beerdigung, was darf nicht vergessen werden?

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Forum: Trauer & Trost

Fehlgeburt, Tod eines geliebten Menschen, Angst, nicht enden wollende Trauer um ein Sternenkind: Leider stehen wir nicht immer auf der sonnigen Seite des Lebens, diese Erfahrung muß jeder von uns machen. Oft hilft es, mit anderen darüber zu sprechen...

Beitrag von red-83 08.05.11 - 18:28 Uhr

hallo,

bald steht die beerdigung meiner mama an,
ich würd schon gern anfangen mit vorbereitungen, was darf ich nicht vergessen?

danke euch

Beitrag von fruehchenomi 08.05.11 - 18:36 Uhr

Mein herzliches Beileid.
Hier ein Tip: http://www.todesfall-checkliste.de/

Hier findest Du sicher Hilfreiches. Die Bestattungsformalitäten selber spricht man mit dem Bestatter ab - und/oder dem Pfarrer.
Beide haben die nötige Erfahrung, um Dich gut beraten zu können.
LG Moni

Beitrag von maxundjan 08.05.11 - 19:15 Uhr

Mein Beileid!

Was habt ihr denn schon mit wem besprochen? Wird es ein Urnenbegräbnis oder ein Sarg?
Du kannst deine Mama auch etwas mitgeben. Ihr einen Brief schreiben, den kann man mit in den Sarg geben oder in die Urne. Fotos der Familie kann man mitgeben.

Wer soll die Rede halten, vlt. schonmal wichtige Stationen im Leben der Mama aufschreiben damit man nachher nichts vergißt. Laßt euch eine Kopie der Rede geben, erfahrungsgemäß bekommt man davon auf der Beerdigung nichts mit.
Was hatte die Mutti für Lieblingsblumen? Lieblingsmusik die gehört werdenm soll. Das muß nicht immer die klassische Beerdigungsmusik sein, einfach die Musik die die Mutti gerne gehört hat.
Den Bestatter fragen ob Fotos gemacht werden.

Wenn du weitere Fragen hast dann schick mir ´ne PN.

Ich wünsch dir viel Kraft!

Sandra

Beitrag von arkti 08.05.11 - 22:47 Uhr

Eigentlöich macht der Bestatter doch alles #kratz

Beitrag von myimmortal1977 08.05.11 - 22:54 Uhr

Du hast doch sicherlich schon einen Bestatter beauftragt? Dieser regelt in der Regel alles nötige für die Hinterbliebenen.

Du selbst musst nur überlegen, wie die Traueranzeige gestaltet werden soll. Welcher Spruch drauf soll, ob eine Zeitungsanzeige parallel laufen soll.

Du musst alle Adressen parat haben, an die die Traueranzeigen rausgesendet werden sollen. Das Verschicken macht man in der Regel auch selbst, die Anzeigen kommen aber samt Umschlägen fix und fertig vom Bestatter.

Dann musst Du noch überlegen, ob Du im Anschluss eine Zusammenkunft der Trauergemeinde organisieren möchtest. Dafür brauchst du eine entsprechende Lokalität. Gereicht werden zu solchen Anlässen nur schlichter Kuchen, i. d. R. Butterkuchen, Kaffee, kalte Getränke und ggf. Schnittchen.

Wenn Du die Traueranzeigen versendest, musst Du vorher überlegen, wer alles zur späteren Zusammenkunft mit soll. Bitte den Bestatter extra Kärtchen zu drucken, die für die Personen gedacht sind, die Du nach der Trauerfeier mit dabei haben möchtest.

Bei der Auswahl des Blumengestecks für den Sarg hilft Dir der Bestatter. Der hat da Blumengeschäfte an der Hand und berät Dich bei der Farbauswahl.

Wird Deine Mutter Erdbestattet? Dann solltest Du auch noch drüber nachdenken, ob am Grab nach dem Einlassen des Sarges separat für jeden eine Blume ggf. eine Rose bereit gestellt wird. Dann kann jeder noch mal zum offenen Grab gehen und eine Rose hineinwerfen. Ist eine schöne Geste.

Für die Kapelle ggf. noch eine Musikauswahl. Wir haben bei meiner Mutter ganz zu Anfang "Feels like heaven" spielen lassen. Am Ende "Der Weg" von Grönemeyer. Meine Mutter wurde im Anschluss eingeäschert und dann seebestattet. Auf der Seebestattung haben wir "An Deiner Seite" von Unheilig spielen lassen.

Hattet Ihr schon das Gespräch mit dem Pastor? Ggf. wenn Ihr nicht der Kirche angehört, das Gespräch mit dem Grabredner? Dort sollte man über den Menschen selbst im Vorgespräch sprechen, wie er war, was ihn ausgemacht hat. Damit der Redner den Verstorbenen in ein schönes Licht rücken kann und seine letzten Worte so persönlich wie nur irgendwie möglich klingen und die Trauergemeinde ansprechend berühren.

Ja und halt noch die Frage, ob der Verstorbene in eigener Kleidung (habe ich bei beiden meiner Eltern machen lassen) oder im Leichenhemd im Sarg liegen soll....

Ob der Sarg offen in der Kapelle stehen soll?!?!?!? Habe ich bei beiden nicht gemacht, da meine Eltern Krebs hatten und stark von der Krankheit gezeichnet waren. Ich wollte die Würde des Menschen wahren. War auch im Interesse meiner Eltern.

Ja, ggf. hat man auch noch die Möglichkeit, selbst ein paar Worte an die Trauergemeinde zu richten. Ich war dazu nicht in der Lage.

Manchmal sind auch noch Grabbeigaben wichtig. Ggf. möchtest Du Deiner Mutter noch einen Brief schreiben oder bei meiner Mutter haben wir einen kleinen Teddy, der sie die ganze Krankheit über begleitet hat, mit in den Sarg legen lassen.

Das wäre jetzt so alles, an was Du denken müsstest. Den Rest macht der Bestatter!

Viel Kraft für den bevorstehenden Tag!

LG Janette

Beitrag von myimmortal1977 08.05.11 - 23:10 Uhr

So sah die Zeitungsanzeige für meine Mama aus. Genauso die Traueranzeigen, die verschickt wurden, nur diese in Farbe....

Katrin Behrens, geb. Willenbrink

http://cms.prima-support.de/uploads/ausgaben/bm/2010_30/bm_02.pdf

Beitrag von nager 10.05.11 - 11:53 Uhr

Hallo,
zunächst mein Beileid. Haben meinen Papa erst am 24.2. beerdigt..
Wir haben ein Erinnerungskärtchen gemacht- mit einem Foto und 2 Sprüchen, Geb.ort etc.
Haben das dann beim Kaffee verteilt, bzw. mit den Danksagungen separat verschickt- kam super an.
LG

Beitrag von schmolle 10.05.11 - 19:20 Uhr

Hallo,
ich verstehe gerade nicht so ganz - laut Anzeige ist Deine Mama doch schon im Juli im letzten Jahr verstorben? Von welcher Beerdigung sprichst Du? Oder meinst Du den 1. Jahrestag der Beisetzung?
Trotzdem mein Beileid.
LG schmolle

Beitrag von schmolle 10.05.11 - 19:23 Uhr

Oh ... entschuldigung, habe eben Deinen Beitrag mit dem etwas darunter liegenden verwechselt. Unverzeilich. Es tut mir leid. . Das hätte nicht passieren dürfen. Kann mich nur entschuldigen.
Traurige Grüße
Schmolle