Gruppenwechsel im Kiga...:-(

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von ringel22 07.05.11 - 13:23 Uhr

Hallo,

meine Tochter geht nun seit einem Jahr in den Kindergarten. Sie ist jetzt 3 1/3 und fühlt sich auch sehr wohl in ihrer Gruppe mit nur 12 Kindern. Nun ist es in dieser Gruppe so geregelt, dass jetzt alle Kinder in ihrem Alter in die nächsthöhere Gruppe wechseln sollen.
D.h. das wäre dann eine normale Gruppe mit 25 Kindern von 3-5, anschließend kommt dann noch die Vorschulgruppe.
Nun hieß es, dass meine Tochter besser in der kleinen Gruppe bei den 1-3jährigen bleibt und dann da die Älteste ist, da auch entsprechend wieder ganz kleine nachkommen, wenn ihre Freunde in die nächste Gruppe gehen.
Meine Tochter ist durch eine Hüftdysplasie, die das erste Lebensjahr behandelt wurde in der Entwicklung zurückgeworfen. Sie ist auch sonst motorisch nie so fit gewesen, hatte lange Krankengymnastik.
Sie rennt nicht so schnell, nur ganz langsam, kann nicht so weit laufen, kann nicht richtig hüpfen und auch sowas wie Laufrad fahren bekommt sie noch nicht hin.
Auch ist sie sehr unsicher beim Turnen und sehr ängstlich.

Auch in größeren Gruppen ist sie sehr vorsichtig, weil sich die anderen Kinder so shcnell bewegen und ihr das einfach nicht ganz geheuer ist...

Da sist auch der Grund, warum sie noch in der anderen Gruppe bleiben soll bei den Kleinkindern, vor allem das mit dem unsiche rsein wurde erwähnt.
Nur gehen somit leider alle ihre Freunde und sie wäre nur unter Kleineren. Ich muss dazu sagen, dass sie sprachlich und auch geistig sehr fit für ihr Alter ist und ich 1. ANgst habe, dass sie das nicht verkraftet, dass sie als einzige in der Gruppe bei den "Babys" bleiben soll und außerdem hat sie dort auch keinen mehr richitg zum spielen, mit dem man sich schon richtig unterhalten kann, so wie mit Gleichaltrigen...

Ich weiß im Moment nicht ganz, was ich von der Situation halten soll. Vielleicht sehe ich das als Mutter zu dramatisch und das ist wirklich das beste für sie? Was würdet ihr tun?

Ich hoffe auf andere Meinungen, weil ich nun doch etwas verunsichert bin...

Liebe Grüße, Ringel

Beitrag von hummelinchen 07.05.11 - 14:51 Uhr

Hey,

so wie du das schilderst, gibt es in der Kita keine Integrationsgruppe? Das wäre ja die ideale Lösung für sie..

Grundsätzlich denke ich, wenn Kinder körperlich aber geistig nicht beeinträchtigt sind, sollten sie nicht wie rohe Eier behandelt werden.
Klar, gibt es viele Unsicherheiten in ihrem Leben aber wäre es nicht besser sie zu fördern, anstatt sie in Watte zu packen? #kratz

Ich kenne deine Tochter oder die Einrichtugn ja nun nicht, aber wie wäre es mit Frühförderung?
Gibt es Heilpädagogen in der Einrichtung? Geht sonst auch extern...
Frag mal deinen KIA...
Und für Kinder mit Einschränkungen kann auch eine Einzelintegrationsgruppe eingerichtet werden...
Sowas gab es bei uns auch...

Mach dich mal schlau... Sie in der Krippe zu lassen, finde ich nicht richtig - aber wie gesagt, ich kenne sie nicht...

lg Tanja

Beitrag von hexenmaus78 07.05.11 - 22:29 Uhr

Hallo
also ich denke auch dass es nicht gut ist wenn sie in der Kleinen Gruppe bleibt.
Wieviele Erziereinnen sind denn in der größen Gruppe. Bei 25 Kindern müssen das mindestens 2 sein.25 Kinder in einer Gruppe finde ich auch ziemlich viel.

Hast du schon mal überlegt dir eine Integrationskita anzuschauen?

Beitrag von ringel22 08.05.11 - 10:35 Uhr

Danke erstmal für die Anworten! Also an Integrationsgruppe o.ä. habe ich bisher noch nicht gedacht. Hat bisher auch keiner angesprochen, weil sie im Kiga meinten sie holt das alles ja noch auf und brauch eben ihre Ruhe und nicht 25 Kinder, die wild durcheinander wuseln, weil sie das oft etwas verunsichert.
Auch der KiA hat bisher nichts gesagt und bei der U wurde auch dieses "altersgerecht entwickelt" angekreuzt und da war auch alles in Ordnung bzw. wusste der Arzt ja um ihre Vorgeschichte.
Wie kümmer ich mich denn um sowas? Ich hab da überhaupt keine Ahnung und weiß auch nicht richtig, was das überhaupt heißt. Kenne nur sowas, dass da ständig ein Helfer bereit steht und so...wobei da sja nun übertrieben wäre und es ja nur darum geht,, dass meine Tochter eben was unsicherer ist und nicht so alles mitmachen kann...
SIe ist ansich sehr offen und kontaktfreudig und findet schnell Freunde und natürlich habe ich nun ANgst irgendetwas verkehrt zu machen indem ich sie zu vielen, zu großen Kindern ausliefere oder sie bei so kleinen lasse, mit denen sie nciht viel anfangen kann:-(
Was würdet ihr denn jetzt machen?
Ich fände es sehr schade, wenn sie jetzt zusehen muss, wie alle ihre Freunde in eine neue Gruppe gehen. Aber in nem anderen Kiga anmelden will ich sie auch nicht gerne....und das müsste ja schon schnell passieren...vor allem sind hier die Plätze extrem knapp...vor allem, weils ein Ganztagsplatz ist:-(

Und das ist auch so eine Sache. Da dann nur so kleine in der Gruppe sind, müssten die shcon um halb12 Mittagsschlaf halten...und das fidne ich auch sehr ungünstig für eine 3jährige... mh...

Beitrag von hummelinchen 08.05.11 - 19:40 Uhr

Es geht nicht unbedingt darum, sie in den I-status zu geben, sondern in einer solchen Gruppe sind halt nur 15 Kinder und da könnte sie ja auch als Regelkind mitlaufen... (z.B.)

Aber wie bitte soll sie das denn aufholen, wenn sie bei den Kleinen bleibt? Was wird ihr da suggeriert? Du bist nicht oke, alle anderen gehen, du musst bleiben.. Wie soll das erklärt werden? Weil sie zu langsam ist?? Den Erklärungsversuch würde ich gerne sehen...
Der Gedanke der Erz. ist bestimmt gut gemeint aber nicht hiflreich für das Kind (so wie du das schilderst). In einer "normalen" Regelgruppe wird es aber auch schwer die Defizite alleine auf zu holen..
Erkundige dich mal nach "Frühförderung". Das wäre eine Möglichkeit...
Da kommt dann eine Heilpädagogin in die Gruppe und kümmert sich 1 -2x in der Woche nur um deine Tochter...

Und wenn sie kognitiv gut drauf ist, kann ihr Defizit durchaus durch eine gute Projektarbiet in der Gruppe aufgearbeitet werden. Kinder sind da sehr unkompliziert.

Mein Tipp: Halt sie nicht künstlich klein, sie ist langsam aber nicht geistig beeinträchtigt. Trau ihr was zu...
Aber erkundige dich mal beim KIA oder in der Kita nach Frühförderung

http://de.wikipedia.org/wiki/Fr%C3%BChf%C3%B6rderung
wundere dich nicht darüber, dass von "Behinderung" gesprochen wird. Das ist halt die Wortwahl, denn ohne Hilfe könnte ja eine Behinderung daraus werden. (irgendwie müssen sie es ja nennen)

http://www.familienratgeber.de/kinder/fruehfoerderung/index.php

lg Tanja, die dir zudem Probetage in einer Regelgruppe vorschlägt, damit irh ein Bild von dem bekommt, was passieren könnte...

Beitrag von emeliza 08.05.11 - 11:28 Uhr

Hallo,

so wie Du es beschreibst, würde ich sie mit den anderen Kindern wechseln lassen. Ihre Freunde werden ihr die Unsicherheit sicher etwas nehmen. Wäre sie jetzt geistig auch etwas hinten dran, dann würde ich sie bei den Kleinen lassen, aber so ist sie dort doch unterfordert. Nicht, dass sie dann noch depressiv wird. Gerade in dem Alter liegen Welten zwischen einer 2 und einer 3,5 jährigen.

Man sollte Kinder in dem Alter nicht unterschätzen, meistens helfen sie gerne anderen Kindern, die einige Dinge noch nicht so gut können und schließen sie nicht aus.

Frag Deine Tochter doch mal, was sie möchte.

LG Sandra

Beitrag von ringel22 08.05.11 - 12:47 Uhr

So einfach is da sleider nich. die Entscheidung von Seiten des Kigas ist bereits gefallen. Ich müsste halt jetzt versuchen da gegen anzugehen:-( Und klar, ich hab auch etwas Sorge, dass es viell noch andere Gründe gibt, weil die Kapazitäten knapp sind die ganz froh sind sie nicht wechslen zu lassen zu müssen...wer weiß...
Das ist halt alles nicht so einfach. Aber so stehen lassen kann ich das ja eh nicht. WOllte mir vorher abe rmal ein paar Meinungen über meinen Bekanntenkreis hinaus einholen. Weil ich hoffe ja, dass jemand hier ähnliche Situationen kennt. Das kann doch kein Einzelfall sein? Mh...
Aber sehr hilfreich sich andere Meinungen anzuhören! Danke!

Beitrag von ks581 08.05.11 - 13:02 Uhr

Hallo,
mein Kleiner ist letzten August in die nächstgrößere Gruppe gegangen. Im September ist er 3 geworden. Seine Freunde sind bis auf 2 Kinder alle im Juni/Juli hochgerutscht und er hat sich die letzten Wochen überhaupt nicht wohl gefühlt. Er hat sich völlig anders benommen. Er war auch total unterfordert. Ich war froh, als er dann auch wechseln konnte. Ein Mädchen aus seiner Gruppe wurde erst im Dezember 3 und die musste noch länger warten. Sie war somit die älteste und das ging gar nicht. Sie hat sich mit Händen und Füßen gewehrt in KiGa zu gehen, obwohl sie nie Probleme hatte. Sie ist dann glaub ich im Oktober oder so auch hochgegangen und seit dem fühlt sie sich wieder wohl.
Ich finds nich gut, was die mit deiner Tochter machen. Ich bin selbst in einem KiGa tätig und denke immer, die Größeren tragen auch einen Teil dazu bei, dass die Kinder "schneller" größer werden bzw. sich schneller entwickeln. Die Kleinen gucken sich doch gaaaaanzzz viel ab. Ich drück dir die Daumen, dass sie auch wechseln kann. Sprich einfach nochmal mit den Erziehern, vielleicht klappts ja.
LG Ks581