Immer wieder Krankheiten im Aquarium

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Forum: Mein Tier & ich

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Beitrag von phantastica123 11.05.11 - 10:07 Uhr

Guten Morgen.

Ich bin auf der Suche nach guten Hinweisen: Wir betreiben seit November nach ordentlicher Einlaufphase und Wassertest beim Fachhandel (außerdem haben wir ein eigenes Testset) ein 54-Liter-Aquarium. Bis Mitte März lief alles ganz problemlos, aber jetzt gibt es immer wieder Probleme: Ein Platy hatte eine schwere Pilzinfektion, wir haben diverse Behandlungen mit Medikamenten durchgeführt, Wasserwechsel gemacht, Filtermaterialien erneuert, sowohl im normalen Becken, als auch im Isolationsbecken, in dem wir versucht haben, den Fisch zu retten, was nicht gelang.
Nun bekam plötzlich ein anderer Fisch eine große Wunde am Bauch und über Nacht wuchs darauf ein Pilz. Wir haben den Fisch, der nur noch auf der Seite lag, heute morgen erlöst.
Jetzt hat ein Antennenwels auf dem Kopf auch eine Wunde - es sieht aus, als hätte er sich die Haut abgeschabt, aber die Wunde wird immer größer. Da, wo die Wunde ist, war vorher ein hellerer Fleck, aber es sah aus wie eine Pigmentstörung, auf keinen Fall wie ein Pilz. Der Wels ist aber sehr munter. Ich habe ihn jetzt in das Isolationsbecken gesetzt. Ich frage mich, woher die Wunden -wenn es denn welche sind - herkommen. Unsere Einrichtung hat sich nicht verändert.
Ich weiß auch nicht mehr, was wir falsch machen. Alle 3 Wochen WW, Einatz von Mulchglocke, die Wasserwerte sind prima, Tempertur auch. Der Rest des Bestands ist sehr munter - und plötzlich taucht wieder irgendwas auf. Ich fahre regelmäßig in den Fachhandel, lasse mich sofort beraten, wälze Literatur, setze Seemandelblätter als Prophylaxe ein - und weiß jetzt einfach nicht mehr, wo es hakt.

Woher kommen die Krankheiten - wie kriege ich sie dauerhaft weg? Ich habe schon unter größter Vorsicht Antibiotikum eingesetzt und größte Sorgfalt walten lassen, dass mir das Klima im Aquarium nicht kaputt geht.

Jetzt bin ich kurz davor, zu resignieren, weil ich einfach nicht mehr weiß, was bei uns schief läuft.

Traurige Grüße.

Beitrag von asira 11.05.11 - 10:42 Uhr

Hallo!
Wir hatten ähnliche Startschwierigkeiten.... Vor 4 Jahren haben wir uns ein 160l Becken gekauft und alles "nach Vorschrift" gemacht (über 4 Wochen einfahren lassen, Fische erst nach und nach eingesetzt, usw)
Dann starben die ersten Fische, Ichthyo breitete sich unter den Überlebenden aus, dann wuchsen die Pflanzen nicht, dafür aber so´ne fiesen, schwarzen Algen :-[ Irgendwas war immer!
Wie ihr, haben wir auch einiges unternommen! Wasserwerte überprüft (da waren aber nie Werte wirklich so auffällig, das z. B. das Fischsterben erklärbar wäre), regelmässig Wasser gewechselt, den Kies ausgetauscht, Medikamente gegeben, Pflanzen raus geschmissen/ neue eingesetzt... ich könnte die Liste noch ewig so weiterführen!
Irgendwann haben wir... aufgegeben.... wir haben das Aquarium einfach mit den Restbeständen an Fischen laufen lassen! Wasserwechsel nur unregelmäßig, Filter haben wir bestimmt ein halbes Jahr gar nicht sauber gemacht!
Und irgendwie hat sich´s geregelt! Nun sind die Fische alle putzmunter, wir haben so viele Pflanzen, das wir regelmäßig ausdünnen müssen, weil die schon oben raus wachsen wollen! Und das obwohl wir überhaupt nicht düngen! Es läuft jetzt etwa seit 2,5 Jahren so rund! Woran es jetzt gelegen hat, kann ich Dir wirklich nicht sagen.... Natürlich ist ein 160l Becken auch bestimmt stabiler und verzeiht wahrscheinlich Pflegefehler eher als ein 54l Becken!
Ich wollte nur sagen, das Du noch nicht aufgeben solltest! #klee
Vielleicht schaust Du mal in ein Aquaristikforum! Dort kann man Dir sicher noch einige Tips geben!
LG
asira

Beitrag von phantastica123 11.05.11 - 10:51 Uhr

Hallo Asira,

danke für Deine sehr freundliche Nachricht. Ja, ich vergaß zu erwähnen, dass auch unsere Pflanzen nicht richtig wachsen, obwohl wir düngen.
Alles in allem eine recht jämmerliche Angelegenheit, das muss ich sagen.

Du rätst mir, nicht zu resignieren...ich danke Dir dafür.

Für mich ist klar, dass ich keine neuen Fische mehr kaufen werde. Vielleicht läuft es dann wie bei Euch: Mit dem Rest klappt alles...

Das Aquarium bereitet mir jedenfalls großes Kopfzerbrechen, weil ich eben nicht weiß, was denn nun los ist.

Aber gut - ich halte durch und versuche, gelassener zu werden.

Liebe Grüße.

Beitrag von asira 11.05.11 - 11:14 Uhr

Achja, wir haben die Pflanzen ein einziges mal gedüngt.... mit so Stäbchen, die man in den Boden steckt! Danach sind ALLE Antennenwelse eingegangen! Obwohl wir garantiert nicht überdosiert haben! Die anderen Fische hat es übrigens nicht getroffen.....
Schaut doch mal, ob ihr schnell wachsende Pflanzen bekommt (Wasserpest, z. B. oder irgendwas anderes robustes)
LG

Beitrag von herzogsa85 11.05.11 - 11:17 Uhr

Hi,

hmm, vielleicht ist die Quelle noch nicht wirklich gefunden worden.
Kies und Filter austauschen ist eher blöd, genau dort siedeln sich nämlich die wichtigen BAkterien an die für alle Prozesse so wichtig sind.
Deshalb soll man den Filter beim sauber machen auch nicht heiß auswaschen.
Sind es vllt zu viele Fische? bei 54l hat man ja schnell die Grenze erreicht. Mitlerweile finde ich auch dass diese Regel 1cm Fisch pro Liter auch nicht ganz stimmt. ich gehe eher nach dem Verhalten der Fische. Braucht er ein Revier, viel Schwimmraum etc. Also habe ich wesentlich weniger cm pro Liter am Ende.

aber googel mal nach nem AQforum, die können dir da sicher viel Konkretere Antworten geben.

Beitrag von phantastica123 11.05.11 - 11:23 Uhr

Hallo,

Kies haben wir nicht ausgetauscht, aber ein Teil des Filtermaterials, nachdem wir das Antibiotikum eingesetzt hatten. Wurde uns eben im Fachhandel geraten. Wir haben ja auch keine Probleme mit Nitrit.

Ich habe eher den Eindruck, dass wir permanent Krankheitserreger im Becken haben. Daher ja auch der Einsatz von Antibiotikum.

In diversen Aqua-Foren bin ich schon.

Danke für Deine Antwort.#klee

Beitrag von herzogsa85 11.05.11 - 11:27 Uhr

Ärgerlich wenn es so hartnäckig bleibt. Wenn man sich neue Fische holt kann es immer sein dass man sich da was einschleppt.
Meine Yellows sterben alle gaaanz langsam nach und nach. Die scheinen irgendwas zu haben dass das Futter nicht richtig ansetzt. Frisst sich voll, aber BAuch wird immer hohler. Springt aber nicht auf die anderen über, scheint also nur an denen zu liegen. MAn weiß ja auch nie wie die aufgezogen wurden wenn man die ausm LAden hat und nicht von einem "Privatman".

KAnn sein dass durch das Antibiotikum auch die guten Bakterien abgetötet worden sind. Vllt hilft "animpfen". IM HAndel gibt es ja alle möglichen Mittelchen für Filterbakterien und generell Wasseraufbereiter mit Stoffen die die Fischis so brauchen.

Beitrag von phantastica123 11.05.11 - 12:11 Uhr

Hallo, ja, die Filterbakterien haben wir ja auch gekauft.

Ich habe in den letzten Monaten Unsummen in die Gesundheit der Fische investiert - ohne Erfolg. Und das frustriert mich einfach.

Beitrag von gwenny_hh 11.05.11 - 12:05 Uhr

Es ist lange her das wir mal ein Aquarium hatten, aber ich kann mich noch daran erinnern, das wir auch mal ein änliches Problem hatten. Sind dann in den Fachhandel gegangen und die sagten wir sollten den kranken Fisch mal dahin bringen.
Gesagt getan, der hat von dem Fisch einen Abstrich gemacht und Mikroskopisch untersucht und konnte dann genau sagen welches Mittel wir geben sollten. Er sagte auch das der Fisch durch diesen Abstrich noch mehr geschwächt werden würde und dann daran sterben könnte, aber wir wüssten dann halt was wir tun können damit nicht noch mehr Fische erkranken. Der Fisch hats damals nicht überlebt, dafür hatten wir aber das Problem danach im Griff.
Frag doch mal in der Fachhandlung nach ob die da nen Abstrich vom Fisch machen könnten.

LG Sandra

Beitrag von costal 11.05.11 - 21:24 Uhr

ich kann dir dazu leider keinen tipp geben,nur das ich auch ein 54l becken habe und da jede woche ww mache,was eigentlich auch besser ist...

Beitrag von marion2 13.05.11 - 12:21 Uhr

Hallo,

zunächst einmal ist ein 54-l-Becken für Anfänger deutlich zu klein. Je größer ein Aquarium ist um so einfacher ist es zu pflegen.

Beim Einlaufen des Beckens soll sich ein Bakterienrasen bilden. Als ihr versuchtet den Platy zu retten, habt ihr diesen womöglich kaputt gemacht.

Ihr könnt eure Pflanzen düngen so viel ihr wollt - euer Wels wird sie weiterhin vernichten. Welse fressen weniger Algen und mehr Pflanzen.

(Wir düngen unsere Pflanzen gar nicht und sie wuchern.)

Wenn sich deine Fische im Aquarium Wunden zuziehen, gibt es zwei Möglichkeiten, die ich zuerst ausschließen würde: a) scharfkantige Einrichtung, b) aggressives Fischlein

Danach erst würde ich schauen, welche Krankheit in Frage kommt: http://www.aqua4you.de/krankheiten.html

LG Marion