Hilfe, mein Sohn(8) benimmt sich furchtbar....

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Forum: Erziehung

Kinder fordern Eltern täglich neu heraus zu Auseinandersetzung und Problemlösung. Kinder brauchen Grenzen - doch welche und wie setzt man sie durch? Welche Erziehung ist die richtige? Nutzt hier die Möglichkeit, euch hilfreich mit anderen Eltern auszutauschen.

Beitrag von gewitterhexe77 11.05.11 - 18:53 Uhr

Hallo, ich brauche dringend Hife, ich weiß einfach nicht mehr weiter.....

Mein Sohn ist gerade mal 8 jahre alt und benimmt sich im Moment wie ein Monster.

Bei uns in der Familie läuft alles geregelt und es gibt soetwas nicht. Kein Streit, keine bösen Wörter. Alle sind für Ihn da. Er hat ein intaktes Familienleben .......Ich habe einen neuen Lebensgefährten seit knapp 3 Jahren und das Verhältnis ist Super. Mein Sohn liebt ihn und verbringt gerne seine Zeit mit ihm.

Leider hat er sich vor einem Jahr den falschen Freunden angeschlossen und seit dem geht es mit Ihm rapide bergab. Seine Freunde kommen alle aus schlechten Elterhäusern, sind vernachlässigt und benehmen sich genauso schlecht wie mein Sohn jetzt. Da die Jungs alle in unmittelbarer Nachbarschaft wohnen und auf die gleiche Schule/Hort gehen konnte ich den Kontakt nicht unterbinden.

Mittlerweile ist mein Sohn kein Mitläufer mehr sonder man könnte bald sagen der Anführer.

Auf Schule hat er kein Bock, macht nicht mit und bringt eine Strafarbeit nach der nächsten nach Hause.

Er prügelt sich und attakiert andere Kinder, alle müssen nach seiner Nase tanzen.

Und das schlimmeist, die meisten machen es auch noch. Er behandelt seine Freunde manchmal wie Idioten aber sie kommen immer wieder und lassen es sich sogar gefallen.

Er hat einen Wortschatz da wird einem schlecht und auch im Hort gibt es jetzt Ärger. Morgen muß ich zum Gespräch.....

Gestern hat er ein Feuerzeug mitraus geschmuggelt und ein Telefonbuch verbrannt......und mir eine Zigarette geklaut und heimlich geraucht......

Bei uns zu Hause reißt er sich aber einigermaßen zusammen, so das ich immer nur von anderen erfahre was passiert ist. Dann Lügt er natürlich und schiebt die Schuld noch auf Andere.

Ich habe schon alles versucht, reden, Strafen, Belohnungsprogramme und so weiter, nichts hilft.

Leider bin ich immer so inkonsequent und habe Strafen wie Stubenarrest usw nie sehr lange durchgehalten. Denn war das Wetter so schön und er tat mir leid.

Nun hat er natürlich wieder Stubenarrest aber wie lange soll ich das durchziehen damit es endlich mal fruchtet.

Bin total ratlos, aber es muß hier endlich etwas passieren.....

Bitte schreibt nicht ich muß mit ihm reden, denn das habe ich schon 1000 mal getan. Und nicht nur ich, auch mein Lebensgefährte und meine Mutter....... Er gelobt mir immer Besserung aber es hält nicht lange vor.

So geht es nicht weiter, habe solche Angst das er weiter abrutscht.....


Beitrag von pamikatharina 11.05.11 - 19:05 Uhr

Huhu gewitterhexe,
die Antwort kennst du eigentlich selber, hast es ja auch geschrieben.
Du bist inkonsequent und wenn du das nicht änderst und klare Regeln aufstellst, an die er sich halten muss ( und du auch!) dann wird das auch nichts.
Das ist alles. Es ist hart, lohnt sich aber und du darfst nicht vergessen, dass du es für ihn tust, damit er sich besser zurecht finden kann und er sich nicht nicht seine Anerkennung beim "furchtbar" sein holen muss.
Viel Glück und viel Stärke wünsche ich dir!!!
#winke

Beitrag von gewitterhexe77 11.05.11 - 19:11 Uhr

Erstmal danke für die schnelle Antwort.

Aber was ist denn nun an Strafe angebracht????

Habe echt keine Vorstellung was ich jetzt tun soll. Wie lange Hausarrest oder eine andere Strafe ????

Ich denke Hausarrest ist schon am schlimmsten für Ihn weil er so nicht mit seinen Freunden rumhängen kann.

Beitrag von pamikatharina 11.05.11 - 19:27 Uhr

Na, Hausarrest würde ich erst mal nur für den Tag nehmen, wo er was angestellt hat.
Ich würde in Ruhe eine Liste erstellen, was er nicht darf und mir dann Konsequenzen überlegen, Fernsehverbot, Naschieverbot, Handyverbot, PC-Verbot (ich weiß ja nicht, was er gerne macht und was für ihn eine Strafe wäre). Schreib es dir auf, dann ist das Durchhalten leichter.
Dann muss er unbedingt in einen Sportverein, damit er sich mit anderen Jungs messen kann und Erfolgserlebnisse haben kann, für die er auch was leisten muss. Dann hat er auch weniger Energie um "Schei.." zu machen und die Option, neue anständige Freunde zu finden.
Die neuen Regeln würde ich mit ihm zusammen abschreiben und gut sichtbar z. Bsp. in der Küche aufhängen. Es dürfen nicht so viel sein, etwa bis zu 10.
Außerdem würde ich ein Bonussystem einführen, wo er Punkte sammeln kann.
Meine Tochter (9 J. ) muss dafür etwas leisten, also neben ihren eigentlichen Aufgaben im Haushalt etwas extra machen oder zum Beispiel bei einer Eins in der Schule, da gibts auch einen Punkt für.
Extraarbeiten können Mithilfe im Garten sein, feudeln, einkaufen,Toilette putzen, Staubsaugen, etc...
Ab 10 Punkten gibts nen Rieseneisbecher, ab 20 Punkten ein kleines (günstiges)Klamottenteil, usw.
Mal spart sie die Punkte, mal macht sie immer 10er, weil sie gerne Eis isst.
Das klappt super. Im Moment spart sie 60 Punkte für ein DS-Spiel.
Und sie durfte sich auch etwas überlegen, was ich ändern sollte.
Das haben wir aufgeschrieben und neben ihre Regeln gehängt.
Ich sollte nicht so laut brüllen und wenn ich schimpfe, auch ein Ende finden. Das habe ich mir immer vor Augen geführt und es klappt.
Natürlich geht das auch mal in die Hose, aber Mütter sind auch nur Menschen, gell.
#winke

Beitrag von juniorette 11.05.11 - 19:45 Uhr

Hallo,

eure Situation hört sich echt übel an.

"Leider bin ich immer so inkonsequent und habe Strafen wie Stubenarrest usw nie sehr lange durchgehalten. Denn war das Wetter so schön und er tat mir leid. "

Das ist natürlich ein grundlegender Fehler, aber selbst ich - Fan von konsequentem Durchziehen von Strafen - glaube nicht daran, dass konsequentes je eine Woche Stubenarrest für jedes Vergehen deines Sohnes den großen Unterschied zu eurer jetzigen Situation bewirkt hätten.

So abgedreht (sorry) wie dein Sohn sich deiner Beschreibung nach verhält, kommt man mit normalen "Strafen/Konsequenzen" nicht weiter.

Klar, wenn er Stubenarrest hat, kann er in der Zeit keinen neuen Mist bauen, aber Stubenarrest bis zur Volljährigkeit ist zum einen nicht umsetzbar, zum anderen möchte ich nicht wissen, was er dann alles nach seine Volljährigkeit macht #zitter

Den Umgang mit den Jungs aus schlechtem Elternhaus verbieten, ist genauso wenig realisierbar:
erstens kaum überprüfbar, in Schule und Hort eh nicht vermeidbar und als einzige Konsequenz für Missachtung des Verbots wären wir wieder beim Stubenarrest.

Ehrlich gesagt glaube ich nicht, dass du ohne professionelle Hilfe weiter kommst :-( (Erziehungsberatung, Kinderpsychologe, Hilfe vom Jugendamt, SPZ - keine Ahnung, was es da alles gibt)

Bis du dir professionelle Hilfe organisiert hast, würde ich mit Stubenarrest (und Verbot aller elektronischer Medien) arbeiten und - wenn er mal wieder nach draußen darf - ihn begleiten, wenn er loszieht. Wer sich so beratungsresistent wie ein Kleinkind benimmt, darf genauso wie ein Kleinkind nicht ohne Aufsicht nach draußen.

Sorry, aber wie du finde ich es ganz schön heftig, was dein Sohn alles abzieht.
Ich wünsche euch alles Gute.

LG,
J.

Beitrag von dore1977 11.05.11 - 19:46 Uhr

Hallo,

Du gibst Dir die Antwort schon selbst, Du bist inkonsequent und das vermutlich schon seit Jahren. Das wieder um zu drehen wird ein hartes Stück arbeite den Dein Sohn wird Deine neue Konsequenz vermutlich nicht grade mit einem strahlenden " alles wie Du es möchtest Mama" hin nehmen. Das wird noch heiß her gehen bei Euch!

Ich würde dafür sorgen das mein Kind die Schule wechselt, damit er dann einen glatten Neuanfang hat.
Den Kontakt zu seinen Freunden würde ich unter allen Umständen unterbinden und wen ich dafür das "Homeentertaimencenter" meines Kindes sein müsste.
Stubenarrest fruchtet bei Deinem Sohn überhaupt nicht wie Du merkst also musst Du Dir etwas neues überlegen.

Ich denke auch das Du Dir Hilfe suchen solltest, alleine wirst Du kaum eine Chance haben das wieder hin zu bekommen. Dein Sohn mausert sich zum "Siedlungskriminellen" und Dir fällt nicht s weiter ein als Stubenarrest ?

Vermutlich werden gleich Steine fliegen aber wen mein Kind mir so entgleitet würde ich überlegen sie für eine Zeit lang auf ein Internat zu geben.
Dazu stehe ich und meine Tochter (8) weis das auch! Allerdings steht das niemals als Drohung im Raum das wäre in meinen Augen Erpressung und das finde ich total daneben.

LG dore

Beitrag von lisasimpson 11.05.11 - 19:51 Uhr

also da fallen mir spontan gefühlte 100 fragen ein

hier ein ausschnitt
- bei euch gibt es keinen streit? wie kommt´s?
- bei euch ist das Familienleben "intakt"- wo ist denn sein vater?
gab es in der Trennungsphase keinen streit?
- was um alles in der welt ist "ein monster"?
- wie kommst du darauf, daß "stubenarrest" etwas verändern könnte?

- welche Hypothesen hast du selbst, was sein verhalten betrifft (ab von der "falschen freunde theorie"?)
- was sagt die schule und der hort?
welche Strategien gibt es dort?
- warum spaltest du diese verhalten ("wie ein monster") so massiv ab von dir und dem rest der familie? welche bilder hast du dazu im kopf (vater/cousin/ entfernter verwandter...?)


ansonsten ein tip:
Menschen tun das, was sie tun, damit sie sich gut fühlen, Wir sind bestrebt unseren Selbstwert zu heben, weil uns das dazu bringt uns gut zu fühlen und uns zu entwickeln.
Wenn dein sohn also bei dir nur noch strafen (und eine grundsätzliche Einstellung ihm gegenüber) erlebt, die seinen Selbstwert schwächen, wird er wo anders versuchen müssen ,diesen aufzupolieren.
wenn du dagegen steuern willst, kannst du das nur, indem du ihm aufgaben gibst, in denen er zeigen kann, was in ihm steckt, indem ih euer verhältnis grundlegend überdenkt und du die dinge suchst und in den Vordergrund stellst, die er gut kann und gerne macht ,die euch verbinden und die das hervorheben, was ihn besonders macht.

also konkret: wenn du jetzt die blödsinnigste aller strafen, den Hausarrest verhängt hast, dann nutze ihn auch. lass ihn was machen, was ihm zeigt, welch toller kerl er ist, das ihm zeigt ,was in ihm steckt, daß ihm Anerkennung verschafft für gesellschaftlich (und von euch) akzeptiertes, daß euch näher zusammenbringt- MACHT was zu zusammen und das sollte so angenehm wie möglich sein und so viel erfolge bieten wie irgend wie zu machen.

Du mußt etwas entgegen setzen, denn offenbar klappt seine andere Strategie ganz gut (Blödsinn treiben und damit Anerkennung bekommen)
eine strafe von dir und deine Ablehnung heizt das ganze weiter an

lisasimpson

Beitrag von white-blank-page 12.05.11 - 06:27 Uhr

Ach, Lisa. Toll geschrieben, ich hoffe, das wird angenommen!
#liebdrueck

Beitrag von sternchen730 12.05.11 - 09:24 Uhr

Dem ist nichts hinzuzufügen!
Danke, Lisa!:-)

Beitrag von alpenbaby711 11.05.11 - 20:06 Uhr

Also wenn du selbst schreibst du bist inkonsequent dann viel Spaß dann wird es nämlich noch viel schlimmer werden.
Ela

Beitrag von derhimmelmusswarten 11.05.11 - 21:40 Uhr

Besteht die Möglichkeit, ihn auf einer anderen Schule anzumelden?

Beitrag von gewitterhexe77 12.05.11 - 07:27 Uhr

Guten Morgen und erstmal vielen Dank für Eure ganzen Beiträge.

So, ich möchte denn noch mal ein paar Fragen beantworten.

Die Schule kann er leider nicht wechseln weil ich auch berufstätig bin. Die Schule ist 5 Min. von unserem zu Hause entfernt, genauso wie der Hort. Beruflich wäre es mir kaum möglich ihn jeden Tag zu fahren oderabzuholen.

unsere Familie: sein leiblicher Vater ist ein A.....ein richtiger Tyran
Da er sich aber auch nie um seinen Sohn gekümmert hat, vermisst er ihn auch nicht. Ich habe mich vor 4,5 Jahren von ihm getrennt. Unser Sohn hat von seinen Ausbrüchen aber nicht viel mitbekommen, er kennt nur einen Vater der sich nicht kümmert und immer im Bett liegt.
Mein neuer Lebensgefährte ist komplett anders, liebevoll, kümmert sich um ihn, sehr ruhig und geduldig. Das ist wohl auch der grund warum wir uns nicht streiten. Natürlich gibt es mal eine kleine Meinungsverschiedenheit aber das ist nicht der Rede wert. Unser Familienleben ist also total harmonisch.

Der ganze Ärger fing erst an als er seine "Freunde" kennengelernt hat. Zuerst haben die Jungen (die sind alle älter als er) ihn aufgestachelt Blödsinn zu machen und er war so dumm das er es getan hat.

Diese Freundschaft wurde denn immer intensiver und nun ist er mittendrin. Natürlich habe ich zuerst versucht das zu unterbinden, aber die Jungen wohnen neben uns und wenn mein Sohn rausgeht sind sie da.

Ich habe auch versucht positiv auf diese jungen einzuwirken. Sie durften bei uns kommen und waren sehr lieb bei mir. Aber wenn ich nicht dabei bin sieht es anders aus.

Ich könnte höchstens sagen das er sie nicht zu uns nach Hause bringen darf aber was ist dann.

Dann trifft er diese Jungen draußen heimlich.

Das war das was mir auch die Erziehungberatung gesagt hat. Den Kontakt unterbinden wäre falsch und würde in die andere Richtung gehen.

Ich kann doch jetzt auch nicht umziehen...Schule wechseln, Hort wechseln usw.

In anderen Schulen gibt es ähnliche Jungen und dann.....ziehe ich wieder um?????

Es muß doch auch einen anderen Weg geben...

Mein Sohn ist doch eigentlich kein schlechter Kerl und er hat auch seine guten Seiten. Er kann ja auch lieb sein und sehr sozial. Er teilt gerne, ist super Tierlieb und wenn er im TV etwas gemeines sieht hat er einen größen Gerechtigkeitssinn......

Nur mit diesen Kinder flippt er immer aus...

Beitrag von lisasimpson 12.05.11 - 08:02 Uhr

welchen "platz" darf sein leiblicher vater bei euch haben?
wie thematisiertst du die positiven Eigenschaften seines vaters?
welche Zuschreibung/ bilder hast du, wenn dein sohn sich so verhält ("wie sein vater- das monster"?)


von meinem Gefühl her, hört sich das bei euch so an, als würde dein sohn alles versuchen, seinem Vater (und allem was damit verbunden ist und bei euch völlig rausgedrängt wird) einen Platz bei euch zu verschaffen.
Es spielt keine rolle, ob du denkst, der kleine hätte ds nicht mitbekommen(natürlich weiß er drum und je mehr das verschwiegen wird um so "unheimlicher" ist es - aber es ist weiterhin vorhanden)
jeden tag mit dem von dir beschriebenen gegensatz konfrontiert zu werden (du bist die frucht des schrecklichen vaters und hier präsentieren wir dir das Familienidyll völlig in harmonie) trägt weiter zu dieser spaltung bei- und dein sohn verhält sich so, wie du es befürchtest

neben dem, was ich im letzten beitrag geschrieben habe, fände ich es wichtig, mit deinem sohn darüber zu reden, welche guten eigenschaften sein vater hat, warum du ihn geliebt hast und was er ihm alles gutes "mitgegeben" hat.
Sein Selbstbild und sein Selbstwert sind völlig am boden- und wenn du da nichts gegensteuerst, wird er sich so verhalten, wie das MONSTER, das du in ihm siehst

lisasimpson

Beitrag von meringue 12.05.11 - 11:09 Uhr

Hallo,

ich habe mich gerade total erschrocken, als ich sah, dass ich einen Sohn im fast gleichen Alter habe. Aber er ist viel näher bei mir! Du schreibst über deinen Kleinen, als wäre er 15, 16 Jahre alt, ein Teenie, der den ganzen Tag allein unterwegs ist. Aber er ist ein kleiner Junge, du musst doch mehr Einfluss auf seinen Tagesablauf haben. Mit 8 (!) Jahren können falsche Freunde doch keinen solchen Stellenwert besitzen!!

Und wie sieht denn euer harmonisches Familienleben aus, wenn er ständig was anstellt? Da wird doch geschimpft, da herrscht dicke Luft, es hagelt Strafen. Harmonisch? Vllt zwischen dir und deinem neuen Partner...Fühlt sich dein KLEINER vielleicht als Störfaktor? Wenn du ihn hier als Monster bezeichnest, lässt du ihn das evt auch spüren?#nanana

Er ist noch sehr jung, um von seiner Mutter (den Vater hat er ja nicht) abgeschrieben zu werden.

Hört sich für mich nach einem sehr einsamen Kinderleben an.

Ich würde ihn nicht bestrafen, sondern vielleicht mal genau hinschauen und -hören.

Alles Gute!

Beitrag von marion2 12.05.11 - 16:45 Uhr

Hallo,

da fällt mir sofort so ein altes Sprüchlein ein:

"Zu gut ist ganz verkehrt"

Dein Sohn probiert aus, was er von zu Hause nicht kennt.

DU solltest dir das Rauchen abgewöhnen. Da hast du ganz klar eine Vorbildfunktion. Den Rauchversuch schreibst du dir bitte auf deine Karte.

Stubenarrest ist übrigens eine Bestrafung für Eltern. Kinder spielen dann einfach mit wasauchimmer.

Im Übrigen hat mein Sohn auch Freunde aus weniger guten Elternhäusern und benimmt sich ganz und gar nicht so wie deiner. Schiebs nicht auf die anderen und fang bei euch an zu suchen.

Gruß Marion

Beitrag von gewitterhexe77 12.05.11 - 17:17 Uhr

Oha, da habe ich mich vielleicht falsch hier ausgedrückt aber so wie es manch einer vermutet ist es garnicht.

Ich finde es auch nicht fair das ich hier als schlechte Mutter hingestellt werde, die mit ihrem neuen Partner ja so glücklich ist und ein Kind hat das stört. Das ist absoluter Blödsinn.
Natürlich bekommt mein Sohn eine Strafe wenn er was gemacht hat aber ich habe auch geschrieben das ich leider sehr inkosequent bin und diese selten durchgehalten habe. Also bestimmen Strafen und Schimpfereien nicht unseren Altag.

Mein Sohn ist mir sehr nahe und auch mein ein und alles und unser Familienleben ist wirklich harmonisch.

Sein Auftreten was ich als "Monster" betitelt habe, ist nur wenn er mit seinen Freunden unterwegs ist.

Er treibt sich auch nicht stundenlang herum, nach draußen darf er von 15-18 Uhr, ich glaube nicht das das mit rumtreiben zu tun hat. Ich kann ihn ja nun auch nicht festketten, oder?

Mit dem Rauchen habt Ihr allerdings Recht....

Und wen es noch interessiert:

Ich hatte heute mein Gespräch im Hort und es ist sein Freundeskreis der diesen schlechten Einfluß auf ihn hat.
Diese Freunde sind alle älter als er und mein Sohn versucht mitzuhalten. Leider auf die falsche Art und Weise.....
Wir hatten ein sehr langes und gutes Gespräch und werden gemeinsam an dieser Sache arbeiten.

Ich kann nur Hoffen das Eure Kinder nicht in so einen schlechten Einfluß geraten.

Falls doch, wird vielleicht der ein oder andere noch mal an dieses Thema denken.

Vielein Dank noch mal an alle netten Beiträge, die unberechtigten Vorhaltungen haben mir allerdings nicht geholfen.

Beitrag von marion2 12.05.11 - 20:01 Uhr

#aerger ich hab nirgends geschrieben, dass du eine schlechte Mutter wärst.

Und ich sags dir gern noch Mal: Der Freundeskreis allein ist es nicht.

Das sagen die netten Horttanten für gewöhnlich auch den anderen Eltern #augen unterhalte dich doch auch mal mit den Eltern der anderen betroffenen Kinder.

Beitrag von gewitterhexe77 12.05.11 - 17:18 Uhr

Oha, da habe ich mich vielleicht falsch hier ausgedrückt aber so wie es manch einer vermutet ist es garnicht.

Ich finde es auch nicht fair das ich hier als schlechte Mutter hingestellt werde, die mit ihrem neuen Partner ja so glücklich ist und ein Kind hat das stört. Das ist absoluter Blödsinn.
Natürlich bekommt mein Sohn eine Strafe wenn er was gemacht hat aber ich habe auch geschrieben das ich leider sehr inkosequent bin und diese selten durchgehalten habe. Also bestimmen Strafen und Schimpfereien nicht unseren Altag.

Mein Sohn ist mir sehr nahe und auch mein ein und alles und unser Familienleben ist wirklich harmonisch.

Sein Auftreten was ich als "Monster" betitelt habe, ist nur wenn er mit seinen Freunden unterwegs ist.

Er treibt sich auch nicht stundenlang herum, nach draußen darf er von 15-18 Uhr, ich glaube nicht das das mit rumtreiben zu tun hat. Ich kann ihn ja nun auch nicht festketten, oder?

Mit dem Rauchen habt Ihr allerdings Recht....

Und wen es noch interessiert:

Ich hatte heute mein Gespräch im Hort und es ist sein Freundeskreis der diesen schlechten Einfluß auf ihn hat.
Diese Freunde sind alle älter als er und mein Sohn versucht mitzuhalten. Leider auf die falsche Art und Weise.....
Wir hatten ein sehr langes und gutes Gespräch und werden gemeinsam an dieser Sache arbeiten.

Ich kann nur Hoffen das Eure Kinder nicht in so einen schlechten Einfluß geraten.

Falls doch, wird vielleicht der ein oder andere noch mal an dieses Thema denken.

Vielein Dank noch mal an alle netten Beiträge, die unberechtigten Vorhaltungen haben mir allerdings nicht geholfen.

Beitrag von jazzbassist 12.05.11 - 21:46 Uhr

Was war denn bisher so das Maximum, was Ihr Sohn an »Stubenarrest« hintereinander absitzen musste? Wenn das jetzt 1-2 Tage waren, würde ich daraus notfalls mal drei oder vier Tage machen und sehen, dass Ihr Sohn in dieser Zeit nicht nur Stubenarrest hat (sonst konzentriert sich seine alleinige Aufmerksamkeit dieser Gemeinheit, dass er Stubenarrest hat, und nicht, warum er das hat), sondern, sie ihm auch eine Aufgabe geben. Wenn er der Mama z.B. eine Zigarette gestohlen und geraucht hat, könnte so eine Aufgabe sein, z.B. eine Collage zu basteln oder ein kleines Referat zu schreiben, warum weder 8-Jährige - noch Mamas - Zigaretten rauchen sollten.

Nehmen Sie ein paar leere Schachteln, lassen ihn diese tollen »Rauchen kann tödlich sein« Warnhinweise ausschneiden und auf die Collage aufkleben, ein bisschen im Internet auf »Kinderseiten« zu diesem Thema forschen und recherchieren. Lassen Sie ihn Worte fassen, warum er das überhaupt getan hat. Wollte er seinen älteren Freunden imponieren, oder, einfach nur mal wissen, was die Mama daran findet? So erreichen sie, dass sich die Aufmerksamkeit eben nicht auf »Meine blöde Mutter hat mir Stubenarrest gegeben« richtet, sondern auf das, was er eigentlich getan hat, obwohl er wusste, dass er es nicht hätte tun dürfen. Eigentlich kann man das bei den meisten kindlichen Vergehen so oder ähnlich lösen. Z.b. finde ich es viel schöner, wenn sich ein Kind z.B. bei bei dem Kind, dass »verprügelt wurde« entschuldigt, und, irgendetwas als Wiedergutmachung leistet, als dafür stumpf Stubenarrest zu bekommen.

Schließlich scheint dieses soziale Verhalten (Sprache; keine anderen Kinder prügeln oder attackieren [solange das kein von beiden gewolltes Spiel ist]; sozial miteinander umzugehen etc.) etwas zu sein, dass Ihr Sohn noch gar nicht gelernt hat. Zumindest scheint es ihm wichtiger zu sein, seine anderen Freunde zu imponieren, als, z.b. auf ein anderes Kind Rücksicht zu nehmen. Er wird diese Sachen aber nicht dadurch lernen, dann alleine im Kinderzimmer zu hocken, weil er Stubenarrest hat. Zumindest - wenn wir uns den Jugendstrafvollzug ansehen - gibt es dort kaum einen Jugendlichen, der nicht sagen wird, dass das eine der schlimmsten Strafen ist, die man jemals erlebt hat. Leider finden wir im Jugendstrafvollzug (bei Rückfallquoten zwischen 50 und 90%) auch kaum einen Jugendlichen, der irgendwas aus dieser Strafe gelernt hat. Wenn Ihr Sohn bei den Hausaufgaben im Mathematik nicht weiterkommt, wird ihre Reaktion aber auch nicht sein, dass Mathebuch dann zur Strafe wegzunehmen. Denn so kann er Mathe am wenigsten lernen; genau so wie Sozialverhalten und gesellschaftliche Regeln im Kinderzimmer. Ist Ihr Sohn denn in irgendeinem Sportverein o.ä.? Also irgendetwas, wo er zumindest 2-3 mal in der Woche nachmittags von diesen anderen Kindern getrennt ist und mit gleichaltrigen rumtoben kann? So schlagen sie nämlich zwei fliegen mit einer Klappe.

Nur, wenn das Maximum, was ihr Sohn bisher schon an Stubenarrest hatte, z.b. ohnehin schon bei zwei Wochen lag, würde ich einsehen, dass sich (zumindest) Ihr Sohn mit Stubenarrest nicht erziehen lässt. Was ich eigentlich für ziemlich normal halte; zumal ich es total schade fände, wenn der einzige Grund, warum mein Sohn keine anderen Kinder verprügelt, der wäre, weil er ansonsten Stubenarrest bekäme. Dann würde ich mich in ihrem Falle professionelle Hilfe suchen. Zumal - haben Sie denn eine Idee, warum es ihrem Sohn so wichtig ist, diesen anderen Freunden zu imponieren? Weil Sie das eigentlich so schön trennen: "Wir sind eine heile Familie; die anderen sind alles kaputte Familien, da ist es ja normal". Mir stellt sich dann nämlich die Frage, warum ihr Sohn so krampfhaft versucht, dort "Anerkennung" zu finden. Zumindest kenne ich es von meinem Sohn; meiner eigenen Kindheit und auch den anderen Kindern in meinem Umfeld eher so, dass sich Freundschaften (ich möchte es noch nicht peer groups nennen) eher bei Kindern bilden, die irgendwie Gemeinsamkeiten haben; auch im sozialen Verhalten. In amerikanischen Teenager-Filmen wird das in der Schulmensa immer so schön parodiert: Und an diesem Tisch sitzen die Sportler; an diesem Tisch die Ballkönigen; an diesem Tisch die Streber; an diesem Tisch die Hip-Hopper; an diesem Tisch die Grufties usw.

Beitrag von ilva08 12.05.11 - 21:59 Uhr

Hallöle,

ich werde das Gefühl nicht los, dass dein Sohn in der Familie eine Rolle spielt, von der er glaubt, dass sie jemand spielen muss.

Ich möchte mich da allerdings nicht in Spekulationen ergehen, ob es nun die Rolle des abwesenden Vaters ist oder was-auch-immer... das scheint naheliegend, aber dafür habe ich zu wenig Informationen.

Vielleicht hörst du hier mal rein und entscheidest dann selbst:

http://www.amazon.de/Schicksal-fängt-Familie-Ute-Lauterbach/dp/3934486010

Meinem Mann hat dieser Vortrag in der Vergangenheit sehr geholfen und ich musste sofort daran denken, als ich deine Posts gelesen habe.

LG #winke