Taubenzecken-Kammerjäger-Möbelrücken

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Forum: Finanzen & Beruf

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Beitrag von mel1983 09.05.11 - 12:33 Uhr

Hallo zusammen,

ich bin schon wieder eine Wut.
Seit mindestens einem Jahr besteht das Problem von Taubenzecken in meiner Wohnung.
Beim ersten Besuch des Kammerjägers dachte ich mir noch "kann ja passieren, ist schließlich ausgebautes Dachgeschoss" und habe nach einigem umher telefonieren dann jemanden gefunden, der hier meine Möbel von den Wänden abrückt.

Der Kammerjäger muss an alle Fußleisten, vorher muss alles gewischt werden, weil danach mindestens 6 Monate in der Nähe der Fußleisten nicht gewischt werden darf.
Gut, also der Hausmeister kam mit noch einem aus dem Haus und rückte alle Möbel ab.
Ich konnte keinen Schritt tun, über fast 2 Wochen (ich wurde mir mit KJ nicht einig des Termines wegen).

KJ war da, Hausmeister kam wieder mit dem anderen und rückte die Möbel wieder an.

Die Tauben nisteten fröhlich weiter (schräg vorm Fenster). Ich habe unzählige Male in der Hausverwaltung angerufen (August = der Dachdecker würde kommen, Oktober = der Dachdecker hat keine Zeit usw.)

Nun hatte ich noch andere Probleme und ich hatte keine Nerven mich darum zu kümmern.

Heute:

Wieder eine Taubenzecke - war ja klar!
Wutentbrannt die Hausverwaltung informiert. Er gibt meine Nummer zum KJ und schickt einen Dachdecker - jaja!

Nun ist es so, dass der Hausmeister hier nicht mehr wohnt. Es ist ein eindeutiges Verschulden und Verschludern der Hvw, dass hier wieder/immernoch Taubenzecken sind und ich finde auf die schnelle niemanden, der meine Möbel abrückt (riesige schwere Schränke).

Wie läuft das? Wie oft muss ich mir den Arsch aufreißen die Möbel abrücken zu lassen und diese Einengung und auch den Ekel hinnehmen, bis mal irgendwie was mehr gemacht wird?

Ich habs so satt - es schlägt furchtbar auf die Psyche!

Danke - Frust abgelassen :-)

Beitrag von windsbraut69 09.05.11 - 13:28 Uhr

Wäre es nicht sinnvoll, umzuziehen?

Du kannst ja nicht mit Gewalt Dachdecker und Kammerjäger an dern Haaren heranziehen und selbst, wenn Du die Miete minderst, hilft Dir das ja nicht weiter hinsichlich Ekel und Einschränkungen hinsichtlich der Möbel...

LG,

W

Beitrag von mel1983 09.05.11 - 15:32 Uhr

Hallo winds,

wäre es sicher, aber einen Umzug kann ich mir unter keinen Umständen leisten.

Danke dir,

Grüße

Beitrag von windsbraut69 09.05.11 - 15:40 Uhr

Ist denn Ungeziefer kein Grund, den Umzug wenigstens anteilig finanziert zu bekommen?

Ansonsten teste doch mal (würde ich aber anwaltlich vorher abstimmen), ob Dein Vermieter aktiver wird, wenn Du die Miete minderst.

LG,

W

Beitrag von mel1983 09.05.11 - 15:43 Uhr

Nein, denke ich nicht.
Außer vielleicht durch Einklagen.

Dafür aber fehlen mir einfach die Nerven (das hat allerdings auch andere Gründe).

Ja, mit Anwalt hab ich auch schon überlegt, aber jetzt hab ich erstmal paar Links geschickt bekommen, wo geschrieben wird, wie man in Sachen Mietminderung selbst vorgeht und was Gerichte (sogar hier vor Ort) so entschieden haben.

Kommt halt zu dem ganzen Ärger und den hunderten Schreiben noch eins dazu, was ich aufsetzen muss. Nützt ja nichts.

Grüße

Beitrag von windsbraut69 09.05.11 - 15:54 Uhr

Mit Mietminderung auf eigene Faust wäre ich grundsätzlich sehr vorsichtig!
Ist in Deinem Fall nicht vielleicht das Gesundheitsamt ein Ansprechpartner, der Deinen Vermieter anschubsen könnte?
Hygienisch und gesundheitsfördernd sind doch weder die Taubenexkremente, noch die Zecken.

Trotzdem viel Erfolg,

W

Beitrag von mel1983 09.05.11 - 21:09 Uhr

Huhu,

ja, da hast du nicht Unrecht. Ich würde mich schriftlich versuchen mit der Verwaltung auf einen Prozentsatz zu einigen und (hier kommt das wichtige) reinschreiben, dass ich die Miete vorerst nur unter Vorbehalt zahle, um es nötigenfalls (hierzulande werden bis zu 30% Mietminderung richterlich zugesprochen) einzuklagen.

Taubenexkremente liegen komischerweise zumindest auf dem Hof kaum rum, aber sicher hier oben auf dem Dach, stimmt schon.
An der Uni hier wurde eine Studie über die "Gesundheitsgefährdung von Taubenzeckenbissen" erstellt, aber das Gesundheitsamt wird nicht tätig, weil es für die nicht "gesundheitsgefährdend" genug ist.

Darum muss man eben auf oben genanntem Wege oder dann direkt mit Anwalt dagegen vorgehen.

Ich war da auch echt schludrig, denn ich hätte das voriges Jahr direkt machen müssen, aber wie gesagt, ich ärger mich leider mit vielen Ämtern (zu allem kommt jetzt Ärger um den GdB dazu) rum, dass mir einfach die Nerven fehlen.

Na ich muss mal schauen, wie ich vorankomme mit Widersprüchen und sämtlichen Schreiben. Jedes Einzelne liegt vor mir, wie ein Berg mit 2000m Höhe.

Danke dir :-)