Jeden Morgen großes Geweine und mittlerweile Essensverweigerung

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von mandy.woelfer 10.05.11 - 09:51 Uhr

Hallo ihr Lieben,

meine kleine ist jetzt 2 1/2 Jahre und geht seit 1 1/2 Jahren in die Kita. Sie ist dort in einer gleichaltrigen Gruppe mit ca. 12 Kindern und im Idealfall 2 Erzieherin. Seit gut 2,5 Monaten haben wir WIEDER riesen Theater morgens. Das geht bereits zu hause los mit weinen und "Mami, Mami, Mami...""ich will nicht.." Ich merke auch, dass sie sich dann immer sehr unwohl fühlt, teilweise verängstigt. In der Kita selber, geht es dann richtig los, da wird regelrecht nach mir geschrien, ihre Erzieherin nimmt sie dann rasch rein und ich höre sie draußen noch und habe den ganzen Tag über auf Arbeit keine Ruhe. Denke nur an sie, was sie macht und ob es ihr gut geht und mittlerweile bin ich echt fertig. Essen ist nun auch schon solche Sache, meist isst sie ein paar Bissen, aber seit ca. 2 Wo fängt sie auch mal an den ganzen Tag in der Kita nicht wirklich was zu essen. Ich habe so langsam Angst, dass das in ein psychisches Problem über geht und die mir mein Kind spielen. Bisher war sie eigentl. ein guter Esser und wenn ich sie abhole, dann kommt auch immer gleich Mama, habe Hunger... Ich muss leider arbeiten gehen, habe also nicht die Möglichkeit zu Hause zu bleiben. Bin am überlegen, ob ich die Kita wechsle, aber wenn das nichts nützt, habe ich vielleicht alles noch schlimmer gemacht, wer weiß. Aus den Erziehern bekomme ich auch nichts raus, erklären mir immer, das wäre ne Phase, was ich aber nicht glaube, ich kenne mein Kind und aus irgendwelchen Gründen hat sie einfach nur Angst. Sie spielt auch eher seltener mit anderen Kinder, lieber allein oder dann halt mit uns oder ihrer Oma. Ältere Kinder gehen auch, aber halt nicht die gleichaltrigen. Ach man, muss jetzt zur Arbeit und bin eigentl. schon wieder völlig fertig. Hole sie immer so früh wie möglich ab, wenn ich frei habe, is sie immer zu hause usw. Also am "zu lange" in der Kita oder Trennung zu mir, kann es eigentl. nicht liegen.
Bitte keine Vorwürfe etc. Die mach ich mir allein. Vielleicht kennt jmd. solche Situation oder kann mir nen Tipp geben.
Sie ist noch nie so super gern gegangen, gab zwar auch bssere Zeitabschnitte, aber geweint hat sie öfter beim abgeben, aber nun weint sie ja echt auch länger dort und beteiligt sich nicht gern an Aktivitäten dort, sondern guckt nur zu und das find ich auffällig. Ich weiß das es dort ein Mädel gibt, was relativ "raufboldig" ist, aber die Erzieher greifen immer gleich ein und es gibt ja immer irgendein Kind was irgendwie "grob" ist, so kenn ich es zumindest. Bin aber für jeden Tipp dankbar!!!

Beitrag von anarchie 10.05.11 - 09:58 Uhr

Hallo!

Ohje...da hätte ich auch massive Sorge:-(

kannst du mal nen tag freinehmen und hospitieren(am besten unsichtbar fürs Kind im nebenraum oder so)?
Oder besser noch jemand anders darum bitten, damit dein Kind nicht dann bei dir hockt.

Was ich ganz arg finde, ist dass die Erzieherin das so abtut.
da würde ich daraif bestehen, dass die mal mitüberlegen, was das schiefläuft.


lg

melanie

Beitrag von mandy.woelfer 10.05.11 - 10:04 Uhr

Ich selbst war ein Tag mal dabei, da war natürlich alles "toll". Mitbekommen habe ich , dass alles stark nach Schema F abgeht, also es fehlt so die Individualität und auch irgendwie die Herzlichkeit empfand ich so. Und die Lautstärke is halt enorm. Aber das wird wohl überall so sein. Momentan ist auch alles sehr unruhig, weil auch ständig eine Erzieherin irgendwo anders aushilft, weil die Kita rappelvoll ist, das wird wohl alles da mit reinspielen, nur irgendwie lässt es mir keine Ruhe, dass ich den Eindruck habe, dass sie regelrecht Angst hat...

Beitrag von cori0815 10.05.11 - 10:15 Uhr

Hallo,
den Tipp, den du in der ersten Antwort bekommen hast (Hospitieren), finde ich grundsätzlich gut. Aber in meinen Augen solltest du unbedingt vorher das Gespräch mit den Erzieherinnen suchen, ggf. auch zusammen mit der Leitung des Kindergartens. Lass dir genau berichten, wie das Verhalten deiner Tochter dort ist. Bei uns fotografieren die Erzieherinnen sehr viel, da sieht man schon auf den Fotos sehr genau, wer involviert ist und wer nur außerhalb dabei steht.

Man merkt an deinem Beitrag sehr deutlich, wie schwer es dir fällt, sie jeden Morgen abzugeben. Glaub mir eines: du machst es damit alles noch schlimmer.
Stattdessen solltest du ihr Zuversicht geben und sie selbst ausstrahlen, solltest dich freuen, dass sie nun ihre Kindergartenfreunde wieder sieht (vielleicht auch speziell mal sagen "Oh, nun kannst du gleich wieder mit XYEmily spielen, das wird bestimmt klasse." (darum ist es ja auch wichtig, dass du mit den Erzieherinnen mal ein ruhiges, ausführliches Gespräch führst, damit du z.B. erfährst, mit wem sie hauptsächlich spielt/wen sie mag".

Vielleicht kannst du auch zu dem Kind, zu dem sie den besten Bezug hat, auch nachmittags den Kontakt suchen, um ihr eine Bezugsperson auch innerhalb der Kinderschar zu geben. Wenn sie eine "Spielfreundin" oder einen "Spielfreund" in der KiTa hat, freut sie sich vielleicht mehr, dort hin zu gehen.

Dass das Weinen beim Abgeben eine Phase ist, kann ich grundsätzlich nur bestätigen (hatten wir auch bei beiden Kindern schon mehrfach), Phasen vergehen erfahrungsgemäß und dauern selten länger als 4-6 Wochen (zumindest solche Phasen). Aber um auszuschließen, dass wirkliche Ängste dahinter stecken, solltest du die Sache natürlich (wie du es ja auch richtig machst) ernst nehmen.

Nur bitte gib sie nicht schon mit Tränen in den Augen (DEINEN Augen) ab und versichere ihr nicht mit trauriger Stimme, dass du sie auch bestimmt so schnell wie möglich wieder abholst. Denn DANN ist es für sie ja nur logisch, dass es in der KiTa FURCHTBAR sein muss, wenn du sie da so schnell wieder rausholen willst und schon so traurig bist, wenn du sie hinbringst.

Also: deine Tochter kannst du nicht ändern, nur DU kannst deine Einstellung ändern. Gib deiner Tochter Kraft und Selbstvertrauen, dann wird es sicher bald besser.

LG
cori

PS: ich glaub ja nicht an Zauberkräfte, aber als mein Sohn Mega-Schiss beim Schwimmkurs hatte, kaufte ich "Bachblüten-Sei-Stark-Bonbons". Und ob sie nun wirklich Mut machen oder ob es nur der Glaube daran ist, der hilft: es wirkte :-) Vielleicht ist das ein Versuch wert? Sagen würde ich ihr aber nicht, dass es "Mut-Bonbons" sind, denn dann würde sie ja wieder denken: "Warum muss ich Mut haben? Ist es da soooo schrecklich?" Also könntest du es lieber ein KiTa-Bonbon nennen ;-)

Beitrag von binecz 10.05.11 - 14:45 Uhr

ich würde einfach mal mit ihr reden. am wochenende oder am abend wenn es euch beiden gut geht. vielleicht sagt sie dir dann was los ist...