Wer von Euch arbeitet eigentlich in seinem Traumberuf ?

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Forum: Finanzen & Beruf

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Beitrag von attuj-airam 10.05.11 - 16:07 Uhr

Ich überlege gerade, dass ich meinen Beruf nur erlernt habe, weil ich damals nicht wußte, was ich werden soll. Jetzt bin ich schon gute 15 Jahre in der gleichen Kanzlei als ReNo tätig und frage mich, was hätte ich eigentlich sonst noch alles werden können. Also, her mit den Vorschlägen für die gelebten Traumberufe. Was macht Ihr und noch wichtiger: Macht ihr es gern?

Beitrag von sonne.hannover 10.05.11 - 16:19 Uhr

Bin auch ReNeuse und seit 16 Jahren in der gleichen Kanzlei. Mir gings wohl wie Dir, wusste auch nicht was ich machen sollte und bin dann beim Anwalt gelandet.

Beitrag von attuj-airam 10.05.11 - 16:23 Uhr

Ich erinnere mich noch an den ersten Tag in der Berufsschule. Da fragte die Lehrerin: "Wer macht diese Lehre, weil er nicht wußte, was er werden soll?"

Und was soll ich Dir sagen: Rund 80 % der Mädels zeigten auf...

Beitrag von white-blank-page 10.05.11 - 16:28 Uhr

Ich arbeite in meinem 2. Traumberuf. Der erste ist illusorisch gewesen.
:-)
Ja, und ich bin sehr glücklich mit meinem Beruf.

Beitrag von attuj-airam 10.05.11 - 16:33 Uhr

magst du sagen was der erste und der jetzige ist bzw. war?

Beitrag von white-blank-page 10.05.11 - 16:35 Uhr

Die Illusion war die Autorin.

Der reale Traumberuf ist die Sozialarbeiterin/Sozialpädagogin (ich bin beides).

Beitrag von amory 10.05.11 - 16:33 Uhr

Hallo,

seit ich denken kann wollte ich Fernsehjournalistin werden, oder eher Reporterin. Eine, die aus den Krisenherden der Welt berichtet und große Politik erklärt....
Obwohl ich sogar eine gute Ausbildung in die Richtung gemacht habe, ist mir das nicht gelungen...nur wenige bekommen die Chance, in den Medien wirklich so weit zu kommen.
Die meisten in der Branche arbeiten hart, sind unterbezahlt und müssen ihr Können für den letzten Mist hingeben...
kurz: Ich habe zwar als Journalistin gearbeitet, aber das war nicht der Traumberuf, den ich mir erhofft habe.
Heute arbeite ich in der Öffentlichkeitsarbeit von Kultur- und Bildungseinrichtungen. Und es gefällt mir sehr. Besser als der hohle Nachrichtenjournalismus, den ich vorher machen musste.
Obwohl ihc manchmal, wenn ich richtig gute Reportagen oder Berichte sehe immer noch traurig bin, dass ich da nicht hinkam....

Grüße, Amory

Beitrag von nele27 10.05.11 - 17:00 Uhr

***
Die meisten in der Branche arbeiten hart, sind unterbezahlt und müssen ihr Können für den letzten Mist hingeben...
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Da hast Du wohl Recht. Ich bin auch raus da ... trotz Volo bei ner guten Zeitung wurde es mir echt zu anstrengend, was Vernünftiges zu finden (mit Familie noch schlechter).

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Besser als der hohle Nachrichtenjournalismus
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Ja, das habe ich auch gemerkt. Die Politikredakteure, die sich für die coolsten Typen halten und dann doch bei der dpa abschreiben :-) Oder nur Korrespondentenberichte in Boxen packen #gaehn
Daher war ich sobald ich wusste, wie es läuft, im Lokalen. Da ist man näher dran...
Oder man macht wirklich Korrespondent. Aber mit Familie? Auch schlecht.

LG, Nele

Beitrag von dornpunzel 10.05.11 - 16:33 Uhr

Ich habe meinen Beruf gelernt, um etwas in der Hand zu haben. Gearbeitet habe ich in ihm sechs Jahre und hab dann, mit dem notwendigen, finanziellen Polster, meinen Traumberuf in Angriff genommen.

In diesem arbeite ich seit einigen Jahren, bin sehr glücklich und zufrieden damit. Weiß aber gleichzeitig, dass der Umweg über einen 'Brotjob' zwingend notwendig war, ohne wäre es nicht gegangen.

Ach ja, für die Statistik: Ich habe Rechtsanwaltsfachangestellte gelernt ...

Beitrag von attuj-airam 10.05.11 - 17:07 Uhr

und bist jetzt?

Beitrag von meckikopf 10.05.11 - 20:25 Uhr

Das würde mich allerdings auch interessieren.

Beitrag von dornpunzel 10.05.11 - 22:08 Uhr

Jetzt schreibe ich Bücher. :-)

Beitrag von nele27 10.05.11 - 16:57 Uhr

ICH!! #huepf

Ich bin Redakteurin ... wollte schon immer bei einer Tageszeitung arbeiten. Das habe ich auch gemacht #freu Ok, ganz früher wollte ich ins Politikressort... dachte, da kann man die ganz großen Geschichten schreiben. Als ich da mal ein paar Wochen war, habe ich gemerkt, dass es damit nicht sehr weit her ist :-) Habe daher meinen Traum geändert und lieber im Lokalen gearbeitet. Und da ein paar große Geschichten geschrieben...

Inzwischen bin ich aber nicht mehr bei der Zeitung, sondern Pressesprecherin. Ich würde jedoch nicht sagen, dass ich den Traum verlassen habe, er hat sich nur geändert. Im Zeitungsgeschäft siehts im Moment mäßig aus mit Jobs - zumindest mit solchen, die vernünftig bezahlt werden.
Da siehts auf der anderen Seite des Schreibtischs besser aus. So ist das nun eigentlich mein Traumberuf, denn es macht ebenfalls riesig Spaß - und zum Traumberuf gehört für mich auch halbwegs normales Arbeiten ohne immer mehr und mehr Druck und immer weniger und weniger Zeit und Geld.

LG, Nele

Beitrag von attuj-airam 10.05.11 - 17:09 Uhr

Ja, ein weiser Mann hat heute morgen im Lokalradio gesagt
"such Dir einen Job den Du liebst, dann wirst Du nie wieder arbeiten müssen"
Das hat mich zum denken angeregt...

Beitrag von amory 10.05.11 - 18:28 Uhr

mir geht´s wie dir: auf der anderen seite macht es auch spaß.
und ich bin froh, dass ich´s versucht habe und dann selbst festgestellt habe, dass der job nicht so ist oder zumindest nicht das leben bietet, was ich mir gewünscht habe.
wenn ich mir vorstelle, ich hätte es nie probiert...da wäre ich heute unglücklich.
aber so: meine talente und fähigkeiten kann ich optimal nutzen im moment, das umfeld stimmt und die inhalte auch;)


grüße, amory

Beitrag von sunshine7505 10.05.11 - 20:20 Uhr

Hallo,
dann sind wir Kolleginnen, ich habe auch einige Jahre als Lokalredakteurin gearbeitet. Jetzt nach der Kindererziehung will ich mir aber meinen alten Traum erfüllen: ein Sozialpädagogikstudium. ;-) Mal sehen ob das alles so hinhaut. Momentan bin ich im Vorpraktikum (Suchtberatung) und sehe jeden Tag Leute die genau meinen Traumberuf ausüben.
LG und alles Gute!
Katja mit Julia (6) und Sebastian (fast 3) #sonne

Beitrag von weiblich-ueber-30 10.05.11 - 17:35 Uhr

H I E R!!!

Ich arbeite nach meiner Umschulung endlich in meinem Traumberuf!

Veranstaltungskauffrau!

Werde den Schritt nie bereuen. 2 Jahre hartes lernen haben sich wirklich gelohnt.

Arbeite bei einem gehobenen Caterer und liebe diesen Job!


LG #winke

Beitrag von littlequeen 10.05.11 - 17:39 Uhr

Ich arbeite in meinem Traumjob, Kinderkrankenschwester, zwar war mein traum einmal mit Frühchen zu arbeiten, aber die Realität hat mir gezeigt da es wichtiger ist den richtigen AG mit den richtigen Rahemnbedingungen (Arbeitszeit, Kollegium,Vorgesetzte,FB-Möglichkeiten und nihct zuletzt auch das Geld) zu haben als die richtige Sparte. Heute kann ich meinen Job perfekt mit meiner Familie unter einen Hut bringen (ambulante Intensivpflege) und arbeite gerne dort wo ich arbeite , ich finde DAS macht für mich heute den Traumjob aus!

Klar könnte immer mehr Geld sein, aber es reicht um das zu verwirklichen was wir realisieren wollen.

littlequeen

Beitrag von derhimmelmusswarten 10.05.11 - 18:22 Uhr

Habe Rechtsanwaltsfachangestellte gelernt. Wollte damals einen Bürojob, geregelte Arbeitszeiten, keinen Schichtdienst, keine Wochenendarbeit. Tja und da ich Mathe hasse, blieben nicht so viele Berufe zur Auswahl. Eben Notarfachangestellte, Rechtsanwaltsfachangestellte, Bürokauffrau etc. Ich würde das nie wieder machen. Habe vor anderthalb Jahren noch eine Fortbildung zur Rechtsfachwirtin gemacht. Hat sich wahrscheinlich auch nicht gelohnt.

Anwälte sind fast alle Ausbeuter und nicht ganz normal. Mein letzter Chef hat den Vogel abgeschossen. Er hat in anderthalb Jahren 14 Frauen raus gemobbt. Ich will nie wieder bei einem Anwalt arbeiten und bereue es, dass ich diese Ausbildung gemacht habe. Schlechte Bezahlung, dauernd Überstunden wegen blöder Fristsachen, Mandanten, die am Telefon frech werden, keine Tarifverträge, meist kein Kündigungsschutz, da zu wenig Leute da arbeiten etc.

Ich hätte das Abitur durchziehen sollen. Dann wäre vielleicht Lehrerin was gewesen. Oder was im Medizinbereich. Da hat man wenigstens nicht solche Probleme einen Job zu finden wie im Büro.

Beitrag von attuj-airam 11.05.11 - 08:48 Uhr

Oh wow, dass hört sich ja wirklich wenig begeistert an. Da hatte ich mehr Glück. Meine Chefs sind wirklich top. Klar haben auch wir in den letzten Jahren mal Zeiten gehabt, in denen wir uns nicht so gut verstanden haben, aber die meiste Zeit läuft es super und der Beruf an sich macht mir auch eigentlich Spaß. Mag auch daran liegen, dass ich viele Freiheiten habe und zu 90% selbständig arbeiten kann.
Über die Fortbildung zum Fachwirt habe ich auch schon nachgedacht. Allerdings sitzt das zeitlich und finanziell derzeit nicht drin. Kannst Du mir sagen was für Bücher Ihr in dieser Fortbildung bearbeitet habt? Dann kann ich zuhause für mich zumindest mal reinschnuppern! Oder hast Du sogar noch Bücher und möchtest sie verkaufen?
Gruß Jutta

Beitrag von dominiksmami 11.05.11 - 13:10 Uhr

>>Anwälte sind fast alle Ausbeuter und nicht ganz normal. Mein letzter Chef hat den Vogel abgeschossen<<

>>Ich will nie wieder bei einem Anwalt arbeiten und bereue es, dass ich diese Ausbildung gemacht habe<<

>>Schlechte Bezahlung, dauernd Überstunden wegen blöder Fristsachen, Mandanten, die am Telefon frech werden, keine Tarifverträge, meist kein Kündigungsschutz, da zu wenig Leute da arbeiten etc. <<

das könnten meine Worte sein

Beitrag von postrennmaus 10.05.11 - 18:26 Uhr

Hier ist noch ein Traumberufler!

Ich hab mich als Kind schon für sämtiche Naturphänomene und auch Tiere interessiert. Ich wollte dann erst immer Ärztin werden (zwischen Tier- und Kinderärztin war auch alles an Wünschen dabei, das wechselte öfter mal). Dann habe ich in der Schule ein Praktikum in einem Labor gemacht und seit dem stand für mich fest: Ich werde Wissenschaftlerin!

Tja und das bin ich nun. Mit Bachelor, Master und in absehbarer Zeit hoffentlich auch Dr. (und zwar ohne Schummeln ;-) )

Ich liebe meinen Job, denn ich habe das Gefühl, der Menschheit einen sinnvollen Dienst zu erweisen. Wenn ich mir vorstelle, dass ich mit meiner Forschung dazu beitrage, dass bösartige Hirntumore irgendwann mal heilbar werden und nicht innerhalb von wenigen Monaten zum Tode führen, dann bekommt das Ganze für mich einen Sinn und ich kann vn mir behaupten, ich habe meinen Traumjob gefunden!


Lg postrennmaus

Beitrag von unsicher8981 10.05.11 - 21:02 Uhr

Wow das ist dein Traumjob? Dafür muss man aber schon sehr idealistisch denken ;-)
Ich mache übrigens das gleiche (zwar nicht Hirntumore, aber sonst sehr ähnlich), aber als meinen Traumjob würde ich das nicht bezeichnen.

Lg Moni

Beitrag von postrennmaus 10.05.11 - 21:56 Uhr

Ja, wieso? Wenn man sich schon immer für Naturwissenschaften interessiert hat und nur mit Glück den Studienplatz für seine Wunschuni bekommen hat, dann noch eine perfekte Arbeitgeberin hat und daran mitwirken kann, den scheiß Krebs vielleicht irgendwann mal besser therapiebar zu machen, wieso kann das kein Traumjob sein?

Ich habe derzeit leider keine Finanzierungsmöglichkeit mehr in dieser Arbeitsgruppe (keine Drittmittel mehr, leider), muss daher vorübergehend ALGII beziehen und gehe trotzdem jeden Tag ins Labor um meine letzten Daten für eine Publikation zu gewinnen. Ich finde dort meine (berufliche) Erfüllung und kann mir keinen besseren Job (für mich) vorstellen. Wenn ich diese Einstellung nicht hätte, dann wäre es glaub ich recht frustrierend.

In welchem Bereich bist du denn tätig?

Liebe Grüße

Beitrag von unsicher8981 13.05.11 - 11:55 Uhr

Ich bin in der Virologie: (Maus)Norovirus
Ich habe aber auch nicht das Gefühl, dass ich damit die Welt verändern kann. Ich finde es schon sehr interessant und arbeite sehr gerne in der Wissenschaft, aber sich für einen Hungerlohn kaputt zu arbeiten sehe ich nicht so ganz ein. V.a. nach 10 Jahren Ausbildung durch Studium und Doktorandenzeit! Zum Glück ist meine Doktorandenzeit bald vorbei und ich dann habe ich die Hoffnung halbwegs entlohnt zu werden für meine Arbeit, denn von irgendwas muss man sein Kind ja auch ernähren.

Lg Moni