muss mal Herz ausschütten...

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Forum: Mein Tier & ich

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Beitrag von bambina74 07.05.11 - 07:14 Uhr

Hallo zusammen,

letztes Jahr ist mein fünfzehnjähriger Kater Asrael leider an einem Pankreas Karzinom gestorben (zwei Jahre zuvor sein Bruder Gizmo an der gleichen Diagnose) Ich hatte seit ich denken kann schon immer Katzen - kenne mich also aus und weiss demnach auch was das für eine Verantwortung ist. Nun ist es so dass ich das tierlose Leben im Moment eigentlich geniesse, kommen und gehen kann, ohne schlechten Gewissen usw... Natürlich fehlt mir manchmal schon das Schnurren, der Milchtritt und die Schmuseattacken aber das Unabhängige, keine Katzenstreukrümel überall, keine Katzenhaare auf der Couch, ständig - umd natürlich IMMER auf den Flokati kübeln...usw.... all das geniesse ich eben zur Zeit, obwohl ich Katzen wirklich liebe.

Vielleicht bin ich aber auch einfach noch in Trauer um meine Kater weil ich mich Gefühlstechnisch nicht auf ein neues Fellknäul einlassen könnte - zumindest denke ich das.

Ich bin aber nicht alleine Zuhause :-) und mein Mann plus fünfjähriger Tochter möchten aber unbedingt wieder eine Katze im Haus und was soll ich sagen - sie haben gewonnen ! ^^ am Freitag zieht also wieder ein Katerchen bei uns ein und ich weiss aber gar nicht, wie ich mich dabei fühlen soll.... :-( Eine Mischung aus Freude und Bedenken, ich kann das gar nicht so richtig beschreiben. Jetzt kommt doch auch der Sommer und ich bin die meisste Zeit mit meiner Tochter im Bad, wir wollten dieses Jahr in Urlaub fahren....und all das kann ich nun wieder nicht ohne mir Gedanken machen zu müssen. ich kann das Katerchen schliesslich nicht den ganzen Tag alleine lassen.

Hach, ich bin wirklich durcheinander und hoffe, dass das alles so funktioniert. Wenn wir ihn am Freitag bekommen ist er gerade mal zehn Wochen alt und ich werde mich natürlich in ihn verlieben, möchte aber nicht nochmal mein komplettes Leben nach dem Haustier richten - so wie bei den beiden zuvor. Naja, ich hoffe ihr versteht was ich meine.....?!

Ab wann kann ich ihn denn das erste mal raus lassen ? Wir wohnen im ersten Stock und meine beiden Kater sind immer auf den Balkon gehüpft und durch den offenen Türspalt geschlüpft. So möchte ich es auch wieder machen, damit er raus kann und nicht in der Wohnung versauert.

Ich weiss gar nicht warum ich das alles schreibe, vielleicht nur um meine Bedenken einfach mal Luft zu machen und Meinungen oder Erfahrungsberichte anderer zu hören...

Jedenfalls bin ich total hin-und hergerissen zwischen "juhuu, wir bekommen einen Babykater" und "Hmmm....eigentlich find ich es aber grad gut, so wie es ist"

Ich weiss auch nicht....

liebe grüße

Beitrag von schneckchen71 07.05.11 - 10:05 Uhr

Hallo

bei den Bedenken, die du hast, hätte ich mir denk ich noch keinen neuen Mitbewohner geholt, sondern erst, wenn alle, aber auch wirklich alle fest hinter dem Entschluss stehen.

Aber trotzdem wünsche ich euch viel viel Glück und Freude an der neuen Fellnase

LG Nadine

Beitrag von bambina74 07.05.11 - 10:31 Uhr

Du hast Recht, das denke ich auch, ich werde auch voll und ganz hinter dieser Verantwortung stehen - ich weiss ja wie das Leben mit Katzen verläuft - ich finde es nur gerade so toll, keine Rücksicht nehmen zu müssen, was ich die letzten 15 Jahre eben immer gemacht, und mein Leben nach den Katzenmännern gerichtet habe.

Aber es ist auch sehr schön ein schnurrendes, warmes Fellknäul auf dem Bauch liegen zu haben. Das Leben mit Katzen ist schon toll....nur soll es "mein" Leben nicht mehr ganz so bestimmen....

Ich habe keine Zweifel daran, das zwölf Wochen (keine zehn) alte Katerchen in mein Herz zu lassen obwohl ich ja schon etwas Angst habe, ihn mit meinen beiden alten Jungs zu vergleichen und keinen solchen innigen Bezug zu ihm aufbauen zu können.

Wir werden sehen, ich mache vielleicht einfach zu viel Aufregung um nichts und am Ende ist alles super. :-)

lg

Sabrina

Beitrag von schneckchen71 07.05.11 - 10:58 Uhr

Ach ich denke schon, dass du dich sofort verlieben wirst. Wir standen vor 1,5 Wochen vor der Entscheidung, ob wir einen zweiten Hund aus naja nicht optimaler Haltung zu uns zu holen. Es ist zeitweise schon sehr anstrengend, obwohl der Bursche schon 5 Jahre alt ist, aber grad jetzt liegt er wieder vor meinen Füßen und schnarcht und solche Momente entschädigen alles. Ich z.B. schlafe momentan keine Nacht mehr durch, weil der Hund nachts durch die Gegend tiegert, er ist übergewichtig und wir haben überall Laminat, also hören wir jeden Schritt.

Noch ein Tier werde ich aber nicht aufnehmen, erst wenn einer der beiden nicht mehr sein sollte. Ich hab ja auch solch großes Herz und würde alles aufnehmen, aber irgendwann muss auch mal Schluss sein. Man darf ja die Kosten auch nicht vergessen, 2 Hunde kosten halt ne Menge Geld.

Aber nungut, ich schweife ab. So wie du schreibst, scheinst du zwar noch total unentschlossen zu sein, ABER ich vermute im tiefsten Inneren, freust du dich doch schon mächtig auf den kleinen Racker

LG Nadine

Beitrag von bambina74 07.05.11 - 11:13 Uhr

"ABER ich vermute im tiefsten Inneren, freust du dich doch schon mächtig auf den kleinen Racker"

Das stimmt schon und ich glaube auch einfach dass meine Bedenken eben diese sind dass jetzt der Sommer vor der Türe steht und meine Tochter und ich die meisste Zeit eben unterwegs sind - Schwimmbad, See oder Radtouren. das geht nur leider nicht ohne schlechtem Gewissen, wenn ich weiss, dass Zuhause ein Katerchen sitzt - der noch zu jung ist um draussen rumzuspazieren.

Das lässt mich meine Aktivitäten demnach nicht geniessen - ergo bleibe ich bei schönstem Wetter Zuhause und hab ne schmollende Tochter an meiner Seite. ^^ Ich glaube, wenn wir Herbst hätten, wären meine Bedenken kleiner. Katerchen kann aber nichts dafür, ich habe für ihn zu sorgen und muss für ihn da sein - zumindest bis er alleine raus darf - und das schränkt mich mal wieder total ein.

Ein Teufelskreis....naja, jetzt heissen wir ihn erst einmal herzlich willkommen - auch mit komischem Bauchgefühl. Wenn er grösser wird, kann er raus und hat seine Abwechslung und den Auslauf als Enzelkater. ^^