Mögen Eure Kinder ihre Erzieherinnen ?

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von vinci73 09.05.11 - 21:07 Uhr

Mein Sohn (April 4 Jahre alt geworden), sagt er mag sie nicht, weil die immer schimpfen. Von den Erzieherinnen wird er als sehr selbstständig beschrieben (Er braucht uns überhaupt nicht, beschäftigt sich alleine). Morgens mag er sehr oft nicht gehn. Wenn er dort ist, ist es aber gut.

Ich denke nun aber, da er sie ja sonst nie braucht speichert er einfach nur die negativen Sachen von der Erzieherinnen in seinem Kopf ab (schimpfen immer) und empfindet es so als ob sie nur schimpfen.

Mein Sohn ist ein sehr offener und auch selbständiger Junge (dass lässt ihn auch älter erscheinen) aber eben auch sehr empfindlich und war eben auch erst 3 1/2 als er in die Kindergartengruppe kam. Ich meine nun, dass er dadurch nicht die Aufmerksamtkeit bekommen hat, die er aber doch auch braucht (hin und wieder zumindest) und er dadurch von den Erzieherinnen kein "gutes" Bild hat, da er sie ja nur schimpfend erlebt und das Andere zu kurz kam.

Habe Morgen Ein Gespräch mit der Erzieherinn wo ich das Thema auch mal anschneiden möchte. Ein Kind sollte doch seine Erzieherinn mögen, oder seht ihr das nicht als zwingend nötig?
Was sagen Eure Kinder von ihren Erzieherinnen?

Grüssle

Beitrag von sterni84 09.05.11 - 21:15 Uhr

Hallo!

Meine Tochter geht seit August letzten Jahres in den Kiga und ihre Erzieherinnen mussten die ersten 2 Wochen 5 Meter Sicherheitsabstand zu ihr halten.

Inzwischen ist Leonie von ihren beiden Erzieherinnen hin und weg. Beide sind permanent Thema bei uns. Sie hat großes Vertrauen in ihre Erzieherinnen und sie sind absolute Bezugspersonen für Leonie.

LG Lena

Beitrag von vinci73 09.05.11 - 21:18 Uhr

Das ist schön. Mein Sohn war vorher in einer Gruppe von 2 bis 3-jährigen und dort hatte er auch seine Lieblingserzieherinn. Das vermisse ich schon sehr...

Beitrag von humor 09.05.11 - 21:19 Uhr

Hallo,
ich habe deinen Beitrag unten auch gelesen,mmmh, ich als Erzieherin würde glaube ich denken, dass du dir zuviele Gedanken um Sachen machst, die nicht Notwendig sind.
Natürlich müssen Kinder ihren Erzieher/Innen mögen, aberwie das halt so ist im Alltag, wir schimpfen eben auch mal und klar, gefällt es den Kindern nicht immer. ´
Was genau möchtest du eigentlich Wissen, morgen bei dem Gespräch? Strukturiere dich, sonst wirkt es so, als seist du völlig verunsichert. Das wird leicht belächelt hinterher im Team. Nur so als Tip!

Lg, Anna

Beitrag von vinci73 09.05.11 - 21:44 Uhr

Ja ich mach mir im Moment wirklich viele Gedanken, weil ich eben auch einen Platz im Waldkindergarten haben könnte. Und mein zweiter Sohn nun auch in der Kindergarten kommt. Also heisst es jetzt wechseln oder nie. Mein Sohn hat noch nie! was erfreuliches oder positives von seinen Erzieherinnen erzählt, was doch wirklich so nicht sein sollte (Er war vorher auch in diesem Kindergarten in der Gruppe von 2 - 3 jährigen dort haben sie sicher auch geschimpft aber er hat eben auch sehr viel schöne Sachen mit ihnen erlebt. Dort hat er seine Erzieherinnen sehr gemocht, auch wenn ich ihn heute Frage sagt er noch dass er sie mag) Aber die jetztigen eben nicht...#schmoll. Er geht da jetzt immerhin seit letzten Sommer hin.
Dass die Erzieherinnen das alles belächeln befürchte ich auch.
Ich würde Ihr das so sagen wie ich es geschrieben habe, Ihr Vorschlagen mal speziell was schönes mit meinem Sohn zu machen um das Verhältniss aus seiner Sicht zu verbessern, was meinst Du?
Wenn Du Erzieherinn bist, dürfte man dann sagen das ein Kind dich nicht mag und was würdest Du dann tun?

Danke für Deine Antwort

Beitrag von kajulju 10.05.11 - 07:38 Uhr

hallo, hm, ich würde wechseln wenn du eh eine andere Kita im Auge hast. Mein Sohn mochte seine ersten erzieher in der alten Kita auch nicht besonders, war auch immer selbständig und mehr ohne sie unterwegs. Wir haben dann gewechselt und er ist jetzt regelrecht verliebt in seine neue Erzieherin und viel glücklicher. Er hat am Anfang in der neuen Kita immer gestaunt, dass die neue Erzieherin ihn mag, sich um ihn kümmert und sogar mal mit ihm spielt. Er wird jetzt auch mal umarmt und ich sehe wie glücklich ihn das macht. Von daher finde ich in jedem Fall, dass die Kids die Erzieher mögen sollen.
LG,
Kathi

Beitrag von sparrow1967 10.05.11 - 09:14 Uhr

>>Wenn Du Erzieherinn bist, dürfte man dann sagen das ein Kind dich nicht mag und was würdest Du dann tun? <<

Sicher kann man das sagen- und sollte es auch. Meiner Meinung nach.
Ich würde mir ernsthaft Gedanken machen, warum mich das Kind nicht mag und würde mich bemühen, die Sache zu ändern.


Vielleicht wird dein Sohn auch nicht beachtet- eben WEIL er so selbstständig ist und nur wenn er etwas macht, was den Erziehern nicht paßt, meckern sie, denn DANN fällt er ja auf.


sparrow

Beitrag von humor 10.05.11 - 14:13 Uhr

Hallo,
sorry, ich habe jetzt erst Zeit dir zu Antworten. Ich hoffe, das Gespräch war für dich in Ordnung und du konntest deine Fragen klären.
Klar könnte man mir sagen, das ein Kind mich nicht mag. Im ersten Moment wäre ich sicher sehr irritiert,aber dann würe ich auf Ursachenforschung gehen. Alles andere (beleidigt sein etc. ) wäre unproffesionell. Dann würde ich in deiner Stelle auch den Kindergarten wechseln. Das Verhältniss würde eh nicht besser werden.
Ich fände deine Vorschlag zur Verbesserung der Beziehung in Ordnung, ob die Erzieher sich daran halten ist eine andere Frage.
Ich denke auch, nachdem ich mir nochmal alles durchgelesen habe, dass dein Sohn, gerade weil er so Selbständig ist einfach im Alltag mitläuft und somit wenig beachtung findet. Das soll nicht passieren, kann aber leider.

Ich hoffe, ich konnte dir noch helfen.

Lg, Anna

Beitrag von kanojak2011 09.05.11 - 21:21 Uhr

Hi,

die eine ist aber wirklich eine dumme böse Kuh. Meine tochter sagt auch nur XXXX, böse.
Die andere ist ein engel.

An sich nutzt es bei uns aber nichts, wenn wir es thematisieren.

LG

Beitrag von cori0815 09.05.11 - 21:31 Uhr

hmm, wo steht das denn geschrieben, dass ein Kindergartenkind seine Erzieherinnen mögen muss? Schließlich mag doch jedes Kind eine andere Sorte Mensch und nicht zuletzt kommt es doch einfach darauf an, ob die Chemie stimmt, unabhängig davon, ob eine Person "viel" schimpft" oder nicht.

Eine Erzieherin kann sich ja schlecht bei den Kindern anbiedern, damit sie von allen gemocht wird. Denn es heißt ja Erzieherin und nicht Nettseierin. Ich bin Lehrerin und wenn mein Ziel wäre, dass meine Schüler mich alle gern haben, hätten sie mich vermutlich auch alle gern, das ist ja die leichteste Übung. Sie würden aber leider zuhauf durch ihre Gesellenprüfung rasseln, weil ich ihnen vor lauter Liebsein nicht vermitteln konnte, wie wichtig es ist, sich jetzt mal auf den Arsch zu setzen und was für ihre Prüfung zu tun ("Ach, lernen Sie doch mal eine Viertelstunde, Sie werden sehen, das tut Ihnen gut" zieht bei denen irgendwie nicht ;-)). Da ist es mir lieber, wenn sie insgeheim denken, dass ich eine blöde Kuh bin, aber wenigstens ihre Prüfung schaffen, weil ich sie praktisch nötige, dafür zu lernen.

Auf die Erzieherin umgelegt: lieber macht die Erzieherin einen guten Job, "erzieht" die Kinder und wird nicht von allen NUR geliebt und dafür kommt das Kind hinterher auch im Leben klar. Bauchpinselt sie die Kinder nur, würden die sich ganz schön umschauen, wie es wirklich im Leben ist, wenn sie in die Schule kommen ;-)

Außerdem: wenn dein Sohn sagt, sie "schimpfen immer nur", könnte es auch gut sein, dass er vielleicht auch unter "Schimpfen" etwas anderes versteht als wir darunter verstehen würden. Also sei lieber vorsichtig, wenn du das Thema bei dem Gespräch anschneidest ;-)

LG
cori

Beitrag von arielle08 09.05.11 - 21:50 Uhr

*guckguck

Den Beitrag von Cori finde ich ziemlich gut :) würde ich einfach mal so sagen !

Meine Tochter hat auch manchmal so Ihre Konflikte im Kindergarten aber wie schon geschrieben eigendlich heisst es ja nun wirklich "Erzieherin"


Ich würde dieses Thema aufjedenfall wenn möglich garnicht Ansprechen es sei denn du hälst es für dich allein schon richtig und möchtest das aus dem Weg räumen.

Es gibt sicherlich überall Kinder die ihre Erzieherinnen nicht immer mögen das ist ja im Grunde genommen genau dasselbe in Grün mit den Lehrern denk doch einfach mal an deine Schulzeit da gab es sicherlich auch mal die ein oder andere Blöde Kuh *lach

lg Arielle

Beitrag von vinci73 09.05.11 - 21:59 Uhr

Ich dachte wenigstens im Kindergarten sollte es noch so sein.... in der Schule ist es vorbei, dass ist mir durchaus bewusst.
Vielleicht sollte ich es schon als Abhärtung fürs Leben betrachten #schmoll

Danke für Eure Antwort

Beitrag von pinklady666 09.05.11 - 22:39 Uhr

Hallo

Ich finde das jetzt nicht dramatisch.
Natürlich gibt es auch Kinder, die ihre Erzieherinnen nicht mögen. Es gibt einfach Menschen, mit welchen man kann und Menschen, mit welchen man nicht kann. Geht dir dich sicher genauso.
Ich mochte meine Erzieherin übrigens auch nicht, hatte immer Angst vor ihr. So wie sie war, so habe ich mit immer die Hexe von Hänsel und Gretel vorgestellt. Meine Mutter hat es ihr nie gesagt, und auch ich würde in ihrer Gegenwart nie ein Wort darüber verlieren, auch wenn ich immer schmunzeln muss, wenn sie meint "Bianca, ich bin so stolz. Ich habe dich mit Sicherheit sehr geprägt und habe ein großen Teil dazu getan, dass du nun auch Erzieherin geworden bist". Ehrlich, ich habe den Kindergarten gehasst, niemand hätte damals gedacht, dass ich mal diesen Job ergreifen würde.

Meine Tochter hingegen liebt ihre Erzieherinnen. Mit ihrer Bezugserzieherin habe ich selber schon zusammen gearbeitet, vor Jahren. Darum habe ich diese Gruppe auch bewusst ausgesucht. Die Zweitkraft kannte ich vorher nicht, aber auch die ist eine ganz liebe und Marie mag sie inzwischen sogar mehr als ihre Bezugserzieherin.
Würde sie sich negativ zu den Beiden äußern, würde ich es bestimmt ansprechen. Aber nur, weil ich eben selbst schonmal Teil des Teams dort war. Da hat man ein ganz anderes Verhältnis zueinander. Bei komplett fremden Erzieherinnen würde ich erstmal abwarten. Ein halbes Jahr ist ja noch nicht lang. Es gibt Kinder, die kommen erst nach einigen Monaten so richtig in der Gruppe an, besonders nach einem Wechsel. Da ist vieles erstmal negativ, in der anderen Gruppe wars schließlich viel besser. Man muste gewohntes aufgeben und neu starten.
Solltest du es bei den Erzieherinnen ansprechen, überleg dir gut wie du es sagst, sonst kommt es schnell falsch an. Mach keine Vorwürfe. Und so Dinge wie "öfter mal positiv mit dem eigenen Kind beschäftigen" würde ich gar nicht erst erwähnen. Das hört sich furchtbar nach einer Forderung zur Einzelbetreuung und Bevormundung an und kommt überhaupt nicht gut rüber. So etwas entscheiden die Erzieherinnen doch selber falls es nötig ist, schließlich machen sie den Job ja nicht erst seit gestern.

Liebe Grüße

Bianca mit Marie Danielle (*21.06.2007) und Felix (ET 22.06.2011)

Beitrag von meandco 09.05.11 - 23:58 Uhr

#kratz bist du sicher dass er sie sonst nicht braucht und sie ihn nur ausschimpfen?

ich denke eher, dass er das viel deutlicher und öfter wahrnimmt als es dann wirklich vorkommt. würd sie vielleicht mal drauf ansprechen, dass er das so erzählt, weil sie bekommen es so ja nicht mit. vielleicht ändern sie was oder auch nicht.
aber direkt drauf ein ernsthaftes gespräch aufbauen ... nein, würd ich nicht machen. kinder haben ihre wahrnehmung, was sollen sie denn machen? #kratz

und:
unsere liebt alle 3 (aktuell 4 wegen wechsel) heiß und innig - so wie der rest der truppe auch. ist aber auch was besonderes da, privatkiga montessori ...

lg
me

Beitrag von juniorette 10.05.11 - 07:48 Uhr

Hallo,

mein Sohn mag seine Erzieherinnen, an manchen Tagen liebt er sie sogar heiß und innig.

Mögen oder nicht mögen finde ich aber nicht so entscheidend, aber Erzieherinnen sollten bei jedem neuen Kind in der Gruppe versuchen, ein Vertrauensverhältnis zu dem Kind aufzubauen. Je nach Charakter von Kind und Erzieherinnen, klappt das bei dem einen Kind besser, beim anderen Kind schlechter.

Mein Sohn muss mich nicht jede Sekunde seines Lebens lieben und darf auch mal auf mich sauer sein - aber er sollte mir immer vertrauen.

Was natürlich nicht sein sollte, dass ein Kind regelrechte Angst vor seinen Erzieherinnen hat, das sehe ich bei deinem Sohn aber nicht.

Wenn mein Sohn mir erzählen würde, XY schimpft immer nur, dann würde ich ihn fragen, warum denn immer geschimpft wird und das wären dann vermutlich nachvollziehbare Schimpfereien (würde ich meinem Sohn dann auch so sagen).
Und ich würde meinem Sohn sagen, dass er bestimmte Sachen halt unterlassen soll, wenn er nicht deswegen geschimpft werden will.

Deine Befürchtung ist (wie ich es verstanden habe), dass dein Sohn außer Geschimpfe keine positive Aufmerksamkeit von den Erzieherinnen bekommt.
Nun, unsere Erzieherinnen rennen auch nicht permanent von Kind zu Kind und loben es für irgendwelche Sachen #kratz

Hier kann keiner den Kindergartenalltag deines Sohnes beurteilen. Was erzählt er, wenn er nach Hause kommt? Bringt er auch mal Bilder oder Gebasteltes mit nach Hause?

Die Aussage "mag ich nicht, schimpfen dauernd" würde ich erstmal nicht überbewerten. Wäre die Aussage "immer werde nur ich geschimpft, obwohl ich dasselbe gemacht habe wie X und Y" (Kind fühlt sich also ungerecht behandelt), würde ich der Sache auf den Grund gehen.

LG,
J.