Aaargh - SILOPO - sowas nennt sich Pädagogin...

Archiv des urbia-Forums Kids & Schule.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Kids & Schule

Kleine Kinder, kleine Sorgen - große Kinder, große Sorgen? Schulschwierigkeiten oder anstrengender Streit ums Aufräumen: Lest und diskutiert mit. Und da die Vorbereitung der Einschulung ansteht: Hier begleitet urbia-TV Vater und Tochter beim Schulranzenkauf.

Beitrag von pcp 10.05.11 - 21:42 Uhr

Hallo,

mein Sohn (9) hat mir am Sonntag sein Muttertagsgeschenk überreicht, ein Wasserfarbenbild, ein Herz in der Mitte um das viele verschieden farbige Linien gezogen sind. Ich hab mich sehr gefreut, so wie über alle seine Bilder und Basteleien.

Er wartete ab wie ich reagiere und erzählte mir dann ziemlich geknickt, daß seine Klassenlehrerin gesagt hätte "tschuldige, aber wenn ich ehrlich bin ist das das häßlichste der Klasse". Ich war skeptisch ob diese Worte wirklich so gefallen sind weil ich die Lehrerin bisher als sehr kompetente und herzliche Person wahrgenommen habe. Ich hab ein paar Mal nachgefragt und er bestand darauf.

Passenderweise war heute Elternsprechtag. Junior gehts in der Schule sehr gut, abgesehen davon daß er hie und da "ungeduldig und zickig" ist gab es von ihrer Seite nichts zu besprechen.

Ich hab dann das Thema "Muttertagsgeschenk" angesprochen, sie hat mich sofort unterbrochen und mir erklärt daß er ihren Anweisungen nicht gefolgt ist und daß er das Bild ein zweites Mal beginnen mußte und dann wieder zu ungeduldig war jede Farblinie trocken zu lassen. Deshalb sind die Farben bei einigen Stellen ineinander geflossen. #augen

Dieser Satz ist so natürlich nie gefallen, das würde sie nie sagen. Ist ihre Version. Mein Sohn behauptet es felsenfest und hat sich darüber beschwert daß jedes Bild und jede Zeichnung exakt nach ihren Anweisungen anzufertigen ist. Es ist mir vorher nie aufgefallen, aber tatsächlich, alle Bilder in der Klasse sind nach Schema F. #schock

Ich hab mir heute natürlich nicht die Blöße gegeben mit ihr darüber zu streiten, es steht immerhin Aussage gegen Aussage und ich hab keine Lust darauf daß mein Sohn dann der Depp ist.

Abschließend hab ihr gesagt daß ich Aquarelle sowieso viel schöner finde und daß mein Sohn am besten zeichnet und malt wenn die Motive seiner eigenen Fantasie entspringen.

Sie blieb scheißfreundlich bis zum Schluß, beim Verabschieden presste sie dann noch schnell raus: "Essen's amal was, Fr. ....., sie werden ja immer dünner!" #klatsch

So, das mußte raus.

Danke, lg

Beitrag von nicky131974 11.05.11 - 07:21 Uhr

#klatsch#kratz Die Lehrerin hat echt einen an der Klatsche.

Sorry, aber da kann ich nur den Kopf schütteln.

Kunst ist doch nicht Schema F nenene.

Alles Gute. Wichtig ist, dass es dir gefallen hat.

Lg Nicole

Beitrag von delfinchen 11.05.11 - 09:46 Uhr

hallo,

wegen einem solchen vorgehen, dass einheitliche maßstäbe vorgegeben werden, hat der lehrer also mal wieder einen an der klatsche?

sicher, kunst ist nicht schema f, aber bewerten muss man dennoch und somit vergleichbar machen. ich halte mich auch eher an genaue vorgaben, weil ich kunst nicht studiert habe, aber dennoch unterrichten muss. genaue vorgaben was bildaufteilung und technik a ngeht macht mir das unterrichten leichter und auch das bewerten, ich fühle mich so sicherer, meine kollegin, die kunst studiert hat, kann da natürlich anders unterrichten, weil sie entsprechend vielfältige techniken selbst kann, diese demnach besser vermitteln kann und somit besser in der lage ist, die kunstwerke zu bewerten, auch wenn sie unterschiedlich gestaltet sind.


ich nehme mal an, dass die besagte lehrerin auch fachfremd unterrichten muss und sich demnach lieber an festen maßstäben orientiert, deshlab hat sie noch längst keinen an der klatsche. da liegt das problem eher im der lehrerausbildung, nämlich dass man für volksschulen nur 4 - 5 fächer studiert, später aber (fast) alle unterrichten muss.

lg,
delfinchen

Beitrag von stringersmum 11.05.11 - 10:27 Uhr

Hi delfinchen,

deinen Lehrer-Verteidigungs-Reflex kann ich ja verstehen, aber die Aussage "tschuldige, aber wenn ich ehrlich bin ist das das häßlichste der Klasse" hat nichts mit Standarts, die als Bewertungsgrundlage nötig sind, zu tun. Das ist ein Urteil über die ästhetische Qualität des Bildes. Da kann einem schon ein #klatsch rausrutschen.

Im übrigen ist das das gleiche Problem, wie das, dass ein kleiner Mathepfiffikus Punktabzug hinnehmen muss, wenn ihm ein anderer Lösungsweg einfällt, als der vorgegebene.
Ich finde, wir sollten unsere Schulen mit ausreichend Rasenmähern ausstatten, vielleicht schaffen wir es dann, alle auf die gleiche Kürze zu längen.

LG Helga

Beitrag von delfinchen 11.05.11 - 10:42 Uhr

hallo,

um diese aussage ging es mir doch gar nicht - die ist nicht ok, ganz klar, wenn sie denn so gefallen ist, die TE schreibt ja, sie habe mit der lehrerin drüber gesprochen und es wäre anders gewesen.

mir geht es um die antwort "die hat ja nicht alle an der klatsche".
das kann man nicht einfach schreiben, ohne zu wissen, wie es sich tatsächlich verhalten hat.

es gibt kollegen, denen ich eine solche aussage auch zutraue, aber das sind die allerwenigsten.


bei der sache mit dem lösungsweg hast du recht, das geht gar nicht, abzuziehen, nur weil auf einem anderen weg gerechnet wurde. es sei denn, es steht explizit da. berechne mit dem verteilungsgesetz oder was in der art - dann lässt das auch keine unterschiedlichen wege offen. steht nur da. berechne - dann sollte der lösungsweg nur nachvollziehbar sein, es muss aber keineswegs der sein, den ich bevorzugt hätte.

lg,
delfinchen

Beitrag von pcp 11.05.11 - 11:43 Uhr

Es geht doch um eine bestimmte Lehrerin und nicht um Dich, warum mußt Du jetzt den ganzen Berufsstand verteidigen?

Übrigens weißt Du in so einem Forum NIE wie es sich tatsächlich verhalten hat, seine Meinung darf man aber trotzdem posten, oder siehst Du das anders?

lg

Beitrag von ajl138 11.05.11 - 07:43 Uhr

Meine Grundschullehrer war auch so damals.

Ich sass in der letzten Reihe (1.Klasse),und hab gesagt das ich auf der Tafel die Sachen schlecht erkennen kann,sie kam zu mir,kniete sich neben meine Bank und meinte"Ich kann doch auch alles von hier aus erkennen,erzähl nicht so einen Mist!"
Ich hab als Kind geschielt,meine Mum ließ mich dann nochmal vom Augenarzt untersuchen,und ich brauchte eine Brille.Als meine Mutter sie dann darauf ansprach,wiegelte sie auch nur ab,ich hätte nie was gesagt.Leider stand eine Schulkameradin neben ihr und bestätigte eine Aussage von mir.

Die Dame hatte auch,als sie schwanger war Aufgaben verteilt,und für sich einen Liegestuhl mitgebracht,und sich darauf gelegt,die Kinder mussten bei Fragen zu ihr nach vorne gehen und wurden eigentlich nur niedergemacht,dass sie das gerae eben doch noch erklärt hätte,und sie sich jetzt ausruhen müsste.

Beitrag von marion2 11.05.11 - 09:57 Uhr

Hallo,

das deckt sich mit meinen Erfahrungen.

So - und nun bist du Thema im Lehrerzimmer. "Frau... die keine Ahnung von Kunst hat..#bla....die glaubt, ihr Sohn könne zeichnen....#bla"

Gruß Marion

Beitrag von bambolina 11.05.11 - 12:07 Uhr

Also erst mal vorweg, nicht dass du denkst, dass ich das Verhalten der Lehrerin toleriere, bzw. gut finde... aber jeder hat seinen eigenen Stil zu unterrichten und wenn die Zeichnungen eben nach ihren Vorstellungen angefertigt werden müssen, ist das so zu akzeptieren.
Da nützt es nicht viel, dich als Mutter zu beschweren und für deinen Sohn gleich in die Bresche zu springen. Im Gegenteil, wegen solchen "Kleinigkeiten" sich aufregen, der Schuß geht echt nach hinten los...
Natürlich ist die Aussage "häßlichstes Bild" nicht gerade pädagogisch sinnvoll.

Aber du glaubst nicht, wieviel pädagogischen Unsinn mein Sohn mit seiner KL und einem anderen Lehrer erleben musste. Wirklich dazwischen ging ich erst, als erst, als der eine handgreiflich wurde oder ich suchte mal das Gespräch, weil er unverschuldet aus dem Schwimmunterricht ausgeschlossen werden sollte.
Ich zähle die Tage bis zu den Sommerferien, bis endlich ein Wechsel stattfindet...

lg bambolina

Beitrag von pcp 11.05.11 - 12:36 Uhr

Natürlich hat jeder Pädagoge seinen Stil und grundsätzlich ist es mir wurscht wie sie den Kunst-Unterricht gestaltet, es gibt Wichtigeres.

Aber warum sollte ich mich nicht "beschweren" bzw. die von ihr angeblich getätigte Aussage ansprechen? Es war wie gesagt Elternsprechtag, da bespricht man eben was so anfällt.

lg

Beitrag von bambolina 11.05.11 - 21:18 Uhr

Ich würde es höflich ansprechen, wenn ich wüsste, dass man mit der Lehrerin diskutieren könnte. Die von meinem Sohn wäre genauso angepisst gewesen wie eure.
Nein, dann hätte ich es nicht angesprochen. Kam im Endeffekt ja nichts raus, außer dass sie, wenn es dumm läuft, das an deinem Sohn auslässt.

Beitrag von cassidy 11.05.11 - 12:18 Uhr

hallo,

das ist eine schwierige Situation. Klären wird sich das Ganze wohl nicht. Warum sollte sich dein Sohn so etwas ausdenken? Sollte die Lehrerin sich so geäußert haben, dann ist das ein starkes Stück.

Was ich aber persönlich als viel schwieriger empfinde (und das hat nichts mit dir zutun, passt aber zum Thema Muttertag) ist, das anscheinend die Schulen wirklich fast durch die Bank weg für den "Muttertag" basteln. Da hat man nach jahrelangem Kampf die Kigas dazu bewogen, diesen "Feiertag" links liegen zu lassen, da geht das ganze Tamtam in der Schule wieder los.

Ganz ehrlich: ich freue mich viel mehr darüber, wenn mir meine Kinder einfach so ein Bild malen oder etwas Basteln. Ohne Zwang und Vorgabe. So hat man doch viel mehr das Gefühl es kommt von Herzen.


Nur eine kleine Randnotiz:
(eingeführt wurde der Tag in den USA (Tag des Blumengrusses oder so) und schwappte dann über die Grenzen. Aus "deutscher Sicht" verhält es sich allerdings etwas politischer!)

"Während der Zeit des Nationalsozialismus wurde die Feier des Muttertags mit der Idee der „germanischen Herrenrasse“ verknüpft. „Gebärfreudige Mütter“ wurden als Heldinnen am Volk zelebriert, da sie den „arischen Nachwuchs“ fördern sollten. 1933 wurde der Muttertag ein offizieller Feiertag und erstmals am 3. Maisonntag 1934 als „Gedenk- und Ehrentag der deutschen Mütter“ mit der Einführung des Mütterdienstes begangen. Die religiös anmutenden Feierlichkeiten („Mütterweihen“) wurden in Konkurrenz zu christlichen Feiern auf sonntags um 10 Uhr angesetzt. 1938 wurde zusätzlich das Ehrenkreuz der Deutschen Mutter eingeführt,[12] das am Muttertag am 21. Mai 1939 erstmals verliehen wurde."

Liebe Grüße,

Cassidy

Beitrag von pcp 11.05.11 - 12:38 Uhr

Ja, ich sehe das genauso. Sinnvoller wäre es doch daß die Kinder etwas nach ihren Vorstellungen gestalten, wenn es überhaupt im schulischen Rahmen stattfinden muß.

Naja, die Dame ist eben auch von "der alten Schule".

lg

Beitrag von 3wichtel 11.05.11 - 14:37 Uhr

Ich war auch ganz überrascht, als mein Sohn mir erzählte, dass die Muttertagskarte, die er in der Schule geschrieben hat (3. Klasse) benotet wurde...

Finde ich auch nicht so toll, dass die Geschenke eine Note bekommen. Was passiert denn, wenn das Kind z.B. für die Karte eine 4 oder schlechter bekommt? Dann traut es sich doch gar nicht mehr, die Karte der Mutter zu schenken. #kratz

Außerdem ist das Geschenk (auch wenn die Schule das Material und die Arbeitszeit stellt) doch eine Sache zwischen mir und meinem Sohn. Da finde ich eine Note irgendwie unpassend.

Beitrag von gaku 11.05.11 - 16:13 Uhr

Hallo,
die Klasse unseres Sohnes hat etwas zu Ostern gebastelt. Es war eine fertige Kerze in Eiform, die dann kreativ mit Wachselementen verziert werden sollte. Die Lehrerin sagte zu unserem Sohn, daß seine Arbeit Kindergartenniveau hätte und er hat eine 3- bekommen.
Ich fand die Kerze schön gestaltet.
Manchmal fehlt den Lehrern das Feingefühl.



Gruß Mary

Beitrag von janamausi 11.05.11 - 18:53 Uhr

<<Abschließend hab ihr gesagt daß ich Aquarelle sowieso viel schöner finde <<

Die Blöse hast Du dir doch schon mit dem Satz gegeben...

<<"Essen's amal was, Fr. ....., sie werden ja immer dünner!" <<

...ebenso wie die Lehrerin...

LG janamausi

Beitrag von pcp 11.05.11 - 20:48 Uhr

Naja, wenn das für Dich nach der Vorgeschichte schon "Blöße" ist, kann ich auch nichts dran ändern.

lg

Beitrag von tanja0475 12.05.11 - 18:27 Uhr

Ach und ich dachte solche gefühlslosen, unkompetenten Lehrerinnen gibt es

nur bei uns . Heute traf ich eine Bekannte, die Mutter eines ehmaligen Schul-

kameraden meines Sohnes. Und sie erzählte mir, das die Lehrerin das ge-

gebastelte Muttertagsbild des Sohnes in den Eimer geschmissen hat, weil

es in ihren Augen nicht sauber genug ausgeschnitten war #klatsch. Somit

musste er es noch einmal machen. Da könnte ich echt heulen.

Einer Mutter ist es doch egal, wie ein Muttertagsgeschenk aussieht. Aber

scheinbar sah die Lehrerin das anders. O.k., sie hat keine eigenen Kinder,

aber trotzdem. Jedes Kind gibt sich auf seine eigene Art und Weise Mühe

und vor allem unsere Söhne. Sie sind nunmal künstlerisch meist unbegabt.

Bin ich froh, das mein Sohn die Olle los ist. Wir haben ihn im Febr.

rausgenommen und ihn auf eine andere GS gegeben (es gab versch.

Gründe)


LG Tanja (mit Wut im Bauch)