wie lange bekommen eure ne Auszeit?

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Forum: Kleinkind

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Beitrag von jenny.b2006 08.05.11 - 09:42 Uhr

Hallo ihr Lieben,
mich würde mal interessieren wie ihr das so handhabt wenn eure Kleinen einfach nicht hören?Bekommen sie ne Auszeit wenn ja wo und vorallem wie lange?
Danke schonmal für eure Hilfe
LG Jenny

Beitrag von monab1978 08.05.11 - 10:03 Uhr

nö, bekommen sie nicht. Was soll das denn bewirken? Da wird man doch nur noch wütender als Kind, fühlt sich dazu noch zurückgewiesen und allein.

Beitrag von yozevin 08.05.11 - 10:04 Uhr

Huhu

Unsere "Auszeit" besteht aus Kuscheln und Schmusen, solange sie wollen, wenn sie mal nicht hören....

Eine Auszeit als Konsequenz finde ich irgendwie unlogisch und unangebracht.... Klar, aus der Situation nehmen ist manchmal okay, aber die Kinder dann irgendwo (möglichst noch allein, da Mama ja genervt ist) parken, finde ich nicht gut und ist meiner Meinung nach völlig sinnfrei....

LG

Beitrag von postrennmaus 08.05.11 - 10:11 Uhr

Ich finde es nicht sinnfrei. Bei uns ist das so, dass ich meine Tochter aus der stressigen Situation herausholen muss, damit ich überhaupt zu dem Schreienden und Tobenden Kind durchdringen kann. Und wenn sie dann in ihr Zimmer gehen soll um sich zu beruhigen, dann klappt das bei ihr ziemlich gut. Manchmal, wenn sie was nicht darf und deshalb bockt und heult, dann hilft das bei uns, da sie dann wieder runterkommt. Danach ist bei uns auch immer kuscheln und umarmen angesagt. Ich frage sie dann, ob jetzt wieder alles gut ist, und dann kommt meist ein klares Ja. Und dann können wir normal weiterspielen.

Beitrag von yozevin 08.05.11 - 10:22 Uhr

Und was bezweckst du ih damit zu vermitteln? Das ihr Zimmer doof und eine Strafe ist? Meine Kinder sollen sich gerne in ihren Zimmern aufhalten, also werde ich sie sicher nicht in ihr Zimmer schicken und ihnen damit vermitteln, dass ihr Zimmer doof ist.... Und für mich sind Konsequenzen logisch, wenn sie die Sache selbst betreffen.... zb Spielzeug wird durch die Gegend geworfen, also kommt Spielzeug weg, denn was weggeworfen wird, wird ja nicht mehr benötigt.... Lernerfolg: Spielzeug wird nicht mehr geworfen!

Durch Konsequenzen sollen Kinder etwas lernen und vermittelt bekommen! Ins Zimmer schicken vermittelt, dass das Zimmer eine Strafe ist.... Meiner Meinung nach der falsche Weg!

LG

Beitrag von postrennmaus 08.05.11 - 10:23 Uhr

Komischerweise sieht meine Tochter ihr Zimmer nicht als Strafe, sondern als Rückzugsmöglichkeit.

Beitrag von postrennmaus 08.05.11 - 10:27 Uhr

Es ist einfach so, dass sie die unmittelbare Umgebung verlassen soll, wo gerade der Konflikt entstanden ist. Wenn sie den Raum verlässt, dann ist sie aus der Situation raus und beruhigt sich dann schnell wieder. Das sie dann in ihr Zimmer geht hat sich so mit der Zeit "eingebürgert". Dort hat sie ihre Kuschelecke und dort kann sie sich am schnellsten beruhigen.

Beitrag von altehippe 08.05.11 - 10:21 Uhr

Gleicht das nicht eher einer Belohnung?

Beitrag von yozevin 08.05.11 - 10:30 Uhr

Nein, finde ich nicht.... Die Kinder kommen dadurch runter, sind dabei aber nicht allein! Und vor allem bekommen sie das, was sie meiner Meinung nach in dem Moment benötigen: Nähe!

Hier war letztens irgendwo ein Beitrag, der mich sehr berührt hat.... Darin hieß es (nicht wortwörtlich, aber sinngemäß): Wieso geht man nur im ersten Jahr auf sämtliche Bedürfnisse der Kinder ein, sobald sie ein Jahr alt sind, sollen sie aber mit allen Mitteln erzogen werden.... Genau so sehe ich das auch!

Beitrag von altehippe 08.05.11 - 11:08 Uhr

Okay, ich seh grade, dass TEs Kind 17 Monate ist. Ging von meinen aus und die sind fast drei.

Wenn ich mit denen kuscheln würde, wenn sie etwas machen, von dem sie wissen, dass sie es nicht sollen, werde ich sicherlich nicht Beifall klatschen. Sollten sie klar mit einer Situation überfordert sein, weil sie zb müde sind, dann wird natürlich auch gekuschelt. Aber nicht, wenn sie einfach gegen wichtige "Regeln" angehen.

Für Auszeiten bin ich allerdings auch nicht wirklich.

Beitrag von monab1978 08.05.11 - 10:31 Uhr

Ist alles andere nicht ne Strafe?

Beitrag von postrennmaus 08.05.11 - 10:07 Uhr

Je nach nachdem, wie doll sich meine Tochter "daneben" benimmt, z.B. hat einen Tobsuchtsanfall weil ihr mal wieder irgendwas nicht passt und mit Sachen schmeißt etc. dann schicke ich sie in ihr Zimmer und sage, dass sie sich da erstmal beruhigen soll. Dann geht sie von alleine in ihr Zimmer, und weint da ne Runde. Irgendwann kommt sie wieder, als wenn nicht s wär #rofl

Das dauert unterschiedlich lange, je nachdem wann sie sich wieder beriúgigt hat. Das liegt aber an ihr. Wir machen das schon von Anfang an so, deshalb geht sie mittlerweile von allein in ihr Zimmer um sich zu beruhigen.


Lg postrennmaus mit Lotte (2,5 Jahre)

Beitrag von monab1978 08.05.11 - 10:17 Uhr

"Dann geht sie von alleine in ihr Zimmer, und weint da ne Runde. "

Find ich ne traurige Vorstellung....

"Irgendwann kommt sie wieder, als wenn nicht s wär"

Die hat offenbar gelernt, dass sie bei dir nur ankommen braucht, wenn sie so tut als wäre alles ok.

Wie man da noch den "ich lach mich schlapp"-urbino benutzen kann, ist mir schleierhaft. Kann man nur so erklären, dass du vielleicht auch schon als Kind lernen musstest deine echten Gefühle zu unterdrücken, weil sie etwas negatives (z.B. weggeschickt werden) zur Folge haben.

Mona

Beitrag von postrennmaus 08.05.11 - 10:22 Uhr

Deine Einschätzung was mich angeht, ist völlig falsch. Ich musste zum Glück nie meine Gefühle unterdrücken.

Wenn meine Tochter tobt und Dinge durch die Gegend schmeißt, hilft schmusen und kuscheln nciht. SIe muss aus der Situation heraus und dazu gehen wir in ihr Zimmer. Ich darf nicht bei ihr bleiben, sie schlägt dann um sich. Bei ihr ist es einfach so, dass sie kurz allein sein WILL, denn ich MUSS gehen. SIe sagt es mir. SIE WILL es so. Und das schon recht lang. Daher muss ich sie mittlerweile nicht tragenderweise aus der Situation holen, sondern sie geht von allein.

So ist das. Ich würde sie auch lieber auf meinem Arm beruhigen, aber das hilt bei uns wenig. Sie will einfach irgendwo in ihrer Kuscheleckr bocken und dann ist wieder gut. Was ist daran nun so traurig???

Beitrag von monab1978 08.05.11 - 10:29 Uhr

Irgendwie kann ich nicht rauslesen, wer nun angefangen hat. Hast du sie anfangs rausgetragen

"Und das schon recht lang. Daher muss ich sie mittlerweile nicht tragenderweise aus der Situation holen, sondern sie geht von allein. "

Oder hat sie erst drum gebeten aus der Situation genommen zu werden???

ich denke sie geht schon selber, weil sie von anfang an gelernt hat, wenn ich nicht ins Bild passe und "unpässlich" bin, muss ich weg. Ja klar, jetzt geht sie schon von alleine, das heisst doch nicht, dass sie es gerne macht, das heisst nur, dass sie weiss, mehr hat sie in der situation nicht zu erwarten.

ich finde es traurig, dass ein so kleines Kind sich in der situation des Leides nicht an dich wenden kann, sondern alleine weint.

Beitrag von postrennmaus 08.05.11 - 10:40 Uhr

Oh man, ich lach mich gerade nur noch kaputt hier. Das ist Urbia in seiner vollen Pracht. Wie man hier auseinandergepflückt wird, weil man so schön anonym ist. Ich habe ein sehr glückliches Kind hier und wir haben bestimmte Ritaule und auch ein paar Konsequenzen für bestimmte Situationen. Wenn ihr meine Tochter fragen würdet, ob ich sie lieb habe und sie mich lieb hat, dann käme ein sehr deutliches JAAAAAAAAA. Sie muss nicht alleine weinen und ist nie alleine traurig. Aber wenn sie bockt, dann bockt sie und ich darf ihr dann einfach nicht zu nahe kommen, so ist das einfach. Sie will das nicht, und das hat nichts damit zu tun, dass sie denkt ich würde nicht mehr kommen um sie zu trösten. Ich muss ihr einfach ein paar min geben und dann kommt das Trösten. Ist scheinbar schwer zu verstehen.

Beitrag von romana77 08.05.11 - 14:29 Uhr

Du hast Recht.
Hier werden sehr schnell Kinder um ihre bösen Eltern bedauert, denen es richtig gut geht!!

Beitrag von denny86 08.05.11 - 17:21 Uhr

#pro#pro#pro

Beitrag von rowan855 08.05.11 - 20:41 Uhr


Hi Du :-)

Ich kanns voll verstehen ;-)

Auch unsere Maus lässt sich nicht anders aus der Situation bringen, als mal kurz alleine zu bocken.

Wir haben mächtig viel Geduld mit ihr, aber wenn sie den Konflit selbst provoziert ( sieht man an den Augen :-p ), dann hilft nichts anderes als ins Zimmer. Mit trösten und so ist da nichts zu machen und ablenken funktioniert dann auch selten. Habe schon einiges ausprobiert und alles hat nicht geholfen.

Am Besten war der Tip: Nachdem sie Mist gemacht hatte, sollte ich sie festhalten bis sie aufgibt (von einer Erzieherin!! ) Tja, das ende vom Lied war, das meine Maus und ich nach 15Min Kampf nassgeschwitzt waren und sie nur aufgab, weil ihr die Kraft fehlte! Na herzlichen Dank auch, NIEEEE wieder!! Soviel zu guten Ratschlägen.

Meistens zieht sich unsere Maus auch schon alleine zurück, weil sie weiß, das dort IHR Rückzugspunkt ist und sie selbst aus der Situation gehen kann. Macht sogar ihre Tür vor unsere Nase zu, was mir nie mit ihrgemacht haben. Sie weiß Tür zu= Privatsphäre! Und dann kommt sie auch selbst wieder heraus.

Aber die Super-Mamis haben ja für alle Kinder die gleichen Ratschläge. #winke

bye Rowan, mit einer glücklichen, durchschlafenden Mara

Beitrag von golm1512 08.05.11 - 19:21 Uhr

Ich habe meine Kinder nie weggeschickt, wenn es "rund" ging.
Mein kleiner Sohn (5) hat seit ein paar Wochen die Angewohnheit entwickelt, sich ins Treppenhaus (wir wohnen in einenm Mehrfamilienhaus) zu setzen und runterzucoolen nachdem er einen Wutanfall hatte. Ich bin immer etwas zwiegespalten, weil ich auf der einen gut finde, dass er SELBER die Sittuation verlässt, aber dass er im Treppenhaus sitzt ist mir eher unangenehm. Irgendwann klingelt er dann und alles ist in Butter. Die Nachbarn kennen das schon.... Und, nein, ins Treppenhaus habe ich noch niemals "abgeschoben". Auch nicht ins Kinderzimmer oder sonst wohin.

Ich finde, dass du etwas viel hineininterpretierst.

Beitrag von monab1978 08.05.11 - 20:08 Uhr

Ne, ich will hier garantiert nicht jedes Wort auf die Goldwaage legen, aber wenn jemand ein Kind seit dem frühen Alter immer wenn es sauer ist wegträgt in sein Zimmer (unter Protest) , dann kann er nicht gleichzeitig behaupten sie würde ihr Kind auch lieber auf dem Arm beruhigen und das Kind würde von sich aus seit je her diese Variante bevorzugen. Offenbar hat sie das dem Kind anerzogen, und ja, jetzt macht es das von sich aus. Aber man kann jetzt nichts so tun als wäre dieses verhalten selbst gewählt.


Egal, ich hab hier schon zu viel Ärger investiert....

LG
Mona

Beitrag von -juli-20 08.05.11 - 10:27 Uhr

Das denk ich auch. Mir würde es das Herz brechen wenn meine Kleine alleine weinend in ihrem Zimmer säße, egal was sie vorher gemacht hat.
Das sie irgendwann aufhört zeigt doch nur, dass sie die Hoffnung schon aufgegeben hat, dass Mama doch noch kommt und tröstet.
Sehr sehr traurig, die kann einem Leid tun. Was sie bräuchte wäre, dass du kommst, sie in den Arm nimmst, tröstet und ihr erklärst dass es so nicht geht, du sie aber trotzdem lieb hast und ihr das Chaos das sie gemacht hat jetzt zusammen aufräumen könnt.

Sie ist zu klein um so eine Trauer mit sich selbst aumachen zu können.

:-( wirklich schade und traurig.

Beitrag von postrennmaus 08.05.11 - 10:32 Uhr

Wie sich jetzt mal wiedfer reingesteigert wird. oH gott mein armes Kind... so ein qUATSCH1

Was meinst du wie oft ich das mache!?!?! Ich erkläre ihr natürlich immer, warum sie das nicht durfte und dass ich sie trotzdem lieb habe weiß sie und das sage ich ihr auch immer wenn die Situation sich beruhigt hat. Aber wenn sie mitten im Tobsuchtsanfall steckt, dann kann kein Wort zu ihr durchdringen. Sie muss erstmal raus, und das ist ihr Zimmer. Es ist IHR Rückzugsraum und ich DARF dann nicht sofort trösten. Sie WILL das nicht. Sie schickt mich raus, wenn ich ihr sofort hinterher komme. Sie gibt die Hoffnung nicht auf, dass ich nicht trösten komme, sondern sie will es einfach nicht. Erst wenn sie sich beruhigt hat, kommt die großeer Tröst und Versöhnaktion.

Beitrag von yozevin 08.05.11 - 10:41 Uhr

Hm, wenn du das alles so siehst, wäre für dich ein Gefängnis ja auch ein Rückzugsort für arme Menschen, die in der Gesellschaft nicht klar kommen und sich durch Kriminalität ausdrücken..... Die können/wollen sich auch evtl nicht anders mitteilen!

Jemanden wegzuschicken (ob nun Kind oder Erwachsener) ist nichts anderes als eine Strafe! Und das ist in meinen Augen einfach nicht der richtige Weg!

Beitrag von postrennmaus 08.05.11 - 10:46 Uhr

Ist klar. Ich denke du hast meine tiefste Psyche erfasst und mich nun gut analysiert. Dann kan nich mir ja heute meine Sitzung sparen.


Also echt, ohne Worte.

Ich lach mich nur noch kaputt hier. Wirklich. Ich würde manchmal wirklich Mäuschen spielen und scheuen, wie es so bei manchen hier daheim abläuft...

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