Wie sieht im Allgemeinen der erste Beikostversuch aus?

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Forum: Stillen & Ernährung

Muttermilch oder Flasche? Was schmeckt kleinen Kindern aufs Brot? Hier könnt ihr Fragen zur Säuglings- und Kleinkindernährung, aber auch zu eurer eigenen Ernährung während der Stillzeit stellen. Unsere Stillberaterin Christina Law-Mclean beantwortet eure Fragen täglich in unserem Expertenforum.

Beitrag von moeriee 08.05.11 - 13:53 Uhr

Hallo ihr Lieben! #winke

Oh man, ich hab' echt überhaupt keine Ahnung, wie man sich einen guten Beikoststart vorstellen muss. Wenn man hier immer liest, dass die Babys bereit sein müssen, etc. dann kommt bei mir unweigerlich die Vorstellung auf, dass die Kids mit weit aufgerissenem Mund den Brei voller Freude verschlingen. Aber ist das realistisch? Wir haben vor kurzem zum ersten Mal versucht, Louis ein wenig Brei zu geben. Am ersten Tag hat er auch drei Löffelchen gegessen. Am zweiten Tag hat er alles wieder rausgeschoben. Irgendwie hatte ich auch Bauchschmerzen, ihm das so einzutrichtern, also hab' ich es gelassen. Heute dann der erneute Versuch. Erst hat er die Lippen komplett zusammengepresst. Dann hat er den Mund mal kurz aufgemacht und als der Brei im Mund war, hat er mich total angeekelt angeschaut und hat alles wieder rausgeschoben. OK, ich kann's verstehen, denn mein Brei schmeckt auch irgendwie eklig. Obwohl ich ihn nach Anleitung zubereitet hab'. Aber Brei scheint eh nicht so mein Ding zu sein, denn weder der gekaufte, noch der selbstgemachte schmecken mir persönlich. Aber jetzt mal Butter bei die Fische: Wie sollte der erste Versuch mit Brei aussehen? Essen die Kinder da schon fleißig? Machen sie den Mund selber auf, schlucken runter, ...? Keine Ahnung! Ich fühle mich wie eine Rabenmutter, wenn ich meinem Kind das Zeug in den Mund schiebe und sehe, wie er reagiert. Da würde ich am liebsten überhaupt nicht mehr anfangen. Ehrlich, da verlässt mich jetzt schon der Mut. Mit der Milch ist das alles so einfach, aber da Louis auch nicht mehr gescheit trinkt (ganz besonders mittags, wo er die Flaschen teilweise komplett verweigert...), hat uns der KiA dazu geraten, es mal zu versuchen. Ich weiß jetzt gar nicht, ob ich es weiter versuchen soll, denn es war ja jetzt nur ein Tag. Oder soll ich lieber wieder noch zwei Wochen warten und es dann erneut versuchen?

Erzählt mal: Wie war bei euch der erste Brei?

Liebe Grüße #herzlich

Marie mit #baby-Louis (22 Wochen alt) #verliebt

Beitrag von meandco 08.05.11 - 14:03 Uhr

also ich hab mit 6 monaten angefangen ...

zu der zeit hatte sie schon mal nen apfel erwischt und den voller begeisterung angelutscht - also vermutlich bereit #kratz;-)

angefangen hab ich mit fenchel. gekocht, püriert und gefüttert mit einem glas wasser dazu. die ersten 3 tage hat sie sich fast überschlagen und auch selber reingelöffelt. dennoch wurde es mit jedem tag weniger, bis sie schließlich sich geweigert hat noch mal fenchel zu essen.
also hab ich ihr pastinake gefütter - und die begeisterung war wieder da #rofl

bei ihr ging es einfach um die abwechslung.

kann auch sein, dass die konsitenz nicht seines ist oder sonst was. verlass dich auf dein gefühl und dein baby. nicht jedes baby beginnt mit begeisterung zu essen.

und: begeisterung ist relativ! meine hat sich gefreut und es geliebt - aber wenig gegessen. das was reinging mochte sie, aber sie war sehr sehr schnell fertig #cool

lg
me

Beitrag von angie-1980 08.05.11 - 14:06 Uhr

Hallo Marie,

bloß nicht aufegeben! Versuch es jeden Tag, immer wieder. Er verzieht das Gesicht weils Neuland für Ihn ist, hat oftmals nichts damit zu tun weils ihm net schmeckt!
Meine beiden haben wirklich deutliche Signale gegeben daß sie beriet für Brei sind. Sie haben 1. immer schlechter getrunken, 2. haben sie einem beim Essen regelrecht die Happen aus dem Mund geschaut und 3. sie haben einem den Löffel beim Essen (wenn man sie beim Essen aufm Arm hatte) aus der Hand gerissen und den Schnabel aufgerissen. Da wußte ich: jetzt ist es soweit. Die ersten 3 Wochen waren absolute Katastrophe. Ich war den Tränen nahe! Hab selber gekocht, gekauft aber die Kleinen haben sich angestellt beim Essen #augen. Ich hab wirklich mit paar Löffel angefangen und die Menge täglich gesteigert. Sie haben auch oft den Mund zusammengepresst o.ä. dann hab ich ihnen zwischendurch die Flasche gegeben und immer wieder ein paar Löffel zwischengeschmugelt. Das hat gut geklappt. Mittlerweile essen sie super, auch wenn danach alles aussieh wied Sau. Probiers am bestens anfangs mit Karotte oder Pastinake. Das hat bei uns geklappt.
Ich wünsch dir ganz viel Kraft und Duchhaltevermögen, aber auch Essen will gelernt sein. Hab Geduld mit deinem Kleinen. Das wird!

LG Angie mit Jannik & Joshua

Beitrag von lilaluise 08.05.11 - 15:25 Uhr

"versuche es jeden Tag" ne das denke ich, ist der falsche WEg...der Kleine hat gezeigt dass er nicht beikostreif ist...da warte ich doch ein paar TAge, Wochen bis er mir das singnalisiert!

Beitrag von viofemme 08.05.11 - 15:02 Uhr

Mir ging es wie dir - ich hatte auch keine Ahnung ;-)
Und ob unser Beikoststart wirklich so komplett richtig war, kann ich zwar nicht wirklich objektiv beurteilen, mein Gefühl sagt mir aber, dass wir alles richtig gemacht haben und J. ist heute mit 14 Monaten ein guter Esser.

Anfangs lief es bei uns wie bei dir. Er war gute seche Monate alt als wir den ersten Versuch gestartet hatten. Klar hat er schon deutlich Interesse an unserem Essen siganlisiert. Aber es ist ja eh alles interessant - das Telefon, die Autoschlüssel und eben auch das Essen. Der Start verlief wie bei dir und ich habe eben auch diese Bauchschmerzen bekommen und dann nach einigen Tagen, an denen immer deutlicher wurde, dass der Zungenstreckreflex noch recht stark vorhanden war und mein Sohn zwar nicht geweint hat, aber wenig angetan war von der ganzen Situation, wieder aufgehört. In diesem ALter sind sie durch die Milch ja eh nochgut versorgt und so habe ich einfach gute zwei Wochen weiter gestillt, um es dann noch mal zu versuchen.

Ich bin nämlich nicht der Auffassung, dass Kinder Essen erst lernen müssen und man ihnen dafür eben eine Weile den Brei einflößen muss, sondern ich bin der festen Überzeugung, dass solche ganz grundlegenden Dinge wie Krabbel, Sitzen. Laufen und eben auch Essen von alleine klappen, wenn das Kind soweit ist únd das Kind weiß selbst am besten wann das der Fall ist.

Der zweite Versuch mit fast sieben Monaten war dann ein voller Erfolg. Nichts wurde heraus gedrückt, mein Sohn hatte Spaß am Essen und wäre es nach ihm gegangen, hätten wir die Mahlzeit noch viel viel schneller ersetzt. ;-)

Dass wir es so meiner Meinung nach richtig gemacht haben, konnte ich erst vor kurzen bei Freunden sehen: Dort war auch eine Muter mit ihrem sechs Monate alten Sohn, der schon seit ein paar Wochen Beikost bekam. Als es nun essen sollte, wurde er in den MaxiCosi gesetzt, Kind und Kindersitz wurden mit Lätzchen und Spucktüchern abgedeckt und dann wurde der Brei ins Kind geschaufelt. Das arme Kind drückte die Hälfte wieder raus, begann hin und wieder zu weinen und wirkte einfach nur kreuzunglücklich. Aber der Brei muss ja ins Kind! NEin, in diesem Moment habe ich gewusst, dass unser Weg auf jeden Fall der bessere war. Vertrau deinem Kind - solche grundlegenden Dinge wie Essen sind von der Natur ja vorgesehen und funktionieren, wenn es Zeit dafür ist.

Ach ja, beim zweiten Mal habe ich übrigens einfach eine halbe Banane vor im hingelegt und geschaut, was passiert: Er hat sie genommen und angefangen zu essen. Vielleicht beginnst du ja einfach mal so. Ein beikostreifes Kind wird essen, ein noch nicht beikostreifes Kind spielt eher damit rum.


Beitrag von lilaluise 08.05.11 - 15:30 Uhr

Hallo Marie,
so wie sich das anhört ist dein Kleiner einfach noch nicht bereit.
Wir haben mit fast 6 Monaten angefangen- Leo hat uns alles essbare aus den Hände gerissen, vom tesser geklaut...dann daran gelutscht, abgeknabbert (ohne Zähne) und runtergeschluckt....alle Zeichen standen auf "Beikostreif". Also habe ich angefangen ihm mal ein gedünstetes Stück Gemüse oder Obst in die Hand gedrückt oder vor ihn auf den Teller gelegt. Er betastet alles ganz neugierig mit den Lippen und der Zunge, lutscht genüsslich daran und isst auch ein wenig davon. Ich finde Essen sollte den Kleinen Freude bereiten, ohne Zwang und Hektik- einfach das Kind machen lassen. Wir machen uns einfach keinen Kopf, wieviel isst er , reicht das, muss er mehr, isst er zuviel....nein, so wie Leo das macht ist es super...und so ist er zufrieden. Er wiegt jetzt 8 Kilo mit 6 Monaten, und das mit 2,6kg Geburtsgewicht..also alles super!
Bei meiner Tochter habe ich auch Brei gegeben und es war immer total schleppend...leider wusste ich da noch nix von BLW und Fingerfood...sie hat erst richtig mit 10 Monaten vom Familientisch gegessen..die Spaghetti in der Hand- total glücklich!Deshalb habe ich beschlossen keinen Stress mit Breikochen zu machen, zumal wir viel unterwegs sind und oft keine festen Essenszeiten haben, da wäre es total umständlich da immer um 12 Uhr den Brei anbieten zu müsse!
lg luise

Beitrag von sunflower.1976 08.05.11 - 17:59 Uhr

Hallo!

Zuerst mal... Brei muss nicht uns Erwachsenen schmecken. Wir sind an Gewürze, Salz, diverse Aromen und auch Geschmacksverstärker gewöhnt. Den Babys reicht der "ursprüngliche" Geschmack denn die Milch schmekt ja auch nicht nach "viel.

Mein kleiner Sohn war so ein Beikoststart-"Musterkind". Er fand Brei von Anfang an toll und interessant und hat ihn gerne probiert. Er hat anfangs keine großen Mengen gegessen, aber immer immer gerne probiert und den Mund aufgerissen (mit 5,5 Monaten).
Mein großer Sohn bekam mit 6 MOnaten zum ersten Mal Beikost (hab mich überreden lassen, obwohl ich das Gefühl hatte, dass er noch nicht so weit ist). Er hat den brei mit der Zunge rausgeschoben, die Lippen zusammengepresst usw. Als er dann noch gewürgt hat, habe ich zwei Wochen Pause gemacht. Dann zeigte er Beikostreife und wollte Brei gerne probieren. Die ersten zwei bis fünf Häppchen fand er toll. Aber mehr wollte er nicht bis zu einem Alter von 9,5 Monaten. Also durfte er den brei probieren, aber seine Nahrung blieb MuMi.

Daher würde ich sagen.... geh nach Deinem Gefühl. Wenn Dein Sohn so deutlich Abneigung zeigt, würde ich nochmal eine Woche warten und es dann noch mal probieren.
Oder gib ihm so viel wie er gerne (!) mag. Sobald er zeigt, dasss er nichts mehr möchte, unterbrich den Versuch sofort und gib ihm Milch. Die Hauptsache ist, dass das Brei essen Spaß macht und er Interesse dran hat.

LG Silva

Beitrag von tinaspimboli 08.05.11 - 19:40 Uhr


Hallo Marie,
ich habe mehr aus Spaß bei unserem Kleinen mit Möhre/Fenchel Brei angefangen und er schlürfte quasi den Brei vom Löffel. Er wird erst 5 Mon. und ich wollte erst später beginnen aber nun gehe ich nach meinem Gefühl und er bekommt paar Löffelchen.
Dafür klappt es mit der Flasche so gar nicht:-(,...
So hat jeder wohl sein Laster zu tragen.

Ich würde auch auf gar keinen Falle etwas ins ind stopfen. Dann lieber etwas Pausieren. Gibt ja auch Babys, die brauchen erst im 7. Mon. Beikost und sind rundum gesund und glücklich.

Nur nich verrückt machen lassen.

:-D, Tina