Beikosteinführung in anderen Ländern

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Forum: Stillen & Ernährung

Muttermilch oder Flasche? Was schmeckt kleinen Kindern aufs Brot? Hier könnt ihr Fragen zur Säuglings- und Kleinkindernährung, aber auch zu eurer eigenen Ernährung während der Stillzeit stellen. 

Beitrag von allessoneu 09.05.11 - 08:57 Uhr

Hallo,
habe einen interessanten Artikel zur Beikosteinführung in anderen Ländern gefunden.

http://de.wikipedia.org/wiki/Beikost#Andere_Kulturen

Ist zwar nicht sehr detailliert, aber schon bemerkenswert, wie früh in sehr vielen Ländern mit dem Zufüttern begonnen wird. Da sind 4 Monate gar nichts.

Gruß

Beitrag von nele27 09.05.11 - 09:37 Uhr

Hi,

ja, ich hatte sowas schon mal woanders gelesen... man denkt ja immer, in der Dritten Welt wird viel gestillt - aber da ists inzwischen wie bei uns vor 50 Jahren. Wer was auf sich hält und es sich leisten kann, gibt Fertigzeug.

Aber auch bei uns wird schon seit Ewigkeiten nicht mehr ausschließlich gestillt. Habe gelesen, dass bereits im Mittelalter üblich war, Kindern z.B. Fleischbrühe zu geben, damit sie besser gedeihen #schock Viele starben allerdings dadurch. Dort, wo die Stillquoten höher waren, überlebten mehr Babys.

LG, Nele

Beitrag von allessoneu 09.05.11 - 09:47 Uhr

#winke
Nachdem ich Mal einen Bericht darüber gelesen habe, dass das Stillen früher auch bei uns sehr verpöhnt (zu tierische oder bäuerisch) war und man lieber andere Kost gab, habe ich mir gedacht, dass die hohe Säuglingssterblichkeit in früheren Zeiten wohlmöglich auch damit im Zusammenhang stand und nicht nur mit den schlechten medizinischen und hygenischen Voraussetzungen und der Tatsache, dass es einfach mehr Geburten gab.#aha

Beitrag von nele27 09.05.11 - 09:51 Uhr

Manchmal bekamen die Babys vor 100 Jahren übrigens auch Mehlwasser - das führte zu heftigen Verdauungsbeschwerden bis zum Tod.

Aber ist doch echt bemerkenswert, dass heute statistisch eher die "bessergestellten" Frauen stillen, während vor einigen Jahrzehnten nur die einfachen Bauersfrauen stillten und die bessere Gesellschaft die Flasche gab...

Naja, ich denke, das liegt vor allem daran, dass gut informierte Frauen, die Wert auf Ernährung legen eher stillen und das sind nun mal tendenziell eher die gebildeten (da gibts ne schöne Studie, die ich hier mal gepostet habe und einige Steine abbekam :-))

Beitrag von xyz74 09.05.11 - 10:09 Uhr

Naja, ich denke, das liegt vor allem daran, dass gut informierte Frauen, die Wert auf Ernährung legen eher stillen und das sind nun mal tendenziell eher die gebildeten (da gibts ne schöne Studie, die ich hier mal gepostet habe und einige Steine abbekam )
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Traurig aber leider wahr!
Wenn man sich in der Babyabteilung aufhält fällt schon auf, dass eher Leute, die .... ich nenne es mal etwas unbedarft aussehen... bei den Milchpulvern stehen

Beitrag von shmenkman 09.05.11 - 10:52 Uhr

Hallo!

Ich denke dein Eindruck ist deiner selektiven Wahrnehmung geschuldet.

Ja, ich fühle mich durch solche blödsinnigen Aussagen angegriffen, nein, nicht, weil ich mit mir als (freiwillige) Nichtstillerin nicht im Reinen bin.

Grüße!

Beitrag von 2joschi 09.05.11 - 11:08 Uhr

Das unterschreib ich sofort...#pro#pro#pro........

Beitrag von nele27 09.05.11 - 11:54 Uhr

Nein, keine selektive Wahrnehmung.... schau mal: "http://www.kiggs.de/experten/downloads/Basispublik...len.pdf

Das heißt ja nicht, dass jede Flaschenmutter doof ist :-) Aber TENDENZIELL stillen eben mehr Gebildete.

Genauso, wie z.B. auch das Rauchen zum Unterschichtenphänomen mutiert. Trotzdem gibt es auch hochintelligente, gebildete Raucher. Es geht ja vor allem um Wahrscheinlichkeiten und Mehrheiten!!

LG, Nele

Beitrag von shmenkman 09.05.11 - 12:25 Uhr

Hallo!

Die Studie habe ich schon richtig verstanden, trotzdem sind solche Aussagen wie die oben ein Seitenhieb gegen und eine Abwertung von nichtstillenden Müttern. Mir ist noch kein optisch feststellbares Bildungsdefizit vor den Milchpulverregalen aufgefallen.

LG!

Beitrag von nele27 09.05.11 - 12:45 Uhr

Leider (ich meine das wirklich so!!) erkennt man den intellektuellen Background von Menschen hier in Deutschland oft (nicht immer) bereits an den Klamotten...

Und mir ist auch schon aufgefallen, dass mehr Mütter, die eher nach "intelligent und gebildet aussehen" stillend und mit Tragetuch unterwegs sind als die typischen "einfacheren" Mütter ....

Das ist überhaupt nicht bös gemeint und ich finde diese Kennzeichnung auch alles andere als schön. Aber leider kann man Menschen sehr oft in Schubladen packen.

Beitrag von shmenkman 09.05.11 - 13:17 Uhr

Ok, jetzt muss ich ein bisschen abschweifen:

Woran genau kann man gebildete Frauen erkennen? Sind sie teuer gekleidet oder eher no-name? Haare gestylt oder Pferdeschwanz? Absätze? Turnschuhe? Sandalen? Make-up oder Natur pur? Irgendwie gestylt oder egal, Hauptsache nicht nackend?

Diese Fragen sind nicht ironisch gemeint, ich habe nur darüber nachgedacht, warum mir keine optischen Unterschiede zwischen stillenden, tragenden und nicht-stillenden und -tragenden Frauen bewusst sind.

Ich kann's wirklich niemandem auf den Kopf zu sagen, zu welcher "Fraktion" sie gehört.
Es sei denn natürlich, sie stillt oder trägt ihr Kind ;-).
LG!

Beitrag von kathrincat 09.05.11 - 13:53 Uhr

du hast recht.

Beitrag von allessoneu 09.05.11 - 10:52 Uhr

Ich seh auch immer unbedarft aus, wenn ich bei den Milchpulvern stehe.
Die Vielfalt macht mich ganz kirre. ;-) Ein Grund (von vielen), warum ich noch stille, obwohl es problematisch ist.
Ebenso dumm guck ich aus der Wäsche, wenn es um Sauger und Flaschen geht, ganz abgesehen von Babyschalen, Tragetüchern, Tragehilfen, Fahrradanhängern...
Der Kauf des Kinderwagens hat mich beinnahe verrückt gemacht.

Beitrag von angeldragon 09.05.11 - 11:53 Uhr

da pass ich aber nicht ins schema ich bin sau doof und weis trotzdem das stillen das gesündeste und beste fürs kind ist #rofl#rofl

ich würd sagen die (vorsichtig ausgedrückt) weniger begabten menschen rauchen und trinken auch eher und gehen auch eher wieder auf partys (eher ein jugendproblem??) was stillen dan glücklicherweise bei den meisten ausschliest den im falle von nikotin und alkohol ist garantiert das fläschchen gesünder ;-)

im gegenzug arbeiten die höher gestellten menschen auch lieber wieder um ihre karriere nicht zu lange zu gefärden dan ist mit stillen auch nichts also irgentwie stimmt das doch hinten und vorne nicht???

Beitrag von nele27 09.05.11 - 11:57 Uhr

#rofl

Naja, so ist das mit den Schubladen, nicht jeder passt hinein... Ich habe n Hochschulabschluss und stille - gehe aber gern auf Partys und war auch 4 Monate nach der Geburt einen trinken #schwitz

Trotzdem gibts die Tendenzen, das ist nicht wegzudiskutieren.

Ich habe übrigens sofort wieder Vollzeit gearbeitet und trotzdem gestillt beim ersten Kind. Es war kein Spaß, aber ist möglich, wenn man es unbedingt will!



Beitrag von angeldragon 09.05.11 - 12:00 Uhr

arbeiten und stillen bewundernswert #verliebt

Beitrag von nele27 09.05.11 - 12:08 Uhr

#danke

Ich musste aber auch viel fluchen und stöhnen in der Zeit :-) Und das alles geht natürlich am besten, wenn der Papa des Babys zu Hause ist...

Beitrag von ratpanat75 09.05.11 - 12:23 Uhr

"im gegenzug arbeiten die höher gestellten menschen auch lieber wieder um ihre karriere nicht zu lange zu gefärden dan ist mit stillen auch nichts also irgentwie stimmt das doch hinten und vorne nicht???"

Oder gerade sie können es sich leisten, länger Elternzeit zu nehmen, während andere Mütter nach wenigen Monaten mit ihrem Gehalt zum Familienbudget beitragen müssen, obwohl sie vielleich lieber noch ein paar Monaten bei ihrem Kind geblieben wären ?????

Beitrag von berry26 09.05.11 - 09:42 Uhr

Schlechte Ratgeber gibt es in jedem Land, deshalb gelten die Empfehlungen der WHO ja weltweit.;-)

LG

Judith

Beitrag von sarahjane 09.05.11 - 10:26 Uhr

Andere Länder, andere Sitten. So ist das halt.

In aufgeklärten Ländern mit ausreichenden hygienischen Mitteln etc. weiß man zum Glück, dass es für Babys besser ist, 4 bis 6 Monate lang ausschließlich Frauen-, Pre- und/oder Einsermilch zu erhalten und erst danach schonend mit babygerechter B(r)eikost zu beginnen und bis zum 1. Geburtstag weiterhin Frauen-, Pre- und/oder Einsermilch zu füttern.