Welche Verändeungen durch das Baby? Erfahrungen gesucht!

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Beitrag von tamil1975 11.05.11 - 11:44 Uhr

Hallo Ihr LIeben!! :-)

Ich möchte an dieser Stelle mal fragen, wie sich Euer Leben so verändert hat, durch Euer Baby, und zwar bezogen auf verschiedene Punkte:

1. Welche Auswirkungen hat es auf Eure Beziehung?

2. Habt Ihr im Alltag noch ein wenig Zeit für Euch?

3. Wie schwer oder leicht fällt es Euch, die tägliche Arbeit im Haushalt zu schaffen?

etc.....

Ich frage unter anderem deshalb, weil ich von meiner Freundin, 2fache Mutter, ausgelacht werde, wenn ich von meinen Plänen nach der Geburt erzähle, so habe ich fest geplant, wieder alle 1-2 Wochen reiten zu gehen, und ich denke ich werde es nötig haben, einen Weight Watchers Kurs zu besuchen! :-) Bin ich naiv??? Mir ist natürlich klar, dass sowas schwierig wird, wenn es ein Schreikind wird, oder es anderweitige Schwierigkeiten gibt, aber es wäre einfach mal interesannt zu hören, wie es Euch so ergangen ist!! :-)

Beitrag von querulantin123 11.05.11 - 11:47 Uhr

Ich habe zwei Kleinkinder und habe durchgehend (weil selbständig) zwischen 4 und 10 Stunden am Tag (von zu Hause aus) gearbeitet... ich finde es lächerlich, wenn sich Leute einreden, dass sie keine Hobbys mehr haben könnten.

Beitrag von coolkittycat 11.05.11 - 20:04 Uhr

ich finde es lächerlich, wenn man von sich selbst auf andere schließt. mit 30 erwarte ich mehr lebenserfahrung.

Beitrag von steffisz 11.05.11 - 12:00 Uhr

Ich denke, dass man nach der Geburt ein paar Monate braucht, bis sich das alles eingespielt hat.

Meine Maus ist jetzt etwas über 3 Wochen alt und ich bin froh, wenn ich in Ruhe aufs Klo gehen kann...

Beitrag von minchen32 11.05.11 - 12:07 Uhr

Huhu

also ich habe eine kleine Tochter 3 Monate alt. Am anfang war es schon schwer und anstrengend was Freizeit oder Hausarbeit angeht weil meine Kleine mich ganz schön gefordert hat im Haushalt kam ich fast zu nix. In der Beziehung muss ich sagen hat sich verändert dass wir uns schon öfter gestritten haben weil es ja ne ganz neue Situation ist und wenn beide dann genervt sind ( mein Mann arbeitet in der Gastroomie und ist meist 12 Stunden am Tag weg) dann gab es schon oft reibereien auch was die Erziehung der Kleinen angeht. Freizeit hatte ich am Anfang gar nicht so langsam kommt es jetzt wieder dass ich plane ein oder zweimal die Woche Sport zu machen oder so.

Also es ist zwar anstre´ngend aber es ist nicht unmöglich wieder seinen Hobbys nach zu gehen oder seinen Haushalt zu schaffen das geht nach ner zeit alles und man kann ja auch zur not die lieben kleinen mal ne stunde zur oma oder schwester geben wenn man die möglichkeit hat

Also ein stress wird schon #verliebt


LG Yasmin mit Navleen 3 Monate #verliebt

Beitrag von nadine-88 11.05.11 - 12:52 Uhr

hallo
habe eine fast 4 jährige tochter und bin wieder schwanger..
also bei mir ist es so klar kann man hobbys haben man muss dann nur schaun wie man diese macht.. klar ändert sich alles..
früher handtuch geschnaptund ab zum badesee jetzt lach was brauchen wir alles trinken umziehsachen handtuch etc.. man ist halt nicht mehr so spontan alles mit ein wenig zeit verbunden ;) haushalt schafft man auch noch.. also ich arbeite mein freund arbeitet und wen die kleine motte zuhasue ist spielen aufräumen etc..
wo sie noch klein war hat die sich auch mal allein beschäftigt..
kinder sind alle unterschiedlich manche brauchen mehr manche etwas weniger aufmerksamkeit..
mit ein wenig unterstützung von meiner mutter klappt das auch super mit arbeit.. und wenn wir mal eg wollen muss manhalt schaun ob man das kind mitnehmenkann oder einen babysitter hat...

Beitrag von babyleo2005 11.05.11 - 12:59 Uhr

Hallo!
Ich bin eine 3-fache Mama ( 5 1/2 Jahre, 3 Jahre und 9 Wochen) und habe natürlich durch die Kinder wenig Zeit für mich. Aber meine beiden Großen gehen in den Kindergarten und somit habe ich vormittags nur unser Baby hier. Ich schaffe daher die Hausarbeit ganz gut. Mein Baby schläft viel und ist ganz friedlich....
Die Beziehung hat sich durch die Kinder schon verändert, man hat einfach weniger Zeit zu zweit und kann nicht mal eben spontan Essen oder ins Kino gehen. Aber wir haben uns ja gemeinsam für die 3 Kinder entschieden und da müssen wir jetzt durch.....;-)
Mein Mann geht 2 mal pro Woche zum Sport und ich werde dies nach der Rückbildung auch wieder machen. Es ist wichtig auch etwas für sich selber zu tun, sonst wird man unzufrieden. Du kannst also wieder reiten gehen, das lässt sich alles organisieren!
Wir gönnen uns auch ab und zu mal ein freies Wochenende. Dann schlafen unsere Großen bei den Großeltern und haben dort ihren Spaß.
Das Leben geht weiter: es wir nur aufregender;-)
Liebe Grüße und eine schöne SS, Saskia

Beitrag von patchgirl 11.05.11 - 13:43 Uhr

Hallöchen,
bin neu bei Urbia angemeldet, aber dieses Thema verlockt geradezu zum Antworten :-)

Erstmal kurz zu mir und meiner Situation, aus der heraus ich dir antworte: Ich werde dieses Jahr 29, bin seit 2 1/2 Jahren mit meinem Mann (5 Jahre älter) verheiratet und wir haben eine gemeinsame Tochter, die auch 2 1/2 ist (kam einen Monat nach der Hochzeit zur Welt).

Mein Leben hat sich von Grund auf verändert durch diese beiden Menschen - am stärksten natürlich durch meine Maus.

"1. Welche Auswirkungen hat es auf Eure Beziehung?"

Die hat es natürlich gut durcheinander gerüttelt. Auf einmal ist man zu 3. und muss seine Position/Aufgabe in der Familie neu definieren.
Dazu gehörten auch schon Reibereien und Streitigkeiten, die wir aber bisher immer sehr gut klären konnten.
Wichtig war und ist, an einem Strang zu ziehen - nicht nur gegenüber dem Töchterchen, sondern auch der "Außenwelt" gegenüber.
Du wirst nicht glauben, wie viele gute Ratschläge und Erziehungstips du plötzlich zu hören bekommen wirst (ob du das nun willst, oder nicht).
Jeder (vor allem die, die schon Kinder haben bzw. die sich so gut an die Kindheit ihrer erwachsenen Söhne/Töchter erinnern) weiß es in jedem Moment besser als du (oder denkt es zumindest) - und wehe, du handelst nach eigenem Ermessen .. man/frau/oma/tante/bla meinte es ja schließlich "nur gut" mit dir.
In solchen Momenten ist es sehr wichtig, dass dich dein Partner unterstützt, hinter dir steht und dir den Rücken stärkt (was umgekehrt genauso gilt).
Ebenso lernt man, ganz neu miteinander umzugehen - da muss der Ehemann schonmal darüber hinwegsehen, dass man nach einer durchwachten Nacht (oder 2 oder 3), nicht mehr nur lieb und kuschlig-anschmiegsam ist, sondern übermüdet, gestresst und genervt.
Vorwürfe sind da fehl am Platz.
Dennoch sollte man diese Rolle nicht ausleben und allen Frust am Partner auslassen, denn dafür ist er nicht da.
Er ist und bleibt auch ein Mensch mit Gefühlen und einem eigenen Alltag, welcher evtl. auch Stress und Ärger mit sich gebracht hat.
Es war / ist daher für meinen Mann und mich wichtig und gut, dass jeder dem Anderen von seinem Tag erzählt (und auch zuhört) - ich kann zwar bei seinen berufsspezifischen Details (er ist Dachdecker und ich handwerklich eine Null) oftmals nicht folgen und verstehe nur "Bahnhof", aber darum geht es auch nicht.
Es geht darum, ihm zu zeigen, dass er mit seinen Sorgen / Ängsten / Stresssituationen ernst genommen wird und einfach über alles mit mir reden kann, was ihm auf der Seele liegt.
Andersherum genauso.
Wenn mein Tag mal wieder anstrengend war, darf ich ihm gerne die Ohren vollnölen und mir so richtig Luft machen.
Auch in Punkto Intimität und Körperlichkeit erfährt man durch ein Kind Veränderungen.
Sobald es da ist und deiner Aufmerksamkeit, Liebe und Kraft bedarf, kann es vorkommen, dass Abends von Alledem nicht mehr viel übrig ist - sprich: deine Batterien werden auch mal leer sein.
Da muss man(n) eben lernen, dass frau nach dem Gutenachtkuss und bei "Berühren des Kissens mit dem Kopf" eingeschlafen ist, weil ihr Tag fordernd und ihre Nacht kurz war.
Oder, dass frau einen Abend mal nur starke Arme zum Reinkuscheln möchte und Kuscheln nicht gleichbedeutend mit der Aussage "nimm mich" ist.
Zum Glück habe ich in der Hinsicht einen sehr verständnisvollen Mann, der mich nie zu etwas gedrängt hat, worauf ich keine Lust hatte.
Im Gegenzug musste ich lernen, klar und deutlich meine (Nicht)Wünsche zu äussern, da es für ihn schwierig war (und ist), meine Gedanken zu lesen ;-) Nee nee, was ich meine ist: Männer interpretieren die Gesten ihrer Frau manchmal ein wenig anders, daher ist es immer gut direkt zu sagen, was Sache ist.
Ich bin übrigens auch nicht böse, wenn er seine Sexualität auslebt, während meine eine laue Phase durchmacht, d.h. er wird nie Vorwürfe von mir zu hören bekommen, wenn er mal selber an sich Hand anlegt, wenn ich mal wieder mehrere Tage bzw. Nächte hintereinander nicht dazu aufgelegt bin.
Bei mir kam da (gerade am Anfang) so Einiges zusammen - ständig wiederkehrende Infektionen im Intimbereich während und auch noch 2 Jahre nach der Schwangerschaft, ein Kaiserschnitt mit argen Heilungsstörungen, bedingt durch einen Abszess, der sich gebildet hatte (und den sowohl die Ärzte als auch meine Hebi übersehen haben #aerger )
und zu guter Letzt ein Gallenblasenproblem, welches mich schon 2 Monate nach der Geburt meiner Tochter für 2 Wochen ins Krankenhaus brachte (inklusive OP).
Diese Zeit war nicht einfach, hat uns aber mehr denn je zusammengeschweißt (und ich werde es seiner Familie immer danken, dass sie in den 2 Wochen meines KH-Aufenthaltes für ihn und meine Tochter da waren .. denn meine wohnt 250km entfernt und konnte nichts ausrichten).
Richtig anstrengend war das "Ausfechten" der neuen Aufgaben, die die neue Lebenssituation mit sich brachte.
Es war von Anfang an klar, dass ich mich zu Hause um die Kurze kümmere, nachts aufstehe, wenn etwas ist (ist auch besser so, mein Mann hört nix mehr, wenn er schläft) und auch sonst den Löwenanteil erledige - aber dafür trägt er jede Menge Verantwortung, denn er geht jeden Tag Arbeiten und sorgt so für seine kleine Familie.
Von daher ist er weitestgehend von vielen vielen Dingen hier im Hause "befreit", aber eben nicht von Allem.
Er hat auch seine Pflichten.
Nicht dem Haushalt gegenüber (auch wenn er ab und an mal den Müll mit rausnehmen oder die Wäsche reinholen "darf"), aber seiner Tochter gegenüber.
Sie ist nicht nur eine hübsche "Knuddelpuppe", die man bei Bedarf mal 5 Minuten knuffelt, sie ist ein eigenständiger kleiner Mensch mit Bedürfnissen.
Von daher bekommt sie jeden Abend "Papa-Tochter-Zeit", egal, wie spät es nach der Arbeit wird.
Fürs Bett fertig machen? Papazeit (ist aber nicht arg viel .. und danach kommt sowieso wieder Mama Zeit mit Liedern und Geschichten und und und).
Zwischendurch auch mal die Windel wechseln? Klar, auch Männerhände können das sehr gut.
Es kann erstaunlich sein, wie viele "Kleinigkeiten" man sich manchmal er"kämpfen" muss, die für "frau" selbstverständlich sind, die für "mann" nicht ersichtlich sind.
Das war nicht immer leicht und auch heute gibt es da noch genug Anlässe für kleine Streitigkeiten. Da hilft dann nur die gute alte Kommunikation.
Reden, immer Reden. Direkt und sachlich ist am Besten.
(zB: Mausi möchte mit Papa nach der Arbeit und nach dem Abendbrot noch mit Bauklötzen spielen ..
Papa sagt: Jetzt nicht, ich muss auf Klo. Gleich. ..
Als er fertig ist, kommt sie wieder ..
Er sagt: Jetzt nicht, ich will duschen. Gleich machen wir das. ...
Als er fertig ist, kommt sie wieder.
Er guckt auf die Uhr und sagt: Heute nicht mehr, du musst ins Bett.
Mausi fängt an zu schreien und zu weinen.
In solch einer Situation muss ich ihm tatsächlich noch erklären, dass das gerade eine ziemlich blöde Aktion war und er sich überlegen soll, wie er sich an ihrer Stelle jetzt fühlen würde.
Seine Erklärung: Ja, aber sie soll doch Abends um 8 Uhr ins Bett. Ich wollte da nicht an unserer Regelung rütteln.
So denken sie, unsere Männer. Aber man kann sie auch wachrütteln.)
Genauso wichtig wie die Pflichten sind allerdings auch die Freiräume, die man sich gegenseitig einräumen sollte.
Ich "schicke" meinen Mann also zwischendurch auch mal auf Parties (mit den Nachbarn, Bekannten, etc.) und hüte in der Zeit die Kleine allein. So kann er mal ausspannen, etwas trinken, tanzen, einfach sich fallen lassen.
Im Gegenzug kümmert er sich auch ab und an mal um unsere Maus (fährt mit ihr zu Oma und Opa oder geht auf den Spielplatz), damit ich ein bisschen Zeit für mich habe (ich bin weniger ein Partymensch, daher vebringe ich die Zeit meist anders, um meine Batterien wieder aufzutanken).
Das ist ein Geben und Nehmen.
Tja, da hat sich im Gegensatz zur Zeit "vor dem Kind" doch einiges verändert; es war nicht immer leicht oder alles rosarot und kuschelig.
Aber, wenn beide an einem Strang ziehen, könnt ihr im Team jede Hürde überwinden.

"2. Habt Ihr im Alltag noch ein wenig Zeit für Euch? "
Habe ich ja teilweise schon durch den langen (langen .. laaaangen) Absatz zu Frage 1 beantwortet.
Natürlich ist deine Zeit jetzt wesentlich eingeschränkter als vorher - dennoch ist mit guter Organisation wirklich viel zu schaffen.
Da ich meistens sehr früh aufstehe (um meinem Mann die Brote zu machen), habe ich morgens immer gut 30-60 Minuten nur für mich.
Alles ist ruhig, alles schläft noch und ich trinke in angenehmer Stille meinen Kaffee und werde wach und munter.
Sobald mein Mausi wach ist, gibt es so etwas wie Freizeit in dem Sinne nicht mehr (als sie noch tagsüber öfters geschlafen hat und auch in der Zeit, als es einen festen Mittagsschlaf gab, schon eher).
Du stehst quasi "ständig unter Strom".
Hier etwas wegräumen, da ein Buch vorlesen, hier ein Spaziergang, da Essen machen, hier eine neue Windel, kletter da nicht rauf, oh nein was hat sie jetzt wieder ausgeräumt, etc. pp.
Dazwischen noch den Haushalt, anfallenden Papierkram erledigen, Essen kochen.
Auch wenn sich das stressig anhört, man wächst an dieser Aufgabe und lernt noch besser, sich zu organisieren.
Und je besser die Organisation läuft, desto mehr Spielraum hast du. Ausserdem lernt dein Kind ja auch, sich zeitweise mit sich selber zu beschäftigen - du lernst, diese Zeit auszunutzen.
Wer sich beim Schläfchen des Kindes daneben setzt und beim Atmen zuschaut oder sich daneben hockt, wenn Töchterchen oder Sohnemann gerade alleine mit den Bauklötzen spielt, macht sich selber das Leben schwer.
Und wenn du gerne Reiten gehen möchtest - warum nicht.
Das Stichwort heisst: Organisation.
Sehe zu, dass das Kind in der Zeit gut versorgt ist (Omas, Papa..) und gehe in der Zeit ohne schlechtes Gewissen deinem Hobby nach.
Das entspannt dich und macht dich froh - und eine frohe Mutter kann dieses Gefühl wunderbar an ihr Kind weitergeben.
Wer es sich zur Aufgabe macht 24/7 ums Kind herumzuhecheln und sich selber unter Druck setzt, dem versagen irgendwann die Nerven - und das wirkt sich dann negativ auf das Kind aus.
Es spricht auch nichts dagegen, wenn Oma und Opa sich mal des Kindes annehmen, damit du und dein Mann mal wieder ein paar Stunden für euch habt.
Zu oft haben wir das noch nicht in Anspruch genommen, aber an jedem Hochzeitstag gönnen wir uns das und wenn etwas Stressiges ansteht (zB letztes Jahr die Renovierung des Wohnzimmers), ist die Kleine bei Oma und Opa auch besser aufgehoben.
Wie du siehst, ist Freizeit auf keinen Fall ein "gestorbenes Thema" mit Kind - du musst dich nur zu Organisieren wissen.

"3. Wie schwer oder leicht fällt es Euch, die tägliche Arbeit im Haushalt zu schaffen? "
Das ist nicht immer locker-flockig. Gerade ganz am Anfang muss man häufiger eine Arbeit stehen und liegen lassen, weil das Baby vorgeht.
Man tendiert dazu, viele Dinge dann zu machen, wenn die kleinen Mäuse schlafen (naja, ausser so Sachen wie Staubsagen halt ;-) ).
Du wirst dich daran gewöhnen, deine Arbeiten (Abwaschen, Staubsaugen, lange Foreneinträge schreiben *zwinker zwinker*) zu Unterbrechen, weil dein Kind seinen Saftbecher umschmeißt und du dies erstmal aufwischen darfst, oder dir ihre Windel auf die Tastatur knallt und eine neue einfordert.
Wichtig ist, zu wissen, dass man (fast) alles gefahrlos unterbrechen kann, um sich den wirklich wichtigen Dingen (den Bedürfnissen des Kindes) zu widmen.
Den Abwasch kannst du auch noch in 10 Minuten erledigen, denn du willst nicht, dass deine Maus noch 10 Minuten mit einer Kackwindel herumläuft, weil dir das blöde Geschirr wichtiger ist.
Und auch wenn man bei hellem Sonnenschein die blöden Flecken auf den Fenstern ganz genau sieht - was macht das schon? Während du mit deinem Kind einen Spaziergang machst, seht ihr dafür viel schönere Dinge (und Fenster putzen kann man auch danach noch).
Haushalt ist wichtig, aber das Kind ist wichtiger. Ganz einfache Regel. Arbeiten zu unterbrechen ist keine Schande.
(Aber vergessen und liegen lassen dann schon .. gemacht werden muss es trotzdem noch ;-) )
Ausserdem ist der liebe Ehemann herzlich eingeladen, ab und an mal eine helfende Hand bereitzustellen.
Ok, er soll nicht Kochen oder Fenster putzen müssen - aber auf dem Weg zum Auto, wenn er zur Arbeit fährt, kann er ja ruhig mal den Müll mitnehmen.
Und wenn ihr eine Familienfeier bei euch habt, musst du nicht herumhetzen und alle bedienen, während er sich im Sessel fläzt und Small Talk mit seiner Mum betreibt.
Er ist genauso Gastgeber und darf dir dann gerne zur Hand gehen - ist ja schließlich auch seine Familie, die da mit ihm Wohnzimmer sitzt.

So, das war es erstmal zu deinen Fragen.

Grundsätzlich würde ich sagen: mach dich nicht nervös, setz dich nicht unter Druck.
Wenn dein Kind da ist, wirst du eh schnell merken, wie sich dein Alltag gestaltet.
Setze dir deine Ziele (WW und Reiten), aber beharre nicht auf die Aktivitäten, wenn es (in der ersten Zeit) noch nicht klappt.
Binde deinen Partner mit ein (es ist auch sein Kind), aber überfordere ihn nicht - beide Seiten solltennicht nur Pflichten, sondern auch Rechte haben.
Beobachte, wie die Omas und Opas mit deinem Kind umgehen und versuche objektiv zu beurteilen, ob es dem Enkelchen bei ihnen gut geht und ob sie klarkommen - denn dann kannst du dein Kind auch mal stundenweise "abgeben", um deine Batterien aufzutanken.

Ich zB habe grenzenloses Vertrauen in meinen Schwiegervater und seine Frau, würde aber meine Tochter weder an meine Schwiegermutter, noch an meine eigene Mum geben.
Nicht, weil sie schlechte Menschen sind, sondern, weil sie zu der einen keinen echten Draht hat und die andere gerade eine Trennung nach 30 Jahren hinter sich hat (von meinem Dad) und sie das erstmal verarbeiten soll.

Ein Alltag mit Kind ist eine Herausforderung; man wächst an ihr und wird durch sie unendlich bereichert - aber es ist und bleibt eine Herausforderung, der man sich stellen muss.

Ich wünsche dir jedenfalls alles Gute und viel Kraft - vielleicht wirst du nicht sofort alles umsetzen können, wovon du träumst, aber mit der Zeit wirst du sehen, dass man mit einem Kind nicht plötzlich zu einem unbeweglichen Fels ohne eigenes Leben wird.

Liebe Grüße
Patch

Beitrag von bobb 11.05.11 - 14:00 Uhr

Ich red jetzt mal nur von der Zeit mit meinem Freund und der Geburt der Kleinen.
Sicher ist die Beziehung anders.Wenn die Große woanders ist/schläft,können wir jetzt nicht mal eben ins Kino oder so.Aber das ist okay,es kommt ja wieder und wir wollten das so.
Da ich jetzt einen guten Partner habe,läuft es aber gut und wir genießen die Zeit.

Auch im Alltag hab ich weniger Zeit für mich,aber auch das ist normal.Zumal meine Kleine ein ziemliches Mama-Kind ist und fast ganz gestillt wird.Ich möcht gern mal wieder zum Friseur,aber das wird noch verschoben.Ich möche auch gern wieder anfangen zu arbeiten.Mache was nebenbei am Abend.Das werden wir demnächst mal angehen,da sie zum Glück gut beim Papa bleibt.

Mein Haushalt bleibt manchmal auf der Strecke.Es ist nicht dreckig bei uns,aber ich mach nicht jeden Tag was.Und wenn meine Motte nen ganz anhänglichen Tag hat und nur aufm Arm sein möchte,wart ich eher mal,bis mein Freund zu Hause ist.

Ich denke,man wird so einiges schaffen können.Guck Du einfach mal,wie es klappt mit der Kleinen und wie Du es organisieren kannst.
Bei meiner Großen war es einfacher,da sie auch zur Oma ging,das macht die Lütte kaum.Wenn es hoch kommt,grad mal 10 Minuten.Aber das wird auch anders.Ich genieße es auch,denn die Zeit geht so schnell rum und es wird wohl kein 3.Kind mehr kommen.

Beitrag von tamil1975 11.05.11 - 17:03 Uhr

Danke Euch allen für Eure Antworten und Erfahrungen!! Das beruhigt mich doch ein bisschen!
Wir haben die besten Nachbarn der Welt! Und die NAchbarin hat sich jetzt schon quasi aufgezwängt, zum Babysitten! ;-) Oma und Opa und Patentante sind auhc nicht allzu weit weg.
Lassen wir es mal auf uns zukommen, aber ich bin da jetz ganz zuversichtlich...

Danke auch an Patch für die sehr ausführliche Antwort!!! Und ein herzliches Willkommen im Forum! :-)

LIebe Grüsse, Tamil

Beitrag von coolkittycat 11.05.11 - 20:12 Uhr

hallo,
ich denke du hast das schon sehr gut erkannt, das hängt in erster linie von dem kleinen menschlein ab. dann von deiner person und eurem umfeld.
mein sohn hat die ersten 5 monate seines lebens durchgeschrien. das war sehr anstrengend und belastend. ich konnte ihn nur meinem mann und meiner mutter geben. ich wollte aber auch ständig für ihn da sein. mein mann dagegen konnte nach 3 monaten wieder seinen sport machen. er war es ja auch gewohnt zu gehen durchs arbeiten.
aber meistens höre ich von freundinnen tatsächlich ,dass sie nach 3 monaten wieder auszeiten für sich hatten. ohne schlechtes gewissen und es ging allen beteiligten dabei gut.
beim haushalt wiederum muss ich dich enttäuschen. ich kenne keine frau persönlich ,die behaupten würde es sei so sauber wie vorher. aber meine hausfrauen freundinnen sind schneller wieder bei einem zufriedenstellenden level. aber 2 jahre soll man sich wohl gedulden.
ich bin hier immer sehr erstaunt für wie viele der haushalt gar kein problem ist. aber die haben dann wohl sehr pflegeleichte kinder oder anderen vorstellungen von sauber:-p oder wirklich ganz andere prioritäten.
jetzt krieg erstmal dein kind und genieß es. dann kannst du wieder ans abnehmen und haushalt usw denken!
alles, alles liebe