Tochter 4 Jahre fiel bei Oma in den Gartenteich...

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Forum: Familienleben

Die Oma füttert die Kinder übermäßig mit Süßigkeiten, Probleme mit der Schwiegermutter, Tipps zum Feiern der Taufe: Hier ist Platz für alle Themen rund um die Familie.

Beitrag von ohne-Namen 08.05.11 - 18:48 Uhr

Hallo,

meine Tochter verbrachte ihr Wochenende bei Oma und Opa (meinen Schwiegis) eig. haben wir ein gutes Verhältnis.

Heute ist es jedoch passiert vordem ich schon immer Angst habe...
meine Schwiegereltern, haben einen Gartenteich, nicht groß auch nicht tief, relativ tippe so ca 60cm.

In diesen Teich fiel meine Tochter (4 jahre), eig. weiß sie das sie nicht hingehen darf, hat auch immer gut geklappt. Oma ging rein um Wäsche zu holen, Opa blieb draussen, hat kurz nicht aufgepasst. Meine Tochter wollte nur einen Plastikfisch schwimmen lassen und purzelte in den Teich...

als meine Schwiegereltern es uns erzählten, fiel ich aus alles Wolken... sie meinten ich soll mal wieder runterkommen, schließlich sei ja nichts passiert!! JA ZUM GLÜCK, denn wenn doch, glaub ich wär ich ihnen an die Gurgel gegangen.

Sie meinte, wenn im Sommer der Pool wieder aufgestellt werden würde, würde sie ja auch rein gehn, ich hab dann nur gesagt das sie da mit Schwimmflügel rein geht...

klar passieren kann immer was, das ist klar, aber ich gehe davon aus, wenn ich meiner Tochter verbiete das sie an den Teich geht, das es dann nicht nur eingehalten wird, wenn wir auch mit dort sind, sondern auch wenn sie mal alleine dort ist.


Sie meinten dann, ich würde total überreagieren, was meint ihr?

lg

Beitrag von harveypet 08.05.11 - 18:52 Uhr

du reagierst total über...ABER: deine Kleine ist 4 es wird dringend Zeit ihr das Schwimmen beizubringen!!!

Beitrag von anarchie 08.05.11 - 19:43 Uhr

Viele Kinder sind dazu mit 4 Jahren motorisch noch garnicht in der Lage...

Beitrag von mitti8 08.05.11 - 21:16 Uhr

Deutsche Kinder sind motorisch in diesem Alter nicht in der Lage? Komisch, amerikanische schon. In Kalifornien war es schon vor 18 Jahren üblich, dass man Babys schwimmen beibringt, wenn ein Pool vorhanden ist (was ja in dort nicht besonders abwägig ist).

Beitrag von blubberblap 08.05.11 - 21:31 Uhr

Das liegt sicher daran daß uns die Amis in allem voraus sind! #augen

Beitrag von anarchie 08.05.11 - 22:19 Uhr

Das ist etwas Anderes!

Wenn man die angeborene schwimmfähigkeit erhält, dann kann ein kind sich über wasser halten. ans Ufer retten.

In D wird aber brustschwimmen gelehrt, die nahezu schwierigste Anfängertechnik - und das können die meissten 4jährigen nicht, schon annatomisch noch nicht, weil Kopf noch zu schwer.

Zudem wird die angeborene Fähigkeit bei den allerwenigsten Kindern erhalten.

Beitrag von peppina79 09.05.11 - 08:34 Uhr

Entschuldigung, aber meine Tochter wurde auch in ihrer natürlichen Schwimmfahigkeit unterstützt, aber trotzdem kann sie nicht schwimmen!!! Außerdem ertrinken sogar 7 jährige die bereits gut schwimmen können. Mit der Motorik hat das nichts am Hut...

Beitrag von anarchie 09.05.11 - 11:42 Uhr

Das Erlernen des in D gängigsten Schwimmens, des Brustschwimmens hat zum Einen etwas mit der Arm-Bein-atmungs.koordination zu tun(ergo Motorik), zum Anderen sind anatomische Dinge wichtig, wie der im Verhältnis mit 4 Jahren noch große Kopf.

Niemand sagt, dass schwimmende Kinder nicht ertrinken können.

über deine tochter weiss ich nichts, aber gebetrell ist es möglich, dass ein kind ab Geburt sich kurzzeitog über Wasser hält mit entsprechender Förderung(die meine nicht bekommen haben und ganz normal mit 5 und 6 jahren schwimmen lernten).

lg

Beitrag von peppina79 09.05.11 - 20:53 Uhr

Die Kinder haben einen Reflex von Geburt an, den Kopf hoch zu halten, das ist richtig und haben diesen eine Weile lang. Wir haben das in einem Babyschwimmkurs ausgenutzt. Auch unter Wasser funktioniert eigentlich alles instinktiv. Daher kann man (theoretisch) ein Kind kurzzeitig untertauchen und es paddelt von alleine nach oben. Auch das haben wir gemacht. Allerdings hat meine Tochter das nie gut gefunden und sich später (so mit einem Jahr etwa) eher erschrocken, wenn sie Wasser ins Gesicht bekam. Das bedeutet alles aber noch lange nicht, dass das Kind schwimmen (bzw paddeln) kann wenn eine Gefahrensituation eintritt. Der Reflex verschwindet auch im Kleinkindalter.

Beitrag von alkesh 09.05.11 - 12:59 Uhr

Deshalb fängt man ja auch mit dem Rückenschwimmen an und nicht mit Brustschwimmen!

Beitrag von ratpanat75 09.05.11 - 09:25 Uhr

Hallo,

es ist tatsächlich von Land zu Land unterschiedlich, weil der Umgang mit dem wasser anders ist.
Wir haben jahrelang im Süden gewohnt, am Meer. Die Kinder dort kommen schon viel früher mit dem Wasser in Berührung und haben keine Angst davor - "Wassergewöhnung" braucht dort niemand.
Diejenigen, die ertrinken, sind fast ausschließlich Touristen und im Falle der Kinder sind es Kinder MIT Schwimmhilfen.

Ich war mit meinem Sohn 2x Woche 1 Stunde im Schwimmkurs seit er 6 Monate alt war. Er (und die anderen Kinder) ist schon im Sitzen vom Beckenrand gesprungen, als er nicht mal laufen konnte und hat sich dann am Beckenrand festgehalten, mit

Außerdem ist dort nicht die Meinung verbreitet, dass Kinder erst mit 5 motorisch in der Lage sind richtig zu schwimmen.
Alle Kinder aus dem Kurs haben dort mit 3 ihr Seepferdchen gemacht.
Mein Sohn hat mit nicht mal 5 Bronze gemacht, mit sauberer Brusttechnik, inklusiv unter Wasser ausatmen.

Ich finde, in Deutschland wird viel zu spät damit angefangen.

LG

Beitrag von alkesh 09.05.11 - 13:00 Uhr

So sehe ich das auch!

LG

Beitrag von josili0208 09.05.11 - 13:29 Uhr

Meine Grosse ist 11 und geht seit 11 Jahren 2x die Woche in die Schimmhalle, mit 10 Wochen war sie das erste Mal beim Babyschwimmen. Sie schwimmt astrein.
Mein Mittlerer ist 4 und springt ohne Angst nur mit einer Schwimmnudel in der Hand vom Startblock ins tiefe Wasser, obwohl er noch nicht schwimmen kann. Er geht seit er 3 Monate alt ist 2x die Woche zum schwimmen.
Die Kleinste ist 2j3M und geht 1x die Woche mit mir zum "Baby"schwimmen, sie taucht voller Freude unter, macht Blubberbläschen, springt mit Anlauf vom Rand und macht erste Schwimmbewegungen.

Wir wohnen in Portugal am Meer.

lg jo

Beitrag von ayshe 09.05.11 - 13:43 Uhr

Ich denke, genau dieses "von Geburt an" oder zumnidest früh, ist das Gute.

So haben die Kinder gar keine Gelegenheit Angst vor dem Wasser zu entwickeln.

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Mein Mittlerer ist 4 und springt ohne Angst nur mit einer Schwimmnudel in der Hand vom Startblock ins tiefe Wasser, obwohl er noch nicht schwimmen kann.
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So haben die Kinder es in dem Sportverein, wo meine Tochter schwimmen lernte, auch gemacht.
Stehen konnten sie dort alle nicht, aber sie sind immer vergnügt da reingesprungen, auch mit Gürtel oder Nudel.

Vertrauen ist wichtig, auch Vertrauen in sich, damit man mal unter Wasser klarkommt.


Als wir in DK waren, gab es eine große Rutsche am Pool.
Zuerst wollte meine Tochter, daß ich sie auffange.
Aber das ginge gar nicht, sie hätte mich mit Karacho getroffen und ich muß mir auch nicht die Zähne austreten lassen usw.
Ichhabe gesgat, sie geht einfach erstmal unter und ich hole sie dann hoch, wenn sie nicht sowieo selbst hochkommt und gut.
und so lief es auch.

Beitrag von harveypet 09.05.11 - 14:25 Uhr

Ich: bis zum Sommer 1964 ist meine Mutter 3 Mal die Woche mit mir in die alte Goseriede ganz altes Hallenbad!!) und ich habe es gehaßt. Dann Sommerurlaub auf Spiekeroog, ein toller Bademeister und ca 1,50m Wellen. DA habe ich schwimmen gelernt! kurz vor meinen 5 Geburtstag habe ich Frei und Fahrtenschwimmer an einem Tag gemacht, Jugendschwimmschein kam mit 10 und später DLRG Bronce, Silber, Gold und Lehrschein. Ich habe meinen Mädchen das Schwimmen beigebracht als mit 3 die Windeln ab waren.

motorisch nicht in der Lage ......völliger Unfug!

Beitrag von ratpanat75 09.05.11 - 18:48 Uhr

Genau das meine ich, so war es bei uns auch.

Beitrag von tragemama0709 09.05.11 - 15:13 Uhr

Hallo,

das Problem ist in Deutschland das es immer weniger richtige Schwimmbäder gibt und fast nur noch Spaßbäder.

Und wo gehen die Eltern mit den Kindern dann hin, natürlich ins Spaßbad, weil das Kind dort so toll spielen kann und überall stehen kann.

Ein anderes Problem ist das ein Schwimmkurs sehr teuer ist. Wir zahlen pro Monat 50 € fürs Schwimmen. Ein Schwimmkurs liegt auch leider oft bei 100 bis 200 €.

Und dann gibt es immer tollere Schwimmhilfe

Beitrag von josili0208 09.05.11 - 15:21 Uhr

Stimmt. Es gibt einfach gar kein adäquates Angebot. Ich habe mit meiner grossen Tochter, damals 4, 1Jahr in Deutschland gelebt und es war absolut unmöglich einen Schwimmverein etc. zu finden, nicht nur einen temporären einwöchigen Schwimmkurs. Die einzigen Vereine nahm nur gute Schwimmer oder Rettungsschwimmeranwärter auf. Wieder zurück in Portugal habe ich sie sofort wieder in der örtlichen Schwimmhalle angemeldet. Momentan zahle ich ca. 17 Euro pro Kind pro Monat.

(Und mit Schwimmärmelchen im Meer siehste echt alt aus ;-))

Beitrag von tragemama0709 09.05.11 - 15:27 Uhr

Es gibt hier ja auch kaum noch richtige Schwimmhallen.

Bei uns in der Gegend gab es zu meiner Kinderzeit gute 10 Schwimmhallen, heute ist es noch 1 Schwimmhalle. Sogar das Lehrschwimmbecken wurde geschlossen. Dafür gibt es zwei Spaßbäder. Da ist man aber als Familie pro Tag locker 30 € los

Beitrag von ratpanat75 09.05.11 - 18:47 Uhr

Ja, da hast du Recht.
Als wir nach Deutschland umgezogen sind (da war mein Sohn gerade 4), haben wir überhaupt keinen passenden Schwimmkurs gefunden, es gab immer nur Seepferdchenkurse und die waren auch noch sehr schlecht und sehr teuer.
Wir haben wirklich alles abgeklappert.
Wir sind dann alleine mit ihm regelmässig schwimmen gegangen und nachdem er Bronze gemacht, durfte er trotz seines Alters beim DLRG- Jugendtraining mitmachen.
Und auch mit den Schwimmhilfen hast du Recht, wir haben nie Schwimmhilfen benutzt ausser Schwimmnudel und Brett, denn da müssen die Kinder auch "mitmachen". Ich habe schon Kinder mit Schwimmflügeln, Schwimmring und Schwimmweste (gleichzeitig) im Babybecken gesehen - die konnten sich kaum bewegen.

LG

Beitrag von peppina79 08.05.11 - 20:12 Uhr

Ich finde es nicht übertrieben. Mein Vater hat auch so einen Teich und der ist auch nicht tief, aber kleine Kinder können leider schon in einer Pfütze ertrinken (auch 4 jährige). Es hat auch nichts damit zu tun, ob ein 4 jähriges Kind schwimmen kann in der Praxis. Was nämlich passiert ist folgendes: die kleinen Kinder erschrecken sich oft in der Situation dass sie reingefallen sind, atmen ein und schlucken so viel Wasser, dass sie noch mehr Panik bekommen. Die sehen dann auch nimmer ob es tief ist und ertrinken häufig. ICH habe auch Angst dass meine Tochter da rein fällt, weil ich weiß, dass man nicht immer aufpasst, auch mein Vater nicht oder seine Frau. Solche Dinge kann man nie vorher wissen. Und dem Kind zu sagen, es soll da nicht beigehen hahahaha....meine 4 jährige Tochter pellt sich da ein Ei drauf, wenn sie unbedingt da hin will.

Beitrag von ratpanat75 09.05.11 - 09:08 Uhr

Hallo,

"Was nämlich passiert ist folgendes: die kleinen Kinder erschrecken sich oft in der Situation dass sie reingefallen sind, atmen ein und schlucken so viel Wasser, dass sie noch mehr Panik bekommen. Die sehen dann auch nimmer ob es tief ist und ertrinken häufig."

Aber gerade das kann und sollte man mit Kindern unbeding üben, je eher desto besser.

LG

Beitrag von ayshe 09.05.11 - 11:32 Uhr

Ganz genau!

Meine Tochter war auch erst gut 4, als wir mit Freunden in DK ein Haus mit Pool hatten, zu tief für die Kinder um zu stehen.

Ich habe auch gleich gesagt, daß wir jetzt erstmal tauchen üben, sie sollten es üben, einfach, um keine Panik zu bekommen, wenn der Kopf unter Wasser ist, sondern Luft anhalten, sofort, wenn man hochkommt gleich neu tief einatmen und anhalten und solche Sachen.
Das hat auch super geklappt bei den Kindern.

Beitrag von alkesh 09.05.11 - 12:58 Uhr

Also eigentlich verkrampfen sich die Stimmritzen und das Kind erstickt! Von einmal einatmen ertrinkt man nicht, da setzt sofort der Hustenreflex ein!

Beitrag von telefon-mann 09.05.11 - 08:25 Uhr

Du bist 50! Wird endlich mal Zeit, dir das Denken beizubringen.