AlgII und Umzug wg neuem Job

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Beitrag von postrennmaus 06.05.11 - 22:12 Uhr

Hallo zusammen!

Ich bin seit einem Monat ALGII Bezieher und habe jetzt evtl eine Zusage für einen Superjob in Hamburg. Dafür müssten wir aber Umziehen, da wir in einer anderen Stadt wohnen und dort auch einen Kitaplatz haben. Jetzt habe ich eine Zusage für einen Kitaplatz in HH ab Sommer und wir würden uns nun auf die Wohnungssuche begeben. In HH ist das ziemlich schwer. Freunde von uns haben 3 Monate gesucht.

Welche Unterstützung hat man vom Amt zu erwarten was Wohnungssuche und Umzug angeht. Oder muss man das alles selbst organisieren/bezahlen?

Ich frage nicht, weil ich gern die Hand aufhalte und dem Staat bei jeder Gelegenheit auf der Tasche liegen will. Es geht nur ums Prinzip und darum, ob es für uns finaziell zu schaffen ist.

Wäre um Erfahrungen/Tips dankbar.

Lg postrennmaus

Beitrag von king.with.deckchair 06.05.11 - 23:20 Uhr

Es gibt die Möglichkeit, im Rahmen des so genannten Vermittlungsbudgets (google mal) einen Umzug zu Aufnahme einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung zu finanzieren. Ggf. auch zunächst mal getrennte Haushaltsführung und dann den Umzug. Maklergebühren eher nicht.


LG
Ch.

Beitrag von musterli70 08.05.11 - 09:36 Uhr

Soweit zur Theorie, in der Realität scheint es leider SBs zu geben die unter massiver Trennungsangst leiden und sich nur ungern von einmal liebgewonnen Acktendeckeln trennen wollen und sich deshalb so lange Zeit lassen, bis der auswärtige Job andersweitig besetzt ist.

Aber wem erzähle ich das, Du kennst das Problem ja mit Sicherheit selbst.

Beitrag von postrennmaus 08.05.11 - 10:01 Uhr

Wie meinst du das genau?

Wenn ich die Jobzusage zum 1.7. habe und ja sage, was soll mir dann passieren? Wenn wir die passende Wohnung gefunden haben, spricht doch nix dagegen den Umzug durchzuziehen oder nicht?

Und selbst wenn es mit der Wohnung nicht sofort klappt, können wir noch pendeln, da ich einen Kitaplatz an meinem Arbeitsort sicher habe.

Es geht mir jetzt nur darum, ob das Amt beim Umzug finaziell was beisteuert oder nicht. Damit wir das ganze durchrechnen könne, ob es inanziell zu schaffen ist.

Was könnte mir der zuständige SB denn verweigern. Schließlich war das sogar eine STelle, die ich vom Amt vorgeschlagen bekommen hab.


Lg postrennmaus

Beitrag von windsbraut69 08.05.11 - 10:05 Uhr

Laß Dich von den übersteigerten Ängsten des Users gegenüber den Jobcentern/Argen nicht irritieren!

LG

Beitrag von musterli70 09.05.11 - 08:45 Uhr

Genau um die Kohle gehts und da genau liegt das Problem, es gibt SBs die bearbeiten solche Anträge nur ungern (SB hat für nen Antrag auch bis zu 6 Monate Zeit um ihn zu bearbeiten, erst dann kannst Du Untätigkeitsklage einreichen).
Gehst Du in Vorkasse, ohne einen possitiven Bescheid zu haben für die Übernahme, dann bekommst Du nix vom Amt hinterher, weil Du konntest es Dir ja scheinbar selbst leisten.
Das kann der normale Bedürftige aber in der Regel nicht, somit wartet er, irgendwann ist die Stelle weg, weil der SB zu lange gebraucht hat für den neuen Chef.

Ist leider nicht die Ausnahme, sondern eher schon der Regelfall, das Internet ist voll von solchen Fällen in den einschlägigen Foren.
Auch wenn User wie Windsbraut69 und Co. das nicht wahr haben möchten, weshalb auch immer, rosa rote Traumwelten sind eben schöner als die harte Realität.

Beitrag von postrennmaus 09.05.11 - 13:16 Uhr

Ich werde mich jetzt die Tage mit meinem SB in Verbindung setzten und den Umzug ankündigen. Ich habe den Eindruck, einen netten und kompetenten SB zu haben. Da ich arbeitslose Akademikerin mit guten Chancen auf einen schnellen Wiedereinstieg bin, sind die scheinbar sowieso positiver eingestellt. Ich werde mal scheuen was, da so kommt.

Aber danke für deine Erfahrung!


Lg postrennmaus

Beitrag von musterli70 09.05.11 - 14:02 Uhr

Mach mal, ich wünsche viel Glück, auf die Aademikerin brauchst Dir dabei allerdings nix einbilden, davon gibts reichlich und arbeitslose dazu.
Aber vielleicht hast Du ja Glück und bist das blinde Huhn, was das Korn (in dem Fall den kompetenten SB) findet.

Beitrag von seinelady 07.05.11 - 12:07 Uhr

Du KANNST ( schreibe das nicht umsonst groß) den Umzug bezahlt bekommen, bzw. ein Teil davon.
Auch neu Anschaffung wie Teppich zb. KANN übernommen werden.
Allgemeine Renovierungskosten auch.
Auch die Kaution KANN von der Arge übernommen werde.

Es ist von Fall zu Fall anders. Bantrage einfach die Zuschüsse und du wirst sehen.
Lieben Gruß

Beitrag von nightwitch1988 07.05.11 - 19:53 Uhr

hi

eine bekannte ist auch vor einigen jahren umgezogen in eine andere stadt wegen einem neuen job und hat bei der arge dafür zuschüsse beantragt und auch bewilligt bekommen. es ist aber eine kann- leistung.

lg

Beitrag von nightwitch1988 07.05.11 - 19:56 Uhr

hab noch was vergessen:

du musst der arge 3 verschiedene umzugsanbieter/ unternehmen anbieten. den billigsten kannst du dann bewilligt bekommen.

lg

Beitrag von tigaluna 07.05.11 - 22:51 Uhr

Versuch über das Wohnamt einen Dringlichkeitsschein (Wohnberechtigungsschein) zu bekommen. So ist der Spielraum für günstigere Wohnungen schon einmal größer. Dann kann ich so Anbieter wie die SAGA/GWG (www.saga-gwg.de) empfehlen, dort habe ich immer gute Wohnungen gefunden. Zur Not nimm erstma eine kleinere und suche dann weiter. Es kommt natürlich darauf an wo ihr arbeiten werden, aber gewisse Stadtteile sind nicht so zu empfehlen (Billstedt, Jenfeld, Mümmelmannsberg, Harburg, Wilhelmsburg ect). Natürlich kann man die Ecken nicht über einen Kamm scheren, aber es gibt schönere Ecken in Hamburg ;-)

Nett sind Barmbek Nord, Bramfeld, Wandsbek, Farmsen, Stellingen, Schnelsen. Dort sind die Mieten auch im Mittelfeld.