wie komm ich aus diesem "loch"??

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Forum: Familienleben

Die Oma füttert die Kinder übermäßig mit Süßigkeiten, Probleme mit der Schwiegermutter, Tipps zum Feiern der Taufe: Hier ist Platz für alle Themen rund um die Familie.

Beitrag von lene789 08.05.11 - 21:40 Uhr

hallo
ich weiß nicht obs hierhergehört, aber ich hoffe ich bekomme ein paar antworten, vielleicht gehts jemand genauso.

ich bin momentan wieder in einem richtigen tief und hab diesmal das gefühl ich komm nicht mehr raus
angefangen hat das ganze vor jahren nach meiner fehlgeburt, kurz darauf hat mich mein damaliger freund verlassen und eine andere geschwängert...ich hatte damals das gefühl mir zieht es alles unter den füßen weg...ich hatte den ganzen tag schlechte laune, hab nur geheult. nachts hab ich party gemacht ohne ende und als ich heimkam wieder stunden geheult. so ging das monate.
hatte dann wieder eine beziehung und mir gings zeitweise gut.zwischendrin fing alles wieder an aber es war erträglich. bis ich schwanger wurde. dann find es an, dass mich mein ex-mann respektlos behandelte, beschimpfte, betrog, nur noch betrunken war und mir gegenüber dann immer gewalttätiger wurde. als mein kind auf der welt war wurde es ganz schlimm. in der schwangerschaft hatte ich noch einigermaßen woher auch immer kraft. mir gings zwar sehr schlecht aber ich hab es geschafft. nach der geburt verließ mich mein ex, hatte keine woche später eine andere. und bei mir fing alles wieder an. ich hatte immer mehr das gefühl in meiner trauer zu versinken. ich hatte selbstmordgedanken(allerdings würde ich das niemals tun!!!). ich hab nur noch funktioniert. wenn meine kleine geschlafen hat, hab ich oft alkohol getrunken, dann gings mir ein zwei stunden gut und dann hab ich wieder die ganze nacht geheult.
vor 5 monatenhab ich einen sehr lieben mann kennen gelernt. ich brauchte fast 2 monate um ihm zu vertrauen. er hat mir alles versprochen. mir gings so gut wie nie zuvor. ich war richtig verliebt. ca 4 wochen später hat er mich von heute auf morgen verlassen und mir gehts richtig beschiss...
alles fängt wieder an. wenn meine tochter am wochenende woanders ist, gehe ich weg, übertreibe meistens ziemlich.kaum komme ich heim heul ich den rest des tages. unter der woche funktioniere ich tagsüber nur und nachts bin ich nur am rumheulen wenn meine kleine schläft.

bin ich denn normal?ich will eine gute mutter sein. ich liebe mein kind doch...aber so kanns doch nicht weitergehen...

Beitrag von melete 08.05.11 - 22:03 Uhr

Liebe Lene!

Natürlich läuft nicht alles nach Plan bei dir und dass es dir deswegen schlecht geht, ist auch ganz normal.

An deiner Stelle würde ich mir eine sympathische Psychotherapeutin suchen und eine Gesprächstherapie beginnen. Dort kannst du deine Probleme mal richtig raus lassen und sie kann dir helfen, die Dinge evt. wieder positiver/anders zu sehen. (Du kannst natürlich auch zu einem Mann gehen.)

Deine Situation würde ich als Depression bezeichnen, kann aber von hier aus schlecht beurteilt werden. Reden kann dir helfen. Am besten, du schilderst das Problem zuerst mal deinem Hausarzt, der dich dann weiterschickt zu einem Spezialisten. Evt. kann dir auch eine Kur helfen, in der du ausspannst und auch etwas Abstand zu deinen wilden Partynächten bekommst.

Versuche, die Dinge etwas positiv zu sehen. Du hast eine tolle Tochter und du kannst ihr und euer Leben gestalten.



Viele Grüße und alles Liebe für dich!

Beitrag von lachris 08.05.11 - 22:24 Uhr

Hui,

als ich Deinen Beitrag gelesen habe, dachte ich Du bist bestimmt 20. So mit Disco, Party & Co.

Laut VK bist Du jedoch bereits 30 und nicht 20. Vielleicht ist das dein Problem? Irgendwie wirkt Dein Beitrag als wärst Du noch nicht ganz in der Erwachsenenwelt angekommen.

Disko und Alkohol sind Mittel die Ablenken. Ablenken von den eigenen Problemen und dem unglücklich sein.

Ab und zu ist das auch völlig okay. Vorrausgesetzt man macht sich klar, was man da tut.

Zuviel Ablenkung ist aber verkehrt. Ab und zu sollte sich jeder auch mal auf sich selbst konzentrieren und herausfinden was man wirklich will.

Klar mit Kind und alleinerziehend ist das nicht immer so einfach alles zeitlich und finanziell geregelt zu bekommen.

Dennoch gibt es auch Dinge, die nicht viel kosten müssen und die dennoch gut tun.

Mach z.B. Spaziergänge (bei denen hat man viel Zeit nachzudenken) und suche Dir andere Mütter mit ähnlichem Hintergrund, mit denen Du Dich austauschen kannst, und lass vielleicht erst mal die Männerwelt außen vor. Such Dir einfach etwas, das zu Deiner momentanen Situation (mit Kind) besser passt.

Mach einfach mal langsam.

Wenn Du herausgefunden hast, was Du willst, wie Du Dein weiteres Leben gestalten möchtest, und Dich innerlich wieder sortiert hast, geht es Dir auch wieder besser, weil Du endlich ein konkretes Ziel vor Augen hast.

Nur wenn Du merkst, dass Du tatsächlich feststeckst, würde ich mir noch professionelle Hilfe dazuholen.

VG lachris



Beitrag von paula74 09.05.11 - 12:56 Uhr

Hallo

Such Dir bitte professionelle Hilfe: Geh zu Deinem Hausarzt (oder auch zu Deiner Frauenärztin, fass Du ihr mehr vertraust) und nimm doch einfach einen Ausdruck Deines Texts hier mit, falls Du Sorgen hast, dass Du nicht alles gut erzählen kannst.
Denn es geht nicht nur um Dich, sondern auch um Dein Kind! Und dann versuch, jegliche Hilfe anzunehmen, auch wenn es nicht einfach scheint.
Alles Gute, Paula

PS Kannst Du Dir -zumindest zeitweise- ein Leben ohne Mann vorstellen? Wenn man das mal eine Weile geschafft hat, merkt man oft erst, wie stark man ist!

Beitrag von espirino 09.05.11 - 14:40 Uhr

Hallo,

schau dir dein Kind an und frage dich, was sie von dir lernen soll. Du bist ihr ein und alles, daß einzige vorauf sie sich verlassen kann. Willst du das aufs Spiel setzen und dich zugrunde richten für die Männer, die schon lange nicht mehr an dich denken?

Erst wenn du es geschafft hast dein Innerstes zu festigen (ich glaube, daß wäre der gang zu einem Berater unerläßlich), wirst du mit diesem Erlebten klarkommen - bis dahin mußt du für dein Kind stark sein.

Das was du tust ist nichts anderes als Borderline. Du ruinierst dich, weil du glaubst du seist es nicht wert, aber das bist du. Fällst du noch tiefer, verlierst du dein Kind.

LG Jana

Beitrag von deoris 09.05.11 - 14:41 Uhr

Hallo
ich kann dich sehr gut verstehen ,ich war in genau so einer Situation vor ca 5 Jahren.Es ist ein Loch ,genau wie du es beschreibst und dieser wird immer tiefer und tiefer ,wenn du nicht langsam handels!
Ich weiß wie schwierig es ist sich aufzuraffen und sich professionelle Hilfe zu holen.Man denkt "Was soll ich denn dem Arzt erzählen?" Aber ich würde dir dringend dazu raten ,denn so wirst du einfach kaputt gehen und glaub mir dein Kind geht auch daran kaputt,es empfängt deine Emotionen und kenn dich nur unglücklich ,das ist einfach schrecklich.Drucke am besten deinen Beitrag aus und nimm es mit zum Arzt.Aber bitte ,tu was.

Heute denke ich immer ,warum ich damals nicht schon vorher zum Arzt gegangen,es wäre alles so viel einfacher! Meinem Kind wäre einiges erspart geblieben und er wäre vielleicht heute nicht so "schwierig".
Aber heute bin ich glücklich!!!
Wenn du magst kannst du mir Privat schreiben.

LG Ewa