, kann auch normal sein. gott sei dank dauer die SS 40zig woche, so dass du immer noch Zeit hast es zu verarbeiten und nimm mir es nicht übel: auch an dir zu arbeiten.

Was ist, wenn du Depressionen bekommst ? Muss es soweit kommen. Wenn du überhaupt befürchtest, es könnte passieren, such dir doch Hilfe. Es gibt genug SS-Beratungstellen, die dich auffangen können und professionell beraten können. Du hast Zeit um auf irgendwelche Therapieliste zu kommen.

Ja, die tatsächliche Betreuung ist ein Problem. auf den anderen Seite dein Kind geht dann bald in den Kiga d.h. auch da wirst du ein Teil des Tages nur ,,ein Kind ´´ haben.

kopf hoch, solche Sachen passieren ncht zufällig. Du bist stark genug, um es zu schaffen!

#winke

Ich habe auch eine so ungewollte SS hinter mir und ich dachte den ersten Teil auch schlimme Sachen. Auch jetzt passiert mir manchmal, wenn es zu viel wird, dass ich noch denke, warum hast du es dir angetan.
Und dann kommt dieses Lachen oder was anderes..und dann empfindet man es als Segen. Und mein anderes Kind ist erst grade 3 geworden. d.h. der altersunterschied wird gleich sein.
Ich habe mich auch Hilfe suchen mpssen, weil die umstönde nicht rosig waren.

Beitrag von zuckerzicke 07.05.11 - 08:00 Uhr

Oje. Das hört sich nicht schön an. Sprich bitte mit deinem FA darüber. Dieser wird dich ggf an einen Psychologen überweisen. Ich glaube, dass du so denkst, ist einfach Überforderung momentan. Du wirst sehen, sobald der Bauchzwerg da ist, lässt du ihn/sie nicht mehr los:-D

Ich habe auch drei Kinder. Der Große ist 7, der mittlere 2 und der kleine ist 5 Monate. Mein Mann ist nur am WE zu Hause, wenn ich Glück habe. Kommt auch vor, dass er 2 Wochen am Stück unterwegs ist(Kurierfahrer international).

Beitrag von meandco 07.05.11 - 11:33 Uhr

lass dich mal drücken #liebdrueck

erst mal:
sprich mit deinem mann drüber, was für ängste dich plagen (musst ihm ja nicht alles erzählen!). zb dass du angst hast dass du das nicht schaffst, dass es ein schreikind wird, dass du alleine mit zwei kleinen kindern da sitzt, etc etc etc wirst sehen, das wird leichter und er kann dich wahrscheinlich etwas besser verstehen #pro

zum anderen:
wenn du medis wegen depressionen hattest, dann warst /bist du vermutlich in therapie? wenn nicht würd ich mir schleunigst eine suchen. und da würd ich auch die ganzen gefühle ansprechen, dass du mit dem baby nix anfangen kannst, dass du irgendwie hassgefühle gegen das baby hast etc. ich denke mal es gibt auch medis die du jetzt in der ss nehmen kannst, also lass dich beraten! du sollst ja nicht an dieser ss zugrunde gehen, so dass du schon am ende bist, bevor es richtig losgeht!

außerdem gibt es haushalts/familienhilfen ... erkundige dich mal bei den entsprechenden stellen - mit dem krankheitsbild der depression hast du da sicher chancen zumindest vorübergehend hilfe gestellt zu bekommen!

und bau dir ein gutes soziales netz auf! eltern-kind-gruppen etc wo du andere mamas kennenlernst, wo du wen zum reden hast mit ähnlichen probs, die dir mal ein kind abnehmen (zb die große für nen spielenachmittag mit dem eigenen kind) und wo du einfach mal wenn du nicht mehr weiter weißt auf nen kaffee vorbeikommen kannst ...

alles gute#pro

lg
me

Beitrag von Medis? 07.05.11 - 12:13 Uhr

Warum hast du mit den Medis aufgehört? Die kann man auch in der Schwangerschaft weiter nehmen.
Kein Wunder das es dir so schlecht geht. Die Entwöhnung und dann auch noch die Ss-Hormone.
Geh schleunigst zu deinem psychiater.

Beitrag von zuckermami89 07.05.11 - 16:45 Uhr

Medis? warum schreibst du denn sowas hartes? Das kann man auch netter formulieren.


Ich habe nun meine 4.SS ungeplant. Ich denke auch, du meine Güte und bin irgendwie in der SS noch nicht angekommen, gut bin auch erst 4. Woche, aber 1 ist klar, ich behalte es, komme was wolle. Meine 3 Rabauken sind alle 2 Jahre auseinander, es kann manchmal sehr stressig werden, zudem der kleinste erst 7 Monate ist. Unser mittelster ist für sein Alter recht klein und kann noch keine Stufen steigen, wir wohnen aber 3.OG. Verstehst du was ich meine. Ich versuche mich da irgendwie durch zu kämpfen, zudem kommen noch meine 2 Hündinnen die nicht alleine zu Hause bleiben können und ich die, wie meine Kinder, zu 100% immer im Schlepptau habe, ein Segen das die eine Hündin ohne Leine laufen kann und auf jedes Wimpernzucken reagiert. Versuche dir Hilfe zu holen, beim Jugendamt oder auch Krankenkassen kannst du Familien- bzw Haushaltshilfe beantragen. Übers Jungendamt kannst du dein 2-Jähriges Kind vor dem 3. Lebensjahr in die Kita geben wenn du von denen einen Bescheid bekommst, zb das es für das Kind entwicklungsmäßig besser wäre eine Kindertagesgruppe zu besuchen. Den Bescheid bekommt man eigentlich recht gut, wenn du deine Probleme erzählst und das du Luft zum Atmen brauchst. Wenn du Fragen hast schreib mich einfach an, vllt kann ich dir weiter helfen, und hey, wenn das kleine da ist, die zeit vergeht so schnell und ruck zuck sind die im Kitaalter.
Ich drück dich ganz fest und wünsche dir alles gute und viel Kraft für die zukunft

Beitrag von Medis? 07.05.11 - 17:27 Uhr

Sorry, das war nicht böse gemeint. Aber wenn man Antidepris nimmt und sie dann plötzlich in der SS abricht, da geht es einem nun mal beschissen. Das weiß jeder, der solche Medis nimmt. Das muss man unter Beobachtung "ausschleichen" oder weiter nehmen. Man kann Antidepressiva die ganze SS über nehmen, sie schaden dem Kind nicht.

Beitrag von kanojak2011 07.05.11 - 18:09 Uhr

Medis, sag mal, erzähle mir von den Wunderpillen bei Depressionen, die man auch in der SS nehmen darf. DEN NAMEN BITTE.

Dann hätte nämlich mein damalliger Psychiater gelogen, weil er behauptete, dass es nichts gibt...

Her mit den Wunderpillen ????

Beitrag von Medis? 07.05.11 - 18:23 Uhr

Venlafaxin (Trevilor) und Zitalopram zum Beispiel

http://www.bbges.de/content/index1a6a.html

Mit denen kannst du auch in Kontakt treten.

Beitrag von kanojak2011 07.05.11 - 18:35 Uhr

Hm, ich dachte du hast großen Maul (umgangansprachlich gepsrochen), wie ich mich bei dir entschuldigen muss!!!!!!! Hoffentlich liest es die Dame.

Ich war auf der Internetseite, die eigentlich für Medikamente in der SS zuständig ist (www.embryotox.de) und las mir Zitalopram durch.
Ich verstehe nicht, warum der Psychiater es bei mir damals nicht verodnete, obwohl ich es damals so dringend gebraucht hätte, für mich ein Arschloch.

ich bedanke mich für deine Antwort und wünsche dir alles Liebe!

Beitrag von Medis? 07.05.11 - 18:40 Uhr

Ist okay, habs gelesen

Beitrag von laikienchen 08.05.11 - 10:20 Uhr

Hallöchen,

kann Dich auch sehr gut verstehen! Leide selber auch an Depressionen, die ich Dank Tabletten gut im Griff habe. Machst Du eine Therapie oder hast Du mal über eine Rhea-Behandlung nachgedacht? Vielleicht wäre das eine gute Sache für Dich! Hast dort die Möglichkeit über Deine Gefühle zu sprechen und bekommst fachmännische Hilfe. Außerdem kannst Du Dich mal ausschlafen und zu Dir kommen. Vielleicht schöpfst Du dort neuen Mut und Kraft. Auf jeden Fall solltest du dich dringend mit deinem Arzt/Psychiater besprechen wegen der Tabletten!

Wünsche Dir alles, alles Gute und Kopf hoch, an allem Negativen ist etwas Positives, man muss nur hinschauen ;-)

Beitrag von salida-del-sol 07.05.11 - 20:54 Uhr

Hallo Du,
nein, Du bist kein schlechter Mensch!!!! In der Schwangerschaft fahren die Hormone mit uns manche Achterbahnfahrt der Gefühle. Und wenn eine Schwangerschaft so ungeplant kommt und Du völlig überrumpelt bist, dann kann das Gefühl kommen, dass sich da einfach jemand eingenistet hat ohne Dich zu fragen. Aber Du wirst dieses Kind lieben können, denn es ist ein Teil von Dir. Bis jetzt überwiegt aber noch die Angst, weil Du es Dir mit 2 kleinen Kindern so alleine nicht vorstellen kannst.
Du kannst nach Ersatzgroßeltern suchen. Dies sind Ehepaare mittleren Alters die hätten gerne Enkel haben aber keine. Die greifen gerne kostenlos unter die Arme, da wäre beiden Seiten geholfen.
Sei ganz lieb gegrüßt von salida-del-sol

Beitrag von insto76 08.05.11 - 09:00 Uhr

brichst du auch ständig ?
bei meinem dritten kind litt ich sehr unter hyperemesis.obwohl der kleine geplant war,ging es mir so schlecht,daß ich es manches mal bereute,daß wir noch ein kind haben wollten.
aber zum glück gab man mir im kh ein medikament,was ziemlich gut half.
die vomex steigert ja nicht gerade die laune.davon war ich immer schlapp und müde.
nr.4 war nicht geplant.ich bekam von anfang an wieder die tabletten,sodaß es ging.aber ich hatte auch ganz lange angst,daß ich dieses kind nicht lieben könnte.und mein mann sagt seit der geburt zu mir immerwieder: na siehste und du hattest angst,daß du ihn nicht lieben könntest.jetzt ist er unser sonnenschein und wir können uns ein leben ohne ihn nicht mehr vorstellen.wir lieben ihn abgöttisch und freuen uns wenn er uns so anstrahlt.

Beitrag von emeliza 09.05.11 - 10:15 Uhr

Hallo Du!

Das hört sich wirklich schrecklich an. Ich bin auch gerade (ungeplant) mit meinem 3. Kind schwanger. Zum Glück kann ich mich auf den Wurm freuen.

Ich kann Dir nur einen dringenden Rat geben: Suche Dir Hilfe und das schnell, ganz schnell. Wo wohnst Du denn? Ich arbeite ehrenamtlich beim dt. Kinderschutzbund, dort gibt es z.B. kostenlose Beratungen und Hilfe für Mütter (Eltern) in allen möglichen Lebenslagen. Es gibt noch viele weitere Institutionen, an die Du dich wenden kannst. Du brauchst wirklich Hilfe um damit klar zu kommen. Es ist überhaupt nicht schlimm sich diese zu suchen. Im Gegenteil, nur eine gute Mutter ist stark genug, sich einzugestehen, dass sie manchmal Hilfe braucht.

Dann gibt es für nach der Geburt auch Hilfsangebote, die Du nutzen könntest. Z.B. gibt es Leihomas oder auch das Wellcome-Projekt (falls es das bei Euch gibt) und natürlich die Hilfen von allen möglichen bekannten Organisationen, wie Caritas usw.

Mein Rat ist echt, such Dir jemanden, mit dem Du sprechen kannst. Hast Du evtl. Freundinnen, die Dir helfen können? Vielleicht findest Du ja auch eine nette Mutter über Deine beiden Mädels, in der Schule oder einer Spielgruppe vielleicht. Viele helfen wirklich gerne, wenn man sie läßt. Such Dir Entlastungsmöglichkeiten. Vielleicht kannst Du dir ja auch mal vormittags einen Babysitter für die Kleine suchen und Dir mal eine Auszeit suchen.

Du schaffst das schon!

LG Sandra

Beitrag von Ein paar warme Worte 09.05.11 - 12:09 Uhr

Hallo du Verzweifelte,

ich möchte dir mal ein paar warme Worte zukommen lassen.

Mir ging es genauso wie dir, als ich erfahren habe dass ich schwanger bin wollte ich dieses Kind absolut nicht habe, ich habe mir gewünscht dass es einfach abgeht.
Den Mutterpass habe ich einfach in die Ecke gelegt und nie reingeschaut, nach keinem Arzttermin.
Die Ultraschallbilder inbegriffen.

Als ich dass Herzchen dass erste mal schlagen sehen habe hat es mich nicht berührt, genauso wenig als ich gesehen habe wie es sich bewegt.
Ich wollte mich einfach nicht damit abfinden wieder schwanger zu sein, und ich wollte es auch nicht.
Ich habe oft, sehr oft daran gedacht in der Anfangszeit, dieses Kind wegzugeben und dabei war es mir völlig gleich ob Pflegefamilie oder zum Vater.
Ich hatte keinerlei Muttergefühle, und habe mir auch nie wirklich auf den Bauch gefasst, Sachen gekauft oder mich überhaupt umgesehen.
Ich habe dieses Kind ebenso wie du beschimpft.

Dass alles ging bis zu dem Tag an dem ich zur Feindiagnostik bin.
Plötzlich habe ich mein Baby ganz von nahem gesehen, ich habe erfahren was es wird und ich konnte dass erste mal richtig etwas "damit anfangen".
Ich habe ab da an gemerkt, dass ich dieses Kind doch eigendlich garnicht weggeben möchte, und dass ich mich doch eigendlich freue.
Ich und mein Ex - Freund haben recht schnell Namen gefunden, und ich habe mich auch immer öfters nach Sachen umgesehen, und mich richtig reingehangen.
Mittlerweile ist dass Zimmer renoviert und bald kommen die Möbel dazu.

Ich bin mittlerweile in der 32.SSW und ich bereue es zutiefst ! wenn ich daran denke wie ich am Anfang mit der SSW und dem Kind umgegangen bin.
Mir kommen manchmal die Tränen !
Vielleicht ist es auch dass Umfeld, wo fast jeder meint ich soll es weggeben und nur von dem Vater auf dass Kind schliessen.

Ich kann dir nur den Tipp geben, wenn du merkst es wird und wird nicht besser, geh wirklich zu einem Arzt und rede mit ihm.
Egal ob Psychiater oder dein FA, aber du musst dann etwas unternehmen.
Wenn du weiter denkst, und sich nichts tut und du dieses Kind behältst, wird es immer merken dass es an letzter Stelle kommt, da du es automatisch anders behandelst.

Ich hoffe, du bekommst alles hin, ich wünsche dir viel Glück dabei #klee

Alles Liebe

Beitrag von muck.mom 10.05.11 - 09:51 Uhr

Hallo!
Ich würde Dir auch empfehlen mit einem Psychologen zu sprechen wegen geeigneten Medikamenten die man auch in der Schwangerschaft nehmen kann. Oder such einen Heilpraktiker auf, falls Du damit was anfangen kannst. Mir hat das immer geholfen.
Solche komischen Gefühle kenn ich zum Teil auch, ich hab mich anfangs auch kaum gefreut, war sehr neutral dem Kind gegenüber eingestellt (auch ungeplant) Inzwischen ist alles anders. Mir gehts so gut und ich bin voller Vorfreude!:-D

Die anfängliche Trübsal Stimmung wurde durch die starke Hyperemesis noch verstärkt - hierfür kann ich Dir nur die Seite
http://www.hyperemesis.de empfehlen und das Medikament "Agyrax" das hat mir so geholfen!
Vomex waren schrecklich, die machen nur noch fertiger.
Mit den Agyrax wurde ich wieder richtig lebenslustig, die Übelkeit war total weg und von da an wuchs auch die Freude!!

Wie gehts Dir denn inzwischen? Sind ja schon einige Tage vergangen. Ich wünsch Dir alles Gute!! Halt durch, diese Gefühle bleiben sicher nicht für immer #liebdrueck
LG V.