Emmi Pickler, was haltet ihr davon?

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Beitrag von tosse10 09.05.11 - 10:56 Uhr

Hallo,

kennt ihr das? Wir haben einen Kurs "das erste Lebensjahr" gebucht und ich fühle mich dort nicht so wirklich wohl. Genauer, es sagt mir irgendwie der Umgang mit den Baby´s nicht zu, die anderen Mütter sind sind mir doch sympathisch. Hier mal ein Link der das ganze kurz umreisst. http://www.klein-und-gross.de/empfehlung-emmi-pikler.

Der Kurs läuft folgendermaßen ab. Zur Begrüßung wird ein Lied gesungen (vielleicht auch 2). Zum Abschluss auch. In der Zwischenzeit liegen die Kinder auf dem Rücken (es sei denn sie können sich schon selbst drehen) und müssen alleine klar kommen. Die Leitung bringt Kaffee mit und die Mütter quatschen. Dann gibt es komische Regeln. Die Kinder haben auf dem Rücken zu liegen! Das wäre besser für die Bewegungsentwicklung. Die Kinder werden keines Falls bespaßt. Zum Glück ist wenigestens füttern/stillen erlaubt....


LG
die tosse

P.S.: Mit dem Großen habe ich PEKiP gemacht. Das wurde von der Leitung dieses Kurses total schlecht gemacht. Nackt spielen würden die Kinder nicht wollen und das ewige pinkeln wäre nur ekelig und unhygienisch. Dieses "bespaßen" wäre der Entwicklung der Selbstständigkeit im Wege,..... . Ich muss sagen, uns hat PEKiP damals deutlich besser gefallen, was wohl nicht nur am Konzept sondern auch an der sympathischeren und kompetenter wirkenden Leitung gelegen haben wird.

Beitrag von pink20 09.05.11 - 11:22 Uhr

Hallo,
also ich würde sagen da hat die Leitung den Ansatz von Emmi Pikler nicht richtig verstanden.
Natürlich geht es bei Fr.Pikler darum den kindern nicht vorweg zu greifen und ihnen die Zeit für ihre Entwicklung zu geben die sie brauchen, deshalb sollen die Kinder auch nicht gedreht werden oder es sollen solche Dinge "geübt" werden, bei deutlich entwicklungsverzögreten kindern ist das natürlich anders.
Die kinder aber einfach eine Stunde lang in die Mitte zu legen und dann allein zu lassen ist auch nicht der richtige Weg.
Ich empfehle da gerne
http://www.amazon.de/La%C3%9Ft-mir-Zeit-Bewegungsentwicklung-Untersuchungsergebnsse/dp/379050842X/ref=sr_1_1?ie=UTF8&s=books&qid=1304932876&sr=8-1

Habe mich für unsere Krippe mit Emmi Pikler auseinander gesetzt und kan nihre Grundthesen wirklich nur empfehlen, aber rumsitzen und Kaffee trinken ist sicher keine davon!
Lg
pink

Beitrag von tosse10 09.05.11 - 11:51 Uhr

Hallo,

danke für dein Feedback. Das Buch hat unsere Hebamme da. Das wollte ich sowieso mal ausleihen (aber ich komme so wenig zum lesen).

Ich finde das was ich bisher im Netz darüber gefunden habe auch interessant für den Alltag. Aber in so einem Kurs (es war nicht aus der Kursbeschreibung zu entnehmen das es Pickler ist) erwarte ich persönlich halt mehr. Zu Hause muss mein Kleiner sich viel alleine beschäftigen, er ist ja nun mal kein Einzelkind und ich habe viel weitere Verpflichtungen. Von daher nehme ich mir z.B. beim wickeln automatisch mehr Zeit, denn viele Sondereinheiten kann ich dem Kleinen eh nicht bieten.

LG

Beitrag von lienschi 09.05.11 - 15:21 Uhr

huhu,

ich habe mit meinem Zwerg einen FenKid-Kurs (so ne Mischung aus Pikler, Montessori und Hengstenberg) besucht.

Also bei uns war das kein "Kaffeekränzchen".
Da wurden die Kinder schon auch zur Bewegung animiert (durch bestimmte Spielsachen, Lieder, Berührungen z.B. mit einer Feder, Seifenblasen).

Es gab auch immer eine Zeitspanne, in der wir den Kinder einfach still zugesehen haben, und nicht eingreifen durften... was aber auch sehr sinnvoll war, weil einem da erst aufgefallen ist, wie oft man doch unnötig eingreift und dem Kind damit den "aha"-Effekt nimmt, weil es die Erfahrung so ja nicht selbst machen kann.

Wie sich das so anhört ist bei euch einfach die Kursleitung nicht so toll... schade, das Grundkonzept ist nämlich schon gut.

PEKiP kenn ich nur vom hörensagen... das schlecht zu machen finde ich aber nicht richtig. Jedes dieser Konzepte hat doch seinen Sinn.

Was einem besser gefällt muss man einfach ausprobieren.
Mir hat das nackige beim FenKid aber nicht gefehlt muss ich sagen. ;-)

lg, Caro

Beitrag von hella10 09.05.11 - 23:30 Uhr

Hallo,
ich habe mir jetzt nur die Seite von Deinem Link durchgelesen, kenne mich also mit Emmi Pickler nicht wirklich aus, aber ich habe Vorbehalte.
Die achtsame Pflege klingt gut. Und sicher ist sie auch der Grund, warum Heimkinder nicht hospitalisierten. Aber daraus zu schlussfolgern, dass diese Freispielzeiten ebenfalls gut sein sollen, erscheint mir recht merkwürdig #kratz
Ich halte es für enorm wichtig, dass so kleine Kinder rund um die Uhr Körperkontakt bzw. mindestens Sichtkontakt zu ihrer Bezugsperson haben. Natürlich bespaßt man sie nicht 24h am Tag, das wäre ja für beide Seiten Wahnsinn. Aber gerade deswegen ist ein Kurs einmal pro Woche doch super. Und da sollte das Kind doch dann durchaus Anregungen bekommen.
Im PEKiP geht es ja nicht darum, wie wild zu Fordern und Fördern. Es wird das aufgegriffen, was das Kind anbietet.
Ich würde an Deiner Stelle vermutlich den Kurs abbrechen und mir etwas anderes suchen.
LG, Hella