Wovor hat er denn Angst?

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Forum: Partnerschaft

Eine dauerhafte Partnerschaft ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Lust und Frust liegen da oft nah beieinander. Hier könnt ihr offen ausdrücken, was euch innerlich bewegt.

Beitrag von bumblebees 09.05.11 - 10:32 Uhr

Einen schönen guten Morgen, die Damen,

ich habe eine Frage, bei der Ihr mir hoffentlich helfen könnt, eine andere Sichtweise zu gewinnen.

Die Situation ist schnell erzählt: Mein Freund und ich (er 31, ich 28) sind seit vier Jahren zusammen, 3.5 davon leben wir zusammen.
Wir haben uns bei der Arbeit kennengelernt und schon beim zweiten Date sagte er mir, daß er eine ernsthafte Beziehung wolle, die auch auf Heirat und (viele) Kinder hinauslaufen sollte. Wenn ich nur für ein Weilchen eine gute Zeit haben wolle, wäre er der Falsche.

Da war ich erst einmal ein wenig baff, konnte mich aber schnell an den Gedanken gewöhnen, denn wir passen einfach super zusammen. Meine Familie liebt ihn sehr und auch seine Familie hat mir sehr herzlich aufgenommen.

Unsere Beziehung läuft wirklich super. Klar, hier und da gibt es kleinere Scharmützel wegen des Haushalts, aber keine grundsätzlichen Dinge, die die Beziehung gefährden würden. Uns geht's richtig gut.

Nun kam das Thema Heirat auf, allerdings nur von meiner Seite. Nach der Ankündigung beim zweiten Date, hatte ich eigentlich erwartet, daß ein Antrag nach zwei, drei Jahren kommen würde. Als sich nach vier Jahren so gar nichts getan hatte, habe ich einfach mal gefragt, ob wir nicht 2012 heiraten wollen. Antwort: "Mh, können wir ja machen."

Gut, Romantik ist nicht seine starke Seite, aber das war selbst für seine Verhältnisse mau. Das Gespräch war dann von seiner Seite auch beendet. Eine Woche später haben wir dann einen Termin festgelegt. Natürlich auf meine Nachfrage hin. Immerhin hat er von sich aus angeboten, bei unserer Kirche nachzufragen, ob sie an dem Termin noch frei ist.

Danach - Funkstille was das Thema angeht. Nun ist es nicht so, daß er sonst irgendwie mürrisch oder in sich gekehrt wäre. Nein, es ist alles so wie immer, nur wenn ich das böse H-Wort sage, verkrampft er total.

Gestern Abend habe ich ihn dann gefragt, ob er mich wirklich heiraten will. Antwort: "Ja klar, sonst hätte ich ja nicht zugestimmt." Auf die Frage, ob er irgendwie Angst hätte, meinte er nur: "Es ist eine große Verantwortung." Schließlich habe ich ihm dann angeboten, daß wir das ganze erstmal auf Eis legen, und in ein oder zwei Jahren nochmal darüber reden. Seine Antwort: "Nein, der Termin ist schon okay. Irgendwann müssen wir ja schließlich heiraten."

Da fühlt man sich doch so richtig geliebt und begehrt, oder? #schmoll

Vielleicht sollte ich noch kurz zu unserer Situation etwas sagen - wir haben beide feste Jobs und verdienen ordentlich. Wir haben eine große Wohnung mit extra-Zimmer für den Nachwuchs. Seit drei Jahren. Er will natürlich erst Kinder, wenn wir verheiratet sind, wollte aber unbedingt das extra-Zimmer in der Wohnung. Es ist also im Moment eine 15m² Abstellkammer. Seit drei Jahren...

Er sagt mir immer wieder, daß ich die richtige Frau für ihn bin und das er mit mir alt werden will. Er redet ständig darüber, wie wir unsere Kinder großziehen werden, usw.

Also, erstmal danke für's soweit lesen. Meine Frage ist jetzt einfach: Sehe ich irgendetwas nicht? Wovor hat er denn solche Angst? Ich verstehe das wirklich nicht und kann mich auch kein bißchen auf die Hochzeit freuen, wenn er immer so reagiert, als würde ich eine umfangreiche Wurzelbehandlung planen. Was sagt Ihr denn dazu? Hilfe?

Sonnige Grüße,
BumbleBee

Beitrag von mindgames 09.05.11 - 10:43 Uhr

Hallo

Ist er denn auch sonst einer, der gerne grosse Toene spuckt, aber wenig Handlung zeigt? Gibt es einige Scheidungsfaelle in seinem Bekannten- oder Familienkreis? Will er ueberhaupt noch Kinder?...

Ich wuerde mich einfach mit ihm wieder hinsetzen und rauskriegen wollen, was ihn "belastet".. Ich wuerde nicht lockerlassen, bis er mit der Sprache rausrueckt. Irgendetwas scheint ihn ja zu blockieren.

LG Mindgames

Beitrag von bumblebees 09.05.11 - 10:56 Uhr

Hi,

erstmal danke für Deine schnelle Antwort. Nein, in unserem Umkreis gibt es nur glücklich Verheiratet. Alle unsere Freunde haben sich inzwischen getraut und wie gesagt, er ist sehr religiös - die Ehe ist für ihn unauflöslich und für immer. Scheidung gibt es in seinem Weltbild nicht, was ich eigentlich sehr schön finde.

Er ist ganz wild auf Kinder und will unbedingt eine Fußballmannschaft mit mir...

Du hast recht, um noch ein Gespräch werde ich wohl nicht herumkommen. Vielleicht bekomme ich ihn ja dazu, mal in ganzen Sätzen zu sagen, was ihn bedrückt.

Liebe Grüße.

Beitrag von juju0980 09.05.11 - 10:52 Uhr

Ich fürchte einfach, wir Frauen haben eine völlig überromantisierte Vorstellung, wenns um die Hochzeit geht...

Männer sehen das oft glaub ich eher pragmatisch - ich habe zwar damals einen Heiratsantrag bekommen - gerannt bin aber ich und organisiert habe auch ich - die Gästeliste haben wir immerhin zusammen gemacht ;-) Ich glaube, er wusste noch nicht mal wirklich, was es zu Essen gibt :-p

Du hast ihm ja jetzt quasi auch nicht wirklich einen Heiratsantrag gemacht - zumindest kommt das bei mir so an - und "hm, ja können wir machen" heißt ja im Endeffekt JA.

Ok, Du hast Dein ja - was macht eine Frau? Will am liebsten sofort loslegen mit TErmin, Einladungen, Hochzeitskleid, Essen bestellen - und wenns noch 2 Jahre bis dahin sind, egal, Frau bricht in Aktionismus aus.

Atme durch, gib ihm ein bissel Zeit sich an den Gedanken zu gewöhnen - und bedenke, dass Männer einfach anders ticken als Frauen...

Klar fühlt man sich erstmal komisch, wenn die Reaktion nicht so ausfällt wie gedacht/gehofft/gewünscht - aber hey, im Endeffekt: Er will Dich heiraten und wird das nächstes Jahr tun!

Und Mann denkt (vermutlich): Hey, es ist noch so lange Zeit bis dahin... nu mach mal langsam.

Und: Ja, es ist eine große Verantwortung - und ich finds ehrlich gesagt prima, dass sich Dein zukünftiger Gedanken darum macht - zusammenleben ist das eine - verheiratet sein nochmal das andere. Immerhin schließt man eigentlich eine Art "Vertrag für immer" (man geht ja nicht bei der Hochzeit davon aus, dass man sich wieder scheiden lässt ;-))

Beitrag von bumblebees 09.05.11 - 11:31 Uhr

Oh, da konnte ich mich ja gar nicht drin wiedererkennen - gleich an Einladungen, Kleid und Gästeliste denken.... ich doch nicht. #schein

Klar bin ich sofort in Aktionsmodus verfallen. Aber Du hast völlig recht. Zu erwarten, daß er gleich eine angeregte Diskussion über die Farbe der Servietten startet, ist wahrscheinlich zuviel verlangt. ;-)

Hach, ich weiß, Männer ticken anders. Ich bin nur so schrecklich ungeduldig. Ich will ihn so gern heiraten und er, wie er sagt, will es ja auch. Klar will ich da ein bißchen Begeisterung sehen, aber für ihn ist das wahrscheinlich noch eine Ewigkeit hin.

Ich glaube, ich rede nochmal mit ihm, um zu Fragen, ob er Angst/Bedenken/Zweifel hat und wenn er wieder sagt, daß nichts ist, dann lasse ich ihm seine Zeit und überfalle mit der Servietten-Frage und Ähnlichem lieber meine beste Freundin.

Danke nochmal für Deinen lieben und zutreffenden Beitrag.

Beitrag von juju0980 09.05.11 - 11:59 Uhr

Und: ICH glaube, dass er Dich wirklich liebt und heiraten will! Auch wenn ers irgendwie merkwürdig ausdrückt ;-)

Beitrag von ninnifee2000 09.05.11 - 11:02 Uhr

Vielleicht scheut er sich vor der Verantwortung, die Ehe und Kinder mit sich bringen.

Vielleicht fühlt er sich noch nicht erwachsen genug, Kinder und Heirat durchziehen oder er denkt, dann ist alles vorbei.

Oder aber, du bist doch nicht die Richtige für ihn.

Irgendwas wird es schon sein. Aber wenn er so reagiert, würde ich ihn weder heiraten noch Kinder mit ihm bekommen.

Beitrag von siomi 09.05.11 - 11:29 Uhr


Er will keine Nägel mit Köpfen machen. Das ist alles was ich da heraus lesen kann.

An deiner Stelle würde ich abwarten, aber keinen Druck ausüben. Wenn du es allerdings unbedingt haben musst, such dir nen anderen.


Siomi

Beitrag von flamingoduck 09.05.11 - 13:17 Uhr

...sprich nochmal mit ihm.

Du schreibst, ihr habe beide gute Jobs - kann es denn sein, dass er auch einfach in anderen Dingen (Büro, Job, Familie) viel um die Ohren hat und nicht den Nerv für Hochzeitsvorbereitungen?

Immerhin sagt er Dir ja, dass Du die Richtige bist. ;-)
Und Du weißt auch, dass er nicht der Romantiker vom Dienst ist?

Vielleicht liegt es wirklich an diesem überromantischem Touch, der immer mit einer Hochzeit verbunden wird? *Kai Pflaume ist schuld!!!*

Glaub mir, ich war kürzlich auch etwas anti (wir planen gerade unsere Hochzeit), als ich in all den Zeitschriften von den romantischen Anträgen gelesen habe....

- mit Ring, ohne Ring, mit Rosenblättern, am Polarkreis, in den USA, in Paris, mit Musik, im Fussballstadion, auf dem Segelboot, an Weihnachten, am Valentinstag, mit Kerzen, auf die Autoscheibe gemalt, in den Schnee gepinkelt *ironie off*, usw.....:-p

Mein Herr und Gebieter hat mich das ganz nüchtern gefragt und dann wars das auch schon.

Klar habe ich es mir auch immer anders (romantischer) vorgestellt, ich alte Ente ich!
Aber ich weiß, dass er mich liebt, das zeigt er mir in allen Alltagssituationen, und darauf kommts schlussendlich an.

Und noch wichtiger ist doch auch, DASS hier was in die Pötte kommt, oder?
(Besser so, als die romantischen Anträge mit 5 Jahren Dauerverlobung und dann wird doch nichts draus ;-) )

Und was die Planung angeht, da bin im Moment auch eher ich diejenige, die schon mal "brainstormt" - er hat sich um eine super tolle Kirche gekümmert und gebucht und Standesamt haben wir inzwischen auch gebongt.
Aber mit dem ganzen Drumrum, Karten, Tischdeko, Blumenschmuck, Giveaways und dem ganzen sonstigen Tüfftüff nerve ich ihn erst mal ned.
Ich mache mir Gedanken, ratsche mit meiner Freundin darüber, sammle Ideen und dann setzen wir uns mal an einem der nächsten Wochenenden bei einem Glas Wein zusammen und bequatschen es.

mache es doch genauso ;-)

LG flamingoduck


Beitrag von flamingoduck 09.05.11 - 13:37 Uhr

Nachtrag zu meinem letzten Post:

...als ich ein wenig anti war, hat er mir gesagt, warum der Antrag so nüchtern und unromantisch rüberkam - weil er einfach bis über beide Ohren im Stress steckte (Arbeit), dazu unser Hausbau, Stress mit meinen Eltern, unsere Kleine, seinem Bruder greift er gerade auch unter die Arme (der will sich beruflich was aufbauen...).

Er ärgert sich selber darüber und er hat mir damals auch gesagt, wie leid es ihm tat, dass ihm das mit dem "Willst Du mich heiraten?" nur so nebenher rausgerutscht ist und er nicht diesen "perfekten Moment" hingekriegt hat.

Ich nehme es ihm echt nicht krumm (da ich es immer wieder live erlebe, wie sehr er beruflich gefordert ist und was er da alles tagtäglich bewältigen muss)

;-)


Beitrag von badguy 09.05.11 - 14:23 Uhr

Mit einem Satz alles auf den Punkt gebracht:

"Es ist eine große Verantwortung."

Ich muss still in mich hinein lächeln. Ein Satz, alles ist klar und keine Frau versteht es.

Beitrag von white-blank-page 09.05.11 - 14:46 Uhr

erklär es uns, erklär es uns!!!!

*hibbel*

Beitrag von badguy 09.05.11 - 15:23 Uhr

Ganz ruhig! *denSchnullireichundaufmeinKniesetz* :-)

In der heutigen Zeit eine Ehe zu führen ist eine immer größere Herausforderung, in der heutigen Zeit Kinder zu erziehen, bzw. sich grundlegend für Kinder zu entscheiden auch. Unsere Gesellschaft wandelt sich immer mehr, immer schneller. Ich kann über viel reden, was wäre wenn, wenn eine Situation konkret ansteht, real wird, dann muss man sich Gedanken machen.

Unser Protagonist hier hat von Anfang an klar gemacht, wo seine Ziele sind, dass er kein Kerl für eine Nacht ist und ich finde, es spricht absolut für ihn, dass er jetzt, wo es absolut greifbar wird, eine Familie zu Gründen, sich dieser Herausforderung zwar bejahend aber ernst stellt. Zeit für überschwengliche Gefühle kann er bei der Feier entwickeln.

Amen! #rofl#rofl#rofl

Beitrag von white-blank-page 09.05.11 - 15:36 Uhr

Also erst einmal mit Todernst herangehen an die Sache.
Ehevertrag nicht vergessen.
Sich nach allen Seiten absichern.
Und erst bei der Feier darf man/Mann/Frau Gefühl zeigen?
Wie ist es denn dann bei der Junggesellenabschiedsfeier (oder wie die heisst)??? Alle sitzen wie die Trauerklösse herum und diskutieren Zahlen? Wow. Das habe ich mir anders vorgestellt... #gruebel

Wie ist das überhaupt, wenn man schon einmal verheiratet gewesen ist? Darf man/Mann/Frau dann beim zweiten Mal GLEICH all seinen Gefühlen freien Lauf lassen?

Fragen über Fragen...

:-p

und überhaupt

*schnullerwiederausspuck*

Beitrag von badguy 09.05.11 - 16:30 Uhr

Uah *denSchnallervonderBackewisch*

Dududu!

Quark, es geht doch darum, dass eine solche Entscheidung nicht leichtfertig getroffen werden sollte, sondern wohlüberlegt.
Ich bin das zweite Mal verheiratet und habe zum zweiten Mal keinen Ehevertrag.

Na klar sitzen beim Junggesellenabschied alle Kerle wie Trauerklöße rum. Schon wieder einen Helden an den Feind verloren. Ich erlebs gerade bei meinem besten Freund, der verweichlicht total.

Gefühle kann man auch beim ersten Mal schon zeigen. Weißt du wie oft man hier liest

- ich hab gedacht, das ändert sich noch
- so hab ich mir das nicht vorgestellt
- ändert er sich noch
- warum macht er das

Und jetzt Mittagsschlaf *SchnullimitPanzerbandfixierundinsBettchenleg*

Beitrag von white-blank-page 09.05.11 - 17:25 Uhr

*mich-heftigst-zur-wehr-setz*

Himmel, ich bin Allergikerin, ich würde elendig ersticken!!!#schock

Wenn du das zweite Mal verheiratet bist, haben sie dich gleich zwei Mal an den Feind verloren, ja?

Aber ich denke, manch ein Feind ist das Wert. #schein

Für den Mittagsschlaf ist es eh zu spät. Ich koch gleich mal Griesbrei. Für die Brut.

Beitrag von badguy 10.05.11 - 08:58 Uhr

Griesbrei? Für die Brut? #rofl#rofl#rofl

Los Mund auf, ein Löffelchen für bad und noch ein Löffelchen für bad. Oh man, ist schon Wochenende?

Beitrag von bumblebees 10.05.11 - 10:28 Uhr

Ha, ist ja süß, daß Ihr zwei hier so viel Spaß habt.

Bad, Du hast schon recht. Mein Schatz ist ein rechter Grübler und macht sich furchtbar viele Gedanken, spricht aber selten darüber. Darum wirkt er manchmal etwas teilnahmslos, obwohl es in seinem Kopf beständig rattert.

Ich weiß ja, daß er viel überlegt und alles richtig machen will, aber manchmal treibt es mich eben in den Wahnsinn, wenn er nichts sagt.... Männer.

Einen Ehevertrag gibt es bei uns ganz sicher nicht. Wir sind katholisch und das heißt - bis zum Ende, komme was wolle. Wahrscheinlich noch ein Grund mehr zum Grübeln für ihn.

Und schließlich, damit es keine mürrischen Gesichter gibt - wird es einen gemeinsamen Polterabend statt zwei einzelnen Abschieden geben. Wollte er so, bekommt er auch.

So, und jetzt..... Grießbrei! Ich liiiiiebe Grießbrei! #mampf

Beitrag von badguy 10.05.11 - 11:49 Uhr

Ich bin da auch so der Grübler, vielleicht auch ein klein wenig zu sehr Perfektionist. Dafür fehlt an anderer Stelle die Lockerheit. Katholischer Glaube? Ich mag dir da an der Stelle wirklich nicht zu nah treten aber überleg mal, wie viele Kompromisse, gerade die katholische Kirche, zu ihrem Vorteil eingeht. Wenn es nicht mehr geht, geht es nicht mehr, da nützt dir aller Glaube an Gott nicht.

Polterabend ist immer gut. Das sind sie alle total entspannt.

Ich wünsch euch alles Gute und loß MUND AUF, kommt der Grießbrei geflogen, tschalalalala

Beitrag von bumblebees 10.05.11 - 14:40 Uhr

Natürlich schützt der Glaube an Gott nicht pauschal davor, daß eine Beziehung scheitert. Aber ohne hier in esoterisches Geschwafel zu verfallen - der Gedanke, daß die Ehe unauflöslich und ein Sakrament ist, daß es zu erhalten gilt, kann einem eventuell schon die Kraft geben, mehr um die Beziehung zu kämpfen, als man es sonst täte. Oder auch nicht. Wer weiß? Mir persönlich gibt es jedenfalls ein sicheres Gefühl.

Auch Dir alles Gute, war lustig mit Euch!

Beitrag von milka700 09.05.11 - 16:08 Uhr

Für mich klingt das (nachdem er gleich schon auf Arbeit Gas gegeben hat) nach - die ist solide, verdient auch eigenes Geld, nehm ich, damit sie kein anderer wegschnappt.
Also eher so in Grundrichtung materialistisch und Sicherheit.
Wenn dann mal eine kommt, die ihm das Gehirn aus dem Schädel bläst, ist er der Typ, der dann weg ist. (oder so)
Kann auch sein, dass er einfach nur zurückhaltend mit Gefühlen ist, aber es ist ja so, dass DU etwas anderes brauchst, um dich sicher und begehrt zu fühlen.

VG, Ilka

Beitrag von bumblebees 10.05.11 - 11:26 Uhr

Erst einmal lieben Dank für Eure vielen Antworten mit so unterschiedlichen Blickwinkeln! Soviel Resonanz hatte ich gar nicht erwartet. #danke

So, gestern Abend habe ich für meinen Schatz sein Lieblingsessen gekocht und als wir jeder ein Glas Wein intus hatten, das Thema nochmal angesprochen.

Ich habe ihm nochmal angeboten, die ganze Sache auf unbestimmte Zeit zu verschieben, aber er fiel mir gleich ins Wort und meinte, nein, nächstes Jahr wäre ideal, und der Termin, den wir schon ausgesucht hatten (Ende Juli) auch ganz toll - denn dann könnten wir den Polterabend bei seinen Eltern als Grillfest mit großem Zelt im Garten machen. Er weiß auch schon, woher er ein paar Fässer Bier organisiert und wer die Musik machen soll, usw.

Und ich saß so da: #schock

Ich habe dann doch nochmal vorsichtig angefragt, ober sich ganz sicher ist und tja, sieht aus als hätte er wirklich nur ein wenig Zeit zum Nachdenken gebraucht. Er meinte, er hätte noch nie jemanden gehabt, auf den er sich so sicher verlassen konnte und der ihn so ohne Bedingungen liebt und er wäre ja ein Trottel, wenn er mich nicht heiratet. Klingt pragmatisch, war aber total süß. Soviel Romantik hatte ich ja die letzten vier Jahre nicht! #verliebt

Er meinte auch noch, daß Frauen ja immer gleich losplanen wollen (dumdidum), und ich ruhig schonmal anfangen soll, er bräuchte aber noch ein Weilchen, bis ihm das Ganze real erscheint. Das war ja mal eine konkrete Aussage.

So, nun ist es also beschlossen und er hat sich sogar richtig gefreut. Am Sonntag will er zu meiner Mutter, um sie um ihre Erlaubnis zu bitten... mit einer großen Flasche Sekt und Blümchen! Na dann....

Also, nochmal danke für Euren Beistand und liebe Grüße,

Bumblebees