hat jemand einen guten vorschlag?

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Forum: Erziehung

Kinder fordern Eltern täglich neu heraus zu Auseinandersetzung und Problemlösung. Kinder brauchen Grenzen - doch welche und wie setzt man sie durch? Welche Erziehung ist die richtige? Nutzt hier die Möglichkeit, euch hilfreich mit anderen Eltern auszutauschen.

Beitrag von cassandracadim 07.05.11 - 10:53 Uhr

ein schönes wochenende an alle,
ich würde mich freuen, wenn jemand mir einen guten vorschlag/eine gute idee unterbreiten könnte. jan wird am 28,07, drei jahre alt und ist wundervoll, ein sausewind, ziemlich schnell im verstehen, seit 1,5 jahren halbttags bei einer tagesmutter und einfach ein wunschkind.
seit einem jahr ist er in der trotzphase/ ich-findungsphase, je nachdem, wie man es nennen möchte. meistens verstehen wir uns auch bei einem akuten anfall gut, er bekommt klare grenzen und das signal, dass ich sein bedürfnis wahrgenommen habe aber nicht erfüllen kann. seit einigen tagen hat er spaß daran, einfach nicht zu reagieren. er antwortet nicht oder macht es permanent trotzdem weiter, wenn er ein verbot bekommt. erst schimpfen hilft. und mir geht das schimpfen auf den nerv, zumal ich angst habe, ihn irgendwann anzuschreien.
hat jemand eine idee?
und das andere, was mir sorgen bereitet ist, dass er seit einer zwei tagen anfängt zu beissen, wenn er sehr übermütig ist. er findet das lustig und denkt, dass es zum spiel beiträgt.
wir sagen ihm, dass es wehtut und es nicht lustig ist aber dennoch...
danke für antworten
lieben gruß
diana #sonne

Beitrag von marion2 07.05.11 - 11:11 Uhr

Hallo,

dein Sohn muss lernen, dass es außer seinen Bedürfnissen auch andere gibt. Mütterliche Nerven sind nicht unendlich belastbar.

Du solltest nicht zu viel Verständnis für seine Eskapaden aufbringen. Das bringt ihn nämlich nicht weiter.

"und das andere, was mir sorgen bereitet ist, dass er seit einer zwei tagen anfängt zu beissen, wenn er sehr übermütig ist. er findet das lustig und denkt, dass es zum spiel beiträgt."

Du schreibst, dein Sohn wäre ziemlich schnell im Verstehen. Sollte er tatsächlich denken, dass beißen zum Spiel beiträgt, wäre eher das Gegenteil der Fall.

Ich glaube, dass du ihn einerseits total überschätzt und anderseits unterschätzt.

Gruß Marion

Beitrag von juniorette 07.05.11 - 15:06 Uhr

"und mir geht das schimpfen auf den nerv,"

Eltern, die nicht schimpfen, weil es ihnen auf den "Nerv" geht, sind schlechte Eltern.

"und das andere, was mir sorgen bereitet ist, dass er seit einer zwei tagen anfängt zu beissen, wenn er sehr übermütig ist. er findet das lustig und denkt, dass es zum spiel beiträgt."

Dein Kind wird noch viel schlimmere Sachen machen, wenn du weiterhin keinen "Nerv" hast, ihn zu schimpfen und Konsequenzen für sein unerzogenes Verhalten walten zu lassen.

Mir geht übrigens auch so vieles auf die Nerven, was mein Kind betrifft, aber ich habe mich dafür entschieden, ein Kind in die Welt zu setzen und muss halt auch mit den nervigen Seiten des Mutterseins leben.

Wenn mein Kind mich gebissen hat, habe ich es nicht bei liebevoll gesäuselten Erklärungen belassen, sondern geschimpft und die Beschäftigung mit meinem Kind fürs Erste abgeblasen.

LG,
J.

Beitrag von bine3002 07.05.11 - 23:17 Uhr

Ich weiß nicht, wie ich es richtig ausdrücken soll, aber dein Beitrag wirkt etwas "weichgespült". Das ist kein Vorwurf, aber Du gibst dir scheinbar besondere Mühe, dein Kind "pädagogisch wertvoll" zu erziehen. Und das ist ja auch ehrenwert, aaaaaber.... es ist meist graue Theorie.

Du solltest einfach nicht deine Bedürfnisse vergessen und ihm dir gegenüber den gleichen Respekt abverlangen, den Du ihm gegenüber hast. Gleiches Recht für alle!

Respekt bedeutet auch, dass man sich nicht ignoriert. Das ist unhöflich. Er muss nicht spuren, aber er muss/sollte zumindest signalisieren, dass er dich gehört hat. Und wenn er das nicht tut, dann musst Du dir mit eine Maßnahme Gehör verschaffen.

Due Dummen schlagen zu und richten damit ganz sicher Schaden an.

Die Emotionalen schreien mal und je nach Heftigkeit kann das ein Kind ganz sicher auch verstören und das ist scheiße. Manchmal kann das Schreien aber auch heilsam sein. Z. B. hat eine Freundin (sie ist Erzieherin) mal ihren Sohn ganz doll angeschrien. Der kannte das gar nicht. Am Ende haben beide geweint und ein sehr schönes Gespräch gehabt. Der Stress, den die beiden vorher immer hatten, war danach vorbei. Ist doch super. Insofern würde ich schreien nicht so ganz verteufeln. Ist doch auch ein Teil der menschlichen Natur (wenn ich mir mal Schimpansen anschaue).

Die Humorvollen können solche Situationen vielleicht auch so meistern, dass sie ihr Kind so lange anstubsen bis es reagiert. Und dabei dann mit verstellter Stimme sagen: "Haaaaallllllllloooooo?????? Hast Du mich verstanden? Ich rede mit dir. Antworte doch mal?"... vielleicht so wie "Dori" aus "Findet Nemo!"

Na ja und dann gibt es da noch die gestresste Mama, die gerade wenig Zeit hat und nicht so viel Geduld und Humor aufbringen kann. Die ruft dem Kind z. B. aus der Küche zu, dass es das Geschmiere mit dem Löffel lassen soll. Das Kind reagiert nicht. Dann geht Mama hin, nimmt den Löffel ab und sagt: "Ich habe dir gerade gesagt, dass Du das lassen sollst!" "Bäääääääääääähhhhhh!!!" "Du bekommst den Löffel wieder, aber lass das Geschmiere! Hast Du mich verstanden?" "Ja!" "Ok, noch einmal und (z. B. das Essen ist beendet oder Du bekommst ein Lätzchen oder Du kannst danach die Küche wischen....). Solche Konsequenzen sind sehr individuell. Da gibt es kein richtig oder falsch. Sie sollten aber auf jeden Fall umsetzbar sein und einigermaßen logisch. Wenn dir nichts einfällt, dann drohe auch nicht mit einer Konsequenz. Du solltest glaubwürdig bleiben.

Bei der Beisserei würde ich ihm ganz klar signalisieren, dass dies kein Spiel ist und es demzufolge auch sofort beenden. Ich würde es einmal sagen. Wenn er weitermacht, würde ich aufstehen und mit den Worten "Wenn Du mich beisst, dann möchte ich nicht mit dir spielen." aufstehen. Oft sind die Kinder sehr aufgekratzt, wenn sie sowas machen und dementsprechend wird er dir hinterher laufen und versuchen, dich zu fangen etc. Versuche das so weit wie möglich zu ignorieren und wiederhole nach einer gewissen Zeit nochmal: "Nein, ich spiele nicht mit dir. Du hast mich gebissen, das hat mir weh getan und Du hast dich nicht mal dafür entschuldigt." Vermutlich wird er dann etwas kleinlaut. Hak nochmal nach: "Entschuldigst Du dich?" "Ja" "Ok, ich höre..." und wenn das "Entschuldigung" kommt und sei es noch so leise, schlag ihm ein ruhigeres Spiel vor. So belohnst Du erwünschtes Verhalten und ignorierst das unerwünschte. Es ist natürlich möglich, dass er anders reagiert. Aber ich würde es erstmal so probieren.

Beitrag von deoris 08.05.11 - 08:36 Uhr

Hallo
also ich finde ,du diskutierst sehr viel.Es muss dafür ,dass er nicht reagiert oder weiter Blödsinn macht ,Konsequenzen geben.
Du hast Angst ihn anzuschreien.Naja,Deine Angst spiegelt sich in seinem Verhalten"es passiert ja sowieso nichts ,wenn ich weiter mache! " So denken die Kinder in solchen Fällen! Ich muss sagen,ich werde auch mal laut.klare Ansagen und keine lange Erklärungen,sonst hast du verloren!

LG Ewa

Beitrag von derhimmelmusswarten 08.05.11 - 10:59 Uhr

Erstaunlich, dass man ANGST davor hat, sein Kind anzuschreien. Meine Tochter ist noch keine 2 Jahre alt und sie hört daheim auch absolut nicht (lt. Erzieherinnen in der Kita läuft dort aber alles prima und sie hört dort auch gut). Zu Hause sieht es dann oft aus als hätte ne Bombe eingeschlagen. Sie hat allerhand Unfug im Kopf, Wutanfälle (die hatte sie schon total früh) und flippt oft regelrecht aus. Ja, wir schimpfen mit ihr und wir schreien sie notfalls auch mal an. Na und? Darf man das nicht? Was soll ich denn machen, wenn mein Kind bei Schlecker ins Weinregal hauen will oder sich auf einem Supermarktparkplatz los reißen und weg rennen will? Oder wenn es irgendwo nen Sitzstreik veranstaltet, weil es nicht ins Auto will? Oder, während ich kurz in die Küche gehe, seine Milchflasche absichtlich auf die Couch kippt und genüsslich verreibt? Wenn ich sie dabei erwische, wie sie die Tapete abpiddelt oder mit dem Kuli die Tapete anmalen will? ICH schreie dann auch schon mal los. Na und? Muss man sich den von einem Dreikäsehoch alles gefallen lassen? Die nehmen einen doch echt nicht für voll. Und im Kindergarten werden die Erzieherinnen durchaus auch lauter. Ich sehe da überhaupt kein Problem. Nicht zu lasch sein, ist meine Devise. Bringt nix.

Beitrag von bamsel 08.05.11 - 22:10 Uhr

Hallo!
Bitte quatsch nicht soviel, sondern handel. Taten zählen manchmal echt mehr als zu viel Worte.

Gruss,
bamsel

Beitrag von heiho 09.05.11 - 11:54 Uhr

Hallo,
ich habe auch so einen kleinen Sonnenschein und ich denke (so wie du schreibst), dass bei euch alles richtig läuft! Schön, dass es noch mehr Eltern gibt, die versuchen mit möglichst wenig geschimpfe und mehr Verständnis ihre Kinder "groß zu ziehen". Und du hast Recht, dass es schlimm ist ein Kind anzuschreien! Habe Erzieherausbildung, Tagesmutter und ein Pädagogikstudium hinter mir und zum Glück gegen Ende meines Studiums die Literatur gefunden, die man braucht um Kinder zu möglichst glücklichen Kindern zu erziehen (mir wäre dieser Weg duch Vorerfahrungen verwehrt geblieben).
Ich habe bis jetzt die Erfahrung gemacht, dass möglichst viel Verständnis, immer wieder wiederholen (und das wirlklich immer, wenn mein Kleiner was macht, das ich nicht gut finde) am Ende dazu führen, dass mein Sohn GERNE das macht, was ich von ihm möchte, nicht weil er gehorcht, sondern weil er verstanden hat. Damit habe ich die Sicherheit, dass er nicht anders handelt, wenn ich ihm den Rücken zudrehe. Manchmal dauert es eben. Die andere Variante sehe ich auch zu genüge: Kinder machen wieder was sie wollen, wenn sie sich unbeobachtet fühlen, toll, wnen man nur auf Gehorsam setzt. Bin schon für klare Grenzen, aber das geht auch ohne Geschrei, wnen man nicht schon dafür gesorgt hat...
Ganz liebe Grüße
(freue mich immer solche Beiträge zu lesen, das gibt die Hoffnung auf eine gute Zukunft mit glücklich aufgewachsenen Menschen)

Beitrag von marion2 09.05.11 - 13:32 Uhr

Hallo,

wie alt ist dein "Sonnenschein"?

Gruß Marion

Beitrag von deoris 09.05.11 - 14:20 Uhr

Du hast das sehr schön geschrieben ,aber irgendwie habe ich das Gefühl ,dass du noch ein ziemlich kleines Kind hast ,zumindest die Altersangabe wäre interessant.
Ich versuche auch meine Kinder mit Verständnis zu erziehen .Aber ich bin kein Papagai,der immer alles 100 mal wiederholt und auch kein Roboter ,der keine Emotionen hat.Und wenn man auch mal laut wird ,heißt es nicht gleich ,dass man die Kinder ohne Verständnis erzieht und nur auf gehorsam setzt.
Es gibt Sitruationen in denen man wirklich nicht anders kann. Und wenn eine Mutter autentisch ,dann haben die Kinder viel mehr davon.

***dass mein Sohn GERNE das macht, was ich von ihm möchte, nicht weil er gehorcht, sondern weil er verstanden hat***
Bis zu einem gewissen Alter mag es durchaus sein ,aber wenn es in dem Kindergartenalter bis in den Schulalter so weiter geht ,dann ist das nicht normal!!!

LG Ewa

Beitrag von heiho 09.05.11 - 18:12 Uhr

Mein kleiner Mann ist fast drei Jahre alt. Aber an ihm alleine mache ich das nicht fest. Ich habe viele Eltern während meiner Tätigkeit als Erzieherin und Tagesmutter gesehen (habe mit Eltern und ihren Kindern zwischen 1 und 15 Jahren gearbeite)t und auch viele "Erziehungsstile". Fazit: Die Kinder, die die konservativere Fraktion an Erziehern als total verwöhnt abgestempelt hatte waren zu Beginn der Schulzeit sehr freundliche junge Menschen, mit viel Verständnis für Andere (manchmal auch deren Fehlverhalten sich selbst gegenüber, allerdings nur bis zu einem gewissen Maße). Sie konnten ihre Bedürfnisse klar formulieren und die Eltern gingen möglichst darauf ein. Dass das nicht IMMER funktioniert, weil wir eben alle Menschen mit unterschiedlichen Erfahrungen in der eigenen Erziehung sind, ist klar. ABER: Es kommt auf den Versuch an so zu leben und das spüren die Kinder genau. Ich bin nicht die Ruhe selbst bei meinem Kleinen, aber wenn ich geschimpft habe entschuldige ich mich auch, egal wie "klein" er noch ist und auch bei meinem Kleinen bekomme ich im Kindergarten die Rückmeldung, dass er genau sagen kann, was er möchte und was nicht und alleine deswegen schon sehr Pflegeleicht ist, man kann ja mit ihm reden. Und wenn ich ihm erkläre (ja, ich diskutiere auch länger mit ihm, wenn ich möchte, dass er auch mich versteht), das etwas nicht geht hatte ich bis jetzt wirklich noch nie ernsthafte Probleme, kein geknatsche wegen Süßigkeiten, oder irgendwelchen Dingen, die ihc ihm kaufen sollte, oder weil er eben etwas nicht haben sollte oder ich etwas nicht möchte (z. B. mit einem Stock Laufrad fahren...) Wenn man sich die Zeit nimmt auf die Gefühlswelt der kleinen einzugehen, bekommt man dafür ein Kind, das zu seinen Gefühlen stehen kann (haben im Moment oft das Gespräch über Ängste).
Ist übrigens auhc nicht nur meine Meinung, ich schrieb ja, dass ich froh bin, dass mir die richtige Literatur in die Hände gefallen ist, habe dazu eine Diplomarbeit verfasst, die eine Eins wurde ;-))
LG

Beitrag von marion2 09.05.11 - 19:30 Uhr

Hallo,

die verwöhnten Kinder, die ich bislang so kennen lernte, blieben verwöhnte Kinder und sie nerven extrem. Die sind kein Umgang für mich - da krieg ich Kopfweh... aber gut.

Was mich irritiert ist, dass du mit deinem Sohn oft über Ängste sprechen musst. Meine Kinder sind nahezu angstfrei. (Der Große ist eher vorsichtig, aber nicht ängstlich.)

Wie kommt es, dass dein Kind bei all den langen Erklärungen unter Ängsten leidet?

Gruß Marion

Beitrag von heiho 09.05.11 - 19:49 Uhr

Die Frage ist, was Angstfrei ist... Er setzt sich mit seiner Angst vor Dunkelheit auseinander, die hat er in einer Burg erlebt, in einem dunklen Tunnel, als er mit sienem Onkel alleine war. Und jetzt möchte er mit Mama und Papa dahin (der Onkel ist fast ein Fremde, weil er weiter weg wohnt...) um das erneut auszuprobieren, müssen jetzt nur noch dahin in den nächsten ein zwei Wochen. Aber ängstlich ist meiner eigentlich nicht, war eher ein Beispiel für eine aktuelle Situation, in der mein Sohn seine Gefühle schon ziemlich detailliert zum Ausdruck bringen kann und auch, welche Hilfe er sich dabei von uns wünscht.
Ich habe mit den Bsispielen verwöhnter Kinder ausdrücken wollen, dass genau diese Kinder, die aufgrund des Elternverhaltens! als verwöhnt beschrieben wurden, genau von denselben Erzieherinnen als die angenehmsten der ganzen Einrichtung gesehen wurden, als die Eltern die Einrichtung nicht mehr so oft betreten haben, also auch keiner mehr ertragen musste, dass die Eltern zu nett zu ihren Kindern waren... Finde das schon bemerkenswert, wie sich die Meinung schnell ändern kann. Denke die Erzieherinnen hatten ein Problem damit zu sehen, dass der andere Weg auch funktionieren kann und es den Kindern unter Umständen damit sogar besser geht. Werde auch von einer Bekannten als "Experiment" gesehen, allerdings kommt immer weniger, denn sie mag meinen Sohn seltsamerweise auf einmal sehr gerne...

Beitrag von marion2 09.05.11 - 20:03 Uhr

Angst vor Dunkelheit muss man anerziehen. Angst vor Mäusen auch.

In dunklen Tunneln ist es dunkel und tunnelig. Das allein macht einem Kind noch keine Angst.

Was genau war es denn?

Meine Kinder werden auch als pflegeleicht empfunden. Sie kennen Regeln, können reden und sind auch insgesamt relativ selbständig. Deswegen muss ich nicht ständig nett zu ihnen sein.

Beitrag von heiho 09.05.11 - 21:24 Uhr

Es gibt in der psychologische Lietratur einige Ur - Gefühle, dazu gehört die Angst vor dem Fremden, die sich in der Angst vor Dunkelheit am deutlichsten zeigt. Man sieht ja nicht, was dort "lauern" könnte, eine logische Angst unserer Vorfahren zu Zeiten, in denen man noch um sein Leben fürchten musste. Angst vor Mäusen ist in der Tat anerzogen.
Nett zu deinen Kindern solltest du schon sein, wenn du mal alt bist, also hilflos, wirst du dir wünschen du hättest ihnen als Mutter gezeigt, dass schwache und hilflose Menschen (also Kinder und Alte) einen besonderen Schutz bedürfen um nicht in ihrer Hilflosikeit allein gelassen zu werden. Wünsche dir auf jeden Fall, dass du es schaffst, dir die andere Möglichkeit des Umgangs mit Kindern mal näher anzusehen und offen für die Möglichkeiten zu werden, es hat mein Leben sehr stark bereichert.
Zudem lernen Kinder am Modell und nicht unbedingt durch Erziehung (ist durch Forschungen erwiesen), also werden sie später dein Verhalten kopieren, eher wie dass sie das annehmen, was du ihnen versuchst beizubringen. Und wer möchte nicht, dass die Kinder nett zu ihren Mitmenschen sind?;-)

Beitrag von marion2 10.05.11 - 08:23 Uhr

Angst vor Fremdem ist etwas anderes als Angst vor Dunkelheit. Einem Kind ist Dunkelheit nicht fremd. Es wächst damit auf. Unsere Augen sind in der Lage auch mit kleinen Lichtmengen gut zurecht zu kommen.

Übrigens: Meine Kinder sind nicht hilflos.

(lediglich die Arme sind noch etwas zu kurz, um sich selbst den Hintern zu wischen)

Ich möchte nicht, dass meine Kinder immer nett zu ihren Mitmenschen sind.

Beitrag von deoris 10.05.11 - 08:57 Uhr

***Ich möchte nicht, dass meine Kinder immer nett zu ihren Mitmenschen sind. ***
Dann ist doch alles wunderbar ,ich hoffe ,dass meine Kinder deinen nie begegnen werden.

Oder suchst du extra nach Brennpunkten ,die zum Diskutieren bringen?

Beitrag von marion2 10.05.11 - 09:04 Uhr

Du möchtest hoffentlich auch nicht, dass deine Kinder IMMER nett sind. Solche Kinder werden früher oder später von Kindern, die NIE nett sind, verprügelt.

Mir reicht es, wenn meine Kinder sind wie sie sind.

Beitrag von deoris 10.05.11 - 09:06 Uhr

Ich glaube nicht dass die Rede davon war,ob sich die Kinder währen können oder nicht.Aber so wie man in den Wald ruft......
Meine Kinder sind nett zu ihren Mitmenschen ,können sich aber auch währen ,wenn jemand nicht nett ist ,dass ist ein unterschied.

Beitrag von heiho 10.05.11 - 09:30 Uhr

Seltsamerweise wurde mein Sohn noch nie verprügelt und ich lege großen Wert auf Spielkontakte, da kann ich mir das Alter nicht immer aussuchen (in der Regel geht er seit einem Jahr in den Kiga, da sind fast alle größer, da er SEHR klein ist 86cm) und nachmittags spielt er mit siebenjährigen Mädchen, oder mit den Jungs gegenüber, auch Schulalter und das eigentlich täglich, außer wir haben am WE was vor... Alle scheinen mit ihm gut klar zu kommen, ohne dass sie das Gefühl haben ihn verprügeln zu müssen, das machen die dann eher gegenseitig ;-)

Beitrag von marion2 10.05.11 - 11:51 Uhr

Dein dreijähriger ist hoffentlich nicht allein unterwegs #gruebel

Beitrag von heiho 10.05.11 - 12:56 Uhr

Unterwegs nicht, aber alleine draußen bei uns im riesen Hof. Knan vom Fesnster aus sehen, wnen er auf die Straße läuft und bin dann direkt daneben, also lasse ich ihm seinen Freiraum, ansonsten säße ich den ganzen Tag vor der Türe...

Beitrag von heiho 10.05.11 - 09:40 Uhr

also lieber dreufhauen, als gehauen zu werden?
Wir sind Menschen, keine Tiere...
Das menschliche zeichnet sich durch die Möglichkeit zum Mitgefühl und zur Liebe aus!

Beitrag von marion2 10.05.11 - 12:29 Uhr

"also lieber dreufhauen, als gehauen zu werden?"

Dazwischen gibts für dich nichts? #schock

"Wir sind Menschen, keine Tiere... "

Was für eine arrogante Aussage... #augen

"Das menschliche zeichnet sich durch die Möglichkeit zum Mitgefühl und zur Liebe aus!"

Na so ein Blödsinn! #nanana

Mitgefühl und Liebe sind Gefühle, die einer ganzen Reihe von Tierarten gegeben sind.

Beitrag von heiho 10.05.11 - 13:03 Uhr

Mein Sohn muss nicht "unnett" werden um sich zu wehren, deswegen habe ich deine vorige Aussage so verstanden.
Und ich verstehe auch nicht, warum ich keinen Unterschied zwischen Menschen und Tieren machen sollte, denke den machst du auch, oder esst ihr aus einem Napf? ;-) Ich sehe das weniger idealistisch, eher realistisch.
Und wennich mich so in der psychologischen Literatur umschaue: Ja, das menschliche zeichnet sich durch Mitgefühl, Rollenübernahme also aus. Habe noch nie geshört, dass ein Tier zum Perspektivwechsel fähig wäre.
Und was die Liebe angeht: menschliche Liebe und das, was du bei Tieren als Liebe ansiehst ist denke ich doch noch ein Unterschied.
Finde es schade, wenn meine Aussagen als arrogant hingestellt werden, nur weil du ein Problem mit meiner Sichtweise hast?!#kratz
Eigentlich ist meine Absicht eher zum Nachdenken anzuregen, als irgendwelche dogmatischen Sichtweisen zu verteidigen.
LG