Zahnärztin in der Kita... Schnulli abgewöhnen

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Forum: Kleinkind

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Beitrag von ignisessen 10.05.11 - 12:58 Uhr

Hallo ihr lieben Muttis#winke

Heute war die Zahnärztin in der Kita und auf unserem Untersuchungsbrief war angekreuzt, dass bei meiner Tochter 2 Jahre der Schnuller abgewöhnt werden soll. Na das ist ja super. Das ist gar nicht so einfach. Das Problem ist auch, dass meine Große teilweise Verlustängste hat, weil meine Familie 400 km weit weg wohnt und nur selten kommt und Schwiegereltern fast gar nicht zu Besuch kommen und wenn dann nur kurz. Die kümmern sich leider nicht um ihre Enkelkinder. Deshalb klammert meine Große so an ihrem Nunu. Der jetzt begreiflich zu machen, dass sie denn nicht mehr haben darf. Das wird die Hölle werden.

Ich weiß ich gar nicht was ich machen soll. Und diese Sache mit Schnullerfee und denn ganzen Scheiß und abschneiden haben wir schon versucht.

Lg ignisessen mit zwei Zwergen#verliebt

Beitrag von jumarie1982 10.05.11 - 13:01 Uhr

Huhu!

Hat sie denn auch geschrieben, WIESO?
Also hat sie einen extremen Fehlbiss, der sich sonst nicht mehr zurückbilden wird, oder sonstige Probleme?

Wenn dem nicht so ist, würde ich zu einem anderen ZA gehen, wenn du denn dein Gewissen unbedingt beruhigen willst. Denn allgemein raten Zahnärzte, den Schnuller bis zum 3. Geburtstag langsam los zu werden.
Wenn es bis dahin keinen zwingenden Grund gibt, geht die Kinderseele ganz klar vor! #liebdrueck

LG
Jumarie

Beitrag von babylove05 10.05.11 - 13:03 Uhr

Hallo

Versucht doch erstmal alles langsam angehen zulassen . Den Schnuller nur noch zum schlafen geben. So von heute auf morgen find ich des ganze schon brutal .

Bei uns klappt das ganz gut , und mittlerweile brauch er ihn auch kaum noch zum einschlafen .

Wir haben ein Kasten der auf dem Schrank steht wo der Schnuller zum "Ausruhen" rein kommt . er gibt ihn wenn er ihn hat morgens schon freiwillig ab .

Lg Martina

Beitrag von ignisessen 10.05.11 - 13:03 Uhr

Ich bin extra noch hingegangen und habe gefragt, aber es liegt kein zwingender Grund vor.

Beitrag von arielle11 10.05.11 - 13:17 Uhr

Hallo!

Mal davon ab das ich meinem Kind jetzt nicht unebedingt den Schnuller abgwöhnen, weil eine "fremde" Zahnärztin das so hinschreibt. Ich finde bis zum 3. Geb. ist der durchaus noch ok.

Aber die "Ausrede" warum Dein Kind nen Schnuller hat finde ich ja sehr..
hmm komisch!

Wie kann sie Verlustängste haben, wenn die Verwandschaft so weit weg wohnt und nur sehr selten kommt? Sie kennt sie doch gar nicht wirklich. Mit 2 Jahren können diese Menschen doch keine Verlustängste bei ihr ausmachen. So weit verstehen die Kinder das doch gar nicht.

Lass ihr den Schnuller wenn sie ihn so sehr braucht. Schränke ihn auf das Schlafen ein und "berede" mit ihr wann das Ding weg soll.

Mein Sohn hat seinen Schnuller letztes Jahr dem Osterhasen geschenkt und seine Milchflasche hat der Weihnachtsmann bekommen.

arielle

Beitrag von nana141080 10.05.11 - 13:23 Uhr

Das sehe ich auch so. Bis mein Kleiner 3J. war hatte er einen Dentistar. Der schadet nicht so wie die anderen Dinger. Die Lücke ging mit dem schnell wieder zu! Und er hatte ihn eh nur beim schlafen.

Und genau die Frage wegen der Verwandtschaft hab ich mir auch gestellt#nanana Das kann ich so nicht glauben. nicht mit 2 jahren. Keiner von denen ist eine Bezugsperson, da kann keine Verlustangst aufkommen.
Naja.....

VG Nana

Beitrag von sillysilly 10.05.11 - 13:32 Uhr

Hallo

mein Kinderarzt und mein Kinderzahnart sprechen alle Eltern an, daß sie ab dem 1.ten Geburstag den Schnuller abschaffen sollen.
Ich denke sie wird ja auch an den Zähnen gesehen haben, daß der Schnuller benutzt wird.

Meine erste Tochter hatte ( leider ) ihren Schnuller noch im dritten Lebensjahr - allerdings haben wir den Konsum ab dem ersten Lebensjahr stark eingeschränkt - nur beim Einschlafen Mittagsschlaf und Einschlafen Abends - ansonsten gab es keinen Schnuller

und ja - Kinder brauchen den Schnuller - beruhigen sich darüber -
trotzdem ist es sinnvoll den Schnuller baldmöglichst abzugewöhnen

Ich würde das nicht negativ sehen - einfach als Anreiz - den Schnullerkonsum immer mehr zu reduzieren
ist ja zum Wohle deines Kindes

und erst wenn Du als Mutter völlig dahinter stehst, und glaubst, daß es dein Kind schafft - dann wird dein Kind den Schnuller auch abgeben können



Aber warum hat deine Tochter Verlustängste weil sie deine Familie nicht so häufig sieht ?
Da sehe ich keinen Zusammenhang


Grüße Silly

Beitrag von e-behm 10.05.11 - 13:58 Uhr

Hallo,

ich muss mich mal unbeliebt machen, aber die Schnullerabgewöhnung fällt den Eltern meist schwerer als den Kindern selber.

Meine hatte auch einen Schnuller, der KiA sagte das Magische Datum ist der 2. Geb. bis dahin muss der Schnuller weg sein.

Eines Morgens noch vor dem 2. Geb. kam sie ohne schnuller aus dem Bett und ich hab die alle einfach weg geräumt. und da liegen sie immernoch. #verliebt

Macht euch nicht alle so ein Stress, räumt einfach weg oder schmeißt die Dinger im Müll. Das sind zwei bis drei Tage wo es stressiger wird.

Nur mut liebe Mamis. ;-)

Beitrag von shorty23 10.05.11 - 15:05 Uhr

Sehe ich genauso!! Wir haben alle Schnuller weggeworfen, aber das war wegen mir, dass ICH keinen Rückfall bekomme und sage, "ok ok, hier ist er wieder, hör nur auf zu weinen" #schein!! Von selbst hätte ihn unsere nie abgegeben, aber wie du schreibst, 2-3 Tage war es stressig, aber dann war alles gut!

LG

Beitrag von brille09 10.05.11 - 14:08 Uhr

1. find ichs seltsam, wenn die Zahnärztin in die Kita kommt. Das geht doch gar nicht. Wann kommt denn dann der FA in die Schule??? Nö, im Ernst, da würd ich mein Kind nicht mitmachen lassen. Diese "Massenuntersuchungen" gehen mir gegen den Strich. Und dieses Getue um die Zähne auch. Die Zähne sind wichtig, klar, aber heute wird darum so ein Trara verbracht, das bräuchts wirklich nicht.

2. redest du dir mit diesem Verlustangstding sicher was ein. Die Kleinen checken sicher nicht, dass "Fremde", die sich eh nicht kümmern, Oma und Opa sein sollen und sich eigentlich kümmern sollten. Ist doch Schmarrn, dass sie - v.a. wenn sie wieder weg sind - da "Verlustangst" bekommen.

3. ist es deine Entscheidung, ob der Schnuller bleiben soll oder weg soll. Wenn du es für sinnvoll haltest, dann gewöhn ihn ihr ab, wenn nicht, dann nicht.

4. muss ich meiner Vorrednerin zustimmen. Für die Eltern ist es wohl am anstrengendsten, wenn kein Schnuller zur Hand ist. Mein Kleiner ist knapp 1 Jahr und ich nehm den Schnuller tagsüber ungern noch mit. Gestern waren wir dann z.B. ohne in der Muki. Da stolpert ein anderes Kind irgendwie leicht über meins, Geschrei! Normal gäbs einfach den Schnuller und fertig. Aber so: Schuckeln, Tragen, Kuscheln. Aber soooo schlecht ist das ja auch wieder nicht, nur anstrengender, oder?

Beitrag von dentatus77 10.05.11 - 15:30 Uhr

Hallo!

Zu deinem ersten Punkt: Klar, wenn man als Mutter oder Vater gut informiert ist über Zahnpflege, Ernährung und Co und das auch alles umsetzt - sprich dem Kind die Zähne putzt, wenig Süßigkeiten gibst, es schon zu einem frühen Zeitpunkt immer mal beim Zahnarzt vorstellst, sind diese Reihenuntersuchungen nicht notwendig.
Leider sind nicht alle Eltern so gut informiert und so konsequent, dass sie das alles umsetzen (man muss sich ja nur einmal die Zähne vieler Eltern anschauen). Darum gibt es bereits bei Kleinkindern viele Kinder mit desolatem Gebiss.
Ich bin selber Zahnärztin und arbeite hauptsächlich mit Kindern. Da sehe ich immer und immer wieder Kinder, deren Zahnstatus kaum eine Mundhygiene erkennen lassen, Kinder, wo Milchbackenzähne (die bis 10-12Jahre halten sollen) schon im Vorschulalter gezogen werden mussten, Kinder, deren bleibende Backenzähne bereits mit 8 tief kariös sind (die Zähne kommen erst mit 6!). Und für eben solche Kinder ist es Gruppenprophylaxe absolut notwendig. Die lernen nämlich da, dass sie ihre Zähne putzen müssen, bekommen gezeigt, warum das wichtig ist und werden da Gott sei Dank auch einmal vom Zahnarzt untersucht, der sie im Zweifelsfall dann auch rechtzeitig an den niedergelassenen Zahnarzt verweisen kann.
Leider gibt es in Deutschland ansonsten noch keine verpflichtenden zahnärztlichen Untersuchungen für Kleinkinder, die kinderärztlichen Untersuchungen sind ja Gott sei Dank in vielen Bundesländern jetzt Pflicht. Würde man solche Untersuchungen auch für den Zahnarzt vorschreiben, könnten die Krankenkassen einiges an Folgekosten, die durch frühzeitigen Zahnverlust entstehen, sparen.
Und leider ist auch die Gruppenprophylaxe in Schulen und Kindergärten nicht in jedem Bundesland üblich und möglich, sodass viele Kinder trotz aller Bemühungen von Seiten der Zahnärzteschaft keine rechtzeitigen Vorsorgeuntersuchungen erhalten und leider die Erfahrung von Zahnschmerzen und der damit verbundenen Behandlung machen müssen. Und darum sollten eigentlich alle Eltern froh sein, wenn es ein solches Angebot in ihrem Kindergarten / in ihrer Grundschule gibt.

Und was den Schnuller angeht: Jeder Schnuller verursacht bei entsprechender Tragedauer Schäden am Gebiss. Diese Schäden korrigieren sich in aller Regel von alleine, solange der Schnuller (das Gleiche gilt auch für den Daumen) bis zum dritten Geburtstag abgewöhnt wird. Darum halte ich es für richtig, dass ein Kindergartenzahnarzt die Eltern eines 2jährigen Kindes darauf hinweist, dass es Zeit wäre, den Schnuller abzugewöhnen. Wird nämlich mit entsprechendert Intensität über das dritte Lebensjahr hinaus gelutscht, entstehen bleibende Schäden am Gebiss, die später (auch für Eltern und Kind) mühsam und auch kostenintensiv vom Kieferorthopäden wieder korrigiert werden müssen (eine kieferorthopädische Behandlung kostet die gesetzliche Krankenkasse zwischen 2000 und 4000€).

Ansonsten stimme ich dir zu, letzlich ist es Sache der Eltern, den Zeitpunkt zu bestimmen, die Verlustängste kann ich auch nicht nachvollziehen (meine Eltern wohnen auch 400km entfernt, meine Tochter freut sich diebisch, wenn die uns oder wir sie besuchen, weint beim Abschied, dann ist es aber auch gut), und wahrscheinlich ist die harte Methode wirklich die einfachste, einen Schnuller abzugewöhnen (obwohl ich das auch nicht kann, ich bin bei meiner Tochter auch dran ;-))

Liebe Grüße!

Beitrag von altehippe 10.05.11 - 14:37 Uhr

Immer diese Hobbypsychologen hier ;-)


Also, unsere Verwandtschaft wohnt noch weiter weg und bei uns niemand irgendwelche Verlustänste.
Sehr seltsam, dass du deine Schwiegereltern für den geliebten Schnuller verantwortlich machst.

Was ich aber immer nicht ganz versteh. Mit 2 Jahren hat doch kein Kind mehr so ein ausgeprägtes Saugbedürfnis, wie ein Säugling. Warum gewöhnt man den Schnuller nicht schon eher ab, sondern warten immer so lang, bis er dem Kind ans Herz gewachsen ist?

Beitrag von shorty23 10.05.11 - 15:05 Uhr

Hallo du,

also ich dachte auch, dass es bei uns die Hölle wird, aber mein Mann meinte, wir ziehen das jetzt durch! Wir haben alle Schnuller weggeworfen (hauptsächlich, dass ICH keinen Rückfall bekomme!) und dann hatten wir 2 anstrengende Tage, aber danach war Ruhe und sie hat allen erzählt, dass sie ein großes Kind ist und keinen Schnuller mehr braucht! Aber unsere hatte nur noch nachts den Schnuller und nur noch ganz ganz selten tags!

Lange Rede kurzer Sinn, ich denke, da musst du einfach druch! Wahrscheinlich wird es gar nicht so schlimm werden, klar einfach ist es bestimmt nicht, aber denkst du in einem Jahr ist es leichter? Vielleicht kriegt sie ein schönes Kuscheltier als Ersatz oder so was?!

Fang doch mal an, ihn ihr nur noch zum Schlafen zu geben, das geht meist ganz gut. Und dann in ein paar Wochen kannst du ja mal schauen, ob es nicht nachts auch ohne geht!

LG

Beitrag von sternchen7778 10.05.11 - 15:35 Uhr

Hallo!

Wie meinst du das, dass ihr Schnullerfee etc. schon durch habt? Habt ihr's schon mehrfach probiert und habt ihn ihr dann doch wieder gegeben? Oder die Schnullerfee hat ihn schon mitgenommen und dann war er plötzlich doch wieder da?
Sorry, aber dann hat das Ganze ja keinen Sinn. Weg ist weg. Ohne Rückfall der Eltern.

Aber naja, dafür ist's jetzt zu spät. Entweder ihr steht selbst 1000% dahinter und zieht es jetzt ein für alle Mal durch. Oder ihr seid der Meinung, dass der Schnuller noch bleiben soll und lasst alle halbherzigen Versuche. Und hört bitte auf, eurer Maus Verlustängste zu unterstellen. Sonst kriegt sie die nämlich bestimmt wirklich noch...

Gruß,#stern

Beitrag von hedda.gabler 10.05.11 - 16:23 Uhr

Hallo.

>>> Das Problem ist auch, dass meine Große teilweise Verlustängste hat, weil meine Familie 400 km weit weg wohnt und nur selten kommt und Schwiegereltern fast gar nicht zu Besuch kommen und wenn dann nur kurz. Die kümmern sich leider nicht um ihre Enkelkinder. Deshalb klammert meine Große so an ihrem Nunu. <<<

Selten eine so verquere Kette von angeblichen Kausalitäten gelesen ...

... ein 2-jähriges Mädchen entwickelt sich keine Verlustängste, weil sie die Großeltern nur selten sieht, es sei denn ihre Mutter trichtert ihre das ein.

Gruß von der Hedda.

Beitrag von snuffle 10.05.11 - 18:00 Uhr

Man kann sich aber auch Ausreden suchen.

Jedes Kind reagiert anders auf die Abgewöhnung, es kommt halt drauf an wie du darauf reagierst.

Wie hast du das mit der Schnullerfee gemacht?

War die da und hat was gebracht?

Hast du deinem Kind dann den Schnuller wieder gegeben?