Krankenversicherungsschutz - aus unbezahltem Urlaub in MuSchu???

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Forum: Finanzen & Beruf

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Beitrag von tomnano 09.05.11 - 15:49 Uhr

Hallo zusammen,

ich habe ein echt blödes Problem und hoffe hier hat jemand schon ähnliche Erfahrungen gemacht oder kennt sich damit aus.

Derzeit befinde ich mich im 3. Jahr meiner Elternzeit, mein Arbeitsverhältnis besteht noch und ich bin somit beitragsfrei weiterversichert. Am 24.08.2011 endet die Elternzeit und ich müsste theoretisch wieder arbeiten gehen. Nun habe ich mich mit meinem Arbeitgeber besprochen zwecks Wiederaufnahme der Tätigkeit . Leider hat mein Arbeitgeber in meiner alten Abteilung ab Ende meiner Elternzeit momentan keine Verwendung für mich – erst wieder ab 01.01.2012.

Mein Arbeitgeber teilte mir nun mit, dass ich aufgrund meiner Betriebszugehörigkeit die Möglichkeit hätte, die Elternzeit um maximal 6 Monate (auf insgesamt 3 ½ Jahre) zu verlängern. Allerdings ist hierbei das Problem, dass dann kein Kranken-/Pflegversicherungsschutz mehr besteht und ich mich selber weiter versichern müsste. Mein Mann ist privat versichert, somit käme für mich ebenfalls nur eine Privatversicherung oder eine freiwillige Versicherung bei meiner jetzigen GKV in Frage.

Leider gibt es noch einen weiteren Umstand, der meine Versicherungssituation aus meiner Sicht etwas verkompliziert. Ich versuche seit einiger Zeit erneut schwanger zu werden....

MEINE FRAGE:
Wenn ich jetzt die Elternzeitverlängerung in Anspruch nehme, mich in der Zeit selber freiwillig versichere, würde dann mit Beginn der MuSchu-Frist mein altes Versicherungsverhältnis wieder aufleben (beitragsfreie Pflichtversicherung) - ohne das ich zwischenzeitlich wieder arbeiten war? Auch für die Dauer der 3-jährigen Elternzeit für das 2. Kind?

Habe dazu heute schon mit meiner GKV gesprochen, bekam da aber leider nur recht schwammige Auskünfte :-( Im Endeffekt meinte die Dame dort, dass mein Arbeitsverhältnis arbeitsrechtlich ja schon fortbestehen würde für die Dauer des unbezahlten Urlaubes/Verlängerung der Elternzeit, aber eben nicht sozialversicherungsrechtlich. Sie hat dann rumgedruckst und meinte, wahrscheinlich müsste ich mindestes 1 Tag zwischen dem "unbezahlten Urlaub" und dem Beginn der MuSchu wieder arbeiten, damit mein AG mich quasi wieder bei der KK anmelden kann...

Kennt sich jemand aus? Wie war das bei Euch? Kann ja nicht die erste sein, die vor so einem Problem steht...

Danke schon mal und liebe Grüße
Nano

Beitrag von susannea 09.05.11 - 16:43 Uhr

Ich denke die Dame dort hatte Recht.

Allerdings würde ich gerade, wenn du dann evtl. wieder schwanger bist die Elternzeit sicherlich nicht verlängern.
Du hast einen Anspruch auf einen Arbeitsplatz nach deiner Elternzeit, dies weiß dein AG schon lange.
Kündigen kann er dich wahrscheinlich nicht so einfach und wenn du schwanger bist erst recht nicht!
Ich würde also auf den Arbeitsplatz bestehen!

Es wäre ja auch dein Elterngeld, was du damit deutlich schmälerst!

Beitrag von tomnano 09.05.11 - 16:58 Uhr

Danke für Deine Antwort.
Naja noch bin ich ja nicht schwanger - das zeigt sich in etwa 12 Tagen. Und ich muss mich jetzt relativ schnell entscheiden was ich machen will.
Mir käme die Möglickeit zu verlängern eigentlich ganz gelegen (auch wenn ich mich für die Zeit selber versichern müsste). Ich hab sonst ein Betreuungsproblem mit meinem Sohn, weil da noch kein Kindi ist + Eingewöhnungszeit etc. Außerderm hatte ich in meiner 1. SS mit vorzeitigen Wehen zu kämpfen und sowas kann man oft in der 2. SS dann auch haben... von dem her hätte ich schon gern zwischendrin nicht unbedingt wieder gearbeitet.
Nee kündigen können sie mich sicher nicht wenn ich wieder ss bin, aber ich will es mir auch nicht verscherzen dort. Ich will ja auf jeden Fall nach dem 2. Kind dort wieder anfangen und wenn möglich nur Teilzeit - da sollte ich jetzt nicht unnötig auf den Putz hauen und mir die Chancen darauf verbauen. Jetzt würden sie ner Teilzeit nämlich auch zustimmen...
Was das Elterngeld angeht, da werde ich eh nur den Mindestsatz bekommen, da ich ja jetzt schon 3 Jahre in Elternzeit war und somit kein Gehalt mehr hatte....

Beitrag von susannea 09.05.11 - 17:17 Uhr

Wenn du zwischendurch abriten würdest, gäbe es eben mehr als den Mindestsatz ;)

Beitrag von tomnano 09.05.11 - 17:26 Uhr

Ja schon :-) Grad gehts aber nur um ne Lücke von 4 Monaten... Da wäre es noch nicht sooo erheblich mehr.... mal sehen was kommt und wie sich alles entwickelt... Vielleicht klappts ja auch gar net mit dem SS werden in nächster Zeit...

In meine alte Abteilung kann ich aber eh bloß ab Januar 2012 - vorher geht da nix. Und wechseln möcht ich nicht unbedingt, weil ich dann da voraussichtlich immer bleiben müsste. Mein bisheriger Job hat mir schon gefallen - von daher würd ich es in Kauf nehmen...