Beim Jugendamt hinterlegenlassen oder passiert das eh so??

Archiv des urbia-Forums Kleinkind.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Kleinkind

Das Leben mit kleinen Kindern ist wunderschön, nie langweilig aber auch ziemlich anstrengend. Da können Tipps von anderen Müttern oder Vätern viel Erleichterung und Hilfe in den Alltag bringen. Viele Infos rund um Ihr Kleinkind  (z.B. Kinderkrankheiten) findet ihr auch in unserem Magazin.

Beitrag von floppy90 08.05.11 - 07:20 Uhr

Hallo ihr Lieben,

da es heute wieder einen Todesfall in meinem Bekanntekreis gab, kommt mir die Frage auf, was passiert mit meinem Sohnemann wenn ich beispielsweise tötlich verunglücken sollte? Ich habe das alleinige Sorgerecht, der leibliche Vater steht zwar in der Geburtsurkunde aber hat an sich keinerlei Rechte oder ähnliches. Darf den kleinen sehen wann auch immer will (sofern er denn wollte), und sowas halt. Ich bin verheiratet, mein Mann ist aber nicht der leibliche Vater und hat den kleinen auch nicht adoptiert. Also meine Frage nun: wenn mir was passiert, was passiert mit dem Kleinen? Weil ich persönlich es am Liebsten hätte wenn er dann zu meinen Eltern kommt. Passiert dass sowieso oder muss ich das beim Jugendamt angeben?

Danke schon mal für Eure Hilfe.

Lg

Lena & Lyon Maurice (*26.01.2010)

Beitrag von tatlesina 08.05.11 - 07:26 Uhr

Also soweit ich weiß, nimmt das Jugendamt ihn dann erst mal in Obhut. Dann würden Sie sich wohl erst mit dem Vater des Kindes in Verbindung setzen und kontrollieren, ob er in der Lage wäre sich um das Kind zu kümmern etc.
Erst wenn diese Möglichkeit nicht besteht wenden die sich an die Großeltern.

So etwas könnte man vielleicht in einem Testament regeln.

Beitrag von rmwib 08.05.11 - 07:49 Uhr

Huhu

das passiert NICHT automatisch.

Du brauchst eine notarielle Anordnung der Vormundschaft.

Wenn du nichts festlegst, kann es sein, dass deine Mama sich auf den Kopf stellen kann und das Kind nicht bekommt. Erstmal geht dir Vormundschaft dann ans Jugendamt und es wird nach unterschiedlichsten Gesichtspunkten ein Vormund meist aus der Familie gesucht, was aber auch nicht sein MUSS. Aber wenn deine Mutter (Gott behüte) selbst irgendwie krank sein sollte, oder dem Amt jemand anderes geeigneter erscheint, hat sie eventuell schlechte Karten...
Man kann notariell sogar festlegen, wer die Vormundschaft bekommt, wenn die erste Wahl nicht geht, weil inzwischen krank oder selbst gestorben oder geschäftsunfähig (ist auch ein Ausschlusskriterium).

Liebe Grüße

Beitrag von iseeku 08.05.11 - 08:54 Uhr

wir waren letztlich beim anwalt...das jugendamt konnte mir nicht weiterhelfen...

du muss ein ein testament machen (handschriftlich).
dort kannst du festlegen, wohin dein kind soll oder auch wohin auf keinen fall.
du musst es nicht notariell beglaubigen lassen, ist nur geldmacherei...

letztendlich hat das vormundschaftsgericht zu entscheiden, aber der wille der mutter oder der eltern wird da berücksichtigt. und es müsste dann echt schon was gravierendes dagegen sprechen.
familie wird auch lieber genommen.

falls du eine testamentsvorlage brauchst kannst du mich gerne anschreiben.

lg#blume

Beitrag von jono 08.05.11 - 10:30 Uhr

Hallo,

wurde ja schon gesagt, erst handschriftlich und dann beim Amtsgericht (ist die kostengünstigste Variante, da Du dann nicht jede Änderung bezahlen musst...) hinterlegen.

Das Vormundschaftsgericht entscheidet zwar, folgt aber gerne dem Willen der Eltern.

LG
Jono

Testamentsmuster gibt es im Internet