Ungeplant schwanger - komplizierte Geschichte.

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Forum: Ungeplant schwanger

Was ist, wenn eine Schwangerschaft überraschend und ungeplant kommt? Hier kannst du fragen, wie andere diese Situation bewältigt haben. Grundsatz-Diskussionen um das Thema Schwangerschafts-Abbruch sind allerdings besser im Forum "Allgemeines" aufgehoben.

Beitrag von cindylicious 11.05.11 - 12:41 Uhr

Hallo Leute,

ich bin 18 Jahre alt & glaube, dass ich schwanger bin trotz Pille. Und ich weiß nicht, was ich tun soll, wenn der Arzt mir wirklich bestaetigt schwanger zu sein. Denn der Vater des Kindes ist gerade mal 16 Jahre alt & der kleine Bruder einer guten Freundin von mir. Ich fange meine Ausbildung erst nach den Sommerferien an & er geht noch zur Schule. Ein Kind wuerde absolut nicht in unser Leben hineinpassen. Was aber noch viel schlimmer ist, wir beide sind weder zusammen, noch haben wir vor irgendwann eine feste Beziehung miteinander einzugehen.

Also waere es wohl die beste Loesung abzutreiben. Da aber seine Schwester - meine Freundin, bereits ein Kind hat, habe ich tierische Angst, dass es mich irgendwann total runterzieht, dass ich abgetrieben habe. Wenn ich ihren Sohn aufwachsen sehe & genau weiß, mein Kind koennte jetzt auch hier sein.

Was wuerdet ihr in meiner Situation tun ?

Beitrag von paula179 11.05.11 - 12:56 Uhr

Hmm...das ist eine schwierige Situation.
Ich würde wahrscheinlich nicht abtreiben. Das Kind kann ja nichts dafür, dass ihr nicht aufgepasst habt.

Was möchtest DU denn?
Ich meine, wenn Du das Kind haben möchtest, sollte es Dir egal sein, ob Du mit dem Vater des Kindes zusammen bist, wie alt er ist...usw.

Wenn Du Dich mit der Situation überfordert fühlst, kannst Du ja auch Hilfen in Anspruch nehmen. Davon gibt es ja genug.

LG paula

Beitrag von cindylicious 11.05.11 - 13:36 Uhr

Eigentlich will ich kein Kind, weil ich einfach denke, dass ich dem Ganzen noch gar nicht gewachsen bin. Ich mein ich bin jung, ich muss selbst erstmal auf eigenen Beinen stehen & ich will meinem Kind doch auch was bieten koennen. Und es ist mir auch soweit egal, dass ich nicht mit dem Vater zusammen bin & wie alt er ist. Ich versuche nur an seine & meine Zukunft zu denken.

Hilfe bekommt man wirklich ueberall. Aber ich stehe im Moment wirklich an einem Punkt an dem ich nie stehen wollte. Ich habe seit meinem 15 Lebensjahr immer regelmäßig die Pille genommen, weil ich genau wusste, sollte ich irgendwann ungewollt schwanger sein, wüsste ich nicht, was ich tun sollte. Es fällt mir unglaublich schwer zu entscheiden, ob ichd as Kind bekomme oder eben nicht.

Beitrag von salida-del-sol 11.05.11 - 13:25 Uhr

Hallo, liebe Cindylicious,
ich finde es klasse, das Du Dir schon im Vorfeld Gedanken machst, wie es gehen kann, wenn der Arzt Dir die Schwangerschaft bestätitgt. Dies zeigt mir ein großes Verantwortungsbewußtsein. Auch dass Du durchdenkst, wie es Dir dann mit einer Abtreibung ergehen kann. Denn nur wer sich informiert landet nachher nicht da, wo er gar nicht hinwollte. Es kann darum auch gar nicht darum gehen, was Du tun sollst, sondern darum, dass Du eine Entscheidung treffen kannst, auf die Du in vielen Jahren stolz sein kannst. Ich persönlich kann Dir eine Abtreibung nicht empfehlen, denn es kann für Dich zu einer Verlusterfahrung werden, die Dich über Jahre hinweg körperlich und psychisch belasten kann. Deine Angst halte ich an dieser Stelle für berechtigt. Es scheinen viele logische Argumente gegen das Kind zu sprechen, aber diese zählen anschließend wenig, wenn das Herz weh tut.
Es ist sicher nicht leicht eine Ausbildung mit Kind zu machen, aber es ist machbar.
Du solltest Dir eine Perspektive erarbeiten, wie es mit Kind gehen kann, damit Dir der Arztbesuch nicht den Boden unter den Füßen wegzieht.
Sei ganz lieb gegrüßt von salida-del-sol

Beitrag von cindylicious 11.05.11 - 13:40 Uhr

Ich bin generell ein Mensch, der sich viele Gedanken macht & ich moechte ja auch nicht irgendeine Kruzschluss-Entscheidung treffen, sondern ein gut durchdachte, damit ich mir eben spaeter keine Vorwuerfe mache, egal welche Entscheidung ich im Endeffekt treffen werde.

Es ist halt schwer, sich zu entscheiden, weil ich eigentlich gegen Abtreibungen bin. Andrerseits bin ich jung, mein Leben faengt gerade erst an, ich bin gerade dabei, mich von zuhause zu loesen & wirklich ein eigenes Leben zu fuehren. Ein Kind passt da nicht wirklich rein...

Beitrag von goldengirl2009 11.05.11 - 14:02 Uhr

Hallo,

fang doch erst einmal ganz langsam an und verschaffe Dir Klarheit.

Rechne mal zu dem Tag an dem ihr Sex hattet ca. 21 Tage dazu und mach an diesem Tag einen Test.

Wie kommst Du auf den Gedanken,dass Du schwanger sein könntest ?

Solltest Du wirklich schwanger sein gibt es für Dich 3 Möglichkeiten:

1. austragen & behalten
2. austragen & zur Adoption freigeben
3. einen Abbruch durchführen lassen

An Deiner Stelle würde ich mich im Falle eines positiven Testes an eine Beratungsstelle wie z.B. Pro Familia wenden,diese werden Dich dann umfassend beraten.

Egal wie Du dich entscheidest,lass Dir weder von Abtreibungsgegnern noch von Abtreibungsbefürwortern in Deine Entscheidung rein reden, es ist Dein Körper,Dein leben und Du musst mit den Konsequenzen klar kommen.

Gruß

Beitrag von cindylicious 11.05.11 - 19:06 Uhr

Ich bin schon laengst ueberfaellig. Mein Bauch hat sich veraendert. Ich habe regelrecht Fressanfaelle, mir ist gelegentlich schwindelig & ich schlafe nur noch.

Meine Moeglichkeiten kenne ich & ich werde so oder so zu ProFamilia gehen, wenn ich die Klarheit habe.

Beitrag von mrs-elch 11.05.11 - 14:04 Uhr

Hallo cindylicious,

Ich bin auch gerade erst 18 Jahre geworden, stecke zwar schon mitten in der Ausbildung und werde nun Mama (Bin jetzt 13. Woche)

Ich habe mir am Anfang auch viele Gedanken gemacht und mich auch mit dem Thema Abtreibung beschäftigt. Ich hab mit einer Freundin gesprochen die eine Abtreibung hinter sich hat und sie hat mir davon abgeraten, den heute bereut sie es zu tiefst ihr Kind abgetrieben zu haben und deswegen ist sie im Moment auch wieder in einer langfristigen Therapie, die 3. und sie wird noch lange damit zutun haben.

Ich mein klar der Vater meines Kindes ist zwar schon 23 aber er will es nicht. Er hat sich sofort getrennt als er gehört hat das ich von ihm schwanger bin und meine Eltern bzw. mein Vater hat mich vor die Tür gesetzt.
Klar alles keine Leichte Situation aber man kann sich zum einen Hilfe holen und zum anderen werden dich ja sicher deine Familie und Freunde unterstützen.
Es ist schaffbar, das sieht man an genug anderen Frauen und selbst in der Ausbildung bekommt man auch wirklich von vielen Stellen Hilfe.
Und mit deiner Familie im Rücken schäffst du das sicher, allein das du dir die Gedanken machst zeigt das du Verantwortungsbewusst bist und in die Aufgaben wächst du mit der Zeit rein.

Liebe Grüße mrs-elch #winke

Beitrag von cindylicious 11.05.11 - 19:12 Uhr

Danke erstmal an alle die mir ihre Meinungen zu dem Thema naeher bringen. (:

Das Problem ist, meine Mutter würde mich vor die Tür setzen, wenn ich schwanger waere. Mein Vater ist tot. Und die Familie von dem Kindsvater ist grad schon total im Stress wegen dem Baby meiner Freundin.

Und meine Freunde sind alle selbst beschaeftigt damit ihr Leben auf die Reihe zu bekommen. Meine beste Freundin beispielsweise hat gerade eine Fehlgeburt hinter sich. Und alle anderen stecken mit in ihren Ausbildungen. Da kann ich nicht wirklich verlangen oder drauf hoffen, dass mich jemand unterstuetzt.

Da ich ja aber gegen Abtreibungen bin & selbst schon wegen anderen Problemen mehrere Therapien hinter mir hab, wuerde ich das Kind nicht abtreiben lassen.

Die dritte Moeglichkeit waere dann eine Adoption, aber dann wuesste ich das mein Kind irgendwo in Deutschland lebt & dann wuerden irgendwann die Vorwuerfe auch kommen, wie bei einer Abtreibung auch. Außerdem kommt vielleicht spaeter mal der Moment, an dem das Kind wissen moechte wer ich bin & wieso ich es weg gegeben habe. Was soll ich dem Kind dann erzaehlen? Ich war jung & du hast nicht in mein Leben gepasst.

Das ist einfach so schwer die "richtige" Entscheidung zu treffen. :(