"Magische" Momente...

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Forum: Partnerschaft

Eine dauerhafte Partnerschaft ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Lust und Frust liegen da oft nah beieinander. Hier könnt ihr offen ausdrücken, was euch innerlich bewegt.

Beitrag von wiebloß 10.05.11 - 22:22 Uhr

Hallo,

Mich würde interessieren, ob ihr in eurer (langjährigen) Partnerschaft noch diese "magischen" Momente erlebt.
Am Anfang ist doch da dieses "Kribbeln", die Vorfreude den Anderen endlich wiederzusehen...Und wenn er oder sie dann endlich da ist, dann könnte man doch vor Glück ausflippen.
Oder man sitzt irgendwo zusammen auf einer lauschigen Bank, redet über Gott und die Welt, schaut sich gemeinsam den Himmel an und ist einfach nur froh mit genau diesem Menschen jetzt hier zu sitzen. Und sprudelt über vor Ideen was man noch alles zusammen erleben möchte...
Oder man wacht morgens auf und überlegt sich direkt, wie man den Anderen heute Abend verführen könnte, und kaum geht die Tür fällt man schon übereinander her. Was natürlich schwer zu verwirklichen ist wenn man Kinder hat! Aber guten Sex haben wir trotzdem...
Ich muss sagen, bei uns ist nach 8 Jahren Beziehung (leider) ziemlich der Alltag eingekehrt. Klar liebe ich meinen Mann sehr, und es sind noch eine ganze Menge mehr an Gefühlen (Vertrauen, Verlässlichkeit...)dazugekommen, aber ich vermisse diese Momente des Glücksrausch (hört sich schwülstig an, aber mir fällt gerade kein anders Wort dafür ein) manchmal schon sehr.
Gehts euch genauso, oder habt ihr euch das erhalten können?
Wenn ja, verratet ihr mir das Geheimnis wie es funktioniert?

Schönen Abend noch!

Beitrag von lichtchen67 11.05.11 - 08:27 Uhr

Ich war 17 Jahre lang verheiratet... und ja, diese Momente gab es, bis zum Schluss. nicht mehr so häufig, nicht mehr täglich, aber immer mal wieder. in "bestimmten" Situationen eben, die ich gar nicht benennen kann, es war dann einfach da.

Bewusst erhalten haben wir uns das nicht, keine Ahnung, das war einfach da. Vielleicht einfach, weil wir den Alltag nicht haben überhand nehmen lassen und immer mal draus geflüchtet sind... durch gemeinsame Unternehmungen und Vorhaben.

Lichtchen

Beitrag von thyme 11.05.11 - 08:47 Uhr

Ja die gibt es nach 9jähriger Beziehung noch. Seltener zwar als in den ersten Wochen, aber ists umso schöner, wenn sie plötzlich wieder um die Ecke schleichen.

Beitrag von .neo 11.05.11 - 08:53 Uhr

Nö.

Beitrag von thyme 11.05.11 - 09:33 Uhr

Schade

Beitrag von umsche 11.05.11 - 09:40 Uhr

Du selber kannst dafür sorgen, dass es sie wieder gibt - diese magischen Momente!

Beitrag von handy12345 11.05.11 - 10:24 Uhr

wie denn?

Beitrag von umsche 11.05.11 - 10:40 Uhr

Indem man selber aktiv wird. Wenn immer nur darauf gewartet wird, dass von dem anderen etwas kommt, dass ein anderer die eigene Situation verändert, dann kann man warten, bis man schwarz wird.

Beitrag von .neo 11.05.11 - 10:49 Uhr

Habt ihr eigentlich vorgefertigte Textbausteine für solche Tipps?

Beitrag von umsche 11.05.11 - 11:00 Uhr

Wenn diese "Textbausteine" bei dir mal oben ankommen würden und du diese dann auch noch umsetzen könntest, würdest du mit deinem Leben vielleicht zufriedener sein können. #aha

Beitrag von .neo 11.05.11 - 11:09 Uhr

Wenn diese Tipps nicht immer den Charakter der gängigen Platitüden zweitklassiger Motivationstrainer hätten, würde ich vielleicht auch mal darüber nachdenken.

Beitrag von umsche 11.05.11 - 11:23 Uhr

Du glaubst doch nicht im ernst, dass man (ich) sich hier die Mühe macht und lang und breit "erstklassig motiviert" wenn man das Gegenüber weder kennt noch weiß, ob derjenige überhaupt bereit ist, etwas zu verändern. Du z.B. hörst dich so an, als ob du nur darauf wartest, dass irgendwer dein Leben endlich für dich lebenswerter macht. Und dabei ist es wirklich manchmal so einfach (und dabei so schwer, das weiß ich wohl), dass man nur selber etwas verändern und bewirken kann. Was das in deinem Fall ist kannst auch nur du wissen. Aber "nur" dein Leben beklagen bringt dich jedenfalls nicht weiter.

LG

Beitrag von .neo 11.05.11 - 11:39 Uhr

Dann wäre ja diese ganze Rubrik unnütz, wenn man Deinen Gedanken folgt.

Beitrag von umsche 11.05.11 - 12:44 Uhr

Wieso das denn? Du darfst hier doch hier beklagen und unglücklich sein, so viel du möchtest und ich darf so oft und so "zweitklassig motivieren" wie ich möchte. ;-)

Beitrag von gretchens.armee 11.05.11 - 11:33 Uhr

Ich habe jetzt wirklich überlegt, dazu was zu schreiben. Aber vielleicht bringt dich die Frage zum Nachdenken, wem oder was du die Ursache(n) zuschreibst. Und die weiterführende Frage, ob das automatisch geschieht, dass sich dabei bereits etwas verselbstständigt hat, oder bewusst.

Beitrag von .neo 11.05.11 - 11:47 Uhr

Die Fragen habe ich mir durchaus gestellt; ein gewissen Maß an Reflexion schaffe ich gerade noch.

Aber wenn ich hier irgendetwas gelernt habe: dass man sich bei urbia mit persönlichem Kram zurückhalten sollte.
Wenn man sich den Erwartungen anderer entsprechend verhält, ist das eine wunderbare Plattform. Ansonsten ist man seine "Freunde" und Bekannte schneller los als man glaubt. Insofern erwarte bitte keine Antwort.

Beitrag von gretchens.armee 11.05.11 - 11:56 Uhr

"Den Erwartungen anderer entsprechend verhält"- ist für mich der reinste Euphemismus, und damit alles gesagt, ist ok.

Beitrag von zeitblom 11.05.11 - 12:52 Uhr

wozu ?...vielleicht fehlt uns Maenner nur schlicht dieser etwas kitschige Hang zu mystifizieren? Ich glaube zwar an Gluecksmomente, aber sicher nicht an Magie....

Beitrag von umsche 11.05.11 - 13:01 Uhr

Dann fehlt dir ja offenbar auch nichts und es ist alles in bester Ordnung. Aber denen, denen etwas in ihrer Beziehung fehlt, die sollten sich doch selber auch darum bemühen, es wieder herzustellen oder das Fehlende in ihre Beziehung zu bringen oder eben sich mit dem, was sie haben zufrieden sein. Etwas zu beklagen und nichts zu tun und darauf warten, dass andere/der andere aktiv wird oder dass vielleicht ein Wunschfee vor der Tür steht und "plink" macht und alles ist schön...das ist doch irgendwie...tja...da fehlt mir jetzt der richtig Ausdruck für. :-)

Beitrag von zeitblom 11.05.11 - 13:02 Uhr

d'accord....

Beitrag von umsche 11.05.11 - 13:06 Uhr

:-)

Beitrag von gretchens.armee 11.05.11 - 11:15 Uhr

Hi,
ja. Wobei ich das Geheimnis nicht weiß, aber es sind meistens Momente, welche generell (bei uns) die Beziehung tragen.

Beitrag von polar99 11.05.11 - 11:40 Uhr

Jaaaa...die gibts :-) immer mal wieder.

Letztens: wir hatten beide beruflich viel Stress, ein langer Tag, die Kids waren am zicken..das Telefon klingelte ständig... Gefühl: einfach nur nervig alles!

Er stand in der Küche und nahm sich ein Glas Wasser, meinte ganz lässig: Schatz, komm mal her und gab mir einen ganz langen Kuss... #verliebt

Und da war es wieder dieses Kribbeln #freu

Beitrag von -sylvi- 11.05.11 - 13:22 Uhr

Diese magischen Momente erlebt man vermehrt in der Phase des Verliebtseins. In dieser Phase ist es nahezu egal, wie unterschiedlich die Menschen sind, welcher Lebenswirklichkeit sie entspringen und welche Gedanken und innere Einstellung sie zum Leben haben.

Sobald man dieser Phase des Verliebtseins entwachsen ist, gibt es die "Magischen Momente" m.M.n. nur dann, wenn beide Partner die entsprechende innere Einstellung zu sich selbst und ihrem Partner haben... Wenn sie die gleiche Lebenseinstellung haben... wenn beide Partner die gleichen Vorstellungen von Liebe, Leben, Begehren... dem intimen "Miteinander" haben.

Es gibt reichlich Ehepaare, die diese "magischen" Momente nicht haben... und sie auch nicht vermissen. So lange beide sich OHNE diese Art der Begegnung definieren, kann das problemlos jahrelang funktionieren. Wenn Sicherheit, Geborgenheit und das alltägliche Miteinander vollkommen ausreichen, um mit sich und auch miteinander glücklich zu sein.

Problematisch wird es erst, wenn nur einer von beiden etwas vermisst.
Und so lese ich das bei dir heraus. Du vermisst es, er scheinbar nicht.


Und ich bin - entgegen anderer Meinungen hier - davon überzeugt, dass es nur minimale Erfolgschancen hat, wenn du allein die Initiative ergreifst. Du kannst vermutlich naggelich vor deinem Partner kopfstehen, ihm am Bug des nächsten Tankers die Arme auseinander reißen oder ihm ein gelsenkirchener Jahresabo schenken. Er wird das von *gelangweilt* bis *euphorisch* quittieren... es wird aber an der "Magie" zwischen euch sicherlich nichts ändern.

Ihr solltet abklären, was ihr voneinander erwartet... woran es liegt, dass die Magie nicht mehr existiert... welche Voraussetzungen sich verändert haben, welche Ängste und Wünsche... oder aber vielleicht auch welche veränderten Lebensumstände die Lebensqualität derart beieinflussen, dass sich die Zufriedenheit bei euch beiden schlichtweg anders darstellen lässt.

Versuche es zu thematisieren es, ohne es zu zerreden. "Magie nach Plan" wird so oder so nicht funktionieren, wenn die Basis dafür nicht eine gewisse emotionale und intellektuelle Augenhöhe impliziert.

LG, Sylvi

Beitrag von lichtchen67 11.05.11 - 14:32 Uhr

Also wie man diese Momente selber herstellen kann, erschließt sich mir auch nicht. sie sind da.... einfach ein Blick, eine Situation.... da kann ich aktiv nichts dran arbeiten und mein Partner schon mal gar nicht.

Lichtchen

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