Wann dem Arbeitsamt melden???

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Forum: Finanzen & Beruf

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Beitrag von gulcan20 09.05.11 - 12:06 Uhr

Hi,

bin seit März 2011 arbeitslos gemeldet. Nach diesem Monat endet mein Arbeitslosengeld zwar, aber ich habe mich für die Vermittlung bereiterklärt. Das heisst, ich werde weiterhin Bewerbungen schicken, so wie bis jetzt auch und das Amt zahlt mir die Rentenversicherung.

Nun bin ich in der 8. Woche #schwanger. Eigentlich wollte ich bis zum 3. Monat warten und erst dann der Agentur f. Arbeit dies mitteilen. Was sagt ihr dazu? Hat jemand Erfahrung damit?#kratz

Außerdem muss ich in meinen Bewerbungen immer eine kostenlose betriebliche Erprobung von 3 bis 10 Tagen anbieten. Nun frage ich mich aber, ob das dann überhaupt Sinn macht, weil ich mich natürlich frage, ob jemand eine Schwangere einstellen würde, die nach der Geburt sowieso erst mal zu Hause bleiben wird#kratz?? Ich habe nämlich null Bock, ausgenutzt zu werden, vor allem während der Schwangerschaft#nanana.

Zum Schluss noch: Man muss ja beim Arbeitsamt die Einverständniserklärung abgeben, dass man auch 2,5 Stunden Fahrzeiten in Kauf nehmen würde. Müsste ich dann wirklich so eine Arbeitsstelle annehmen, die so weit weg von unserem Wohnort ist oder gelten für Schwangere andere Regelungen??

Hoffe ihr könnt mir weiterhelfen#schwitz. Denn diese Fragen beschäftigen mich seit letzter Woche, wo ich erfahren habe, dass ich schwanger bin#verliebt.

Und #sorry dass es so lang geworden ist..
LG

Beitrag von 16061986 09.05.11 - 12:37 Uhr

Ich würd gleich mal anrufen und nachfragen wie das läuft solltest du jetzt schwanger werden und dann siehst du ja was sie sagen. mir wurde gesagt ich stehe dem arbeitsmarkt nicht zur verfügung weil ich schwanger war und fertig...

Beitrag von lisasimpson 09.05.11 - 12:44 Uhr

ich verstehe die frage ehrlich gesagt nicht.
Entweder du suchst arbeit, dann such doch und bewirb dich.
Oder du suchst eben keine- dann lass es bleiben.

So lange du keinerlei leistungen erhälst, ist es vollständig dir überlassen, wie du für deinen lebensunterhalt aufkommst oder eben nicht.
ob du dafür 3 stunden fahrtzeit hast oder gar keine, ob du in der schwangerschaft "ausgenutzt wirst" (hä?!) oder eben nicht.

Ich kann jedoch nichts verwerfliches daran finden in der Schwangerschaft zu arbeiten - und eben sowenig danach weiterzuarbeiten.
von daher fände ich es mehr als befremdlich, wenn es nicht zu deinen aufgaben gehören würde während eines Leistungsbezuges, dich weiterhin um Arbeit zu kümmern.
Oder denkst du jemand der schon 10 jahre lang eine fahrtzeit von 2,5 stunden hat, muß dann in der Schwangerschaft nicht mehr fahren?


lisasimpson

Beitrag von gulcan20 09.05.11 - 15:21 Uhr

Mit ausnutzen meinte ich die kostenlose betriebliche Erprobung von bis zu 10 Tagen, die ich jedem Arbeitgeber in meinen Bewerbungen anbieten muss. Wenn für den Arbeitgeber von vornherein feststeht, dass er eine Schwangere nicht einstellen möchte, aber sie trotzdem zu dieser betrieblichen Erprobung einlädt (für ihn entstehen ja dabei keine Kosten), damit sie vielleicht die Ablage erledigt oder sonst irgendetwas, was von anderen nicht gerne gemacht wird und am Ende dieser Erprobung dann einfach sagt "Tut uns Leid, wir wollen Sie doch nicht einstellen", was ist es dann???? In so einem Fall würde ich mich definitiv ausgenutzt vorkommen.

Ich glaube du hast meine Frage nicht richtig verstanden. Wie ich es schon erwähnte, bewerbe ich mich weiterhin um eine Arbeitsstelle. Nach diesem Monat werde ich zwar keine Leistungen mehr beziehen, doch um einen Job werde ich mich weiterhin kümmern. Nur eins meiner Fragen war: Inwieweit werden sich die Bewerbungen nun rentieren, da ich ja jetzt schwanger bin und mir nicht vorstellen kann, dass ein Arbeitgeber eine Schwangere einstellt (Zu schön, um wahr zu sein)?? Denn nach der Geburt werde ich mind. 1 Jahr zu Hause bleiben und mich um das Baby kümmern.

Beitrag von goldtaube 09.05.11 - 12:53 Uhr

Die Entscheidung liegt bei dir. Entweder du entscheidest dich dafür das du dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehst oder dagegen.

Seitens der Arbeitsagentur stehst du auch als Schwangere ganz normal dem Arbeitsmarkt zur Verfügung. Du bist ja nicht krank, sondern nur schwanger.

Und was die Fahrzeiten angeht. Die gelten für Schwangere ebenso wie für Nicht-Schwangere.

Wenn du natürlich glaubhaft und ggf. durch ärztliche Bescheinigung darlegen kannst, warum 2,5 Stunden Fahrzeit für dich unzumutbar sind, dann kann die Fahrtzeit natürlich auch herabgesetzt werden.

Beitrag von kathi.net 09.05.11 - 13:05 Uhr

Willst du dich nun dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stellen oder nicht?

Eine Schwangerschaft ist ja keine Krankheit und theoretisch muß man sie bei Bewerbung/Vorstellungsgespräch auch nicht angeben.

Wie bestreitest du denn deinen Lebensunterhalt nach ALGI? Wie sieht es aus mit Krankenversicherung etc.?

Beitrag von gulcan20 09.05.11 - 15:39 Uhr

Ich habe mich schon dem Arbeitsmarkt zur Verfügung gestellt!

Habe ja auch nicht behauptet, dass eine Schwangerschaft eine Krankheit ist#klatsch. Dies ist nun meine 2. #schwanger und während meiner 1. #schwanger habe ich auch durchgehend bis zur Mutterschutzfrist gearbeitet#huepf.

Ich weiss, dass man die #schwanger nicht erwähnen muss, aber würdest du es in Ordnung finden:-(??? Der Bauch hat sich schon leicht gewölbt und auch sonst, hätte ich einfach ein Problem damit meinen zukünftigen AG anzulügen#zitter. Es wäre mir superpeinlich, kurze Zeit nach der Anstellung dem AG meine Schwangerschaft mitzuteilen#schwitz. Das geht gar nicht!!! Natürlich würde es mir gefallen, wenn ich einen festen Job hätte. Und auch nach der Geburt wüsste ich, dass ich einen Arbeitsplatz habe, der für mich praktisch "freigehalten" wird. Aber wenn ich dafür lügen muss und unehrlich sein muss........neeeee, no go#nanana#contra!!! Ich würde mich einfach schämen, wie soll ich dann dem AG wieder ins Gesicht schauen#schock???

Ich bin verheiratet. Mein Mann verdienst Gott sei Dank ziemlich gut und ich bin familienversichert.
#winke

Beitrag von smokinaces 09.05.11 - 20:33 Uhr

Hey, also ich glaube nicht dass die Agentur deine Rentenversicherung weiterzahlt wenn du kein Anspruch auf Leistungen hast, dass einzige was passiert, ist dass die Agentur den Zeitraum der arbeitslosigkeit ohne Leistungsbezug an die RV meldet, als sog. Meldeausfallzeit, aber Beiträge werden durch die Agentur sicher NICHT abgeführt.

DIe Erklärung die du abgegeben hast, hast du dich ja verpflichtet jede Möglichkeit zu nutzen um die arbeitslosigkeit zu beenden und da gehört nunmal auch die Arbeitsaufnahme im Tagespendelbereich zu.

und NEIN für Schwangere gelten keine Ausnahmeregelungen was die Verfügbarkeit und Zumutbarkeit betrifft.

Beitrag von goldie99999 10.05.11 - 08:20 Uhr

Wenn Du keine Leistungen beziehst, zahlt "das Amt" auch keine Beiträge zur Rentenversicherung. Lediglich werden dem Rentenversicherungsträger die Zeiten gemeldet, was KEINE rentenerhöhende Wirkung hat. Solange man Kinder unter 10 Jahre hat, ist das total sinnfrei.