So viel Verzweiflung und Leid - habe Angst um unser Baby!

Archiv des urbia-Forums Schwangerschaft.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Schwangerschaft

Dein Schwangerschaftstest war positiv und nun ist dein Baby unterwegs? Teile diese aufregende Zeit mit anderen urbia-Müttern. Für wöchentliche Infos zu deiner Schwangerschaft kannst du unseren Schwangerschaftsnewsletter bestellen. 
Kostenlosen Expertenrat erhältst du täglich in unserem Expertenforum "Frag unsere Hebamme".

Beitrag von sophiechen2004 09.05.11 - 15:46 Uhr

Hallo Mädels,

bei mir ist bereit heute bei 19 + 0 SSW Halbzeit bzw. Bergfest - da unser Kinder bei 38 + 0 SSW geholt wird! Die Zeit geht wirklich wahnsinnig schnell um!

Nun ist es bei uns momentan so, dass wir sehr viel psychischen Stress mit unserem Sohn durchleben. Er ist in einer sehr massiven Trotz - und Wutphase. Wenn irgendwas nicht nach seinem Kopf geht, haut er sich diesen an Wänden oder Böden so massiv an - dass er so manchemal schon blaue Flecken an der Stirn hat (auch wenn wir wie immer schnellst möglich eingreifen). Am Samstag war es ganz schlimm: Irgendwas paßte ihm beim Autofahren nicht, da schlug er sich den Kopf seitlich am Kindersitz an. Anhalten war nicht möglich, da wir keine Gelegenheit hatten um rechts ran zu fahren.
Heute ging dann mein Mann zur Arbeit, da ging das Theater wieder los. Er hat so laut geschrien und um sich gehauen, dass ich gar nicht mehr wußte wie ich ihn beruhigen soll!

Das alles macht mir sehr zu schaffen, psychisch meine ich! Ich merke dann, wie der Puls rast und ich innerlich total angespannt bin ... dann kommt natürlich die Angst ums Baby! Ich weine sehr viel, aus Verzweiflung und auch weil unser Sohn mir so leid tut - die Ärzte meinen das es eben eine sehr stark ausgeprägte Trotzphase ist.

Meint ihr, dass das Baby daran Schaden daran nehmen könnte?

LG

Simone mit Baby inside

Beitrag von mw83 09.05.11 - 16:04 Uhr

Oh man, das tut mir voll leid. Schon mal überlegt, ob er nicht vielleicht unterfordert ist? Wir hatten das in der Familie und man hat dann festgestellt, dass er mehr Förderung braucht, also intelligenzmäßig und dann ging es auch wieder.
Hoffe für dich, dass sich dein SOhn wieder bisschen beruhigt. Und der ARzt meiner Schwägerin meinte, als sie ihn gefragt hat ob zuviel Stress und Traurigkeit dem Kind schaden, dass es wahrscheinlich nicht optimal ist, aber im Krieg haben die Frauen auch genug gesunde Kinder auf die Welt gebracht. Ja und meine Schwägerin hat echt mächtig Stress, nach 8 Jahren endlich schwanger und dann verläßt sie ihr Lebensgefährte und das Kind war der Wunsch von beiden!!!!

Also ich denke es wird schon alles gut überstehen #klee

Beitrag von sophiechen2004 09.05.11 - 16:10 Uhr

Danke für Deine lieben Worte - und schon wieder kamen bei mir die Tränen ... merke einfach, dass ich momentan total ausgelastet bin! :-(

Ich weiß nicht so genau ob er wirklich unterfordert ist; dass einzige was ihm momentan wahrscheinlich fehlen wird ist das wir am Nachmittag wenig raus kommen. Ich selber habe eigendlich Schonzeit wegen eines Hämatoms, aber wir versuchen es halt dann immer so zu regeln das mein Mann viel vormittags oder dann eben nachmittags mit ihm raus geht ... was ja auch sehr wichtig ist!!!

Wir spielen sehr viel mit ihm, fordern ihn schon für sein Alter eigendlich recht viel aber auch nicht zu viel.

Ich weiß halt einfach auch nicht! :-(

Beitrag von mw83 09.05.11 - 16:14 Uhr

oh man, ich heul gleich mit, das tut mir voll leid. Ich drück ganz doll die Daumen, dass diese Phase bald vorbei geht. Ansonsten hast du jemand wo du ihn mal für nen Tag abgeben kannst? Dann hast wenigstens mal einen ruhigen Tag für dich und du kannst neue Kraft schöpfen.
Wie alt ist denn dein Sohn?

Beitrag von sophiechen2004 09.05.11 - 16:28 Uhr

Er ist jetzt 17 Monate alt, mein Mann kümmert sich wo er kann! Alle anderen "trauen" sich schon gar nicht mehr ihn mal für ein paar Stunden alleine zu nehmen weil sie Angst haben das er bei ihnen so einen enormen Ausraster bekommt!!! :-(

Beitrag von taechst 09.05.11 - 16:16 Uhr

Hallo,

das ist eine dumme Situation. Mein Großer hatte auch so heftige Trotzanfälle, dass ich manchmal nicht mehr weiter wusste. In der vierten Klasse wurde dann ein ADS diagnostiziert, gsd keine Hyperaktivität, aber eine Hochbegabung. Versuch mal herauszufinden, was er besonders gut kann, vielleicht ein Sport? Das könnte zumindest zeitweise helfen, ansonsten hilft da nur Gelassenheit und wenn möglich das Entfernen von gefährlichen "Kopfanhauflächen" im Wutfall. Du kannst nicht immer alles für Dein Kind zum Guten wenden, aber Du kannst den Zustand mildern.
Ich kenne auch zwei inzwischen erwachsene Männer, die das als Kind so hatten. Sie sind beide sehr charakterstarke Persönlichkeiten geworden.
Und zu guterletzt-das geht vorbei. Ganz sicher. Und die wirklichen Probleme kommen später ;-)

Alles Liebe,

taechst