Höhe für Anwalts/Gerichts-Kosten einer Unterhaltsvereinbarung

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Forum: Allein erziehend

Als Alleinerziehende selbstbestimmt zu leben hat Vorteile, andererseits ist es oft sehr anstrengend, den täglichen Herausforderungen allein zu begegnen. In diesem Forum findet ihr die Hilfe und Unterstützung von Frauen, die in einer ähnlichen Situation sind.

Beitrag von stefmex 09.05.11 - 14:52 Uhr

Hallo!

Eine etwas theoretische Frage, aber:

Kann mir jemand die Bandbreite an Kosten sagen, die eine über Anwälte, bzw. Gericht geregelte Unterhaltsregelung betragen würde?

Es geht nicht um eine Scheidung sondern 'nur' um die Regelung des Unterhaltsanspruchs für das Kind, resp. Mutter (teilzeitarbeitend), die Dauer und Höhe der Zahlungen.

Danke für 'Hausnummern'.

Gruß,
Stefanie

Beitrag von redrose123 09.05.11 - 15:59 Uhr

Kommt immer drauf an wieviel Briefe aufgesetzt werden, wie lang alles dauert, wir zahlen heut noch ab für die Unterhaltsgerichts/anwaltskosten....Frag deinen Anwalt am besten der kann dir eine ganz genaue Nummer sagen ;-)

Beitrag von stefmex 09.05.11 - 16:04 Uhr

Da ich/wir eben keinen Anwalt genommen haben, sondern alles privat geregelt haben, wollte ich nur mal ganz grob wissen, was ein Paar/Ex-Paar, ohne große Streitigkeiten oder sonstigens Bimbamborum für eine 'offizielle' Trennung bezahlen muss.

Sind das 1.000€ oder weniger oder mehr?

Ich möchte nur einen Anhaltspunkt. Keine Cent-genaue Ermittlung. Und daher meine Frage nach dem Spektrum.

Sozusagen, was ist das Minimum, mit dem man rechnen müsste. Dass nach oben keine Grenzen sind, ist mir klar ;-)

Beitrag von redrose123 09.05.11 - 16:53 Uhr

Ok bei meinem Mann und Ex wurde nur über den Anwalt geregelt kann dir somit leider nicht weiterhelfen.....

Beitrag von parzifal 10.05.11 - 13:40 Uhr

Dann müsstest Du aber einen Anwalt nehmen, der ein Stundenhonorar verlangt.

Nach RVG ist die Anzahl der Briefe etc. egal. Da geht es nach dem Gegenstandswert bzw. Streitwert.

Beitrag von -janna- 09.05.11 - 17:20 Uhr

Es kommt sicher drauf an, ob ihr einen Anwalt nehmt, der nach dieser Gebührenordnung abrechnet oder einen habt, der eine eigene Honorarvereinbarung hat. Bei ersterem kommt es dann glaub auch auf den "Streitwert" an, am Besten ihr fragt einfach bei eurem Wunschanwalt nach. Manche machen auch Pauschalvereinbarungen, also wird es hier schwer sein eine Hausnummer zu nennen.

Beitrag von kimmi 10.05.11 - 10:21 Uhr

Es kommt ganz darauf an, ob du überhaupt einen anwalt brauchst. Wenn der unterhaltspflichtige angestellter ist, wird die berechnung des unterhaltes für's kind sehr einfach sein. Diese orientiert sich an seinem regelmässigen einkommen.
Bei einer selbständigkeit und einem unregelmässigen einkommen kann dies schwieriger werden.
Du kannst alimente jederzeit gerichtlich regeln lassen und es entstehen dadurch für dich keine kosten. Einfach einen antrag beim gericht einbringen.
Also überlege dir, ob du wirklich einen anwalt brauchst oder ob du es nicht auch selbst regeln kannst.

Beitrag von hauke-haien 10.05.11 - 13:14 Uhr

Einen rechtlich sicheren Unterhaltstitel für das Kind kann der/die Verpflichtete auch kostenlos beim Jugendamt bekommen.
Für Trennungsunterhalt oder Ehegattenunterhalt ist dies nicht möglich.
Allerdings: Warum sollte er dir Unterhalt zahlen, wo das Kind doch schon so groß ist?
Hast du keine Möglichkeit/Lust für dich selbst zu sorgen?

LG, H.H.

Beitrag von stefmex 11.05.11 - 11:05 Uhr

Die Antwort 'warum' zu Deiner Gegenfrage, wäre zu lang für meine eigentlich ganz einfach Frage, die offensichtlich nicht so einfach ist, wie ich dachte.
Sei's drum.

Und wenn ich im Lotto gewinne würde, würd ich auch gern ohne Unterstützung klar kommen.

Und ab wann ist ein Kind 'groß' genug den ganzen Tag in fremden Händen aufzuwachsen...

Ich denke hier gibt es einfach zu viel unterschiedliche Ansichten, Auffassungen und individuelle Belastungsgrenzen, um für alle alles 'gleich' zu machen.

Gruß, S.J. aus M.

Beitrag von silke_35 13.05.11 - 19:07 Uhr

Hi,

deine Antwort fand ich super.

LG
Silke

Beitrag von parzifal 10.05.11 - 13:38 Uhr

Entscheidend ist der Streitwert. Je höher der Unterhalt umso höher die Kosten.

parzifal

Beitrag von phantastica123 11.05.11 - 20:06 Uhr

Wir hatten auch so eine notarielle Unterhaltsvereinbarung und ich kann nur sagen: Nie wieder!

Ich war damit voll angeschmiert.

Mein Ex hat ein paar Monate die vereinbarte Kohle gezahlt, dann nix mehr - und die Vereinbarung war nicht vollstreckbar.

Ich konnte also nicht pfänden, sondern erst mal ein richtiges Unterhaltsverfahren anschubsen. Das hat vier Jahre gedauert. Und rund 15 000 Euro gekostet.

Beitrag von stefmex 11.05.11 - 20:48 Uhr

Danke! Das ist doch mal eine Hausnummer. Ich dachte mir schon, dass so ein Verfahren zur Festlegung des Unterhalts ein paar 1.000€ kostet.

Danke für Deine Antwort und schönen Abend,
Stefanie