Oma bringt Enkel in unangenehme Situation

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Forum: Familienleben

Die Oma füttert die Kinder übermäßig mit Süßigkeiten, Probleme mit der Schwiegermutter, Tipps zum Feiern der Taufe: Hier ist Platz für alle Themen rund um die Familie.

Beitrag von chickhicks 10.05.11 - 10:33 Uhr

Hallo,

meine Schwiegermutter ist ne tolle Oma, das mal vorweg. Wir verstehen uns alle sehr gut, akzeptieren untereinander im Allgemeinen auch die kleinen Fehler des anderen. Von Anfang an wurde auch nie ein Unterschied zwischen meinen Eltern und Schwiegereltern gemacht.
Meine Schwiegermutter steckt ihre ganze Energie, neben der Arbeit, in ihre Enkel. Sehr schön, besonders für die Kinder natürlich. Einmal die Woche kommt sie zu uns zum Omanachmittag (mein Sohn ist 5) bis zum Abend und die beiden haben viel Spaß.

Jedoch ist nun schon zum dritten Mal etwas vorgefallen, was mich verärgert.
Vor ein paar Monaten hatten Sie so ein komisches Gummimännchen gekauft, dass man nass machte und es klebte dann an der Wand. Effekt: lauter kleine Flecken auf der ganzen Wand. Als ich es am nächsten Tag entdeckte erzählte mir mein Kind unter Tränen (ich habe wohlgemerkt nicht geschimpgt, er fing sofort damit an), dass Oma das wohl bemerkt hätte, aber meinte: wir tun einfach so, als hätten wir es nicht bemerkt und ermunterte ihn zum weitermachen. Das Ganze sollte ein Geheimnis bleiben. Ich war genervt, habe es aber als einmalige Sache abgetan.

Eine Woche später, mein Sohn hatte Order nicht nochmal das Männchen an die Wand zu pappen, teilte er das Oma mit, mein Mann rief auch nochmal aus dem Wohnzimmer, nein, nicht an die Wand. Am nächsten Tag kam mein Kind weinend zu mir und schluchzte, er müsse mir was erzählen. Zeigte mir eine Stelle hinter seinem Sessel an der Wand mit neuen Flecken. Er meinte, Oma hätte gesagt, er könne dort ruhig das Ding anpappen, da siehts ja keiner. Er wollte nicht und sie hat ihn weiter ermutigt. Dann hatte er natürlich ein schlechtes Gewissen und kam mit sich und diesem Geheimnis nicht klar.
Mein Mann klärte es mit seiner Mutter, erklärte ihr, dass es vor allem fürs Kind eine bescheidene Situation ist, da er ja eigentlich nichts falsch machen will und nicht gegen Mamas Ansage handeln will, aber dann halt von ihr überredet wird. Zudem finde ich es kontraproduktiv ein Kind in so eine Zwickmühle zu bringen. Auf der einen Seite hört er von uns, er kann mit allem zu uns kommen etc. und dann vermittelt Oma ihm quasi das Gegenteil.

Nun ja. Sache war abgeschlossen. Bis gestern.
Sie gehen immer beide zusammen in den Laden, kaufen eine Kinderzeitung und holen sich beim Bäcker was. Damit kann ich leben, mit dem Süßen vom Bäcker auch wenns nah am Abendessen ist. Allerdings scheint meine Schwiegermutter eh der Meinung zu sein, dass wir zu streng wären und steckt ihm ständig noch so was zu. Sie sind dann in die Apotheke, dort bekam er ne Traubenzuckerrolle und dann gings weiter. Sie kamen wohl an einem Eisladen vorbei und mein Sohn wollte nicht. Er ist nicht so der große Eisesser. Sie meinte aber zu ihm: "Ich hol mir eins, dann wirst du aber schauen, wenn du keins hast. Komm, nimm doch, es bleibt unser Geheimnis. Sonst ärgerst du dich später."
Das erzählte er mir heute morgen und fing gleich wieder an zu weinen. Er meinte, die Oma hätt ihn erpresst etc.
Ja, ich find es übertrieben dem Kind was vom Bäcker zu holen, ne Traubenzuckerstange und noch nen Eis. Aber das mal beiseite: Was soll diese Erpresserei und Verschwörerei an unpassender Stelle?

Ich weiß ehrlich gesagt nicht, wie ich das jetzt angehen soll. Ich will nicht meinen Mann vorschicken. Er sieht es wie ich, aber mich ärgert es mehr.
Meine Schwiegermutter ist in solchen Dingen schwierig. Ich will ihr nicht das Gefühl vermitteln sie bevormunden zu wollen. Aber sie soll verstehen, dass sie das Kind in eine unmögliche Lage bringt.
Und auch wenn ich viel akzeptiere und durchgehen lasse in Sachen Süßigkeiten von Oma, soll sie doch erfahren, dass ich es manchmal übertrieben finde. Sie kann ruhig ihre Meinung haben und soll als Oma auch in Maßen verwöhnen können. Aber im Großen und Ganzen hätt ich schon gern, dass sie erstens akzeptiert, wie wir es handhaben, und zweitens nicht völlig dagegen handelt.
Ich werde wohl mal in einem ruhigen Moment das Gespräch suchen. Irgendwelche Anregungen oder Meinungen?

lg,

chick

Beitrag von juju0980 10.05.11 - 10:41 Uhr

Hm - ich bin vor allem der Meinung, dass sie euern Sohn nicht ständig zu was überreden sollte, was er nicht will.

DAS wäre mein Hauptaugenmerk, wo ich mit ihr drüber reden würde.

Beitrag von chickhicks 10.05.11 - 10:53 Uhr

Ja, das ist es, was mich vor allem stört. Alles andere ist Beiwerk.
Ich glaube zu verstehen, warum sie es tut. Es ist ihr im Grunde nicht bewusst. Sie hat neben den Enkeln nicht sehr viel in ihrem Leben. Selbstgewählt, muss ich dazu sagen. Und es bedeutet ihr sehr viel, von den Kindern geliebt zu werden. manchmal schon ein wenig zu verbissen, wie ich finde, aber das ist ja nichts verwerfliches. Meinem Kind kommt es ja generell nur zu Gute so eine engagierte Oma zu haben.
Aber in diesem Sinne hat sie halt den Drang mit den Kindern gewisse Geheimnisse zu haben. Das habe ich schon früher bei meiner Nichte beobachtet un sehe es jetzt bei meinem Sohn. Vielleicht sieht meine Schwägerin, ihre Tochter es weniger schlimm, aber ich wie gesagt, finde es bedenklich wie die Beispiele zeigen.
Sie hat auch mitunter so eine Art über mich hinwegzugehen. Sehr subtil. Wir essen immer noch gemeinsam Abendbrot udn dann fährt sie. in der Hälfte der Fälle übergeht sie das, was ich zu meinem Kind sage. Z.B.: Koste bitte mal, ich bin mir sicher es schmeckt. Oma antwortet: Nee, brauchste nicht.
Ich sage: zum Abendessen wasser. Sie: Ich trink ne Schorle, magst du auch eine?
Ich: Gib ihm nicht noch ne ganze Scheibe Käse in die Hand, er kann erstmal sein Brot essen. Sie: Aber Käse ist doch gsund, nächste Woche isst er es vielleicht nicht mehr...

Ja, ich bin dann meist sehr genervt, aber da es meist Kleinigkeiten sind, geh ich drüber hinweg. Würden wir jeden Abend gemeinsam essen, wär es was anderes.

lg,

chick

Beitrag von juniorette 10.05.11 - 11:05 Uhr

Hallo,

ich finde es komisch, dass dein Sohn wegen jeder Kleinigkeit weint #kratz
Wenn mein Sohn unter der Ermunterung seiner Oma Flecken an die Wand machen würde, wäre er sich keiner Schuld bewusst, auch dann nicht, wenn ich ihn auf die Flecken an der Wand angesprochen hätte (denn Oma hat es ja erlaubt).

Und mein Sohn würde auch nicht heulen, weil er ein Eis von Oma bekommen hätte. Entweder hätte mein Sohn wirklich keine Lust auf Eis - dann könnte ihn keine Überredungskunst der Welt dazu bringen, ein Eis zu essen - oder aber mein Sohn hätte das Eis ohne schlechtes Gewissen gegessen. Warum auch nicht?
Dass dein Sohn hier davon spricht, dass er "erpresst" wurde, finde ich total übertrieben.
Wenn er seine Oma tatsächlich für so fies hält (was ich nicht glaube, ich halte das Gerede von deinem Sohn für eine Schutzbehauptung), dann soll er halt nichts mehr mit seiner Oma unternehmen oder nur noch, wenn ein Elternteil dabei ist.

Ich finde nicht, dass die Oma deinen Sohn in eine unangenehme Situation gebracht hat. Die Situation wurde für ihn erst unangenehm, als du sie thematisiert hast.
Stellt sich die Frage, warum dein Sohn so unangenehm empfand, dass er weinen muss und von Erpressung spricht.
Mein Sohn hätte dieses verschwörerische Verhalten wahrscheinlich total spannend gefunden und sich gefreut, dass Oma in dem Moment lockerer drauf ist als seine Eltern.

Und natürlich hast du ein Recht darauf, dass es die Oma mit ihrem Verwöhnprogramm nicht übertreibt und dass sie deinen Sohn nicht andauernd zu Ungehorsam anstiftet.
Harmlose Geheimnisse wie ein paar Flecken an der Wand und ein Eis ohne deine Zustimmung darf es zwischen Oma und Enkel aber durchaus geben, ohne dass (d)ein Kind ein Trauma davon trägt.

LG,
J.

Beitrag von juju0980 10.05.11 - 11:08 Uhr

Naja, der Sohn wusste ja aber zumindest beim 2. Mal, dass die Mama das nicht will - smoit steht er zwischen Mutter und Oma und das kann für so ein Kind schon eine belastende Situation sein.

Beitrag von chickhicks 10.05.11 - 11:14 Uhr

Genau das meine ich. Beim ersten Mal habe ich ja wie gesagt nichts zu der Sache gesagt udn sie einfach ad acta gelegt. Ihm aber erklärt (und nicht geschimpft), dass ich keine weiteren Flecke an der Wand will.
Zumal ich nicht die Art Mutter bin, die meint es wäre ok die Wände im Kizi beschmutzt zu haben, damit sich das Kind selbstverwirklichen kann. Dazu hat er genug Gelegenheit. Sein Zimmer habe ich zweifarbig eigenhändig gemalert mit sehr schöner Farbe und es soll schon noch ne Weile halten.
Dafür darf er mit Klebestreifen meinetwegen alles andere bekleben, was er ausgiebig zuz. Überall hängen Monster und Robotoer und Drachen etc.

lg,

chick

Beitrag von juniorette 10.05.11 - 11:27 Uhr

Schon klar.
Mein Sohn hätte sich aber nach dem 2.Mal trotzig darauf berufen, dass Oma es ja erlaubt hat anstatt zu weinen. Und damit hätte er ja auch Recht gehabt. Man kann sein Kind ja nicht für Sachen verantwortlich machen, die die betreffende Aufsichtsperson zu dem Zeitpunkt explizit erlaubt hat (auch wenn das Kind die Haltung der Eltern ganz genau kannte).

Und wenn die vermehrt aufgetretenen Situationen wirklich so belastend für das Kind gewesen wären, würde das Kind inzwischen sagen "mit Oma mag ich nicht mehr spielen, die zwingt mich ständig zu Sachen, die ich eigentlich nicht machen will".

Beitrag von chickhicks 10.05.11 - 11:43 Uhr

Du sagst das mit einer Vehemenz, einer Allgemeingültigkeit, die einfach nicht gegeben ist. Dein Kind würde das so tun. Meins nicht. Ein anderes würde eben noch ganz anders reagieren.
Nein, er muss keine Angst vor mir oder dem vater haben. Aber natürlich kennt und weiß er, dass wir anders als Oma denken. Sonst würde Oma ja wahrscheinlich gar nicht erst ein Geheimnis draus machen müssen.

Mein Sohn muss sich nicht trotzig darauf berufen, dass Oma das und das gesagt hat, weil ich ihn gar nicht schimpfen würde. Bei dem Eis hab ich nur gesagt: naja, Oma hats halt erlaubt. Ist Ok. Er hat gar nichts zu befürchten. Noch nie.

Beitrag von renoncule 10.05.11 - 11:51 Uhr

eben nicht. er würe sich damit ja von der oma abwenden und hätte, ich spekuliere hier, vielleicht das gefühl, er würde die gefühle der oma verletzen. und ja, ein so kleines kind ist schon in der lage, sich so zu fühlen, auch wenn er es noch nicht so differenziert erklären kann.

ich kann den zwerg sehr gut verstehen, er weiß, daß mama etwas nicht möchte, will aber die oma nicht enttäuschen, das fällt ihm schwer.

es ist doch nicht falsch, wenn er sich nicht ohne skrupel über geltende regeln der mama hinwegsetzt, weil die oma ihn "nötigt".

Beitrag von pupsismum 10.05.11 - 12:53 Uhr

>>Und wenn die vermehrt aufgetretenen Situationen wirklich so belastend für das Kind gewesen wären, würde das Kind inzwischen sagen "mit Oma mag ich nicht mehr spielen, die zwingt mich ständig zu Sachen, die ich eigentlich nicht machen will". <<

Wenn das so einfach wäre für Kinder, müssten nicht so viele Eltern aus den Wolken fallen, wenn sie vom mehrfachen Missbrauch ihrer Kinder erfahren, von dem sie bis dahin nichts gewusst haben (okay... manchmal sicherlich auch nicht gewusst haben wollen).

Ganz so einfach ist es für Kinder leider nicht, sich abzugrenzen und zu behaupten, gerade bei engen Bezugspersonen.

Grüßle ;-)
p

Beitrag von chickhicks 10.05.11 - 11:12 Uhr

Ich habe nie behauptet, dass er ein Trauma davontragen würde. Und nein, er heult nicht wegen jedem bisschen.
Aber er mag es generell nicht in eine Zwickmühle gebracht zu werden. er hat ein sehr ausgeprägtes Gerechtigkeitsempfinden.

Mag sein, dass sein sich schlecht fühlen auch darauf gründet, dass er weiß, dass ich von dem vielen Süßen nicht viel halte. Aber Grund dazu, wie Schimpfen und auf Oma wettern etc. gebe ich ihm nicht. Im gegenteil. Ich sage ihm, dass es ok von Oma war, auch wenn ich es nicht toll finde. Ebene, wiel sie eine enge Bezugsperosn ist.

Und mal ein geheimnis vor den Eltern zu haben ist das eine. Aber doch nicht, wenn eindeutig ist, dass das Kind das nicht toll findet.
Nein, er mag es nicht vor usn geheimnisse zu haben. Mag sein, dass dein Kind da anders geartet ist, aber unserer plautzt mit allem sofort raus. Hier sollte man nicht von einem Kind auf ein anderes schließen, zumal ich nun wirklich nur einen kleinen Einblick in unser Leben und vor allem in das Verhalten meines Sohnes gegeben habe. Es hätte auch wenig zur Sache getan, hätt ich noch beigefügt, dass er ein wilder fußballbegeisterter kleiner Junge ist, generell hart im nehmen, sehr sensibel etc. dann wär mein Text ja noch länger geworden.

Vielleicht wäre es besser mein Sohn bekommt nie mit, wenn ich mal sage: Man, die letzte schokolade hätt Oma sich aber sparen können dir zu geben!
Aber authentisch wär es nicht. Denn so denke ich eben und er wird so erzogen, dass es eben nicht gut ist sich unbekümmert den Bauch mit Süßem vollzuschlagen.

lg

Beitrag von juniorette 10.05.11 - 11:39 Uhr

"Ich habe nie behauptet, dass er ein Trauma davontragen würde."

Ich habe nie behauptet, dass du das behauptet hast, ich habe nur eine kleine Anmerkung gemacht ;-)

"Aber er mag es generell nicht in eine Zwickmühle gebracht zu werden. er hat ein sehr ausgeprägtes Gerechtigkeitsempfinden. "

Es hat ihn niemand gezwungen, neue Flecken an die Wand zu machen oder ein Eis zu essen.
Klar hat Oma blöde Sprüche gebracht wie "Mama wird das nicht merken" bzw. "du wirst dich ärgern, wenn ich ein Eis habe und du nicht", aber gezwungen wurde er nicht. Und das mit dem Eis finde ich nicht so schlimm, auch wenn ich wie du von zu viel Süßem überhaupt nichts halte.
Zumindest nicht so schlimm, dass man deswegen Weinen müsste.

"Und mal ein geheimnis vor den Eltern zu haben ist das eine. Aber doch nicht, wenn eindeutig ist, dass das Kind das nicht toll findet. "

Vielleicht ist es für die Oma nicht so eindeutig, dass er es nicht toll findet? #kratz
Und auch hier gilt:
die Oma kann deinen Sohn nicht davon abhalten, dass er dir alles weiter erzählt sprich Oma kann deinen Sohn kein Geheimnis aufzwingen.

"Vielleicht wäre es besser mein Sohn bekommt nie mit, wenn ich mal sage: Man, die letzte schokolade hätt Oma sich aber sparen können dir zu geben! "

Nö, ich finde es richtig, dass deinem Sohn das sagst. Deine Meinung ist ja richtig, aber trotzdem kein Grund für ein Kind, wegen einem Eis zu weinen - ausgeprägtes Unrechtsbewusstsein hin oder her.

"zumal ich nun wirklich nur einen kleinen Einblick in unser Leben und vor allem in das Verhalten meines Sohnes gegeben habe"

Ich wollte dich auch gar nicht angreifen, ich fand nur, dass in deinem 1.Posting alles zu sehr nach "soooooo braver Sohn, der unter schlimmsten Androhungen dazu gezwungen wurde, ungehorsam zu sein und sich danach vor schlechtem Gewissen die Augen ausheult" und "fiese, garstige Oma, die mit ihren Enkel aus purer Bösartigkeit in eine sooooo schlimme Situation bringt" (das war jetzt übertrieben dargestellt von mir ;-))

Ich wollte das Ganze einfach etwas objektiver darstellen, auch wenn ich logischerweise nicht den Einblick in euer Leben habe, den du hast (aber deswegen kann ich es ja auch objektiver sehen ;-))

LG,
J.

Beitrag von chickhicks 10.05.11 - 11:49 Uhr

Ich verstehe schon, was du meinst. Und mein Sohn ist bei weitem kein harmloser braver Junge. Mag sein, dass es für dich so rüberkam.
Und damit es nicht so erscheint, als würde ich Oma für nen Drachen halten habe ich vorausgeschickt, dass wir ein sehr gutes Verhältnis haben udn ich sie sehr schätze. Das ich nun verärgert über was bin, hat ja damit nichts zu tun. Sonst hätt ich meinen Mann längst vor die Tür gesetzt#schein

Nein, er weint nicht bei jedem kleinen bisschen. Aber vor allem mir ggü. will er keine Geheimnisse haben.
Natürlich hat er ein schlechtes Gewissen, weil er weiß, dass ich das Eis nicht gut gefunden hätte. es ist nicht so, dass er sich schuldig gefühlt hat. Denn er weiß, dass ich deswegen nicht schimpfen würde. Es ist eher so glaube ich, dass er weiß ich finds nicht gut udn Oma hat ihn überredet...
warum auch immer, diese Überrederei geht mir auf den Keks, weil der Junge sich fühlt als stünde er zwischen den Stühlen, was zumindest ja im Fall der Wandflecken so war, beim Eis seh ichs nicht so tragisch.

Beitrag von renoncule 10.05.11 - 11:30 Uhr

das sehe ich anders. kinder, die einen ausgeprägtene gerechtigkeitssinn haben, der noch nicht einmal unbedingt anerzogen sein muß (ich spreche da aus eigener erfahrung), bekommen leichter ein schlechtes gewissen und fühlen sich unwohl damit. das kann bei kleinen kindern durchaus in tränchen enden, das ist doch nichts ungewöhnliches.

ich denke auch nicht, daß er seine oma für "fies" hält, er fühlt sich wahrscheinlich zwischen den stühlen und ist damit überfordert.
natürlich möchte er was mit seiner oma unternehmen, er hat sie ja lieb, was der grund ist, warum es ihm so schwer fällt.

ich würde der oma ins gewissen reden, ihr klar machen, daß der kleine nicht für diese art geheimniskrämerei geschaffen ist und er sich sehr unwohl mit geheimnissen fühlt.

Beitrag von juniorette 10.05.11 - 11:48 Uhr

"das sehe ich anders. kinder, die einen ausgeprägtene gerechtigkeitssinn haben, der noch nicht einmal unbedingt anerzogen sein muß (ich spreche da aus eigener erfahrung), bekommen leichter ein schlechtes gewissen und fühlen sich unwohl damit. das kann bei kleinen kindern durchaus in tränchen enden, das ist doch nichts ungewöhnliches. "

Kinder mit ausgeprägtem Gerechtigkeitssinn stellen sich hin und und sagen "das mache ich nicht", wenn eine Person sie zu Unfug anstiften will.

Mein Sohn macht oft Unfug und lässt sich sicher auch gerne dazu anstiften, aber ich habe auch schon erlebt, dass er sich nicht anstiften/verlocken ließ ;-)
War zugegebenermaßen keine Vertrauensperson wie die Oma.

"ich würde der oma ins gewissen reden, ihr klar machen, daß der kleine nicht für diese art geheimniskrämerei geschaffen ist und er sich sehr unwohl mit geheimnissen fühlt. "

Das würde ich auch machen :-)

Beitrag von renoncule 10.05.11 - 11:55 Uhr

"Kinder mit ausgeprägtem Gerechtigkeitssinn stellen sich hin und und sagen "das mache ich nicht", wenn eine Person sie zu Unfug anstiften will."

"War zugegebenermaßen keine Vertrauensperson wie die Oma."

genau, ich denke, da liegt der knackpunkt. ich gehe mal stark davon aus, wäre es ein kumpel des kleinen oder ein anderer erwachsener, würde er es so sagen. "ich darf das nicht. und ich möchte es nicht."

Beitrag von juniorette 10.05.11 - 12:10 Uhr

"genau, ich denke, da liegt der knackpunkt. ich gehe mal stark davon aus, wäre es ein kumpel des kleinen oder ein anderer erwachsener, würde er es so sagen. "ich darf das nicht. und ich möchte es nicht.""

Da hast du wahrscheinlich Recht.

Mein 1.Posting bezog sich eher darauf, dass die TE ihren Sohn sehr als Unschuldsengel und das unschuldige Opfer seiner manipulativen Oma dargestellt hat, aber die TE und ich haben das inzwischen geklärt :-)

Klar hat der Junge es bei der Oma schwer sich durchzusetzen, und klar sollte die TE mit der Oma darüber sprechen, dass sie ihre Überrederei lassen soll, wenn ihr Enkel offensichtlich so darunter leidet.

Trotzdem muss der Junge lernen sich zu entscheiden:
entweder, ich gebe Omas "Verlockungen" nach => Mama unzufrieden
oder, ich halte mich an Mamas Vorgaben => Oma vielleicht unzufrieden, aber lieber Oma unzufrieden als Mama und das Zimmer bleibt ohne Flecken an der Wand

In seinem Leben wird der Junge noch öfter auf Personen treffen, denen er vertraut, und die ihn zu was Falschem/Gefährlichen o.ä. anstiften wollen - da kann er jetzt schon mal mit Oma üben ;-) (trotzdem sollte die TE die Problematik natürlich ansprechen)

Beitrag von redrose123 10.05.11 - 11:45 Uhr

Meine Stieftöchter würde dabei auch nicht heulen, auch wenn es keiner erlaubt hat #schein Sie würden versprechen es nicht wieder zu tun, und können auch so gut Ihren Standpunkt klarmachen, wenn sie was nicht wollen sagen die das deutlich.....

Beitrag von chickhicks 10.05.11 - 11:51 Uhr

Wenn er von seinem Standpunkt überzeugt wäre, würde er auch nicht heulen;-)
das war er aber nicht.
Bei der Sache mit den Wänden wusste er genau, dass er das nicht darf, wir hatten darüber geredet. Und er war sackig auf sich selber, weil seine Wand nun eklig aussah.
Er kann durchaus seine Standpunkt vertreten, manchmal leider etwas zu gut oder ausgiebig.

Beitrag von juniorette 10.05.11 - 12:18 Uhr

"Er kann durchaus seine Standpunkt vertreten, manchmal leider etwas zu gut oder ausgiebig. "

Mein Sohn z.B. würde laut schreien "nein, will ich nicht", wenn ihn seine Oma/Opa zu was überreden wollen würden, was er partout nicht machen will - da kennt er nichts #schein

Sein Schreien ist zwar in dem Moment alles andere als wohlerzogen, auf der anderen Seite ist es von Erwachsenen auch nicht gerade wohlerzogen mit ihrer Überrederei zu was weiter zu machen, obwohl das Kind schon klar und deutlich "nein, will ich nicht" gesagt hat.

Beitrag von chickhicks 10.05.11 - 12:25 Uhr

na sagen wird mal so: er wird dem Eis sicher nicht völlig abgeneigt gewesen sein.
Aber unser offizieller Deal bei Omanachmittagen ist: Einwas beim Bäcker, denn dann gibts bald Abendessen (er vespert ja vorher noch im Kiga...).
Und dann kriegt er die traubenzuckerrolle und das Eis und weiß, dass es nicht so sein sollte.

Beitrag von juniorette 10.05.11 - 12:31 Uhr

Wir sind uns eigentlich doch völlig einig ;-)

Genau das wollte ich mit meinem 1.Posting an dich ja aussagen:
dein Sohn wurde nicht unbedingt gezwungen, etwas zu machen, was du verboten hast, sondern er war den Verlockungen nicht ganz abgeneigt.

Und dein Eröffnungsposting klang halt so, als ob dein Sohn zum Ungehorsam gezwungen worden ist und er ja Eis eigentlich total eklig findet ;-)

So oder so solltest du natürlich der Oma ins Gewissen reden, dass sie deinen Sohn nicht in Interessenskonflikte bringt.

Beitrag von chickhicks 10.05.11 - 12:35 Uhr

Amen;-)

Beitrag von juniorette 10.05.11 - 12:14 Uhr

Ganz genauso würde mein Sohn auch reagieren :-)

Aber jeder Jeck ist anders ;-)

Beitrag von familyportrait 10.05.11 - 19:47 Uhr

Ich finde es völlig normal, wenn er weint. Er ist schlicht überfordert mit der Situation, nun quasi lügen zu sollen. Das kennt er nicht, das möchte er nicht, denn er vertraut seinen Eltern blind. Und plötzlich drängt ihn jemand, etwas zu tun, was er dann den Menschen, denen er am meisten vertraut, nicht erzählen soll.

Ehrlich, ich kenne kein Kind, das da nicht weinen würde.

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