Ich kann nicht mehr..mir wird alles zuviel......

Archiv des urbia-Forums Partnerschaft.

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Forum: Partnerschaft

Eine dauerhafte Partnerschaft ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Lust und Frust liegen da oft nah beieinander. Hier könnt ihr offen ausdrücken, was euch innerlich bewegt.

Beitrag von ++++++++ 06.05.11 - 22:39 Uhr

Hallo :-(

ich muss mir nun mal meinen Frust von der Seele schreiben. Ich bin vor kurzem Mutter geworden und seitdem bin ich total am Ende. Ich schlafe kaum und bin zudem krank (chronisch). Der Säugling braucht meine ganze aufmerksamkeit doch ich hab überhaupt keine Kraft dafür. Mir ist im Moment alles zuviel weil ich starke Schmerzen habe und mich überhaupt nicht mehr wohl fühle in meinem von der Schwangerschaft beanspruchten Körper :-(. Ich liebe mein Kind über alles aber ich hätte nicht gedacht das es mich sowas von fertig macht mit dem Schlafentzug ect. Zudem kommt diese Krankheit die mich seelisch arg belastet.

Hilfe hole ich mir natürlich von Familie und Freunden aber ich fühle ich trotzdem zunehmend schlecht, traurig, dick und total überfordert. Ich weiss nicht vielleicht hab ich auch nen Babyblues (mein Baby ist 6 Wochen alt).

Ich frage mich ob irgendwann ne Phase kommt wo das Baby einfacher wird sich mal alleine beschäftigt und ich wieder ein bisschen Zeit für mich habe.

Über nette aufmunternde Worte wäre ich dankbar.

Grüsse

+++++

Beitrag von frau-mietz 07.05.11 - 01:22 Uhr

#liebdrueck

Ich kann nur für mich und meine Bekannten sprechen:

Ein Baby oder Kleinkind ist IMMER anstrengend.
Es wir mit der Zeit nur anders anstrengend!

Momentan schläft es viel und unregelmäßig.

Je älter es wird, desto weniger schläft es am Tag.
Wenn es mobil wird, hättest Du theoretisch mehr Zeit für Dich. Allerdings muss man ständig hinterher sein! Die Kleinen lassen sich allerhand Quatsch einfallen.
Mit viel Glück schläft es nach mehreren Monaten Nachts durch, das ist aber auch nicht immer so.

Du musst leider ein Stück von Deinem bisherigen Leben aufgeben. (Sollte Dir aber eigentlich schon vorher bewusst gewesen sein)
Ja, es wird sich auch selbst beschäftigen, aber erwarte nicht zu viel!

Wenn Du es nicht alleine schaffst, dann hole Dir Hilfe! (Jugendamt, Familie)

Ich weiß das es sehr schwer ist, aber bitte beiße die Zähne zusammen! Ich war während der Schwangerschaft und auch nach der Geburt sehr schwach und krank (musste nach der Schwangerschaft 2 mal operiert werden) aber ich habe es geschafft!

Halte durch, mehr kann ich Dir leider nicht sagen. Vielleicht hat jemand hier noch einen hilfreicheren Kommentar für Dich...

Ich wünsche Dir alles Liebe!

LG

Beitrag von lena84 07.05.11 - 10:06 Uhr

Hallo,

leider muss ich auch sagen, dass ich die ersten 2 Monate am leichtesten fand.

Connor hat allerdings immer 4 Stunden am Stück geschlafen, dann gestillt und wieder geschlafen.

Mit 6 Wochen hat er durch geschlafen.

Aber was genau ist bei euch denn jetzt so extrem stressig mit dem Baby? Schreit es sehr viel?

Ich würde dir auch raten deine Hebi oder Frauenarzt zu fragen. Klingt nach Wochenbettdepression.

Ich fand, dass es stressiger wurde, als Connor 8 Monate alt war. Er wollte sitzen, kippte um, er wollte stehen, kippte um. Er war sehr unleidlich und quengelte viel rum. Er kam überall mit hin, selbst wenn ich nur aufs Tö wollte, das fand ich nervlich sehr viel anstrengender als die erste Zeit. Und heute, wo er 5 1/2 Jahre alt ist finde ich es immer noch sehr schwer eine gute Mutter zu sein.

Es kommen Probleme im Kindergarten, Erziehungsprobleme etc..
Nächstes Jahr kommt er in die Schule und wir "freuen" uns schon drauf... wird sicher nicht leicht, weil er schnell aufgibt.

Du siehst, die Probleme werden nicht weniger, aber das gehört eben dazu.

Deshalb denke ich noch immer, dass wir wohl besser kein 2.Kind bekommen, da es jetzt schon schwer ist nach 9 Stunden Arbeit dem Kind gerecht zu werden.

LG und Kopf hoch, irgendwann wirst du drüber lächeln
Lena + Connor, den sie nie wieder missen möchte, aber dennoch manchmal kinderlose Paare "beneidet" :-p

Beitrag von josili0208 07.05.11 - 02:04 Uhr

Herzlichen Glückwunsch zum Baby #liebdrueck

Diese Phase kommt leider manchmal nicht so easy von allein, was Du da beschreibst hört sich für mich nach einer Wochenbettdepression an. Daher solltest Du unbedingt Deinen Arzt oder Deine Hebamme ansprechen, Du musst da nicht allein durch und Du wirst es auch vermutlich allein nicht schaffen, Dich da rauszuziehen.
Schreib mich an wenn Du magst.
Alles Liebe, jo

Beitrag von schnee-weisschen 07.05.11 - 09:48 Uhr

Hey,

ich habe vier Kinder, und ich fand immer, dass sie als Neugeborene oder eben ganz kleine Babies absolut pflegeleicht waren.
Sie schlafen viel, wollen trinken und ne frische Windel.
Das ist Grundversorgung im Großen und Ganzen (schmusen etc. ist ja nicht anstrengend ;-)).

Das ändert sich. Man muss vielleicht nicht mehr permanent versorgen, dafür kommen aber andere Dinge hinzu, die nervlich beanspruchen.

Ich denke, dass es bei Dir die hormonelle Umstellung ist. 6 Wochen ist keine Zeit. Es wird bestimmt besser, und dann fallen Dir Deine Aufgaben auch nicht mehr so schwer.

LG

sw

Beitrag von imzadi 07.05.11 - 09:59 Uhr

Es wird noch ein weilchen dauern aber es wird einfacher. Irgendwann geht dein Kind in den Kindergarten und hast etwas Zeit für dich. An sich wird es schon einfacher wenn dein Kind alleine Essen und zur Toilette gehen kann.

Kopf hoch, das wird schon!

Beitrag von xbienchenx 07.05.11 - 11:10 Uhr

ich habe 4 Kinder und kenne das zu gut.
Wobei ich im nachhinein sagen muss, das die erste Zeit am angenehmsten ist, weil das Babay ja nur schlafen und essen will. Es braucht noch nicht diese Beschäftigung und Aufsicht wie ein Baby was schon 6 Monate alt ist.
Ich empfand das Krabbelalter als sehr anstrengend, weil man es nicht mal für eine Minute unbeaufsichtigt lassen konnte.
Mein jüngster ist fast drei Jahre alt. Und ist zwar auch anstrengend, aber anders. Nun kämpft man mit Wutausbrüchen des Kindes, kann aber nachts durchschlafen und freut sich das er sich auch mal alleine beschäftigen kann.

Aber ich kann dich beruhigen, das Gefühl was du hast, ist vollkommen normal und keineswegs schlimm.
Bei meinem zweitem Kind war ich die ersten Wochen so überfordert das meine Schwester mir die Kleine für drei Wochen abgenommen hat, so das ich mal Luft holen konnte. Danach ging es mir besser.

Versuch deine freie Zeit, die du hast zu genießen. Lenk dich ab und tue dir was gutes! Das ist verdammt wichtig!

Kopf hoch! Es wird besser!