2. Klasse - Matheprobe 18 von 40 Punkten und Note 6 - 2. Teil

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Forum: Kids & Schule

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Beitrag von giby 08.05.11 - 23:46 Uhr

Hallo guten Abend,

besten Dank für die vielen Antworten auf meinen weiter unten stehenden Beitrag.

http://www.urbia.de/forum/index.html?area=thread&bid=6&tid=3134306

Nochmals zu den 3 1/2 Minuten Beantwortungszeit für 40 Rechenaufgaben (Multiplikation und Division):
Diese Zeitangabe war von der Lehrerin für alle Kinder gleich vorgegeben.

Mittlerweile hat die Leherin allen Kindern einen Brief mitgegeben (weil sich viele Eltern beschwert haben), in dem sie uns erklärt, dass sie die Bewertung wie in einem Diktat auch bei weilteren dieser Tests anwenden wird. Sie hat den Kindern auch gesagt, dass sie für jede Aufgabe höchstens 5 Sekunden zur Beantwortung Zeit haben!

Daraus ergibt sich folgender Notenschlüssel:

40 - 38 Punkte Note 1
37 - 36 Punkte Note 2
35 - 34 Punkte Note 3
33 - 32 Punkte Note 4
31 - 29 Punkte Note 5!!!
28 - 0 Punkte Note 6!!!

Ist das nicht der pure Wahnsinn??? Das heißt, dass es mit 30 richtigen Aufgaben (= 75 %) schon eine Note 5 gibt!!!

Gespräche ohne vorherige Terminabstimmung mit der Lehrkraft sind gar nicht möglich, da sie uns beim ersten Elternabend in der ersten Klasse erklärte, vor dem Unterricht habe sie keine Zeit, da sie die Zeit für die Klasse benötige und kurze Gespräche nach dem 4. oder 5. Stunde seien auch nicht möglich, da sie täglich bis mind. 13.00 Uhr unterrichte.

Bitte versteht mit nicht falsch, ich bin auch der Meinung, dass die Kinder dem Anspruch der Zeit gerecht viel lernen müssen, aber dies finde ich eindeutig zu viel.

Vielen Dank fürs nochmalige Zuhören.

Gruß giby73

Beitrag von froehlich 09.05.11 - 00:14 Uhr

Also sorry - ich finde, das ist dann doch ein starkes Stück! Ich hatte Dir auf Dein erstes Posting auch mal geantwortet, habe die Diskussion dann aber nicht mehr mitverfolgt......SAGE mal - da scheint Ihr Euch ja ein seltenes Lehrerinnenexemplar geangelt zu haben, au weia. Also bitte - schon diese 3,5 Minuten-Angabe finde ich mehr als lächerlich....das spricht ja (jenseits der wirklich kurzen Zeit!) Bände für den Charakter...oder nicht? So eine komische Zeitangabe (in HALBEN Zeiten gerechnet!) ist mir meine gesamte Schul- und akademische Laufbahn nicht untergekommen, wirklich! Wer gibt denn bitte SEKUNDEN an (da runde ich doch auf oder ab...)?! Und noch dazu in der Grundschule....völlig verkorkst. Und was Du dann noch so berichtest...da stehen einem ja die Haare zu Berge! Die Kinder sind doch in der SCHULE, nicht auf dem Kasernenhof! Klar müssen die Zwerge langsam aber sicher lernen, auch innerhalb einer GEWISSEN Zeit mit dem Lernstoff klarzukommen, aber doch nicht so! Du, da würde ich mich mit anderen Eltern zusammentun und massiv Druck beim Direktor machen! So geht's ja nun auch nicht. Ihr habt doch einen Elternbeirat?! Der muss in so einem Fall zur Tat schreiten. Kein Wunder, daß Dein Sohn sich in so einer Atmosphäre schwer tut - armes Kind. So kann man Kindern die Lust am Lernen nehmen! Ich kann nur sagen: wehrt Euch.

LG, Babs

Beitrag von sassi31 09.05.11 - 01:33 Uhr

Hallo,

ich kann das Bewertungssystem auch überhaupt nicht nachvollziehen und würde mir umgehend einen Gesprächstermin geben lassen.

Das die Lehrerin nicht vor Unterrichtsbeginn mit den Eltern sprechen möchte, kann ich verstehen. Da hat man Zeitdruck und es kann schließlich nicht angehen, dass die Schüler warten müssen, wenn ein Gespräch sich in die Länge zieht.

Gruß
Sassi

Beitrag von locke1910 09.05.11 - 06:52 Uhr

Guten Morgen!
Mein mittlerer Sohn ist auch in der zweiten Klasse - und anscheinend in einem ganz anderen Universum (S.-H.)...
Sie haben auch Multiplikation, Division usw, aber bei Leistungsnachweisen (Tests) wird ihnen viel mehr Zeit gelassen; so, daß sie überhaupt genug Zeit zum LESEN der Aufgaben haben (in 5 Sekunden hat man in dem Alter grade mal die Aufgabe gelesen und begriffen...).
Das Bewertungssystem ist ähnlich, allerdings wird nicht mit Noten bewertet, sondern Smilies etc.
Zudem hat die Klassenlehrerin trotz manchmal miserablem Personalschlüssel immer Zeit für Eltern - sie ist immer nach dem Unterricht da, um Ansprechpartner zu sein...
Ich würde mit den Elternvertretern sprechen, es scheint Zeit für einen Elternabend zu sein, denn der Druck auf die Kinder ist ja enorm.
Natürlich müssen sie lernen, Aufgaben in einer festgelegten Zeit zu schaffen - aber so werden sie von vorneherein demoralisiert!
Ich kann Dich gut verstehen, quäle mich seit 7 Jahren mit Grundschule und seit 2 Jahren mit weiterführender Schule rum (ein Ende ist erst in Sicht, wenn meine Kleinen (4) aus der Schule kommen) und ich habe gelernt, daß es sich erst "bessert", wenn die Eltern geschlossen auftreten, wenn die Lehrer im privaten Gespräch auf stur schalten - also am besten einen Elternabend einberufen und die entsprechenden Lehrer der Klasse einladen; damit mal die Lehrmethoden geschildert werden und Ihr Eltern einen Einblick in den Unterricht bekommen.
ToiToiToi, daß Ihr da was erreicht!
Lg, Locke

Beitrag von mel1983 09.05.11 - 07:15 Uhr

Hallo,

meine Tochter ist zwar erst in der 1. Klasse, ich kann zu dem Bewertungssystem also nichts sagen, aber sie rechnet schon in der ersten Klasse nach Zeit.

Das "schärfste" was sie jetzt hatten, waren 60 Aufgaben (Plus und Minus) in 5 Minuten.

Das sind immer 5er Blöcke, anfangs sind die Blöcke "aufgabenrein" (also nur plus oder nur minus) und die letzten 2 sind gemischt.

Dieser sogenannte "Rechenkönig" wurde aber langsam hochgefahren. Anfangs 10 Aufgaben in 2 Minuten und dann gesteigert.

Was ich von diesem Bewertungssystem halten soll, weiß ich allerdings nicht. Ich kann aber mal dieser Tage, wenn ich die Mathelehrerin meiner Tochter erwische, sie mal fragen, wie das in der 2. bewertet wird.
Oder meine Tante, deren Sohn geht auf die gleiche Schule, aber schon in die 4. Die seh ich heut Nachmittag.

Grüße

Beitrag von hustinetten 09.05.11 - 08:08 Uhr

Ich würde behaupten, dass es bei diesem Test nicht darum geht, ob die Kinder rechnen können, sondern, ob die das 1x1 gelernt haben. Rechnen kann man in dieser Zeit in dem Alter sicherlich kaum, aber die Lehrerin kann überprüfen, ob die Kinder die Einmaleinsreihen wirklich gelernt haben.

Diese Tests sind ja auch bestimmt nicht die einzigen Noten, die in die Gesamtnote einfließen, also wird ein schlechtes Ergebnis nicht gleich einen so großen Einfluss haben.

lg

Beitrag von njeri 09.05.11 - 08:56 Uhr

Ich kann die Aufregung nicht ganz vestehen.
Das ganze ist ja keine richtige Probe, sondern lediglich ein schnelles, schriftliches Abfragen. So kann überprüft werden, wie weit die Kinder das 1x1 schon können. Sicherlich zählt dieser Schnelltest auch nur zu den mündlichen Noten, fällt also kaum ins Gewicht.

Wenn in einem Diktat nur jedes 2. Wort richtig ist, dann ist eine 6 doch auch berechtigt, oder? Hier ist es doch nichts anderes. Die Kinder sollen hier möglichst nicht mehr rechnen müssen, sondern beim Lesen der Rechnung sofort die richtige Zahl wissen. Es geht lediglich um auswendig Gelerntes.
Solch ein Notenschlüssel ist bei dieser Art von Prüfung durchaus üblich (bei uns zumindest). Die Zeit ist tatsächlich ziemlich knapp.

Beitrag von froehlich 09.05.11 - 15:32 Uhr

Hier geht es aber doch auch um das psychologische Moment - die Kinder sind in der 2. Klasse!!!!! Wenn man als Lehrerin da SO einen Druck aufbaut kann das schnell zu totaler Demotivierung führen. Unser Sohn geht in Bayern zur Schule, da ist sicherlich auch zügiges Lernen gefragt - und Lernzielkontrollen werden fast jede Woche geschrieben. ABER: bewertet wird nicht nach einem niederschmetterndem Notenspiegel, sondern mit Punkten und Smileys, wie andere hier auch schon schrieben, das macht zumindest für die Wahrnehmung der Kinder erst mal einen großen Unterschied!!! Deswegen strengen sie sich nicht weniger an - ich behaupte, im Gegenteil! Und ja, auch hier sollen die Kinder Aufgaben in einem gewissen zeitlichen Rahmen regeln, aber auch hier: bitte alles mit Maß und Ziel!!!!!

Beitrag von pantherd 09.05.11 - 10:52 Uhr

Hallo,

Ich bin selbst Grundschullehrkraft in Bayern, und finde, dass man diese Abfrage nicht als Probe benennen darf, sondern lediglich als Abfrage und dann ist die Bewertung zwar sehr streng, aber nicht unmöglich. Diese Note darf aber dann auch nur als mündliche Note in die gesamten mündlichen Noten einfließen, und mündliche Noten sollte man nicht nur ein oder zwei haben. Ich hatte in meiner dritten Klasse in Mathe im Laufe des Schuljahres pro Schüler 12 mündliche Noten gegeben.

Gruß
pantherd

Beitrag von delfinchen 09.05.11 - 20:08 Uhr

hallo,

seh ich auch so.
sehr streng, aber es ist eine reine reproduktion, es wird also nur geprüft, ob das 1x1 sitzt.

ich würde auch nachfragen, wieviel dieser test gewertet wird, mehr als eine mündliche note dürfte es nicht sein.

lg,
delfinchen

Beitrag von bine3002 09.05.11 - 12:18 Uhr

Ich habe gerade mal ausprobiert wie lange man braucht um alle Zahlenreihen (1,2,4,5,8,10) hintereinander weg zu schreiben: 1,5 Minuten.

Wenn ich mir nun überlege, dass das alles wild durcheinander steht und man die Aufgabe erstmal lesen und begreifen muss, dass man zudem erst 7 oder 8 Jahre alt ist... 3,5 Minuten? Total bescheuert. Was soll sowas? Das erinnert mich an die Lehrmethoden aus den 50er Jahren, wo der Lehrer noch mit dem Rohrstock das 1x1 abgefragt hat. Und ICH würde das der Lehrerin auch so sagen... theoretisch zumindest. Praktisch würde ich mich vermutlich maßlos ärgern und gar nichts sagen, aus Sorge, dass es mein Kind ausbaden muss. Aber bescheuert ist es, das bin ich absolut deiner Meinung.

Beitrag von froehlich 09.05.11 - 15:35 Uhr

#proYep!

Beitrag von shorty23 09.05.11 - 16:34 Uhr

Hallo,

also ich denke da bist du nicht allein mit deinem Unverständis / Entsetzen, oder? D.h. tu dich mit den anderen Eltern zusammen! Da müssen die Elternvertreter ein Gespräch mit der Lehrerin ausmachen, das kann man ja mit Terminabstimmung machen und die sollen dann mit der Lehrerin sprechen.

Ich würde an deiner Stelle nicht allein dahin gehen, würde auf jeden Fall mit den anderen Eltern sprechen und die Elternvertreter einschalten, dazu sind die ja da!!

LG