ahhh noch eine Frage.... Sonderurlaub zur Geburt

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Forum: Schwangerschaft

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Beitrag von nadinchen2210 09.05.11 - 22:04 Uhr

Hey Mädels...
ich nochmal, habe vorhin von meinem Freund gehört... er ist azubi 2 Lehrjahr und in der Gastronomie tätig...
Unsere Chefin meinte zu ihm, das er nur situationsbedingt gehen kann, wenn das baby kommt, also wenn es los geht...
ich dachte ich höre nicht richtig, sie meinte es steht nicht im Tarifvertrag...
und sagte kann sie denn kein anderer ins KH fahren oder das taxi??
Hallo wo bin ich hier???
Sorry aber was haltet ihr davon???

Liebe grüße

Beitrag von juice87 09.05.11 - 22:07 Uhr

ist total daneben,aber leider hat sie recht .ich wünsche euch das es so klappt und er gehen kann wenn das baby kommt.bei meinen mann ging es damals als er azubi im 3 lehrjahr war.nun hat er bei unseren 2ten baby ganze 3 wochen urlaub bekommen.lg franzi it finja 3j und mäuschen 27ssw

Beitrag von cappucinocream8 09.05.11 - 22:07 Uhr

Sonerurlaub kann gewährt werden, wenn nach Tarifvertrag bezahlt wird. Ist aber die Frage nach welchem?? Sinst einfach Urlaub nehmen und absprechen, wann der errechnete Termin ist und Freiraum mit Kollegen abstimmen.

LG Cappu

Beitrag von stephka 09.05.11 - 23:15 Uhr

Ganz ehrlich, ich sehe das Problem nicht.
Es bringt doch garnichts wenn er Ewigkeiten vorher zu Hause rumsitzt und der Snderurlaub / Urlaub vertan ist bevor euer Baby da ist.
Mein Mann hat bei unserem zweiten Kind flexiblen Urlaub von 14 Tagen genommen ab dem Tag der Geburt. War echt super, so war kein Urlaub verschwendet.
Als es losging habe ich ihn angerufen und wir sind ins Krankenhaus gefahren.
Ab dem nächsten Tag hatte er Urlaub.

Bei der Großen war es ganz anders, da sind wir gerade nach England umgezogen und er war grade in England als es losging. Die 10 Tage um den Geburtstermin ( 6 vorher, 4 nachher) war er in Berlin, Madam hat sich aber entschieden erst an ET+5 zu kommen, somit war er schon wieder weg.

LG

Beitrag von dentatus77 09.05.11 - 23:28 Uhr

Hallo!

Bei der Geburt eines Kindes steht dem Vater (sofern es nicht tariflich anders geregelt ist) ein Tag bezahlter Sonderurlaub zu - nicht mehr, aber auch nicht weniger. Wenn dein Freund um den ET herum Urlaub nehmen möchte, muss er den von seinem Jahresurlaub oder eben unbezahlt nehmen. Von daher hat die Chefin zumindest bedingt recht.
Hier kannst du das auch nochmal nachlesen:
http://www.deutsche-anwaltshotline.de/info/arbeitsrecht/sonderurlaub_geburt.php
Was ich schlimm finde: Stirbt die Oma, gibt es 3 Tage Urlaub, bei der Geburt eines Kindes steht dem Vater aber nur ein Tag zu. Dabei geht man doch beim Tod der Oma nur zur Beerdigung, die dauert mit Tröster nen halben Tag, aber die Geburt eines Kindes ist doch ein Ereignis, das man feiern muss :-(.

Liebe Grüße!

Beitrag von caracoleta 10.05.11 - 08:43 Uhr

Wo hast Du das denn her? DAs ist doch Blödsinn

Beitrag von dentatus77 10.05.11 - 08:59 Uhr

WAS genau meinst du?
Gut, es kann sein, dass die Großmutter nicht mehr als "Nahe Verwandte" zählt, aber ich finde es irgendwie ziemlich unverständlich, dass offensichtlich viele Gerichte dem Arbeitnehmer beim Tod eines nahen Verwandten mehr Sonderurlaub zugestehen als bei der Geburt eines Kindes. Und die Tage stimmen definitiv, da hatte ich letzte Woche noch ein Tabelle in der Hand und mit meinem Kollegen drüber diskutiert (wir sind selbstständig, haben also über solche Dinge schon das ein oder andere Mal zu entscheiden).
Ach, und jetzt hab ich auch die genaue Tabelle gefunden, er steht in unserem Manteltarifvertrag:

§ 12
Fortzahlung der Vergütung bei persönlicher Arbeitsverhinderung
1. In den nachstehenden Fällen wird gegen entsprechenden Nachweis Freistellung von der Arbeit unter Fortzahlung der Vergütung gewährt:
a) einen Arbeitstag
• bei Niederkunft der Ehefrau/Lebensgefährtin eines Angestellten
• bei Wohnungswechsel der Angestellten mit eigenem Hausstand (auch bei Gründung eines ei-genen Hausstandes) und ungekündigtem Arbeitsverhältnis

b) zwei Arbeitstage
• bei Eheschließung und silberner Hochzeit der Angestellten
• bei Eheschließung eines Kindes (auch für ehelich erklärte, an
Kindes Statt angenommene Kinder)

c) drei Arbeitstage
• bei Todesfällen von Eltern, Kindern und Ehegatten
oder Lebensgefährten der Angestellten

d) bis zu drei Arbeitstagen
• bei Todesfällen von Geschwistern und Großeltern der Angestellten
• einmal pro Jahr bei schwerer Erkrankung der mit der Angestellten in häuslicher Gemeinschaft lebenden Familienmitglieder oder des Lebensgefährten, sofern ein Arzt bescheinigt, dass die Anwesenheit der Angestellten zur vorläufigen Pflege erforderlich ist.

Gut, mag sein, dass andere Tarifverträge das anders handhaben, aber ich denke, so groß unterscheiden werden sie sich nicht, fakt ist auf jeden Fall, dass es nach §616 BGB in diesen Fällen einen Anspruch gibt.

Liebe Grüße!