Fruchtwasseruntersuchung?

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Forum: Schwangerschaft

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Beitrag von fiona.2 10.05.11 - 13:34 Uhr

Hallo,
hatte heute Fa Termin und das Herzchen hat fleissig geblubbert.
Freude war riesig.
Jetzt fangen wir an,uns Gedanken zu machen,welche Untersuchungen wir eventuell machen lassen.
Da ich bereits 36 Jahre werde,hat mein Fa uns die Fruchtwasseruntersuchung empfohlen.

Wer hat die auch machen lassen?
Wie sind Eure Erfahrungen gewesen?

Danke für Eure Antworten und LG

Beitrag von kamelefant 10.05.11 - 13:36 Uhr

Gibts außer deines Alters denn noch Risikofaktoren?
Wenn dann macht man ja eh erstmal die nicht-invasiven Untersuchungen und wenn es da Auffälligkeiten geben sollte, kann man immer noch über eine FU nachdenken.

Beitrag von feroza 10.05.11 - 13:39 Uhr

Glückwünsche!!! #paket

Ich bin 38 und habe schon eine Nackentransparenzmessung, eine erfolgslose Chorionzottenbiopsie hinter mir und warte mit blanken Nerven auf meine Fruchtwasseruntersuchung am 26.05.

Diese Untersuchungen waren nicht planmäßig, sondern eines ergab das andere, weil ich bei der 1.VU selbst direkt die erhöhte Nackentransparenz gesehen hatte.

Möchtest Du über die einzelnen Untersuchungen etwas wissen, oder eher nur fragen, wer ab wann warum etwas machen lies?


feroza 14+3

Beitrag von feroza 10.05.11 - 13:45 Uhr

Ja, der aller-wichtigste Gedanke vor allen Untersuchungen ist:

WAS tun wir, sollte der Verdacht auf irgendwelche Störungen sein???

Wenn Ihr DAS für Euch beantworten könnt, dann wisst Ihr auch, was Ihr für Untersuchungen machen wollt.

Bekommt Ihr das Kind eh, unter allen Umständen weil keine Abtreibung in Frage käme, dann mach Dir nicht den Streß der schlaflosen Nächte...

Wenn aber doch... dann rate ich auf jeden Fall, frühzeitig alle Untersuchungen mitzunehmen...

Beitrag von anyca 10.05.11 - 13:52 Uhr

Ich habe mit 35 nicht mal die Nackenfaltenmessung machen lassen, eine FWU wäre für mich nie in Frage gekommen.

Würdest Du ein Kind mit Chromosomendefekt denn abtreiben wollen? Wenn nicht, dann laß die FWU - die bringt ja auch ein Fehlgeburtsrisiko mit sich.

Ich habe zwar drei behinderte Kinder in der Familie, aber bei keinem hätte die FWU etwas anzeigen können. Zwei haben so seltene Gendefekte, daß danach gar nicht gesucht wird, eines ist erst im Kleinkindalter durch einen Unfall geschädigt worden. Von daher ist es für mich eh Schicksal, ob man eines Tages mit einem behinderten Kind dasteht. Mir garantiert ja auch keiner, daß mein Mann noch 50 Jahre fit ist und nicht morgen durch Unfall oder Krankheit zum Pflegefall wird.

Beitrag von feroza 10.05.11 - 13:58 Uhr

Es gibt aber auch Defekte, die so schwerwiegend sind, das das Baby nur Wochen oder Monate lebensfähig sind und das Kind dabei durch die Hölle geht... Nicht zuletzt auch die Eltern.

Was ich sagen will: Nicht alle Defekt sind annehmbar....

Wobei ich deine Entscheidung, keine Untersuchungen machen zu wollen, natürlich respektiere.

#tasse

Beitrag von johanna71 10.05.11 - 14:27 Uhr

Das kann man natürlich so sehen.
Trisomie 13 und 18 sind aber auch mit 36 noch so selten, dass das Fehlgeburtsrisiko einer FU bei weitem höher wäre; das sollte also nicht unbedingt für eine Empfehlung nur aus Altersgründen sprechen.

Beitrag von feroza 10.05.11 - 14:34 Uhr

Das ist absolut richtig!!

Aber zuerst kommen ja die nichtinvasiven Untersuchungen, wie z.B. bei mir... ich hatte noch ga nicht mit dem Arzt besprechen können bei meiner 1.VU, ob ich eine NFM haben möchte... und hab sie selbst gesehen. Sofort. Tja, dann nahm alls seinen lauf, "er hat damit nicht so viel Erfahrung, schickt mich zur Kontrolle mal zu nem Kollegen"... und so läufst Du von einem zum anderen Arzt und wirst immer bekloppter!!!

ABER: sollte es eine schwerwiegende Erkrankung sein, die jetzt durch die Amniocentese festgestellt wird, entscheiden wir uns dagegen!
So schwer der Weg auch sein wird....

Beitrag von johanna71 10.05.11 - 14:45 Uhr

Ich meinte nicht dich persönlich(in deinem Fall finde ich deinen Entscheidungsweg nachvollziehbar und wünsche dir einfach nur alles Gute für die FU und vor allem für das Ergebnis).

Nur weil du schriebst, dass es ja auch wirklich schlimme Behinderungen gibt, die für Eltern und eventuell Kind viel Leid bedeuten. Der Treaderstellerin wurde die FU ja nur aus Altersgründen empfohlen; und in dem Fall fände ich eine Empfehlung vom Arzt nur gerechtfertigt, wenn die Schwangere sicher einen Abbruch wegen T21 wollen würde.

Beitrag von feroza 10.05.11 - 14:50 Uhr

Ah ja, ich hatte es jetzt allgemein bezogen...

Naja, wir verstehn uns, wissen was die andere meint... ;-)

Danke für Deine Daumen, die werde ich brauchen ...
Ist nur für mich so sehr dramatisch, weil ich erst in der 17.SSW die AC bekomme... zwar schon 2 Tage später das erste Ergebnis auf T21;18;13 kriege, aber dann nochmals 2 Wochen auf das endgültige Ergebnis warten muss!
Und nur, weil ich einer der wenigen war, bei der die CVS nicht ausgewertet werden konnte... #schmoll

Beitrag von johanna71 10.05.11 - 17:22 Uhr

Das muss eine harte Zeit sein!
(Nach einem negativen FiSH wird das Risiko aber schon sehr niedrig, oder?)
In die Situation hätte ich ja auch leicht geraten können und ich weiß nicht, was ich dann gemacht hätte.
Ich wünsch dir noch gute Nerven!

Beitrag von augensternlein 10.05.11 - 16:31 Uhr

Hallo,

ich bin 35 Jahre und mein Frauenarzt hat mir eher von der Fruchtwasseruntersuchung eher abgeraten.

Die Wahrscheinlichkeit ein behindertes Kind zu bekommen liegt bei einer 35 - 40jährigen bei 0,3 %. Die Wahrscheinlichkeit eine Fehlgeburt aufgrund einer Fruchtwasseruntersuchung zu erleiden liegt bei 0,5 - 1 %. Mein Frauenarzt hat mir zu einer Nackenfaltentransparenzmessung geraten und anhand des Ergebnisses zu entscheiden, ob weitere Untersuchungen notwendig sind. Ich weiß, die NT ist nur eine Wahrscheinlichkeitsrechnung und gibt keine 100 % Sicherheit. Bei mir sind die Werte gut und ich werde keine weitere Untersuchung machen lassen. In meinem Bekanntenkreis, in denen die Mütter auch alle Mitte 30 sind, haben das die meisten Frauen so gehandhabt.

Wünsche dir eine schöne Schwangerschaft!

Liebe Grüße

Beitrag von johanna71 10.05.11 - 17:09 Uhr

Mir wurde die in meinen Schwangerschaften mit 35 und 37 auch empfohlen. Muss der Arzt halt anbieten.

Machen lassen habe ich nichts, nicht mal NFM, weil ich die Erfahrung gemacht habe, dass ich bisher am besten gefahren bin, das Leben zu nehmen wie es kommt. Mit 33 habe ich ein Kind mit Trisomie bekommen, das schon als Baby starb. Für mich war es besser, das nicht gewusst zu haben.
Die beiden jüngeren Kinder sind ganz gesund.

Wenn du sicher bist, im Fall einer Trisomie 21 einen Abbruch zu wollen, dann hast du die zwei Möglichkeiten, das Risiko einzuschränken durch ein Ersttrimesterscreening und nur bei hohem Risiko die FU zu machen oder dir die Risikoberechnung zu schenken und gleich die FU machen zu lassen.
Im Prinzip ist es eine Katastrophenabwägung, Fehlgeburt gegen die Geburt eines behinderten Kindes.