Warum werden Väter hervorgehoben?!

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Forum: Familienleben

Die Oma füttert die Kinder übermäßig mit Süßigkeiten, Probleme mit der Schwiegermutter, Tipps zum Feiern der Taufe: Hier ist Platz für alle Themen rund um die Familie.

Beitrag von sozialkritisch 11.05.11 - 21:33 Uhr

Ich bin nun Mama seit 4,5 Jahren. Ich hab pausiert in meinem Job, ich werde leider nur noch ausgegrenzt.

Mitlerweile will ich nur noch arbeiten, ich habe keine Lust mehr auf nur Mama-Dasein.

Ich hab das die Zeit gern gemacht, ich bin auch noch immer noch gern Mama, aber ich bin modern, sprich: Ich brauche einen anderen Wirkungskreis als Spielplatz etc.

Dann entdeckte ich diesen Artikel hier: http://www.zeit.de/gesellschaft/familie/2011-05/tuerke-vater-elternzeit

Was soll das?
Weint sich jemand über mich Tränen aus?
Ich als nicht normaler dieser Gesellschaft (Punk, halbafro-Kinder), hat sich niemand für interessiert. Klar, ich bin eine Frau.
Dass meine Kinder innerhalb von 18 Monaten kamen: Mein Problem.

Macht ein Mann das: Geweine.
Ich verstehe das nicht.
Feminismus hin oder her.
Ich hab auch keine Chance mehr, zumindest nicht mehr einfach so, wegen meiner Kids, aber macht das mal ein Mann, reiben sich alle die Augen.
Wegen mir weint keiner. Komisch.

Vielleicht mehr Artikel dieser Art, vielleicht auch mal Frauen berücksichtigen.
Mir tuen diese armen Männer nicht leid, da sie in den meisten Fällen eh nicht da sind.
Und es immer die Frauen sind, die diesen Brei auslöffeln.


Beitrag von zaubertroll1972 11.05.11 - 21:51 Uhr

Hallo,

was soll das Gehabe?
Es geht einfach um einen Mann der Elternzeit nimmt. Es sind halt immer noch wenige. Häufig verdienen die Männer einfach mehr, die Familie kann auf das Geld nicht verzichten. Manchmal möchten die Väter auch nicht, Unsicherheit, Angst keine Ahnung. Oftmals wollen die Mütter auch einfach zuhause bleiben und sind vielleicht froh nicht arbeiten zu müssen.
Bei den türkischen Vätern die Elternzeit nehmen ist der Anteil wohl noch kleiner.
Darüber wurde ein Bericht geschieben. Und nu? Wieso regst Du Dich auf?
Dieser Mann muß Dir nicht leid tun. Wieso auch? Er macht es scheinbar ganz gerne.
Was soll das??

LG z.

Beitrag von sozialkritisch 11.05.11 - 22:02 Uhr

Bei Frauen ist es normal, dass sie das tun.
Macht ein Mann das, ist es ein Ausnahmezustand.

DAS verstehe ich nicht.

Eine Frau erlebt auch Nachteile im Erziehungsurlaub, nur ist das gesellschaftlich total normal.
Macht ein Mann das, schütteln alle mit dem Kopf und fragen sich, ob die Mutter noch alle Latten am Zaun hat.

SO ist das.

Beitrag von sini60 11.05.11 - 22:23 Uhr

Du wirfst alles durcheinander. Es ist doch nicht aus diesem Grund seltener, weil die Männer keinen Bock dazu haben, sondern weil viele Frauen nach der Geburt gerne bei ihrem Kind bleiben und aus finanziellen Gründen.

Natürlich schütteln alle den Kopf, wenn dieser Spaß erhebliche finanzielle Einbußen mit sich bringen.

Beitrag von zaubertroll1972 11.05.11 - 22:39 Uhr

Ach ja...aber deshalb rege ich mich nicht auf!
Bei uns war ganz klar daß ich Elternzeit nehme.
Zum einen verdient mein Mann weitaus mehr als ich und zum anderen hätte ich mir die Zeit mit meinem Kind gar nicht nehmen lassen....auch nicht von meinem Mann. ICh bin sehr gerne zu hause geblieben....wenn auch nicht lange ;-)

LG

Beitrag von ayshe 12.05.11 - 09:56 Uhr

Hast du mal das Post in "Familienleben" gelesen?

Ein Vater postet über den Rollentausch.
Es kommen insgesamt ein paar wichtige Punkte in dem ganzen thread vor.

Männer sind da nun enmal noch eine Minderheit und wie hier schon gesagt wurde, bei Türken sind es sicher nur ganz ganz wenige.
Vllt kann so ein Artikel positiv darauf wirken, daß es eben auch immer normaler wird, daß nur "irgendein" Elternteil zuhause bleibt.

##
Macht ein Mann das, schütteln alle mit dem Kopf und fragen sich, ob die Mutter noch alle Latten am Zaun hat.
##
Genau das sollte eben auch aufhören, geht aber nur, wenn Väter in EZ keine Exoten mehr sind.

Beitrag von ichhabefertig 12.05.11 - 11:47 Uhr

>>Bei Frauen ist es normal, dass sie das tun.
Macht ein Mann das, ist es ein Ausnahmezustand.

DAS verstehe ich nicht. <<<

Für einen Mann ist es selbstverständlich,das er sich erholt,wenn er krank ist.
Op?
Kein Thema. Er geht ins KH,wird operiert, und schont sich.
Und bei Frau?
Bricht die ganze Welt zusammen und sie muß erst mal schauen, wie es denn gehen könnte.

Ein Mann putzt? Bügelt? Kocht?

Hast du einen tollen Mann! Dann passt er auf die Kiddies aus, um zu deinem VHKurs zu gehen oder gar Elternzeit?
Dann sind die meisten von solch einem männlichen Exemplar so begeistert,das sie Halleluja singen!

Das finde ich schlichtweg einfach nur banane und in einigen Sachen sind wir trotz Emanzipation noch ziemlich rückständig!

Beitrag von bambolina 12.05.11 - 12:36 Uhr

Es ist auch ein Ausnahmezustand, weil es immer noch wenige Männer gibt, die in Elternzeit gehen.

Ich verstehe nicht wirklich, was dich an dem Arikel stört. Über das seltene wird immer gerne geschrieben.

Also ich kenne auch so eine seltene Gattung von Mann, die in Elternzeit gegangen ist. Da wurde aber weniger gesagt "Mutter hat nicht mehr alle Latten im Zaun" als "boah toll, meiner würde das nie machen"

Beitrag von king.with.deckchair 12.05.11 - 19:21 Uhr

#pro

Beitrag von finchen85 11.05.11 - 22:01 Uhr

Na weil es auch in dieser modernen Zeit immer noch selten ist:-p

Beitrag von sozialkritisch 11.05.11 - 22:41 Uhr

Wo ist diese Zeit modern?

'Modern ist, wenn der türkische Mann sich eine Frau nehmen kann, die er auch wirklich will.
Modern ist, wenn die Frau entscheidet ob sie arbeitet oder nicht.'
*hust*

Sorry.
Das ist out.

Und vor allem sich die Tränen für den armen Mann rauszuquetschen.

Das hat/wird keiner für uns Frauen machen. Ob nun türkisch, deutsch oder was auch immer.

Beitrag von sini60 11.05.11 - 22:56 Uhr

Ich kenne niemanden der ein Mann bedauert weil er Elternzeit nimmt. Vielleicht liegt es an deinem Umgang.

Beitrag von sozialkritisch 11.05.11 - 23:02 Uhr

Wenn ich den Artikel lese, sträuben sich mir die Haare.

Ich meine 'meinem' Ausgangartikel, der 'Zeit' guten Journalismus zugetraut.

Beitrag von ayshe 12.05.11 - 10:02 Uhr

Irgendetwas mit Weinen und Tränen habe ich jetzt nicht gefunden oder überlesen? #kratz

Ich finde den Artikel ziemlich flach, stimmt, für die "Zeit" etwas überraschend simpel gestrickt.
Vll tmußten sie schnell eine Lücke füllen.
Aber so schlimm ist er auch nicht.

Beitrag von elofant 12.05.11 - 07:31 Uhr

Du scheinst eine gerustete Hausfrau zu sein!!

Wo ist das Problem, dass auch ein Mann die Elternzeit übernimmt? DAS ist modern!

Und übrigens wegen mir hat auch keiner geweint! :-p Damit kann ich leben.

Beitrag von lavendula80 12.05.11 - 08:03 Uhr

irgendwie verstehe ich den Sinn deiner Aufregung nicht ?! #kratz ich lese da nur das ein Vater Elternzeit genommen hat,weil man es heute ermöglich bekommt,kann aber nirgends rauslesen das man sich die Augen über ihn ausheult oder einem danach zumute sein sollte.
Aber ich konnte bei dir rauslesen das du Mitleid erwartet hast als "nicht normaler dieser Gesellschaft" wobei ich der Ansicht bin das die heutige Gesellschaft sowas von Modern und tollerant ist das auch du ein "normaler dieser Gesellschaft " bist !!!!
so,wo ist jetzt dein Problem?

Beitrag von trixipaulchen 12.05.11 - 08:06 Uhr

Finde auch, das es KEINEN Artikel wert ist wenn ein Vater Elternzeit nimmt!

Ist genauso wie die leidige Diskusion über die "armen" Hausfrauen und wie schwer sie es doch haben! Da schwillt mir auch der Kamm. Ich habe (im Moment nicht, da Mutterschutz) eine 40 Stunden/Woche UND mache den Haushalt in meiner Freizeit (wie übrigens viele Andere auch)!!! Da kräht kein Hahn nach!

Beitrag von wemauchimmer 12.05.11 - 08:25 Uhr

Komisch, gerade urbia ist doch randvoll mit Frauen, die sich darüber ausheulen, ach wie schwer es doch ist mit Kindern. Kann doch keine Rede davon sein, daß niemand Eure Sorgen wahrnehmen will.
LG

Beitrag von renanja 12.05.11 - 09:23 Uhr

Ich versteh dein Problem nicht so recht...

Du bist sauer, weil es jeder als selbstverständlich ansieht, dass du (als Mutter) für dein Kind da bist und Elternzeit nimmst?
Um ehrlich zu sein, bin ich sehr froh, dass mein Chef mich nicht für "unentbehrlich" hält und es deshalb ein Leichtes war, die Elternzeit genehmigt zu bekommen. Wie nervig wäre es gewesen, hätte ich für das, was mir zusteht auch noch kämpfen müssen....denn so ist es nunmal noch bei vielen Vätern, die gewillt sind, Elternzeit zu nehmen und etwas mehr Zeit für ihre Kinder einzuräumen.
Mein Mann wollte auch sehr gern 2 Monate zu Hause bleiben und für unsere Tochter da sein, aber sein Chef hat so lange rumgezetert und ihn halb erpresst, bis er jetzt doch drauf verzichtet hat.

Sei doch froh, dass uns Frauen sowas erspart bleibt und wir nicht ständig schräg angeschaut werden, wenn wir Zeit mit unseren Kindern verbringen, anstatt arbeiten zu gehen.

Beitrag von ayshe 12.05.11 - 10:06 Uhr

##
Mein Mann wollte auch sehr gern 2 Monate zu Hause bleiben und für unsere Tochter da sein, aber sein Chef hat so lange rumgezetert und ihn halb erpresst, bis er jetzt doch drauf verzichtet hat.
##
Wäre das auch so gelaufen, wenn er eine Frau wäre?
Wahrscheinlich nicht.

Und es ist sehr traurig, daß ein Umdenken in unserer Gesellschaft eben in sehr vielen köpfen stattfinden muß, damit sich überhaupt ein bißchen ändert.


Dein Mann wollte es, das ist schön, aber man ließ ihn sozusagen nicht, weil er ein Mann ist.
Das ist doch eigentlich zum Ko....

Beitrag von renanja 12.05.11 - 12:14 Uhr

Du sagst es....*wild nickend*

Beitrag von king.with.deckchair 12.05.11 - 19:21 Uhr

"Mein Mann wollte auch sehr gern 2 Monate zu Hause bleiben und für unsere Tochter da sein, aber sein Chef hat so lange rumgezetert und ihn halb erpresst, bis er jetzt doch drauf verzichtet hat."

Und? Merkst du was?!

Beitrag von amory 12.05.11 - 09:31 Uhr

Hallo,

ich schreibe gerade auch einen Artikel über Väter in Elternzeit. mir war freigestellt, ob ich über Mütter und Väter oder nur über Väter schreibe.
Ich habe mcih für letzteres entschieden, da es nach wie vor seltener ist und da ich denke, dass man bei den Vätern ansetzen muss, um gesellschaftlich eine Änderung zu erreichen, die letztlich hoffentlich zu mehr gleichberechtigung führt....

Grüße, Amory

Beitrag von ayshe 12.05.11 - 10:10 Uhr

Ja, vllt sollte man auch da ansetzen.

Und ein Hervorheben von Vätern dient ja nicht dazu, sie nun darzustellen, als würden sie eine tolle Leistung bringen, obwohl es nichts anderes ist, was Frauen ja auch tun, sondern ihnen vllt auch Mut machen, es in der Gesellschaft publizieren, es eben auch als normal hinstellen.

Männern geht es zur Zeit noch anders, weil sie eine Minderheit sind.
Mein Mann war zb ziemlich genervt, daß er in allen Krabbelgruppen und auf Spielplätzen fast nur Mütter traf, deren Gesprächsthemen ihm rein gar nichts gegeben haben. Er hat sich also unwohler gefühlt als ich Frau, ist ja auch verständlich.

Beitrag von wintersun 12.05.11 - 11:53 Uhr

auch wenn ich evtl. jetzt mit steinen beworfen werde, aber ich glaube der artikel ist etwas anders gemeint, meiner meinung nach geht es nicht nur um den vater der elternzeit nimmt sondern auch darum welche nationalitaet er hat. das er sowohl einen deutsch kurs, als auch den haushalt absolviert, ich denke hier wird versucht das klischee vom tuerkischen familienvater abzureissen und zu zeigen wie es sein kann/sollte.
das eben trotz der kulturellen unterschiede vaeter bereit sind sich zeit fuer ihre kinder zu nehmen etc....
ich kann mich natuerlich auch irren.....

lg

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