Wir werden uns trennen :-(

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Forum: Partnerschaft

Eine dauerhafte Partnerschaft ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Lust und Frust liegen da oft nah beieinander. Hier könnt ihr offen ausdrücken, was euch innerlich bewegt.

Beitrag von sorry, aber lieber so 09.05.11 - 10:27 Uhr

Hallo,
bei uns ist es nun amtlich, wir werden uns trennen.
Hierzu hab ich ein paar Fragen, vielleicht könnt ihr mir helfen?
Erstmal die Fakten, wir sind nicht verheiratet, haben aber zwei gemeinsame Kinder im Alter von 11+9 Jahren.
Ich gehe halbtags arbeiten und verdiene netto 1.050€.
Wir wohnen im einem gemieteten Haus 750€ kalt.

So nun meine Fragen:

1. Wieviel Unterhalt steht mir für die Kinder zu?

2. Ich bekommen keinen Unterhalt da wir nicht verheiratet sind, die Kinder schon älter sind und ich selber arbeiten gehe?

3. Ich würde gerne mit den Kindern im Haus wohnen bleiben. Aber wie soll ich das selber finanzieren? Bekomme ich Wohngeld? Oder muss ich mir mit den Kindern eine andere Wohnung/Haus suchen? Beide sind so alt das ich auf jeden Fall für jeden ein eigenes Zimmer brauche, die Häuser oder Wohnungen liegen bei uns aber immer um die 600€ kalt? Bekommt man auf jeden Fall Wohngeld, oder wie sieht das aus?
Kenne mich damit so gar nicht aus.
Ich kann leider noch nicht Ganztags arbeiten gehen und möchte dies meinen Kindern im Moment auch nicht antun. Sie müssen auch erstmal mit der Trennung klar kommen.

4. Wie regelt ihr das mit den Besuchen? Wir haben das gemeinsame Sorgerecht.

Vielen Dank für Eure Antworten.

Beitrag von pooh-the-bear 09.05.11 - 11:29 Uhr

Ich kann Dir nur raten, nimm Dir einen Anwalt und lass Dich beraten ... Die Fragen kann Dir hier niemand konkret beantworten. Dazu ist das Thema viel zu heikel ...

Beitrag von redrose123 09.05.11 - 11:54 Uhr

Würde dir auch zu einem Anwalt raten, Umgang solang Ihr es selbst friedlich regeln könnt darf er sie sehen wie oft Ihr es ausmacht, falls nicht meist ist die Regelung 14 tägig am Wochenende.....Gibt dazu aber viele Modelle....

Beitrag von sorry lieber so 10.05.11 - 20:56 Uhr

Danke für Deine Antwort!
Wir haben das Meiste jetzt so geregelt, da wir auch nicht im Streit auseinander gegangen sind, es klappt eben nicht mehr, die Liebe (außer freundschaftlich) ist weg und wir sind uns sicher das es für uns alle so das Richtige ist. Auch neue Partner sind nicht vorhanden.
Zu einem Anwalt wollte ich eigentlich nicht :-(

Beitrag von falkster 09.05.11 - 16:18 Uhr

Jenau!! immer druff!
Gleich mit dem Anwalt ankommen... Gerade, wenn man NICHT verheiratet war, damit sich das gleich nach Scheidung anfühlt...

So einen Unsinn hat meine Ex auch angezettelt, mit dem Erfolg, dass eine normale Kommunikation bis heute nur schwer möglich ist, obwohl das gute 7 Jahre her ist und wir einen gemeinsamen Sohn haben...

Die TE sagt ja nicht mal an, ob es sich möglicherweise um eine einvernehmliche Trennung handelt... Trotzdem immer schön mit dem Holzhammer drauf. Kann ja nicht schaden.

So leider nicht.

@TE: Ich hoffe ihr könnt euch gütlich trennen und das Wohl eurer Kinder allen persönlichen Differenzen voranstellen...

Beitrag von eishaendchen80 09.05.11 - 22:47 Uhr

Es heißt ja nicht das es zum absoluten Rosenkrieg kommen muss.

Aber ein Anwalt weiß noch mehr.

Ein Anwalt weiß wohin sich die TE hinwenden muss um Hilfen bzw. Stützen wie Wohngeld oder sonstwas erhalten zu können. Ein Anwalt kann auch z.B. eine Vereinbarung aufsetzen worin, man ohne Umwege und Gerichte bzw. Jugendamt, das Umgangsrecht oder wie immer man sich einigen will.

Es wurde auch nicht erwähnt das sie mit der Hau-Drauf-Taktik absoluten Erfolg haben möchte.

Beitrag von sorry lieber so 10.05.11 - 20:45 Uhr

Ja wir haben eine einvernehmliche Trennung, wir sind uns beide sicher das es für uns und am Ende auch für die Kinder so das Beste ist.

Wegen den Besuchszeiten hatten wir gedacht das er in der Woche immer kommen kann und etwas mit den beiden unternehmen kann, wann er Zeit hat und natürlich wenn dann die Kinder Zeit haben. Sie haben ja auch ihre Freunde und ihren Sport dem sie Nachmittags nachgehen.
Feste Zeiten hatten wir uns eben jedes zweite Wochenende vorgestellt, obwohl wir da auch beide gesagt haben, falls der eine mal was vor haben sollte an "seinem" Wochenende, dass der andere dann die Kinder nimmt und man eben auch mal tauschen kann, aber im Normalfall sollte es schon 14-tägig sein.

Bezüglich des Unterhalts haben wir uns die Düsseldorfer Tabelle angesehen und uns auch hier geeinigt, er zahlt nun ca. 560€ für beide Kinder zusammen (da ja auch schon beide über 6 Jahre alt sind).

Also mein Ex und ich sind uns absolut einig in den Dingen die wir gemeinsam entscheiden müssen, dazu brauchen wir also keinen Anwalt.

Mir geht es eben auch um das evtl. Wohngeld :-( da die Mieten bei uns wirklich sehr hoch sind und ich nicht glaube das ich mit meinem Gehalt und dem Kindergeld wirklich auskommen werde?

Beitrag von janimausi 10.05.11 - 13:01 Uhr

Zuschüsse stehen dir definitiv zu.
Versuch es einfach zu beantragen.
Unterhalt wird vom Jugendamt ausgerechnet, oder ihr schaut selber nach, wieviel er zahlen muss und ihr regelt das dann so.

Geh zur Wohngeldstelle und versuch es zu beantragen.
Auch kannst du dich ans JobCenter wenden, von denen müsstest du dann auch Zuschüsse bekommen.

Das mit dem Anwalt würde ich auch erstmal so sein lassen, es gibt einige Stellen, dan die du dich wenden kannst, die dir sagen, was dir zu steht, wo du noch hingehen könntest usw.
Ein Anwalt ist im Moment noch ein zusätzlicher Kostenfaktor und könnte böses Blut bringen...

LG

Beitrag von sorry lieber so 10.05.11 - 21:00 Uhr

Eigentlich möchte ich keine Zuschüsse, aber die Häuser und auch Wohnungen sind hier sowas von teuer, ich glaube nicht das ich es alleine stemmen kann.
Obwohl ich immer arbeiten gegangen bin, bei beiden Schwangerschaften direkt nach sechs Wochen wieder. Ich mag meine Arbeit und gehe gerne arbeiten, und auch das ich mein eigenes Geld verdiene hatte ich immer und möchte ich auch immer beibehalten.
Wenn ich es so schaffe mit meinem Gehalt + Kindergeld + Kindesunterhalt, das wäre natürlich am besten und auch mein Wunsch, aber ich glaube es wird sehr knapp :-(

Zu einem Anwalt möchte ich eigentlich nicht.

Beitrag von arvid-2007 10.05.11 - 19:14 Uhr

Hi,

also ich würd jetzt auch nicht gleich zum Anwalt laufen...das sieht ja schon gleich nach Rosenkrieg aus. Ich war damals beim Jugendamt und hab eine Beistandsschaft für die Unterhaltsfrage beantragt...dann muß Du Dich nicht allein damit rumärgern und es gibt eine verbindliche Regelung.

Ich weiß ja nicht inwieweit Ihr konstruktiv reden könnt. Die Kinder sind ja schon recht groß und können bei der Umgansfrage ja auch mal ihre Meinung sagen.
Da muß mann aber vielleicht auch nicht von jetzt auf gleich feste Zeiten festlegen...das muß sich auch erst einspielen.

Bei dem Nettogehalt+ Kindergeld+Kindesunterhalt bezweifle ich, daß Du von anderen Stellen noch Geld bekommst. Aber das kannst Du ja auch beim Jugendamt abfragen. Trotzdem müßte das ja erstmal reichen, um im Haus zu bleiben...
Also ganz in Ruhe alle Punkte abarbeiten, Hektik bringt nur noch mehr Streß für alle.

Alles Gute erstmal.

Beitrag von sorry lieber so 10.05.11 - 20:53 Uhr

Also ich glaube wir machen im Moment nichts anderes als wie reden, reden, reden und nochmal reden.
Wir haben eigentlich alles soweit geregelt, jetzt auch das Besuchsrecht und der Unterhalt.
Aber ich weiß nicht ob es mit dem Geld reicht.
Ich meine noch mehr arbeiten geht eben im Moment nicht und auch eine Wohnung kostet hier soviel wie das Haus, es sei denn ich nehme eine Single Wohnung, aber ich bin eben kein alleinstehender Single mehr, sondern ich habe zwei Kinder.
Klar "erstmal" würde es reichen, wenn ich jeden Pfenning umdrehe, aber wie lange soll das erstmal reichen, denn gehen und wie wird es denn dann irgendwann mal mehr sein wie erstmal reichen?
Ich will ja auch niemanden, auch nicht dem Amt, auf der Tasche liegen!
Habe immer gearbeitet, auch sechs Wochen nach den Schwangerschaften wieder und ich will auch weiter arbeiten, aber ich kann mir nicht vorstellen das es reichen wird :-(